Emis Leeren

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Beitrag von Emiriel » Mi 8. Jan 2020, 00:03

Eigentlich wollte ich nie Tagebuch schreiben...als wenn irgend Jemanden meine Gedanken zur Welt interessieren würden. Aber ich muss niederschreiben, was ich denke. Weil ich sonst vermutlich gar keinen klaren Gedanken mehr fassen kann. Die Stimmen schreien unaufhaltsam und schleichen sich in meine Gedanken.

Ich habe Angst...nicht nur ein wenig, nein ich meine so richtig. So sehr, dass ich das Gefühl habe nicht atmen zu können und zum ersten Mal in meinem Leben bin ich besorgt, weil ich den Segen des Lichts nicht empfangen dürfte. Die anderen sind schon losgezogen und es gab eine Explosion. Ich weiß nicht ob sie überlebt haben, noch ob Judy und die anderen das überleben werden was jetzt kommen wird. Das Lager ist leer und nur die die mit dem schweren Gepäck nachrücken sind noch hier. Ich habe Comgall seinen Brief noch gegeben. Er soll wissen, dass andere auf ihn warten und er tapfer sein muss. Er hat ein zu Hause und wird dort erwartet.

Wer auch immer diese Zeilen findet....sagt meinen Eltern, dass ich sie liebe und, dass es mir leid tut. Ich wollte wirklich den Weg zu ihnen finden. Aber der Tod kam wohl dazwischen. Sollte ich überleben, dagt ihnen besser nichts, das würde sie nur verwirren.

Emiriel Sonnenblut
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Di 14. Jan 2020, 00:14

Sie haben das Piratenlager gestürmt und wir sind nun schon einige Tage hinter den Kampftrupp zurück. Tagein tagaus warten wir auf ein Zeichen der Boten, dass wir weiter rücken können und die Wege sicher sind.

Es ist so warm hier.
Ich gehe immer wieder zu den Wagen mit den Verletzten. Die Heiler haben die Verwundeten aufgeteilt...ein Wagen ist voller Fliegen und riecht ekelhaft. Vom Fliegenwagen kehren die wenigsten zurück. Die Heiler dort sind sehr still und tragen Masken. Man hört nur hin und wieder ein leises Gebet. Zu diesem Wagen habe ich mich nicht getraut. Beim anderen Wagen habe ich immer wieder nachgeschaut und irgendwann sollte ich ihnen helfen...sie haben mir gezeigt wie man Verwundete wäscht und sie mögen es wenn ich ein wenig mit ihnen scherze. Das hebt die Moral sagen sie. Und so bin ich nützlich. Ilassan, Judy und Amandriel sind nicht auf diesem Wagen gewesen...ob das ein gutes Zeichen ist? Ich hoffe so sehr, dass sie nicht auf dem Fliegenwagen sind. Die Stimmen schweigen schreiend...sie sagen alles und nichts und geben mir doch keine Antwort darauf ob sie leben. Aber ich...lebe noch.
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Fr 17. Jan 2020, 10:07

Ilassan ist fort...und mit ihm die Priesterin...von Malyrius schon seit Wochen keine Spur. Aber jetzt haben wir vielleicht eine Spur...in Orgrimmarrs Tiefen schlafen sie in stiller Wacht. Sie warten auf uns und...ich glaube ich höre sie nach mir rufen. Ich warte hier...bleibe zurück und halte meinen Posten in der Nachhut. Ich kann sie nicht retten hatte er gesagt...soll bei der Nachhut bleiben und dann wird alles gut. Jetzt brauche ich Taranis...er hätte verstanden was der Untote sang. Er sprach zu uns und niemand wollte ihn hören, aber ich habe ihn gehört...habe mit ihm gesungen sein Lied gespürt und...für einen kurzen Augenblick mit ihm getanzt.

