Ein Söldnerleben

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Vergilian
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:12

Vergilian schrieb am 11 Aug. 2016

Es war spät als es laut an der Tür klopfte. Immer und immer wieder bis endlich ein Lichtschein durch das Fenster drang. Nur einen Spalt wurde die Tür geöffnet und ein ziemlich verschlafener Ranael streckte brummig den Kopf heraus.
"Was ist?!" blaffte er mürrisch. Doch niemand war zu sehen. Der Hof und auch die Gasse waren leer und kein Geräusch drang an seine Ohren. Knurrend sah er sich um und entdeckte die Kiste die mit einer schweren Decke abgedeckt war. Fast hätte er sie übersehen, hätte sich die Decke nicht leicht bewegt. Misstrauisch zog er die Decke langsam von der Kiste, bereit das Ding ans andere Ende des Hofs zu werfen sollte eine Bombe oder etwas ähnliches drin sein. Doch statts eines Gnomischen oder Goblintechnischen Sprengsatzes blickten ihn plötzlich zwei große ängstliche Augen an die nur knapp über einer kleinen schwarzen Stupsnase saßen.
"Bei Goldrinn, wer bist du denn?" fragte Ran leise und streckte langsam die große Hand aus. Kleine Ohren wurden tief ins Fell vergraben als sie ängstlich angelegt wurden und man sich in die am weitesten entfernte Ecke drückte und dort winselnd klein machte.
"Schatz, komm mal her. Aber langsam!" Ran hatte leise gerufen, er wusste das Vergi mittlerweile aus dem Bett raus war und neben der Küchentür stand. Er hatte sie gehört als ihre nackten Füße über die Holztreppe gelaufen waren. Und nun kam sie näher. Langsam wie er sie gebeten hatte blieb sie hinter ihm stehen und versuchte an ihm vorbei zu schielen. Er trat einen Schritt zur Seite und gab so den Blick frei.
"Ach du je was ist das denn?" fragte Vergi und legte den Dolch auf den Tisch neben der Tür.
"Als ich öffnete war niemand da. Nur die Kiste stand hier und die Decke war drüber. Und der saß darin." erklärte Ran kurz während Vergi schon in die Hocke ging.
"Wieso stellt und jemand sowas vor die Tür?" fragte sie und sah zu Ran auf.
"Ich weiss es nicht. Hol ihn erstmal rein." während Vergi nickte und sich die Kiste langsam nahm um dessen kleinen Bewohner nicht noch mehr zu erschrecken sah Ran sich noch einmal um. Niemand war zu sehen und als Vergi mit der Kiste im Haus war schloss er die Tür wieder. Langsam trat er zu ihr und sah ihr über die Schulter während sie die Kiste auf einen Stuhl stellte und sich das kleine Wollknäul ansah das zitternd darin saß.....
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:12

Thomaria schrieb am 23 Aug. 2016

Seufzend lief Thomaria durch die ganze Stadt. William und Annie begleiteten sie, zwei etwas größere Kinder aus dem Waisenhaus. Die beiden waren eine große Hilfe im anbringen der Spendenbitten die Vergi am morgen geschrieben hatte. Gespannt ob sich jemand melden würde waren sie alle. Dankbar waren sie für jedes Stück was sie bekamen. Jetzt wo der Krieg wieder da war und es überall in Azeroth krachte waren die Versorgungen teilweise abgeschnitten, was früher oder später wieder zu Problemen führen würde. Sie lauschte den beiden Kindern die sich angeregt über die aktuellen Geschehnisse unterhielten und auch ihre Angst deutlich mitteilten. Um die Weltuntergangsverkünder machten sie einen Bogen. Zum einen nervte ihr Geschrei mittlerweile jeden, zum anderen wusste man nie wann sie wieder zugriffen und einen herumzogen und Tho wollte kein Risiko eingehen. Vorallem nicht wegen der Kinder...
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:13

Vergilian schrieb am 17. Sep. 2016

Still saß Vergilian im Büro am Tisch und sah gedankenverloren auf die Briefe vor sich auf dem Tisch. Alle in ein und der selben Handschrift verfasst und an Thomaria gerichtet. Teilweise zusammengewürfelten Schüttelreime waren ja an sich ganz witzig, doch langsam wurde es auch nervig. Und für Thomaria unheimlich. Das arme Mädel war noch ängstlicher als sonst. Knurrend ließ Vergi weiter das Wurfmesser um ihren Finger kreisen. Vorerst stand Tho unter der Bewachung von Timothy.

Sollte das alles nicht bald enden würde Vergi die Finger ernsthaft selbst ins Spiel strecken müssen. Mit den Tatzen legte man sich nicht an, nicht mal mit der kleinsten und schüchtersten....
Zuletzt geändert von Vergilian am Mo 28. Jan 2019, 16:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:15

Vergilian schrieb am 23 Sep. 2016

"ICH WILL DAS IHR IHN FINDET!" der Schrei war mit Sicherheit noch im Park zu hören während ein Glas an der Wand zerschellte.
"Es kann doch nicht so schwer sein einen einzelnen verdammten Kerl zu finden der nicht in diese beschissene Stadt gehört! Verdammt nochmal er verspottet uns alle schon!" Vergi war außer sich und sah sich bei ihrem Wutanfall im Büro um. Kaum einer wagte etwas zu sagen.
"Wir werden die Stadt umdrehen und auf den Kopf stellen. In Gruppen oder auch alleine." antwortete Ramiak.
"Mir egal nur findet dieses Elend eines verkappten Stalkers endlich und bringt ihn mir! Und wenn ihr in den Nether müsst um ihn zu finden!"
"Da jagst du uns sowieso hin wenn wir ihn nicht finden." Murmelte Kwennar grinsend.
"Bewegt euch endlich verdammt nochmal! Ich will das ihr jede verdammte Nacht die Stadt durchsucht! Und zwar unauffällig!" wieder fegte Vergi mit der Hand über den Tisch, was sämtliche Gläser und Becher vom Tisch fegte und auf dem Boden des Büros verteilte. Alle nickten still und sahen sich untereinander an. Heimliche Gruppierungen wurden geschlossen und die Wege der einzelnen blieben jedoch geheim. Man wollte den Überraschungseffekt auf seiner Seite....
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:15

Vergilian schrieb am 24 Sep. 2016

Sie hasste leere Drohungen... wirklich... sie waren so... unsinnig...

Arandiir hatte erfolgreich einen Zauber gesprochen um ein Bild des Briefeschreibers zu bekommen. Vielleicht würde das ja etwas bringen. Seufzend schrieb Vergilian den Brief fertig so das Thomaria und Timothy informiert waren und entsprechend weiter ziehen konnten.

Bewegliche Ziele waren bekanntlich schwerer zu finden und zu fassen... Schlau genug wie sie war würde sie den Brief nicht mit einem Boten losschicken. Ein paar Magiertricks und der Brief würde sicher bei Tho ankommen, das wusste sie.

Wenn der Kerl die Magie verfolgen wollen würde so müsste er schon in das Büro der Tatzen einbrechen und das wäre wirklich wahnsinnig...
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:16

Ramiak schrieb am 17 Okt. 2016

Vergangenheit, sie holte früher oder später wohl jeden ein. Ein langer Abend in der Taverne und schon waren sie alle wieder da. Die Schatten der Vergangenheit. Sie hatten ihre Klauen nach ihm ausgestreckt und ihn mit einem mal gepackt und komplett davon gerissen. Er hatte Sturmwind verlassen und war mit nichts aufgebrochen. Naja mit nichts als den Kleidern die er am Leib trug. Der Aufbruch war überstürzt, das war ihm mittlerweile klar, doch er musste endlich mal ein Ende finden in dem ganzen Chaos seiner Vergangenheit.


In Beutebucht angekommen nickte er dem Menschen vor sich zu und warf ihm ein paar Goldmünzen auf den Tisch. Der versoffene Kerl sah auf und musste zweimal blinzeln bis er wohl merkte wer vor ihm stand.
"Ramiak? Was machst du denn hier?"
"Wo sind sie?" fragte Ramiak knurrend.
"Wer?"
"Du weisst wer. Los mach das Portal auf."
"Moment, du willst zu IHNEN? Bist du IRRE?!" der wohl mit einem Schlag nüchterne Mensch erhob sich und trat um den kleinen Tisch herum zu Ramiak. Das dieser um einiges Größer war hatte sich nicht geändert. Aber die Statur hingegen schon. Als sie sich das erste mal begegnet waren hätte der Mensch ihn mit einem einfachen Schubs aus dem Gleichgewicht und zu Fall bringen können. Nun war Ramiak das doppelte von dem was er einst war und der Mensch hatte sich mit Sicherheit seine Leber schon kaputt gesoffen.
"Ja , ich will zu ihnen. Und zwar jetzt. Ohne Voranmeldung. Also mach das verdammte Portal auf." knurrte Ramiak und sah von oben auf den Menschen hinunter. Er mochte den Kerl eigentlich, er hatte ihn nie wirklich schlecht behandelt. Der Mensch zögerte, rieb sich das Gesicht und begann zu schwitzen. Er suchte wohl im Geiste eine Ausrede wieso und warum das nicht ginge, doch ehe auch nur ein Ton über die Lippen des Menschen kam packte Ramiak zu und hatte den Kerl am Hals.
"Portal, Jetzt!" damit lies er ihn wieder los und trat zurück. Der Mensch fummelte seine etwas verschwitzte Robe zurecht und atmete durch ehe er begann den Zauber für das Portal zu wirken.