Natürlich verstehen sie es nicht...wollen nicht hören was ich sage...nicht verstehen wovon ich spreche...Tief unten schlafen die Kindelein...rettet sie und ihre Seelen so lange ihr noch könnt. Wir dürfen nicht mehr warten...denn sonst wird ihr Lied verstummen und Dunkelheit und ewige Stille sie umschließen. Ihr Gesang hat sie gelockt, sie fast schon umgebracht...die Banshee...sie ruft nach ihren Seelen...ich bin sicher und wenn wir nicht hinhören und weiter warten...wird es zu spät sein. Aber Ich schweige wieder...sage nichts und lasse sie machen...das Ende ist nah und...ich...werde da sein, wenn sie mich brauchen.
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Mo 27. Jan 2020, 09:50

Ich habe es gewagt. Wenn sie wüssten, wieviel Angst ich hatte, dass etwas schief läuft, dann würden sie mir wohl allesamt den Hintern versohlen. Jetzt könnte ich mich nur selbst schlagen. Dafür, dass ich zu schwach bin…dafür, dass ich zu dumm bin eine lächerliche Barriere zu durchbrechen und dafür, dass ich mich einfach nicht mehr von Ilassan lösen kann.

Ich höre seine Stimme immer noch und seitdem ich den Zauber gewagt habe, habe ich auch das Gefühl ihn zu sehen. Ich sehe und höre sein Lachen, habe das Gefühl, dass seine Hand meine im Schlaf greift und habe ständig Bilder von ihm im Kopf. Viele stammen aus der Vergangenheit…vom Tag als er mir Baby mitbrachte oder vom Abend bei Jeremiel. Manche könnten vom hier und Jetzt stammen. Ich habe das Gefühl er leidet…ich spüre Schmerzen und Freiheitsdrang. Er ist so freiheitsliebend…wie grausam muss es für ihn sein, gerade nicht frei entscheiden zu können. Ich habe intensive Träume von ihm und, weiß nicht wie ich mich davon lösen kann. Als ich vorhin aufgewacht bin, hatte ich geglaubt ihn zu riechen. Ich bilde mir ein, dass ich sogar seinen Atem ruhig und gleichmäßig neben mir gehört habe. Aber als ich die Augen geöffnet habe, war er nicht da.. Werde ich jetzt wahnsinnig? Früher…ohne die Leere war dieser Zauber nicht so stark in mir verankert.

Etwas Gutes hatte dieser Zauber. Ich weiß, dass er lebt und ich weiß, dass er zu uns zurück will. Er wollte annehmen und er wollte bei uns sein. Also…werde ich nun alles tun was ich vermag um ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Wir reisen heute nach Sturmwind…dort kann ich Bradley sprechen, vielleicht hat er etwas gehört oder hilft uns. Wir können Malyrius in Dalaran besuchen…dort gibt es Bücher die mir vielleicht helfen können. Wir suchen Jemanden der Zauber brechen kann…aber eventuell kann Jerry das. Taranis kann uns bestimmt auch helfen…niemand deutet die Leere so wie er es tut. Und dann…wenn ich wieder zaubern kann…in 1 oder zwei Wochen…dann versuchen wir es erneut oder wir finden einen anderen Weg zu Ilassan…aber er soll wissen, dass niemand von uns ihn aufgibt und ich hoffe, dass er das nun auch weiß.

Und ich mache mir Sorgen um Comgall…ob er die Stimmen und ihre Wirkung verkraftet? Ich habe ihm zu viel zugemutet und…er sich selbst wohl auch. Vielleicht muss ich in den nächsten Tagen noch einmal mit ihm sprechen und sehen wie es ihm geht.

Ich packe jetzt….es gibt viel zu tun…und ich habe keine Ruhe mehr um weiter zu schreiben.

*ein dunkelvioletter Fleck ist auf dieser Seite zu sehen…könnte Blut sein, muss es aber nicht…es riecht eigenartig*
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Mi 29. Jan 2020, 16:27

Ich fühle mich leer...komisch, dass ich ausgerechnet diesen Begriff verwende, denn ich bin ja von Leere durchflutet. Aber das meine ich nicht...alle sind leer. Der Krieg hat uns alle ausgelaugt und irgendwie spürt man das. Ich kann seit diesem Ritual nicht mehr zaubern und um ehrlich zu sein, will ich es auch gerade nicht versuchen.

Malyrius ist zurück...er sieht so mitgenommen aus und ein dunkler Schatten liegt auf seiner Seele. Ich kann das nicht greifen aber was auch immer er erlebt hat, es...hat ihn verändert. Die Reste seiner Wunden sind noch deutlich sichtbar...das heilt aber ob seine Seele jemals heilen wird, vermag ich nicht zu sagen. Das wäre eher eine Aufgabe von Iudicael...aber...Iudicael selbst hat seine eigenen Probleme. Er kämpft dagegen an...aber, dass Ilassan fort ist, nimmt ihn sehr mit. Er spricht nicht darüber...macht einfach weiter und leidet innerlich und stumm.

Genau wie Amandriel...wir hatten einen wirklich schönen Abend. Aber so viele Dinge...die er mit sich ausmacht...über die er nicht spricht und...die er wohl nur mit Iudicael teilen kann. Wenn ich die Verbindung der beiden sehe...fällt mir wieder auf wie sehr meine Familie mir fehlt...und wie einsam es ohne sie ist. Mir fehlt die Ruhe meines Vaters und diese herzliche Wärme meiner Mutter. Egal in wie viele Decken ich mich noch einkuschle...es ist nicht das selbe und erfüllt mich nicht.

Aber ich habe Baby wieder...er ist so undglaublich gewachsen und...irgendwie habe ich ihm nun doch erlaubt in meinem Bett zu schlafen. Sein kleines Herzchen wummert ganz wild und er leckt mir immer wieder über das Gesicht. So viel Leben und Freude bei sich zu spüren ist etwas Wundervolles. Das ist wohl mit Abstand das Schönste was Ilassan mir geben konnte...wo auch immer er ist...irgendwie hat er mir ein winziges Stück Familie geschenkt...ich meine nicht die Familie die ich in meinen Brüdern und Schwestern hier in Telogrus sehe...eher die Familie die...wie soll ich sagen...sich wie Balsam auf die Seele legt.

Vermutlich kann ich deshalb auch nachvollziehen wie es Taranis geht. Er fühlt sich einsam und...gefangen und kann nichts tun, solange man ihn hier nicht gehen lässt. Jeremiel hat Recht...er ist vielleicht noch nicht so weit...aber vielleicht braucht er auch einfach diesen Freiraum und den Balsam...der die Seele einlullt und beruhigen kann. Es bricht mir fast das Herz, dass seine Schwester schon lange tot ist...ich habe es in einem Buch gelesen...und ihn anzulügen fühlt sich einfach so verkehrt an...er lebt in dieser Blase und er spürt wie diese Blase immer und immer mehr zu platzen droht...und anstatt ruhig und behutsam mit ihm darüber zu sprechen, hält man ihn hin. Iudicael hat vielleicht Recht...aber vielleicht auch nicht. All diese Geheimnisse machen das Leben doch nicht besser...lindern doch nicht das Leid. Sie gaukeln einem eine heile Welt vor...die es einfach nicht gibt. Genau das hatte er damals auch versucht als es um Amandriel und Malyrius ging...die heile Welt für mich aufrecht zu erhalten. Aber...darf er darüber entscheiden wie meine Welt aussieht? Darf er über die Welt von Taranis entscheiden? Ist...es nicht an ihm zu entscheiden ob so eine Information seine Welt zerstört? Bestimmt man nicht selbst seinen eigenen Weg...und ist frei dabei? Frei sein...tanzen wie ein Blatt im Wind und...fliegen. Ich denke schon wieder zuviel nach...

Dabei gibt es auch so viel Gutes zu berichten. Ich habe Bradley um Hilfe bei Ilassans Suche gebeten und er hat eingewilligt uns zu helfen....und Comgall hat uns zum Essen eingeladen. Ich darf also Wally und Sean wieder sehen, und das ist fast das Beste...ich habe bei einem Training mit richtigen echten Waffen gewonnen. Diese Frau war in unglaublich viel Blech gehüllt und hatte ein riesiges Schwert...aber ich habe gewonnen. Ilassan hätte sich sicher gefreut...ach was er freut sich ganz bestimmt...endlich zahlt sich das Training in Telogrus aus und ich werde wieder zu diesem Training mit den Menschen gehen...ihnen zeigen, dass wir ehrbar sind...das scheinen sie ja irgendwie nicht zu glauben.