Der Geruch war noch immer der selbe, er schlug ihm entgegen wie eine Faust die ihn zurück durch das Portal stoßen wollte. Schweiss, Dreck, Blut, verfaultes Essen und der ein oder andere Tote lagen in der Luft. Kurz schloss Ramiak die Augen und atmete tief ein. Das Gemisch legte sich wie ein Klumpen in seinem Magen fest als er sich umsah und die Schatten der Vergangenheit wieder erkannte. Es würde enden, hier und heute Nacht. Sie hatten geschworen das sie ihn suchen und alle die ihm lieb waren umbringen würden. Das würde er nicht zu lassen. Sollten sie ihn erwischen, das war ihm egal, aber nicht seine Familie! Knurrend machte er sich auf den Weg durch das alte Lager. Es hatte sich nichts verändert, außer der Boden. Die dunklen Flecken hatten sich vermehrt. während er da stand, mitten zwischen den einfachen Hütten, und sich umsah nahm er die dumpfen Schritte nur in der Ferne wahr.
"HE DU!" man hatte ihn entdeckt, nun musste er wieder herumschleichen noch leise sein. Er drehte sich um und knurrte laut. Der Oger der vor ihm stand war noch immer der gleiche wie damals. Mit einem langen Satz sprang er dem Oger entgegen, sich während des Sprunges wandelnd und die Krallen vor raus streckend schaltete er seine Gedanken vollkommen ab. Das Tier in ihm übernahm die Kontrolle und würde sich seinen Weg bahnen....


Etwas riss an ihm, wollte seinen Körper in zwei reisen und seine Seele an einen anderen Ort katapultieren. Und das alles in einem freien Fall. Würde es ihn zerreisen bevor er aufschlug? Oder erst dabei? Es krachte irgendwo und irgendjemand brüllte etwas auf ihn ein. Wer es war erkannte er nicht. Irgendwann hatte man ihm ein Messer über das Gesicht gezogen. Zumindest glaubte er sich daran erinnern zu können. Doch ihm war schon vor einer Weile Blut in die Augen gelaufen und sein Blick verschwommen. Nicht zuletzt wegen der Schmerzen die er hatte. Aber immerhin er lebte, noch.. irgendwie... teilweise zumindest.
Immer noch brüllte jemand etwas auf ihn ein, zerrte an ihm und schliff ihn über den Boden. Dann fiel er wieder ehe er irgendwo drin landete. Wasser, Meerwasser. Sein Körper brannte an so vielen Stellen gleichzeitig durch das salzige Wasser das er nicht wusste wo es am meisten weh tat. Langsam ging ihm die Luft aus und irgendwas tief in seinem inneren sagte ihm er sollte sich bewegen um wieder an die Oberfläche zu kommen. doch sein Körper verweigerte ihm den Dienst. Dafür drang das Wasser in seine Lungen und der schwarze Schleier umarmte ihn.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:16

Thomaria schrieb am 24. Okt. 2016

Sie brüllte vor Schreck auf als der Kettenhandschuh sie am Handgelenk packte und herum riss. Tim lag auf Abstand von ihnen entfernt am Boden, sein Schwert gut einen Meter von ihm entfernt. Und vor ihr war er. Der Kerl der die ganze Zeit schon Briefe geschrieben hatte. Der sie nun verfolgte. Der sie wohl nun im Moment entführen würde. Erst jetzt realisierte sie das sie eigentlich mitten im nirgendwo waren und Hilfe so gut wie unmöglich war. Bis auf Tim aber der hatte schwer einstecken müssen. Wild schlug Tho um sich und versuchte sich aus dem Griff des Mannes zu befreien während sie immer noch wild brüllte. Das der eiserne Griff um ihr Handgelenk nicht gelockert wurde spürte sie deutlich. Der Kerl wollte sie mitziehen doch Thomaria stemmte sich wie ein Packmulli dagegen und sträubte sich. Der Kerl fluchte sie an und fauchte, zerrte weiter an ihr und wollte sie schon tragen. Doch dazu zappelte sie ihm entschlossen zuviel. Und sie hatte nicht vor das zu ändern. Sie zappelte weiter, sogar noch mehr, so das sie plötzlich hinfiel. Kurz hatte sie die Hoffnung nun flüchten zu können doch da traf sie der Schlag. Der Kerl hatte ausgeholt und mit seiner gesamten Kraft und der großen Faust zugeschlagen. Der Schmerz explodierte in ihrem Kopf und ihr gingen die Lichter aus während sie noch ein lautes Brüllen hörte und die Sterne am Nachthimmel sah...
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:19

Vergilian schrieb am 17. Dez. 2016

Seufzend blieb Vergi vor der Tür des Büros stehen. Körbe, gleich zwei! Und an beiden hing ein Schild mit der Aufschrift "Für Ramiak".
"Wow, was ist denn hier los?" als Vergi sich umdrehte schmunzelte sie. Baeden kam auf sie zu, sein Gesichtsausdruck genauso überrascht wie ihrer zuvor.
"Ram hat Fanpost. Kannst du die Dinger reintragen?" fragte sie und sah Baeden nicken. Kurzerhand griff er sich beide Körbe und stellte sie auf den Tisch nachdem Vergi ihm die Tür aufgeschlossen hatte. Neugierig hob er die kleinen Tücher die darauf lagen und lachte schallend los. Er griff hinein und hob weiter lachend eine Flasche Shampoo heraus. Auch Vergi lachte schallend los als sie das sah.
"Na dann müssen wir ihn mal in Ketten legen und in die Badewanne zwingen. Vielleicht ist sein Fell dann weniger struppig. Was ist im Zweiten Korb?" fragte Vergi und sah Baeden zu wie er das Tuch hob. Er machte den Blick frei und Vergi schmunzelte.
"Ein Fresspaket. Nett. Die Kekse heben wir ihm auf. " Vergi griff dabei in den Korb und drückte Baeden drei der Brote in die Hand. Das dieser sofort in das erste hineinbiss wunderte sie nicht.
"Lass es dir schmecken. Zum wegwerfen sind sie zu schade und bis er wieder kommt sind sie verschimmelt." Baeden nickte zustimmend und biss wieder in das Brot.

OOC:
Ramiak bat mich dies zu tippen.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:19

Anna schrieb am 18 Dez. 2016

Ob sie wohl in Beutebucht etwas erreichen würde?

Endlich erfahren würde was wirklich mit ihr geschah?

Wer sie einst war bevor das Meer sie verschluckte und an den Strand des Schlingendorntals ausspuckte...

Anna machte sich bereit für den Aufbruch von Sturmwind nach Beutebucht.

Die Gruppe Kaufleute die sie nach Sturmwind brachten, hatten vor einige Geschäfte in Beutebucht zu erledigen und dann weiter zu reisen nach Kalimdor... was auch immer sie dort wollten.. es war ihr egal!Sie wollte nur eines... sicher in Beutebucht ankommen, um den Seebären der sie damals am Strand fand, noch einmal zur Rede zu stellen.Ihn so lange auszuquetschen bis er ihr die volle Wahrheit und nichts anderes als die Wahrheit erzählen würde! Jawohl davon würde sie nicht abweichen.. koste es was es wolle! Sie wollte endlich Klarheit.

Die Reise dauerte länger als erwartet, aber endlich kamen sie in Beutebucht an. Anna machte sich direkt daran den alten Seebären zu suchen und tatsächlich .. dort saß er in dem Gasthaus und kippte sich einen Rum nach dem anderen hinter die Binden.Ob man da noch etwas brauchbares aus ihm rauskitzeln könnte? Fehlanzeige! Er war Hackendicht!
Anna sorgte dafür das er ein Zimmer bekam wo er seinen Rausch ausschlafen konnte. Auch sie nahm sich ein Zimmer für die Nacht von Samstag auf Sonntag.

Nein sie machte kein Auge zu ... vor ihren Augen spielten sich alle möglichen Horrorszenarien ab, auch holten sie die Gedanken an ihre Alpträume wieder ein. Irgendetwas musste es doch auf sich haben...

Dieser verdammte Papagei!
Ständig flog er hin und her und rief alle möglichen Schimpfwörter durch das Gasthaus.. solche die einem die Schamesröte ins Gesicht trieben.

Wie schnell doch die Nacht verrann...