Das Beste habe ich mir aber für den Schluss aufgehoben. Ich weiß jetzt wo Ilassan war als ich den Zauber wirkte...dieses Echo...verwirrt mich aber es ist auch unglaublich hilfreich. Irgendwie habe ich ihn so gern bei mir...und langsam gewöhne ich mich daran ihn zu spüren. Ich kann zwar nicht schlafen, weil ich ständig Träume habe...aber Iudicael will versuchen darüber Kontakt zu ihm aufzunehmen. Irgendwas von Seelenreise hat er erzählt...und Toten die schreien...also das Geschrei von Toten mag ich nicht hören....da reichen mir schon die Stimmen...die reden ja auch unaufhaltsam auf einen ein. Vorallem weil das Echo...nur ein Rest der Verbindung ist die das Ritual aufgebaut hat...vielleicht ist das Alles was ich sehe und fühle nicht echt. Aber es fühlt sich echt und richtig an. Da bin ich schon wieder bei der Frage ob ich wahnsinnig bin? Komisch darüber habe ich auch einmal mit Ilassan gesprochen...ob die Leere und wahnsinnig macht selbst wenn wir sie kontrollieren.

Ich darf jetzt nicht mehr weiter machen, mit der Suche nach ihm...Amandriel hat mir ersteinmal Ruhe verordnet. Er hat ja Recht...aber mir ist langweilig...leer und langweilig ist eine richtig blöde Kombination...ich schreibe ja schon fast Romane.

Mir bleibt aber nichts anderes als zu Warten, dass Andere ihn nun finden und aufspüren...ich habe es versprochen.
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Fr 31. Jan 2020, 14:15

Laaaaaaaangweilig...wie ein Leben sich so schnell so...fad anfühlen kann.

Ruhe haben sie mir verordnet und ich versuche wirklich mich dran zu halten. Ich hänge die meiste Zeit herum und tue...Nichts...richtig einfach nichts. Naja gut mal davon abgesehen, dass ich jedes verdammte Kissen in meinem Zelt schon gewendet und geschüttelt habe. Jede Decke dreimal gefaltet habe und jedes Buch mich schon nach den ersten 10 Seiten nicht mehr interessiert.

Ich will etwas tun...raus in die Welt und ihn finden. Dieses Warten zermürbt mich. Hin und wieder stehle ich mich heimlich davon, wenn ich es nicht mehr aushalte tatenlos zu sein. Mit Freunden zu sprechen ist ja nicht arbeiten und wenn man da zufällig über die Dinge spricht die einen bewegen ist...das ja nur ganz legitim. Ich habe die ehrwürdige Mutter trotzdem an Amandriel verwiesen. Ich möchte ihn nicht hintergehen und wenn es darum geht sich einzubringen...sollte sie das mit ihm besprechen. Er will die Suche leiten...ich bin wohl zu ungeduldig dafür. Dabei rede ich nicht einmal von blindem Aktionismus den man mir gern unterstellt. Ich denke ja wirklich nach über die Dinge und suche nach Lösungen.

Und ich habe jemanden kennengelernt. Jemanden der vielleicht das ist was Taranis nun braucht. Er wird nach Telogrus kommen sobald es seine Zeit erlaubt und die anderen aufsuchen...Ich habe ihn an Iudicael verwiesen. Ich hätte ja gar nicht nach Dalaran gehen sollen aber da gibt es immerhin Bücher die ich noch nicht kenne und das Archiv gilt entdeckt zu werden.

Bradley und ich haben ein paar nette Briefe getauscht. Ich werde vermutlich gar nicht mit auf die Reise dürfen, aber Amandriel und die anderen gehen sicher. Und sie wissen ja auch wie sie aussieht. Vielleicht gelingt es dann ja sogar ohne meine Magie ihn zu holen. Dann bräuchten sie die Dame nicht aber...schaden kann es nie jemanden wie sie dabei zu haben.