Anna harrte der Dinge die da kommen würden..
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:20

Ramiak schrieb am 18. Dez. 2018

Fahles Licht und der übermäßige Gestank von ungepflegten Leuten gepaart mit der salzigen Seeluft hingen ihm in der Nase seit er hier angekommen war. Aber das war er ja gewohnt. Ebenso den rauen Umgang der hier herrschte. Beutebucht war schon immer ein rauer Ort gewesen. Die Goblins schlugen jeden übers Ohr der sich im Betrunkenen Zustand auf einen Handel mit ihnen einließ. Wie immer bekam er das Zimmer das er wollte, das zum "Hafenbecken" hinaus das Fenster hatte. Gebraucht hatte er diesen Weg zwar noch nie aber Sicher war sicher. Er warf seinen Rucksack auf das Bett und schnallte die Schulterstücke ab. Sie flogen neben das Bett auf den Boden, die Handschuhe hinterher. Den Wappenrock hatte er im Rucksack, dashier war kein offizieller Tatzenauftrag. Dashier lief unter dem Tisch, wenn man ihn erwischen würde würde Vergi abstreiten das sie wusste das er hier war. Aber das war nichts neues für ihn. Kurz wusch er sich die Hände in der Waschschüssel ehe er nach unten ging und sich einen Rum bestellte. Das pisswarme Gesöff das er bekam war nicht das was man als Rum bezeichnen sollte, aber es diente dem Schein. Er verzog sich mit seinem Krug in die Ecke und wartete...


Nach einiger Zeit kam er dann, sein Ziel, sein Auftrag. Der Kerl war hager und kaum größer als eine Frau, die Haare waren strähnig und klebten ihm am Kopf. Seine grauen Augen waren vernebelt und er schien kaum etwas wahr zu nehmen. Das einstmal weisse Hemd hatte große gelbe Flecken die von den zu viel Alkohol zeugten den er sich zweimal durch den Kopf hatte gehen lassen. Es war schief zugeknöpft und kurz grübelte Ramiak ob das die Schuld des Alkohols war oder der Tatsache verschuldet blieb das der oberste Knopf fehlte. Die Hose sah kaum besser aus. zu oft geflickt als das sie noch als annehmbar gelten könnte und die blaue Farbe war rausgewaschen. Kaum zu glauben das man sojemanden suchte. Der Kerl wankte an den Tresen und gab einen Rülpser von sich das der Goblin hinter der Theke zur Seite sprang weil er fürchtete er könnte etwas abbekommen was kein Salzwasser ist. Danach bestellte er sich einen Rum und ließ sich unachtsam auf den nächsten Stuhl fallen. Was für eine Schande diese Jobs mittlerweile waren. In aller Ruhe wartete Ram darauf das der Kerl sich Stunden später die Treppe hinauf schleifte und sein Zimmer suchte. Ihn im großzügigen Abstand folgend und ihn dann oben im Gang abfangend. Den Linken Unterarm in das Genick des Kerls drückend presste er ihm seine rechte Hand auf den Mund und die Nase. Der Kerl war so klein das er ihm noch fast die Augen mit zuhob. Erschrocken zappelte der Kerl etwas, hatte aber nicht die Kraft sich so zu wehren wie er es wohl wollte. Ramiak zog ihn in aller Seelenruhe eine weitere Etage nach oben und blieb an der Brüstung stehen. Sein Blick glitt zum Mond der sich im Meerwasser spiegelte und die einzige Lichtquelle hier war.
"Süße Träume." Brummte Ramiak dem Kerl ins Ohr ehe er seine Hand schnell bewegte. Das leise Knacken und das kurze Zucken das durch den Körper ging waren so leise das es niemand bemerkte. Als er den leblosen Körper des Mannes los ließ kippte dieser nach vorne über die Brüstung und fiel hinunter. Kurz knallte er mit dem Kopf auf den Steg und dann platschte er ins Wasser. Sofort war die eine oder andere Wache da um sich das alles anzusehen. Für ihn war dashier erledigt. Er ging in sein Zimmer und ließ sich ins Bett fallen. Was für ein Tag.


"Ram, was machst du denn hier?" fragte Anna überrascht und sah ihn an.
"Arbeiten." Schmunzelte er, doch auch irgendwie überrascht sie hier zu sehen. Dieser Ort war der letzte an dem er sie vermutet hatte. Und doch war sie hier. Sie bat ihn um Hilfe die er ihr nicht ausschlug und half ihr die nötigen Infos zu sammeln die sie haben wollte. Glücklich schien sie damit nicht zu sein als er sie nach oben trug und sie sich an ihm fest klammerte. Aber so war das Leben manchmal. Manchmal riss es einen von den Beinen während es einem lachend ins Gesicht schlug. Bald schon würden sie sich auf die Rückreise machen. Vielleicht ging es Anna in der Stadt ja besser.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:21

Anna schrieb am 21 Dez. 2016

Drei Tage war es nun her, seitdem sie in Beutebucht Licht in das Dunkel ihrer Vergangenheit gebracht hatte.
Noch immer konnte sie es nicht glauben. Sollte sie tatsächlich die Tochter eines Piraten gewesen sein?
Gerade erst gewonnen und so gleich wieder verloren.
Gedanken um Gedanken.. vernebeln seit Sonntag ihre Sinne, wie dunkle Schleier der Vergangenheit rauben sie ihr Buchstäblich die Luft zum atmen.
Wie sie wohl gewesen ist bevor sie ihr Gedächtnis verlor?
War sie kaltblütig gewesen? Brutal ohne Gewissen?
Anna seufzte tief als sie ihr Gesicht in das ohnehin schon Tränennasse Kissen drückte.

Sie schlug ein kleines in Leder gebundenes Buch auf... in das sie ein paar Zeilen schrieb...

Schmerz... Ja ich fühle dich...
Du bist der Freund der mir zeigt das ich noch lebe.
Niemals hätte ich gedacht des es so etwas wie Glück gebe...
Trauer... du hast seit jeher meine Sinne umweht...
stehts war ich der Meinung es sei schon zu spät!
Einsamkeit...du nimmst mich in deinen Arm...
schützend hälst du mich sanft und warm.
Melancholie... du warst stehts mein liebster Gast...
weil du meine Tränen und Trauer gebunden hast.
Ja du hälst mir die Treue schon mein Leben lang...
Du warst es die leise Lieder in mir sang.
Doch nun verabschiede ich mich von Euch...Stück für Stück...
denn nun ist ER da ... mein ganzes Glück...


Nachdem die Zeilen ihren Weg auf das Papier fanden schloss sie das Buch und verstaute es sorgsam wieder an seinem Platz ... wissend das sie schon bald wieder ihre Gedanken dort festhalten würde.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:22

Anna schrieb am 25 Dez. 2016

Ein Abend im Pfeifenden Schwein
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Folgendes Szenario spielte sich am Samstag Morgen gegen 1 Uhr ab:

Eine Gruppe bestehend aus folgenden Leuten saß an dem Großen Tisch mittig der Taverne zum pfeifenden Schwein : Riamiak Teraltem, Anna alias Alexia " Das Küken" Flannagan , Yelanah Schattenbann und Nickle Schraubzang.

Ramiak hatte die Idee sie könnten doch Flaschendrehen spielen..gesagt ...getan

Anna war mit drehen an der Reihe , die Flasche zeigte auf Nickle Schraubzang. Nickle entschied sich nicht für Wahrheit sondern für eine Pflichtaufgabe. Dementsprechend bekam sie die Aufgabe von Anna ein Gespräch mit einem Stuhl zu führen und sollte dabei so tun als würde dieser ihr antworten.

*Nickle erhebt sich von ihrem Stuhl und geht auf den Stuhl am Ende des Tisches zu den Blick dabei auf selbigen richtend sagt sie*

"So, Herr Eichhausen, schön das sie es pünktlich geschafft haben.Ich habe mir ihre Bewerbungsunterlagen soweit angesehen, und das sieht schon sehr gut aus."

*Nickle richtet den Blick weiterhin auf den Stuhl vor sich tut so als würde er ihr antworten, Ramiak auf der gegenüber liegenden Seite des Tisches schmunzelt schon*

Nickle fährt fort zu sagen:

"Allerdings nehmen wir bei der Brennenden Legion nur die Besten der Besten, daher muss ich sie fragen was sie von anderen Stühlen da draussen unterscheidet und warum wir ausgerechnet sie rekrutieren sollen."

*Anna hält sich beide Hände vor den Mund um nicht laut loszulachen, Yelanah blickt ebenfalls grinsend zu Nickle*

Nickle wieder gen Stuhl sprechend:

"Mahagoni... Mhm *Nickle nickt wissend* Tja, ich muss ihnen sagen das wir das hier als Standard vorraussetzen.Wir sind schliesslich ein sehr elitärer Verein, da passt nicht jeder Stuhl dazu, das verstehen sie sicher."

*Anna versucht ernst zu bleiben aber ihr kullern schon die Tränen vor lachen die Wange herunter, Yelanah kichert leise und vergnügt vor sich hin*

Nickle wendet sich abermals fragend an den Stuhl:

"Wie ist das, können sie...ich weiss auch nicht...spontan anfangen grün zu brennen oder sowas? Oder sind sie irgendwie verflucht oder so?Bringen sie Hintern zum bluten, irgendwas?"

*Anna und Yelan klatschen in die Hände, Nickle verbeugt sich vor ihrem Publikum und setzt sich dann wieder um erneut die Flasche zu drehen*


Ein lustiger Abend unter Söldnern!
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:22

Anna schrieb am 25 Jan. 2017

Angelehnt an das Treppengeländer sah Anna durch das Dachfenster in den Sternenhimmel. Das hinein fallende Licht des Mondes küsste sanft ihr Gesicht.
Unweit von ihr lag ihr Liebster schnarchend und brummend auf dem Bauch, doch das hatte sie auch all die Nächte davor nicht gestört.

Auf ihrem Schoss lag ein in Leder gebundenes Buch voller Zeichnungen.
Sie drehte den Kohlestift zwischen Zeigefinger und Daumen hin und her, ihr Blick empor gehoben gen Himmel.
Fast kam es ihr vor als würde der Mond sie anlächeln, sein Licht spiegelte sich in ihren grün - braun - bernsteinfarbenen Iri­den.

Einige Momente so verharrend senkte sie den Blick und richtete ihn auf das Buch das immer noch auf ihrem Schoss lag.Sie fing an zu zeichnen, nach und nach konnte man einen großen Schatten erkennen, immer deutlicher wurden die Umrisse und auch die Statur der Gestallt. Jemand mit geübtem Blick würde wohl sofort erkennen können was oder vielmehr wen sie zu zeichnen im Begriff war.

Sie fuhr mit dem Zeigefinger die Umrisse entlang, fast so als würde sie sich auf eine seltsame Art und Weise zu dieser Zeichnung hingezogen.. ja vielleicht sogar magisch angezogen fühlen.Diese Zeichnung war ihre ganz persönliche Auslegung und Art IHN zu sehen.

Immer wieder schwenkte sie kurz mit ihrem Blick zu ihm, dem schlafenden und vor sich hin brummenden Glück das nur wenige Meter von ihr entfernt lag, wohl möglich um sicher zu gehen das er nicht aufwachen würde.

Noch eine Weile die Zeichnung betrachtend saß sie da, doch das funkeln in ihren Augen war mittlerweile so stark das selbst ein blinder Zwerg mit Krückstock es hätte sehen müssen.

In dieser Nacht machte Anna kein Auge zu...viel zu aufgeregt von all den Erlebnissen die hinter und auch noch vor ihr lagen.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:23

Ramiak schrieb am 2 März 2017

Durzo war ohne eine Art von Gruß an ihm vorbei gegangen und hatte ihn schlicht ignoriert. Auch in der Zeit danach wirkte er wie der größte Feind der Tatzen. Nachdem Vergi am Abend des Wahlkampfes vor einiger Zeit alle Fragen beantwortet hatte war er zu Durzo an den Tisch gesessen. Nur um sich eine emotionale und verbale Ohrfeige nach der anderen einzufangen.

"Darf ich?" hatte er gefragt und stand neben dem Stuhl. Durzo öffnete nur ein Auge und brummte ein "Bitte" vor sich hin.
"Alles klar bei dir Kleiner?" fragte Ramiak während er sich setzte.
"Sollte dem nicht so sein?" folgte die merklich Distanzierte Antwort von Durzo.
"Wie gehts Nallja?"
"Ich meine, die Leute, die ich mal Familie nannten, beachten mich nicht, man droht damit Nallja zu töten, man stellt mir nach... aber klar, mir gehts gut." Kurz hob Ram eine Braue bei der Antwort von Durzo. Er saß bei ihm am Tisch, hatte ihn nie ignoriert oder sonst etwas. Er atmete durch ehe er antwortete.
"Ich sitze doch bei dir am Tisch. Und wer will Nallja was antun?"
"Was intressiert dich das?" fragte Durzo und sah ihn mit geübter neutraler Miene an.
"Wir wollten noch auf den Hyjal und nach Tanaris. Ich würde sagen einiges Kleiner."
"Dafür war ich dem Bund aber ziemlich egal, es kam ja nicht mal ein Brief."
"Als Vergi mich nach Shattrath schickte warst du schon weg"
"Hatte die Nase voll von dem Ort dort."
"Kenn ich gut. Also wer will Nallja ans Leben? Und wie können wir euch helfen?"
"Ihr? Garnicht. Ich habe wen der uns hilft"
"Und was ist nur mit mir?"
"Du hast doch andere Sorgen"
"Ich mach mir Sorgen um euch beide."
"Brauchst du nicht, ich kam immer alleine klar."
"Ich kann euch nicht helfen wenn du mich nicht lässt."
"Ich sagte bereits ich habe jemanden der mir hilft. "
"Ich weiss nicht was passiert ist als ich auf Reisen war aber ich bin da wenn du mich brauchst. Das weisst du Kleiner."
"Musst du nicht wissen, es war aber genug. Das reicht."
"Schade das du mir Böse bist obwohl ich nicht mal da war."
"Du willst wissen wieso ich meine Sachen zurück schickte oder?"
"Ich will wissen wieso du sauer auf mich bist."
"Ich hab mich von euch getrennt, wieso sollte ich anders wirken?"
"Wir können also keine Freunde mehr sein weil ich eine Tatze bin?"
"Waren wir das denn? "
"In meinen Augen sind wir immer Brüder gewesen und das weisst du."
"Ich weiss nicht was los ist seit ich aus Shattrath wieder da bin, aber ich erkenne diese "Familie" nicht wieder. Plötzlich gibt irgendein Kerl die Kommandos den ich nicht mal kenne und die anderen haben nicht mal mehr ein müdes Lächeln für mich übrig."
"Hattest du denn eines an der Tür? Und deine Befehle kamen immer von mir. Und ich war dir wohl kein Unbekannter."
"Dann warst du also mein Befehlshaber?" lauernd sah Durzo zu Ramiak erüber.
"Ich bin dein Freund Kleiner." Durzo schnaufte und sah Vergi und Ran nach als diese die Taverne verließen.
"Wenn du Ran nicht magst dann halt dich an mich. Mich kennst du ja."
"Ich weiss garnichts über dich, so wie du nichts über mich weisst."
"Ich erinner mich an ganze Abende die wir zusammen und mit reden am See verbrachten."
"Du hast genug andere Leute mit denen du reden kannst." kurz deutete Durzo dabei auf den Nebentisch wo noch die ein oder andere Tatze saß.
"Ich würde mich aber gern mit dir unterhalten."
"Ich wüsste nicht wieso und worüber."
"Fangen wir beim Pelz an und gehen über zu Frauen und dem Ruhepol. Das waren oft unsere Themen."
"Dann sprich."
"Zu einer Unterhaltung gehören zwei. Sonst ist es ein Vortrag." wieder bekam er nur ein nicken zum anderen Tisch als Antwort.
"Die kamen nicht wegen ihren Problemen beim Wandeln zu mir und fragten mich um Rat. Erinnerst du dich?"
"Dunkel, habs fast schon vergessen." langsam lehnte sich Durzo zurück und streckte sich zur länge aus, dabei das Brandmal an seinem Hals zeigend.
"Nettes Ding. Wieder eine Gemeinsamkeit."
"Ja nur waren die Umstände anders wie ich meins bekam. War toll wie ein Vieh gebrandmarkt zu werden und gegen andere Sklaven kämpfen zu müssen. Ich kam mehr tot als lebendig zurück. Nallja hat fast den Verstand verloren vor Sorge."
"Klar, sie liebt dich."
"Oh ja, deswegen wollte sie vor kurzem auch gehen." Nun war Ram es der fragend aufsah.
"Sie hat bei der Eröffnung vom Tierheim ein paar gut gemeinte Worte falsch verstanden und dachte die anderen sehen sie als Kuriosität an."
"Ich denke du hast sie vom Gegenteil überzeugt."
"Und wie sollte ich das machen wenn ich selbst so denke?"
"Du denkst sie ist eine Kuriosität?"
"Nein ICH bin eine."
"Ein singender Oger im rosa Kleid ist eine Kuriosität."
"Dann sollte ich mal so viel fressen das ich zunehme."
"Red dir nicht so einen Blödsinn ein. Ihr seit beides tolle Leute."
"Wieso redet dann deine "Familie" nicht mehr mit mir?"
"Das solltest du die fragen die nicht mehr mit dir reden."
"Sie intressieren mich nicht mehr. Der ganze Bund intressiert mich nicht mehr." damit stand Durzo auf und ging.

Seufzend erinnerte sich Ram an das letzte Gespräch mit Durzo. Er hatte den Kleinen eigentlich immer gemocht. Doch mittlerweile wusste Ram was er von ihm hielt. Mit dem letzten Gespräch und seiner Art hatte er es ihm mehr als klar gemacht. Wenn er ihn scheisse behandeln wollte bitte, wie man in den Wald rein rief so kam es zurück.
"Es gibt eben immer was zutun"

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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:24

Anna schrieb am 3. März 2017

Einige Tage waren nun vergangen seitdem Anna von dem Tod Yelanah's erfahren hatte...