Solange rede ich eben mit...Ja mit wem? Mir selbst vielleicht. Dass die Stimme die ich ständig so stark in mir höre nicht Ilassans sein kann...sollte mir ja bewusst sein. Das muss nur meine Vorstellungskraft sein, die mir hier einen Streich spielt. Aber so bin ich nicht alleine mit mir selbst und meinen Gedanken...das ist doch irgendwie etwas Schönes.

Ein winziges Stück Wahnsinn hat doch niemandem geschadet, oder?
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Do 6. Feb 2020, 09:36

Asche ist gekommen…und ich bin sehr froh und dankbar darum. Ich fürchte fast, dass ich ihm nicht genug davon gezeigt habe, aber mir fällt es immer schwerer im Hier und Jetzt zu verweilen. Ich brauche eine Aufgabe…etwas das meinen Fokus wieder auf etwas lenkt. Diese Tatenlosigkeit macht mich wahnsinnig. Ob ich deshalb immer seine Stimme höre? Ja…vielleicht ist das die Art der Leere, mir zu sagen, dass ich nicht mehr still stehen soll. Dass ich weiter vorwärts gehen muss und einbringe was ich einbringen kann.

Also bin ich aufgebrochen um die neuen Gäste auf dem Gelände der Bruderschaft zu treffen. Sie bringen sehr viel Misstrauen und Missgunst uns gegenüber mit und ich kann sie irgendwie verstehen. Ihre Weltanschauung ist so anders als unsere. Aber vielleicht hatte ich gerade von Ihnen etwas mehr Verständnis erhofft. Besteht die Welt nicht nur, weil alle Mächte im Gleichgewicht sind? So hat doch jede Seite seine Berechtigung. Leben…und Tod…Licht und Schatten…Nun vielleicht habe ich mich geirrt und sie halten uns für eine Abnormalität der Natur.

Iudicael hat mir gestern ein Geschenk aus Dalaran mitgebracht. Wie ein einfacher Kelch mich so sehr daran erinnern kann wie gern ich meine Familie wieder in die Arme nehmen würde…ich möchte Renariel noch heute schreiben. Er ist mir wirklich ein guter Freund geworden und irgendwie…fehlen mir unsere gemeinsamen Gespräche. Ob er weiß, wie es derzeit um Iudicael steht? Wie sehr er leidet? Ich sollte mich besser nicht einmischen, aber dass Ilassan noch nicht zurück ist…belastet Iudicael sehr und macht ihn…zerbrechlich.

Amandriel hingegen wirkt gerade ganz ausgeglichen und ruhig. Beinahe so…wie ich ihn vor dem Krieg kennen gelernt habe. Verschlossen und still…und…ich habe keine Ahnung woher er diese Geduld nimmt, oder ob er sie nur zeigt auch wenn es in ihm anders aussieht. Ich habe diese Geduld nicht und kann mich nur schwer noch weiter zusammenreißen. In Allem suche ich Ablenkung und kann mich doch nicht lange darauf konzentrieren. Ich möchte aufbrechen…und ich kann nicht mehr lange warten. Patrick hat seine Hilfe ebenfalls angeboten und wir können nun endlich gehen und losziehen…die Wunden sind geleckt…das Offensichtliche geheilt…langsam kribbelt es auch wieder in mir. Ich kann noch immer nicht zaubern, aber meine Magie kehrt bald zurück. Das spüre ich.

Und Honigkuchen kann ich jetzt backen…Das wird das erste sein was Ilassan bekommt, wenn er zurück ist. Honigkuchen…zu Hause sein…ankommen.
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Mo 10. Feb 2020, 17:45

Es ist Zeit zu gehen. Zum einen für die anderen die sich nun auf die Suche nach Ilassan begeben und zum Anderen für mich.

Amandriel, Iudicael, Malyrius und Taranis machen sich auf den Weg nach Ratchet. Zu dem Ort an dem ich Ilassan das letzte mal gespürt habe. Und ich hoffe sehr, dass sie ihn finden und gesund nach Hause zurück bringen können.