Wie eine große Schwester war sie für Anna gewesen, wenn irgendjemand dachte das ihr Tod Anna kalt gelassen hätte, dann nur deshalb weil Anna den Schmerz den sie bei dem Gedanken empfand tief in ihrem Herzen einschloss... ihn hinter einer Mauer des gespielten lächelns verbarg...

Es war das erste Mal das sie eine Person verlor die Fußspuren in ihrem Herzen hinterlassen hatte...auch wenn sie in den letzten Wochen durch ihr Gefühlschaos abgelenkt war, nah war sie Yelan immer gewesen.

Sicher im Laufe der Zeit wurden einige Fehler gemacht und unbewusst hatte sie sich verschlossen, doch wollte sie nie das Gefühl erwecken nicht da zu sein wenn sie gebraucht wurde.

Das was jetzt noch blieb war die Kette, die an jenem Grabstein hing an dem alle gefallenen Tatzen ihre letzte Ruhe fanden...

Anna schlug ihr Tagebuch auf...*sie hatte aus Wut und Schmerz die Seite mit der Zeichnung ihrer großen Schwester heraus gerissen sie zerknüllt und in die Ecke des Büros geworfen...doch im nächsten Augenblick tat sie alles um diese wieder glatt zu streichen.. als wäre das das absolut einzige was ihr noch blieb...eine Zeichnung zusammen mit der herausgerissenen leeren Stelle in ihrem Herzen*

Seit Tagen bekämpfte sie nun schon diese Leere in sich, sie rang mit den Tränen aber gewann immer Tag für Tag den Kampf gegen jene und zwang diese zurück zu bleiben...doch als sie die Zeichnung eingehender betrachtete sickerte alles an die Oberfläche ihres seins... die Tränen brachen nur so aus ihr hervor... suchten sich ihren Weg über die Wangen langsam den Hals entlang...

Dicke schwere Tränentropfen schlugen auf der Zeichnung ein und verwischten diese nach und nach... immer mehr verschwamm die Zeichnung vor ihren Augen...doch all diese Bilder.. ja jeder einzige verdammte Moment bohrte sich wie Dornen tief in sie hinein...für diesen Augenblick hieß Anna den Schmerz Willkommen denn alles schien früher oder später zu einem Ende zu kommen...die Welt so bunt und wunderschön wie sie diese die letzten Wochen zuvor erlebt hatte, entpuppte sich immer mehr zu einem Meer aus Schmerzen geboren aus Alpträumen .. Hass.. und Tod.


Ein lauer Wind strich durch das Gras, jenes welches um das Grab gewachsen war, vor dem Anna nieder kniete.Die Blätter der umliegenden Bäume raschelten, es war fast wie eine wehklagende Melodie, die den Friedhof noch unheimlicher machte, als er eh schon war.
Es fröstelte Anna, Tränen schwer war ihr Gesicht, die Ketten welche sich um den Grabstein schlangen, hatte sie mit ihrem Blick fixiert, drei an der Zahl waren es nun schon.

Sie schluchzte und wollte sich einfach nicht beruhigen, noch weniger wollte sie das ihr Liebster sie so sieht.All die Tage zuvor hatte sie einfach alles verdrängt, den Schmerz hinunter geschluckt der so schwer auf ihrer Seele lag.

Sie hob ihr Gesicht, das von einem Tränenschleier komplett verhüllt war, gen Himmel.So viele Sterne schauten auf sie hinab, ob jeder Stern wohl eine geliebte verstorbene Person war?

Ob Yelanah, ihre Mutter und auch ihr Vater sie wohl sehen könnten?Alle sind sie unnötig und viel zu früh verstorben.

Sie ballte die Hände zu Fäusten, ihr Körper zitterte, fest entschlossen war sie nun alles zu tun um keinen geliebten Menschen mehr zu verlieren.

Sie erhob sich, strich mit den Fingerspitzen noch ein letztes Mal über die Kette die Yelanah getragen hatte, und verabschiedete sich für immer von ihrer geliebten großen Schwester.Wenigstens von ihr konnte Anna sich so verabschieden.

Die Arme eng um ihren zitternden Körper geschlungen trat sie den Heimweg in das Tatzenbüro an.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:25

Konogar schrieb am 24 Jun. 2017

Die Tage nahm sich wer fleißig Zeit, einen vergangenen Abend festzuhalten und widmete viel Zeit jemanden zu finden, der ein Bild in großer Fläche auf eine Art Stoff aufbringen konnte. So geschah es letztlich, das sich in einem Haus in Stormwind etwas fand, das sich wie folgt zeigte:



Bleibt zu hoffen, was davon gehalten wird. Sternegucken leicht gemacht.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:26

Konogar schrieb am 29. Jun. 2017

Die Tage wurde sich damit beschäftigt, die Zeichnungen im Erdgeschoss an ein paar wenigen Stellen auszubessern. Dabei mussten auch Schränke, Tische und andere Dingen weichen - außer jene Bereiche die explizit als "Pranken weg!" gekennzeichnet waren. Da wurde Drumherum gearbeitet mit feinen Werkzeugen.

Es war eine gute Arbeit und lenkte von der bevorstehenden Prüfung in Ironforge ab, ebenso die Zeit in der Küche um hungrige Bewohner zu verwöhnen. Sofern sich kein Pelz irgendwo rein verirrte! Ja, das soll - so munkelt man - irgendwann schon passiert sein, doch seither hat Kono dazugelernt und gibt sich besonders viel Mühe. Nicht das sich Geschichte wiederholt.

Sobald die Arbeiten an den Wänden erledigt waren, widmete sich der Worgen gleich darauf dem saubermachen der gesamte Wohnung. Irgendwie wurde viel Erde eingeschleppt oder kleinere Steinchen die ziemlich fies werden konnten. Nackte Füße oder Ballen die auf jene spitzen Steinchen trafen, trugen nur zu gerne kleinere Kratzer davon. Keine schöne Sache, auch wenn sich Meister Kannheimer als Kräuterkundler über jede gekaufte Salbe freute.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:26

Konogar schrieb am 2. Juli 2017

Mit Verwunderung musste der pelzige Bewohner bei seiner regelmäßigen Einkehr zum späten Abend feststellen, das hier wohl selten jemand anzutreffen ist? "Nanu?" fragte er sich gedanklich und übte sich darin herauszufinden, was wohl passiert sei. Ob überhaupt etwas passiert sei und er nicht einfach zum falschen Zeitpunkt in die warmen vier Wände einkehrte. Vielleicht vermochte es zu helfen, einen Tag in Ironforge frei zu nehmen und länger im Haus zu warten? Immerhin gab es täglich etwas zu tun. Sei es das Säubern vom Boden, kleinere Reparaturen am Haus selbst oder - der neueste Gedanke! - etwas mehr Grün hineinbringen. Dazu hatte sich Kono bereits einen in Sturmwind ansässigen Gärner und Pflanzenhändler auserkoren, der mit verzierten und schön gestalteten Töpfen auf sich aufmerksam machte beim Markt. Nur das nötige Kleingeld war noch nicht so richtig vorhanden und musste an jeder Ecke gespart werden, damit das Studium nicht litt. Nur wo konnte sich der Worgen noch etwas einsparen? An Lebensmittel? Am Einkauf von Material? Immerhin hatte er viele Pergamente gesammelt und nicht alle waren beidseitig beschrieben. "Puh, da solltest du nicht dran sparen." hatte ihm sein Gefühl verraten und irgendwo war das auch richtig. Was sollten nur die Professoren denken, wenn sie bei einer Kontrolle plötzlich Pergamente finden, die auf der einen Seite mit Monate alten Eintragungen beschriftet sind und auf der anderen Seite sich völlig zusammenhangslos das befand, was sie prüfen wollten?

Nein, nein - damit war niemanden geholfen und grün wurde das Haus durch herumstehen und Gedanken im Wolfsschädel herumschupsen auch nicht.

Daher machte sich Kono selbst ans Werk und irgendwo kramte er sich einige alte Bretter zusammen um selbst ein halbwegs brauchbaren Topf zusammenzuschustern. Gerade große genug um eine kleine Pflanze zu tragen, die er auch gleich beim Park in Stormwind fand. Mit kleinen blauen Blütenblättern steht sie nun inmitten des Tisches im Erdgeschoss. Ob das kleine Pflänzchen je gefunden wird von der Hausbesitzerin? Und wie reagiert wohl die Nase von Esperan auf das zarte Dingelchen? Fragen über Fragen und niemand anwesend, der sie einem fleißigen Küchenwuff beantworten könnte.

Heute wird allein zu Abend gegessen und irgendwann ins zwei Meter aufgemacht. Es galt dann nur noch die Gedanken loszuwerden, die ihn nicht einschlafen lassen wollten. Jene, das doch etwas passiert sein könnte und er nicht mal etwas mitbekommt.

Da fehlt was.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:27

Konogar schrieb am 9 Juli 2017

Sie existiert. Das war nach einem Abend mit einem neuen Bewohner im Haus gewiss. Eine Information, die irgendwo ein seichtes Gefühl von Zufriedenheit auslöste beim Pelzträger. Nur anzutreffen war sie weiterhin nicht oder nur schwer, wenn überhaupt. Wie sie wohl aussieht nach der langen Zeit des Verschwindens und einer geglückten Rettungsaktion? Ob sie Verletzungen davontragen musste?