Mittlerweile habe ich die Gewissheit, dass seine Stimme nicht echt in meinem Kopf sein kann. Das was ich nun höre entspringt meinem Geist oder der Leere. Malyrius hatte die Idee ihn einfach nach etwas zu fragen, dass ich nicht wissen kann. Bisher habe ich noch keine Antwort erhalten. Und wenn er schweigt...dann nur weil ich die Antwort auf diese Frage nicht weiß. Schade...so weiß ich wohl nun gewiss, dass ich mit meinen Gedanken allein bin.

Auf dieser Reise die mir nun bevor steht, bin ich nun also allein. Keiner meiner Brüder und Schwestern wird mich begleiten, wenn ich diese Aufgabe antrete und alle anderen hoffentlich mit Stolz erfüllen werde. Botschafterin...was bedeutet das überhaupt? Welche Botschaft haben wir denn zu überbringen? Ilassan hatte die Vision und die Träume von uns...ich habe oft mit ihm darüber gesprochen, was ich mir wünsche und dass ich den Menschen unsere Welt näher bringen möchte. Und jetzt...wo es so weit ist und ich das tun soll...fühlt es sich gar nicht so an wie ich erwartet habe. Diese Aufgabe bedeutet Verantwortung...man hat mir eine Leibwache zur Seite gestellt und der Weg den wir antreten, kann eine Reise ohne Wiederkehr sein. Ich habe mehr Angst als zu Zeiten dieses Krieges der doch gerade erst vorbei ist. Die Banshee mit so einem kleinen Trupp ausfindig zu machen...sie zu jagen und eventuell zu erlegen das...das ist Selbstmord...und...noch haben wir ja nicht einmal einen Ansatz wohin es gehen soll. Vielleicht wissen die Untoten mehr.

Die Kaldorei werden mich eventuell nicht anhören...zumindest jetzt noch nicht. Jetzt muss ich mich erst einmal beweisen und ihnen zeigen, dass ich keine Gefahr für die Welt bin. Das...bin ich doch nicht...oder?

Nun...wie dem auch sei...ich gehe meinen Weg und muss tapfer und standhaft sein. Viele vertrauen mir und ich werde mich meinem Schicksal stellen.
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Mi 12. Feb 2020, 09:13

Ich bin gerade mal zwei Tage unterwegs und ich habe so viel erlebt, dass man ein ganzes Buch damit füllen kann. Aber ich muss sparsam sein, soviel Tinte habe ich nicht dabei und ich möchte den anderen schreiben wenn ich Ilassan finden sollte. Ob es ihnen gut geht und sie noch leben? Sie reisen immerhin mit guten Freunden das...spendet ihnen sicher Trost. Ich hoffe es zumindest.

Mit den Scharlachroten zu reisen ist grausam. Sie kommandieren einen ständig herum. Stell dich hierhin...schlafe da...mache jenes. Zendyr hat recht...das machen sie sicher nur weil sie nicht so alt werden und deshalb immer alles besonders schnell gehen muss, aber von diesem ganzen Geschrei und Getue werden sie ja auch nicht älter. Nun gut ich gebe mir Mühe mit ihnen zurecht zu kommen und füge mich. Krieg ist keine Demokratie und man muss hören was die Anführer sagen. Die blödeste Regel der Welt aber Ilassan hat mir das erklärt und ich versuche ihn ja auch irgendwie stolz zu machen. Zendyr sagt das mit den Regeln auch und trotzdem oder vielleicht gerade deshalb hasst sie die Menschen...wobei ich eher glaube, dass sie die Welt hasst. Sie muss viele schlimme Dinge erlebt haben. Ich mag sie...auch wenn sie manchmal ziemlich gemeine Sachen sagt. Sie hat ein gutes Herz...irgendwie hat sie es nur tief tief unten in einem Haufen Schlamm eingebuddelt und man muss die Kruste erst knacken.

Die Kaldorei sind seltsam aber langsam finde ich Zugang zu ihnen. Während manche mich mit blankem Hass belohnen...sind andere wirklich sehr freundlich zu mir. Ilassan dein Honigkuchen wirkt Wunder...ich mache mir Gedanken wie man daraus einen Badezusatz machen kann. Niemand wird je wieder nein sagen wenn man so riecht.

Wir sind durch den smaragdgrünen Traum gereist. Keine Blutdistel der Welt kann zeigen was ich dort gesehen habe. Es war warm wie im Immersang...wunderbare Geschöpfe die sich zu Ungeheuern wandelten...dann wieder die schönsten Wesen...alles in mir wollte bleiben. Wirklich alles? Nein...die Leere fing an sich aufzubäumen...sie wollte ausbrechen und hat es mir schwer gemacht zu atmen...ich musste meine ganze Kraft zusammen nehmen um...gegen sie zu bestehen und wären die Druiden nicht gewesen die uns geleitet haben, wäre ich dort drinnen vermutlich irgendwann nicht mehr ich selbst gewesen. Nur wenige Augenblicke später und die Leere wäre heraus gebrochen...und wer weiß was dann passiert wäre.

Die Druiden sind sehr auf das Leben bedacht und schätzen und achten die Natur. Das mag ich irgendwie an ihnen. Kein Tier stirbt grundlos und manche von ihnen können sich selbst in Tiere verwandeln. Ich habe die schönste Eule in meinem ganzen Leben gesehen. Sie werden eins mit der Natur und wirken so...mit ihr verbunden dass es eine Freude ist ihnen allein schon dabei zu zu sehen. Ihr Gefieder ist ganz weich und sie ist warm...und...ich habe das größte und schönste Geschenk erhalten was man wohl erhalten kann. Ich dürfte auf ihrem Rücken durch die Lüfte reiten. Ihre Flügel hielten mich sicher und ich habe mich noch nie so frei gefühlt. Nicht, dass ich nicht schon oft geritten bin...aber das war...irgendwie findet man zu sich selbst und ist so ungebunden. Ich habe mich immer gefragt wie es ist richtig frei zu sein...das Gefühl auf dem Rücken dieses wunderbaren Tieres...ist es wohl was Freiheit bedeutet.
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Fr 14. Feb 2020, 13:09

Wir reiten und rasten und rasten und reiten. So sieht also die Suche nach der wohl gefährlichsten Person der Welt aus. Zugegeben ohne Hinweise und Anhaltspunkte bleibt wohl auch nichts anderes übrig als es genau so zu tun. Mir ist immer noch nicht ganz klar...welches Ziel die Kaldorei genau haben...glauben sie wirklich, dass sie etwas gegen die Banshee ausrichten können?


Die Allianz und fast die ganze Horde mussten
mit ansehen wie sie verschwand...und ja...sie hat vielen den Tod gebracht. Gestern kam mir wieder das Lied dieses Untoten in den Geist. Er sang für mich und ich habe mitgesungen...vielleicht auch nur weil diese blaue Fahne mich förmlich dazu einlud mich ihnen zu öffnen und dem Gesang seinen Platz zu geben. Immerhin hat er einen Platz...ich weiß noch immer nicht wo genau meiner auf dieser Reise sein soll.


Irgendwie haben sie alle Vorbehalte gegen mich und auch Zendyr. Verständlich man fürchtet das was man nicht kennt...man sieht die Gefahr und die Bedrohung im Wandel und es ist schwierig Zugang zu ihnen zu finden. Ist es das was ich hier soll? Ihnen Zugang zu unserem denken und sein zu verschaffen? Naja...Soetwas tun Botschafter wohl. Aber dafür diese beschwerliche Reise? Diese aussichtslos erscheinende Unterfangen? Was bezweckt die ehrwürdige Mutter damit sich so etwas anzuschließen?