Uh, bloß nicht zu lange drüber nachdenken!

So richtete Kono wie jeden Morgen wieder Frühstück her und nutze die paar Minuten die er hatte, bevor es nach Ironforge ging, um sich gut zu stärken. Der Unterricht beim Professor war alles andere als einfach und was während des Studiums passierte, da war die Tage niemand da um es zu erzählen. Zumindest niemand, den er auch länger kannte.

Mit einem kleinen Seufzer und Blick nach Osten wandte sich der Worgen letztlich seinem Rucksack zu, der bereits gepackt war und machte sich auf. Die Tiefenbahn funktionierte wie ein Uhrwerk und war immer pünktlich, da konnte er sich ein spätes losgehen nicht erlauben. So blieben zwei weitere Teller, die leer und sauber waren, zurück für die zwei im Haus die bisweilen nicht zu sehen waren. Immer diese ungünstigen Momente! Sie traten meist im Rudel auf. Die Beiden sollten, so sie irgendwann am Platz einkehren, ein reich gedeckten Tisch vorfinden. Der Tee war vermutlich bereits heruntergekühlt auf Zimmertemperatur, wenn es sich um Spätaufsteher handelte. Die restlichen Speisen wurden abgedeckt, damit sie weitestgehend frisch blieben und mundeten. Es wäre fast ein perfektes Frühstück, hätte Kono nicht versehentlich wieder das stumpfe Messer ausgepackt. Damit zu schneiden war bekanntlich einer Folter gleich und wenn Vergi sich damit beschäftigen durfte, wäre es nicht verwunderlich, wenn das Ding in der nächsten Wand landet. Schwingend, klirrend.

Ob sie sich irgendwann meldet? Vielleicht liegen die Prioritäten auch gerade beim neuen Mitbewohner, der noch einiges zu lernen hatte. Einiges mehr als der alte Pelzträger im Haus, der überall seine Spuren hinterließ in Form von Bildern oder mittlerweile eingekauften Pflanzen. Oder steckte sie in Arbeit fest und es fehlte ein Rettungsring im Meer der Pergamente?

Ob sie sich irgendwann meldet? Das sollte die Zeit zeigen, oder Alternativen waren gefragt.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:29

Konogar schrieb am 15 Juli 2017

Immer diese unglücklichen Zufälle, aber davon ab wurde das Zimmer von Kono zu seiner eigenen Überraschung mit mehr und mehr Literatur gefüllt. Wo kommen nur die ganzen Bücher her?

Von der Frage abgesehen - eine Antwort würde sich nie finden - konnte er den Bereich im Wohnzimmer gut schmücken. Ein Händler auf dem Markt in Stormwind hatte ihm ein gutes Angebot gemacht für eine recht große, schwere Zimmerpflanze. Dieses grüne Ding, mit spitz zulaufenden Blättern und gekringelten, gelben Blüten die zum Stengel hin in ein sanftes Orange übergingen, wirkte wie aus einer anderen Welt. Vielleicht kam das Pflänzchen sogar aus einer ganz anderen Welt? Der Händler hatte ihm zwar versucht diverse Unterschiede zwischen irgendein Draenor Eins und Draenor Zwei zu erklären, doch das blieb nicht lange hängen. Wichtiger war es zu dem Zeitpunkt das schwere Ding sicher in Bewegung zu versetzen.

Nun steht es mitten im Raum und könnte durch seinen Topf mit breiten Rand fast als kreisrunde Ablage für kleinere Gegenstände durchgehen, die dazu noch einen angenehmen süßlichen Duft verbreitet bei voller Blütenpracht. Oh, oh - wenn das kein Hungergefühl weckt beim Abendbrot später.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:38

Konogar schrieb am 29 Juli 2017

Tam, Tam! Was lag da heute früh für ein Geruch in der Luft? Von gebratenen Schinken, Spinat und Ei? Heißer Milch, Tee und anderen Leckereien? Es scheint genau das zu sein, was Kono Vergi versprochen hatte in der Früh zuzubereiten, nachdem die zwei in Sturmwind angekommen sind und noch ein kurzer Austausch vor der Bettruhe stattfand.

Es war überraschend still in der Hütte und Vergi hatte es auch erklärt: Viele waren beim Training, wieder andere auswärts unterwegs. Die Verlassenen würden wohl wieder Stunk machen - ohje. Doch zurück zum frühen Morgen:

Der Pelzträger der sein Studium in Eisenschmiede bald zu einem Abschluss führte, hatte sich schon sehr früh in Richtung Zwergenstadt begeben. So blieb ein leerer, aufgeräumter Platz zurück und alle weiteren waren bereits gedeckt. Das Essen stand griffbereit und war, so es der Haushalt hergab, geschützt um nicht zu schnell auszukühlen. Manch einer in der Hütte, so wurde gemunkelt, sei ein Langschläfer. Ob es Zeit wurde für Wecker zu sorgen? Die Gnome in der Zwergenstadt hätten soetwas bestimmt zum Verkauf und es wäre eine Abwechslung zu all dem Grün, welches Kono die Tage rangeschafft hatte und sich darum kümmert. "Du und dein grüner Daumen..." schwirrte ihm noch der Satz von Vergi am Abend im pelzigen Kopf. Hatte er wirklich einen Grünen Daumen oder vielmehr eine Grüne Kralle wie der Baron? Vermutlich nicht. Er hielt sich nur an der mündlichen Anleitung, die ihm gegeben wurde als er all das Grün gekauft hatte.

Einige Pflanzen sind leider auch eingegangen, waren sie das Klima in der Hütte nicht gewohnt oder jemand hatte doch vergessen, sich intensiv um sie zu kümmern. Die Zeit wird zeigen, was von all den Kästen und Töpfen mit wachsendem Grün am Ende überbleibt und was davon beim nächsten Training als Weitwurfgeschoss dienlich sein würde.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:40

Thomaria schrieb am 11. Aug. 2017

Seufzend sah sie sich im kleinen Zimmer um. Nun war sie wieder hier, in Vergis Haus wo sie früher schon gewohnt hatte. Ihr altes Zimmer gab es immer noch und es hatte sich kaum bis eigentlich garnicht verändert. Sie stellte ihren Koffer in die Ecke, das würde sie morgen ausräumen, dazu hatte sie keine Lust mehr. Sie lächelte plötzlich, endlich wieder daheim.


OOC:
Da ich leider den Kontakt zu Timothy verloren habe und ich ihn auf keinem Weg erreiche wünsche ich ihm alles gute auf diesem Weg, sehe Tho und Tim aber getrennt Smile
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:40

Konogar schrieb am 11. Aug. 2017

Am Morgen darauf fand Tho mit ziemlicher Sicherheit eine helfende Pranke und ein Frühstück zum stärken nach der beschwerlichen Reise und Nacht vor. Selbstverständlich wurde der Tisch reich gedeckt um alle Bewohner des Hauses versorgen zu können. Nur Käse blieb aus. Der musste neu gekauft werden im Verlaufe des Tages und so kam es, das sich Kono bereits einen Flechtenkorb bereitstellte um später kurz einen Einkauf durch die Stadt zu erledigen. Vielleicht kam jemand mit um ihn zu erinnern, was noch gebraucht werden würde.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:40

Konogar schrieb am 19 aug. 2017

Nach dem anfänglichen Chaos und manch Unruhe, kehrte doch wieder die Ruhe zurück. Auch dank Vergi's beruhigender Worte.

So wurden zu aller erst manch Schaden am Haus repariert, soweit das Material reichen würde und an anderer Stelle eine Art "Einkaufliste" aufgesetzt für neues Material. Irgendwo auf einem Tisch im Haus fand sich ein Pergament mit einer Zeichnung eines Schiffes drauf samt Maße. Den Zahlen nach konnte man Rückschlüsse ziehen, das hier entweder ein seetaugliches Miniaturboot geplant war im "Stil von Piraten" oder aber ein Boot was für etwas ganz anderes gedacht war. Wer noch genauer hinschaute, konnte Mira mit Piratenstirnband krabbelnd als kleines Detail in der Zeichnung erkennen.

Da plant jemand ein Boot zum spielen für kleine, abenteuerlustige Bewohner des Hauses. Und wenn es anfangs nur zum staunen und betrachten dienen sollte.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:41

Konogar schrieb am 10 Okt. 2017

Alsbald Esperan erwacht im Waisenhaus, darf er sich zu den frühen Morgenstunden auf ein in bunten Papier gewickeltes Geschenk freuen! Es ist nur mit einer einfach zu öffnen Schleife gesichert aus himmelblauen Stoff. Drei mal gewickelt!

Wenn er es öffnet, liegt darin ein schweres Buch. Der Titel in einem natürlichen, dunklen Grün gehalten: „Ritter der Nacht - Band 1“. Eingearbeitet in einem schwarzem Lederdeckel. Schlägt er es auf, klappt ihm ein grüner Baum entgegen mit einem Schloss im Hintergrund. Verschiedene Ebenen stellen alles dar. Das umblättern funktioniert mit Krallenspitzen recht gut bei den dicken Seiten und jede neue Seite schafft eine neue, aufklappende Szene.

Vielleicht fällt Esperan auch auf Seite Sieben auf, das eine Figur, ein Händler in einer Stadt, beim aufklappen ein Brief in seinen Händen hält. Der wackelt! Ein echter Brief für den pelzigen Leser? Große Schrift.

„Liebe Grüße Esperan,

Magst du Mira ein Piratenschwert zeichnen? Wir wollen es am Wochenende gemeinsam bauen! Wenn du magst. Magst du?

Kono.“

Darunter ist der Text vom Brief auch noch mal in Bildern inhaltlich dargestellt mit einem sprechenden Worgen der zumindest etwas nach Kono aussieht, wie er mit Esperan spricht und dabei mit Fragezeichen über sein Kopf - in gelb - wohl um ein Gefallen bietet. Viele einfache Schwertzeichnungen sind um den gemalten Kono der Espern recht ratlos anschaut.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:42

Vergilian schrieb am 12. Okt. 2017

Überrascht über das Geschenk das vor ihm stand hob Esperan die Ohren und sah sich um. Neugierig wie er nunmal war zupfte er das Band vorsichtig mit den Krallenspitzen auf. Als er das Buch darin entdecke grinste er wölfisch und schlug es vorsichtig auf. Thomaria war nicht weit und nickte ihm mit einem freundlichen und aufmunternden Lächeln zu.
"Immer ganz vorsichtig!" hatte man ihm beigebracht und so tat er es auch. In präziser langsamer Bewegung griff er die dicke Buchseite und klappte sie gaaaaaaaaaaaanz langsam herum. Erst dann nahm er die Krallen weg und sah sich die aufgeklappte Szene genau an. Burgen, Ritter, Wälder! Seine Ohren zuckten wie wild und sein Verstand kam kaum mehr hinterher. Aber er freute sich wahnsinnig!
Als er den Brief auf Seite sieben entdeckte wagte er es nicht ihn heraus zu nehmen. Er stand also vorsichtig auf und ging mit dem ganzen Buch zu Thomaria.
"Tho? Kannst du mir helfen?" Tho nickte sofort und sah zu ihm. Nach kurzer Bitte und Erklärung nahm sie den Brief vorsichtig heraus und las ihm diesen vor.

„Liebe Grüße Esperan,

Magst du Mira ein Piratenschwert zeichnen? Wir wollen es am Wochenende gemeinsam bauen! Wenn du magst. Magst du?

Kono.“

Freudig nickte er wild und legte das Buch vorsichtig auf den Tisch ehe er sich Stifte und Papier nahm und ans Malen machte. Und da ein Bild nicht genug war... machte er einfach Fünf!
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:42

Konogar schrieb am 17. Okt. 2017

Die Tage wurde an einem ruhigen Ort im Elwynn, blickgeschützt durch zahlreiche Bäume und einem Zaun, unter dem Dach einer alten Hütte herumgewuselt. Dabei huschte eine bepelzte Gestalt mit Holzbretter in die Räumlichkeiten rein und raus. Dank eines Vorhangs wurde viel getan um jeden Blick hinein abzuhalten von neugierigen Wanderern oder auch manch Holzdieb aus der näheren Umgebung.

Das ganze passierte auf die Tage verteilt recht häufig, bis es irgendwann aufhörte und der Pelzträger sich nicht mehr sehen ließ. Ob er fertig war mit seinem Tun? Hineinschauen war nicht möglich, da zwischenzeitlich eine Tür eingebaut wurde. Das simple Schloss erfüllte seinen Zweck, würde jedoch jeder größeren "Bedrohung" nicht standhalten können.

Vor der Hütte lagen noch ein paar unbearbeitete Bretter herum und eine Säge, die wohl zusammen mit einem guten Hammer draußen liegen gelassen wurde. Mit etwas Unglück, würde vermutlich irgendwann eine einsame Seele die Gunst der Stunde nutzen. Was Bretter, Säge und Hammer verschwinden lassen mag.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:42

Konogar schrieb am 28. Okt. 2017

Während an anderer Stelle der Geschichte Dämonenblut vergossen wurde, ...

...sah sich auf Azeorth ein Geschäft für Farben sehr viel reicher. Ein gewisser, tapsender Bewohner hatte sich mit allerhand Farben eingedeckt, die gut an Holz haften würden und alles musste etwas zügiger passieren. Eine größere Veränderung vom "Piratenschiff für Mira" kam recht kurzfristig. Es konnte nun vor- und rückwärts leicht kippeln um eine Art "Wellengang" nachzumachen. Ganz ohne Wasser! Doch selbst dafür würde der Pelzträger sich etwas einfallen lassen um die Kullise möglichst perfekt wirken zu lassen.

Tag ein, Tag aus und mitunter auch während der Nacht unter dem wärmenden Licht einer Lampe, wurde am Boot gearbeitet. Manchmal gab es sogar Verstärkung und helfende Hände, manchmal blieben sie aus und wieder andere Tage wurde zur gemeinsamen Stärkung genutzt. Mit einem Lächeln auf seinen Lefzen, schaute er sich das gemeinsame Werk an. Wie es bald schon vollendet sein würde . Es fehlten lediglich noch viele, viele kleine Details.
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Warum heißt der Träumer Träumer? - Weil er auf unmögliche Dinge hofft. Täte er das nicht, wäre er nur ein Realist.

Ich will mit den Engeln fliegen und mit den Haien schwimmen, nur dann bin ich wirklich frei...

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Vergilian
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:43

Konogar schrieb am 31. Okt. 2017

Da ging doch fast eine Detailarbeit unter! Jetzt sah man den Worgen an seinem Bootsbauplatz allein, wie er dort bemüht mit einer gewissen Präzision eine Pfotensymbolik ins Holz von Miras kleinem Piratenschiff arbeitete. Daneben hing an einem Nagel der eigene Tatzenanhänger und wurde immer wieder vergleichend beäugt um möglichst genau zu sein.

Nach halber Arbeit wurde sich eine Pause gegönnt und erst mal auf den Boden gesetzt. Zu seinem Glück hatte ihm jemand mit kleineren Mahlzeiten für Zwischendurch versorgt, womit ein knurrender Magen ausblieb. Der hätte sicher nur bei der Arbeit gestört. Mit einer Schüssel in beiden Pranken haltend, wanderte der Blick zurück zum Schiff und die Ohren hingen mal schlapp zur Seite. Mal stellten sie sich wieder auf. Es wurde nachgedacht, wie es weitergeht und auch, ob es überhaupt rechtzeitig fertig wird? Eine Schande, wenn er das selbst auferlegte Versprechen nicht halten könnte.

Beim Aufstehen passierte dann auch ein erstes Missgeschick, als der Worgen etwas ungünstig gegen einen kleinen Farbtopf stieß und sich die grüne Farbe möglichst breitgefächert auf eine Pfote tropfte. Perfekt! Jetzt ist selbige fast nicht mehr vom grünen Boden zu treffen.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 16:44

Vergilian schrieb am 13 Dez. 2017

Gilneas. Als sich der riesige Wall vor der Gruppe in seine imposante Höhe streckte hatten sie es endlich geschafft. Der Regen hatte sie schon vor einer Weile begrüßt und wurde jetzt nur noch stärker. Nachdem Raymar die Kathedrale endlich von einem kleinen Trupp Verlassener befreit hatte zogen sich alle darin zurück. Mit einem Seufzen sah Ramiak sich darin um. Was war nur daraus geworden? Die einst so prächtigen bunten Fenster waren zersplittert. Dunkel packte ihn die Erinnerung wie Wildworgen damals hindurch gesprungen waren und sich auf alles gestürzt hatten was sich hier drin bewegt hatte. Regale und Bänke waren zerstört und zerschlagen. Die einstigen Bücher die die Kunde des Lichts lehren sollten lagen zerfetzt auf dem Boden, teilweise aufgeweicht von Regenwasser das durch die teilweise kaputte Decke ins innere der Kathedrale getropft war. Mittlerweile hatten sich zwei ordentliche Löcher in der Decke gebildet unter denen sich Pfützen angesammelt hatten. Kurzerhand machte sich die Gruppe daran sich umzusehen und aus den kaputten Bänken und den zerfledderten Bücherseiten ein Lagerfeuer zu bauen. Während Caleel sich in ihrer Katzengestalt klein in einer Ecke zusammengerollt hatte und recht schnell und erschöpft von der Reise einschlief unterhielten sich die anderen noch. Raymar beschloss als erstes sich draußen etwas umzusehen wo er von Ramiak schnell Gesellschaft bekam. Zusammen sprachen die beiden über Gilneas und die Geschichte des Landes während Vergi und Schi drinnen über ein paar halb verwaschene Seiten diskutierten.
Doch dann ertönte wildes Wolfsgeheul. Sofort waren alle in Bereitschaft und lauschten. Kurz entschlossen trat Vergi hinaus zu den Jungs um nachzusehen ob es einer der beiden war. Doch die beiden verneinten es und dann ertönte es wieder. Diesmal weiter weg, doch wegen des allgemeinen Windes war es schwer eine Richtung auszumachen woher das Geheule kam. Winni schlief ebenfalls recht schnell ein nachdem sie sich aus ihren nassen Sachen befreut und in einem Hemd von Vergi trocken gelegt hatte. Ramiak und Raymar beschlossen einen Schutzkreis um das Feuer zu bilden und bauten aus den alten Regalen und einem Teil der Bänke eine Art kleinen Schutzwall um das Lagerfeuer und die Schlafplätze herum. Währendessen hielt Vergilian wache am Eingang der Kathedrale. Kurz mussten die Bauarbeiten des Schutzkreises unterbrochen werden als eine Patroullie der Verlassenen nahe der Kathedrale vorbei wanderte. Als sie außer Sichtweite waren beendeten die Jungs ihren Bau und während Ram sich zu Schi und Winni ans Feuer setze und seine frisch adoptierte Tochter auf seinen Schoss nahm um sie zu wärmen ging Ray nach draußen zu Vergi.

Vorsichtig zog Ram den Umhang von Vergi enger um Winni und lehnte sich gegen eines der massiven schweren Regale des Schutzkreises. Schi hatte sich ebenfalls schon hingelegt und schlief etwas. Winni schlummerte in seinen Armen, eine Hand stets in seinem Fell und sich leicht festhaltend. Immer wieder gingen seine Gedanken wild umher. Es war so lange her das er das letzte mal hier gewesen war. Immer noch sah er die Stadt in ihrem vollen Glanz und der vollen Blüte vor sich. Immer wieder kamen ihm Erinnerungen die er seit so langer Zeit erfolgreich verdrängte. Wie oft war er als Kind hier in der Kathedrale gewesen? Hatte den Predigten des Priesters gelauscht und sich oft dabei gelangweilt. Wie oft hatte seine Mutter ihn deswegen ermahnt und getadelt? Er konnte es nicht zählen. Er erinnerte sich genau daran wie aufgeregt er jedes mal war wenn er seinen Vater in die Stadt begleiten durfte um das Erz was sie in der Mine abgebaut hatten hier in der Stadt zu verkaufen. Oder wenn er mit seiner Mutter her kam um auf dem Markt einzukaufen. Kurz huschte ein trauriges Lächeln über sein Gesicht während er seine Eisblauen Augen schloss und den Kopf zurück lehnte. Seine Ohren zuckten immer wieder, egal wo und was für ein Geräusch es war. Er atmete tief durch und seufzte dennoch, nach so langer Zeit wieder hier zu sein war nicht einfach.

"Geh rein ehe du krank wirst. Ruh dich aus. Ich halt weiter Wache." sagte Ray leise und vergrub seine Nase in Vergis Haaren. Seufzend nickte diese und brauchte dennoch eine gefühlte Ewigkeit ehe sie sich von ihm löste und langsam hinein ging. Als er hörte wie sie einen Scheit aufs Feuer legte blickte er hinaus. Das alte aber riesige Tor war so imposant wie erdrückend und die Küste in der Ferne trotz des Nebels gut sichtbar. Seine Ohren zuckten als die Wellen sich erneut rauschend an den Felsen brachen und die salzige Luft zu ihm trug. Seine feine Nase juckte und er schnaubte leicht. Sein Blick glitt über die Umgebung. Er hatte keinerlei Erinnerungen mehr an alles hier. Der so berüchtigte Graumähnenwall erstreckte sich rechts von ihm in der Ferne und überragte die kahlen Bäume um einiges. Die alten Zelte im Hof rechts und Links vor der Kathedrale waren allesamt eingefallen. Die Zeltplanen hatten Löcher und Risse, die Zeltstangen meist zerbrochen. Die Vorratskisten lagen wild verstreut herum und nur hier und da lag noch eine alte, dreckige und vom Regen halb aufgeweichte Verbandsbinde. Alte Flaschen lagen in Scherben herum und hier und da lag eine Kanonenkugel oder etwas Munition verstreut. Kurz fragte er sich warum man es nicht mitgenommen hatte, doch dann fiel sein Blick wieder auf die Seuchenwagen die vor dem Wall aufgebaut waren und noch immer giftgrün schimmerten. Das Zeug stank bestialisch und bis hierher. Wie lange es wohl dauern würde bis sich das Zeug auflöste? Ob es sich überhaupt auflöste? Seufzend wandte er seinen Blick ab und sah nach Links. Das kleine Dorf an der Küste war in der Dunkelheit nur schwer auszumachen. Doch die Felsen die sich noch weiter Links auftürmten als wollten sie die Wolken erreichen waren sichtbar. Er fragte sich was dahinter lag und ob sie es erkunden würden und ob ihm das was sie finden würden gefiel....


Leise trat Vergi ans Feuer und sah zu den schlafenden. Ram lehnte am Regal und hatte Winni auf seinem Schoss und in seinem Arm. Schi hatte sich auf dem Boden klein zusammen gerollt und eine Decke verdeckte sie fast ganz, einzig ihre Ohren und ihre weissen Haare blickten hervor. Kurz warf Vergi einen weiteren Holzscheit auf das kleine Feuer und setzte sich dann auf den Boden. Wieder die Blätter nehmend die Schi während der Erkuindung entdeckt hatte. Angestrengt begann sie den lückenhaften Text auseinander zu nehmen und versuchte die verwischten Wörter zu entziffern. Bei manchen gelang es ihr, bei vielen jedoch nicht. Doch aufgeben kam für sie nicht in Frage. Das ganze war wie ein Kreuzworträtsel für sie und entspannte ihren Geist deutlich. Irgendwann nahm sie sich eine Decke und wickelte sich darin ein ehe sie weiter machte. Der Schein des Feuers und das leise Knistern waren angenehm wenn auch ungewöhnlich Laut hier in der sonst drückenden Stille. Irgendwann kam Ray schnellen Schrittes herein und brummte leise. Sofort hob Ram den Kopf und spitzte die Ohren. Auch Vergi legte alles bei Seite und griff die Schwerter. Leise und vorsichtig legte Ram die kleine Winni auf dem Boden ab und blieb über ihr in Stellung, bereit alles abzufangen was ihr irgendwie schaden könnte. Doch dann entspannte sich Ray wieder und schüttelte den Kopf ehe er wieder abzog. Auch Vergi und Ram entspannten sich wieder und letzterer legte sich neben Winni, seinen kräftigen Arm um sie legend und döste weiter. Vergi hingegen legte die Schwerter wieder weg und nahm sich die Papiere und ihren Stift wieder....


Leise aber gähnend trat Ray in die Kathedrale und seufzte. Vergi saß wach am Feuer und schien irgendetwas zu lesen oder zu schreiben. Kurz stieß er Ram an und brummte ihm zu das er aufstehen sollte, Wachwechsel. Ram nickte und gähnte ausgelassen ehe er Winni nocheinmal gut in den Umhang wickelte und dann verschlafen gähnend nach draußen marschierte. Ray hingegen setzte sich zu Vergi und legte einen Teil der Rüstung ab bevor er den Arm um sie legte.
"Wolltest du dich nicht ausruhen?" fragte er leise um weder Schi noch Winni zu wecken.
"Tu ich doch." erwiderte Vergi mit einem müden Lächeln während sie sich an ihn lehnte. Er brummte kurz und warf einen Blick auf die Texte die sie in den Händen und auf dem Schoss hatte.
"Was ist das?"
"Ich glaube ein alter Bericht der Wache. Mit Zeugenaussagen und so. Aber genau kann ich es noch nicht sagen. Dazu würde ich gern sehen ob das Archiv noch besteht und was wir da finden."
"Das heisst danach auch suchen?" Ray blickte fragend zu Vergi hinunter ehe diese nickt.
"Gut, aber nur wenn wir beide jetzt etwas versuchen zu schlafen." Wieder nickte Vergi nur, ein Zeichen dafür wie müde sie eigentlich war. Vorsichtig nahm er ihr die Sachen aus den Händen und vom Schoss und legte sie abseits des Feuers hin ehe er sich einfach auf den Rücken fallen ließ und sie mit sich zog. Sie kicherte leise und rückte an ihn, mit einem großen und langen Gähnen zusammen. Schmunzelnd zog Ray die Decke enger um sie und legte die Arme dazu um sie sanft fest zu halten. Er spürte wie ihre zarten und kleinen Finger sich im Fell seiner Brust vergruben und ihn kraulten. Zumindest solang bis sie weggedöst war und einschlief. Auch er gähnte ausgiebig und schloss die Augen um sich etwas Ruhe zu gönnen.


OOC:
Wie immer wurde der Text allen genannten Leuten vor posten gezeigt, deswegen kommen die Texte leider etwas Zeitversetzt aber dafür richtig und abgesegnet Smile
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