Wie dem auch sei...ich...glaube ich kann Freunde hier finden. Cedric ist sehr offen und zeigt mir Dinge die ich nicht verstehe...und langsam stellt er Fragen...anscheinend will er verstehen...genau wie Harlow. Sie ist wissbegierig und interessiert sich für Telogrus und die Leere. Öffne ich, wenn ich dieses Wissen teile eine Pforte für den Feind...oder eine Pforte für uns starke und gute Verbündete zu finden?. Die Welt ist im Wandel und wir müssen uns anpassen um diesen Wandel zu überstehen. Etwas...dass die Kaldorei noch nicht gelernt haben...sie geben Verletzten nicht einmal ihre Reittiere um zu helfen...wäre die ehrwürdige Mutter nicht gewesen...wären die Worgen wohl verblutet. Ob das jetzt ein Gewinn oder ein Verlust gewesen wäre vermag ich nicht zu sagen.


Vielleicht hätte Ilassan mehr dazu zu sagen gehabt. Er...fehlt mir hier...von allen meinen Brüdern und Schwestern ist er es...der uns am besten zusammen halten konnte. Sie alle fehlen mir...Iudicaels aufbauende Worte, Amandriels Ruhe, Malyrius’ Grummeln das mich doch immer wieder zum Lachen bringen kann, die Visionen von Taranis und die heitere Art von Jeremiel...ob sie Ilassan schon gefunden haben? Er...war so still gestern...kein Wort nur der Gesang der Untoten...und die Stimmen...ob er noch lebt? Ich hoffe es...

Und ein letztes Memo an mich...Melonensaft eignet sich nicht für eine lange Reise...er riecht komisch und ich traue mich nicht davon zu kosten
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Fr 21. Feb 2020, 14:01

Einst stolzes Volk voll Anmut und schön.
Nun voller Hochmut und Hohn.
Vom alten Glanz ist nichts mehr zu sehen.
Stürzen sie sich selbst von ihrem Thron.


Ich hätte nie geglaubt, dass ein Volk, dass so alt ist und so voller Weisheiten und Anmut, sich so in Kindereien verlieren kann. Ständig belächeln sie die die ihnen helfen wollen. Zeigen Spott und Hohn wo Respekt und Verständnis angebracht wären. Sie setzen sich über gemeinsam besprochene Pläne hinweg und suchen die Schuld für ihre Fehler und ihr Scheitern bei anderen. Schon seltsam...waren es nicht die Menschen die ihre Flüchtlinge aufnahmen...als ihr Baum brannte? Waren es nicht auch eben jene Menschen die gemeinsam mit ihnen den Weg bestreiten und die banshee suchen? Der Weg dem ich mich nun auch angeschlossen habe?

Wieso sind sie so voller Zorn? Ich habe gerufen lauft...wir haben mehrmals gesagt, dass niemand in der Nähe der Elementare sein soll wenn sie sich entladen. Sie waren es die mit ihren Waffen auf die Elementare einschlugen und nicht gingen...sie waren es die vorher alles was gesagt wurde belächelten und sie waren es die den Preis mit schwer verletzten bezahlt haben. Und trotzdem habe ich geholfen...versucht zu tun was zu tun ist...nur um mit Worten getreten zu werden. Ich mache mir nichts daraus...sie sind alt...alte Leute wissen es nicht besser. Sie sehnen sich nach längst vergangenen Zeiten und sehen nicht, dass das was war auch durch Rache nicht mehr zurück kehrt...es kehrt auch nicht zurück wenn sie ihren Schmerz in Boshaftigkeiten verwandeln...es bringt nur noch mehr Leid und Missgunst in diese Welt.

Meine Güte jetzt klinge ich schon wie eine Priesterin und bin doch so weit davon entfernt. Aber ich bemühe mich zu lächeln...über ihr kindisches Verhalten hinweg zu sehen und ihnen zu zeigen, dass ihre Worte mich nicht verletzen können...ob alle auch so gemein zu Ilassan waren?

Ilassan...hoffentlich geht es ihm dort wo er jetzt ist gut. Hoffentlich geht es den anderen gut...nicht nur körperlich sondern auch seelisch. Ich hoffe sehr, dass sie sich gegenseitig halt bieten...dass sie das was uns ausmacht nutzen...FAMILIE...man liebt und vergibt und stützt sich wenn um einen herum alles zu zerbrechen droht.
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Mi 26. Feb 2020, 10:33

Es ist erst wenige Augenblicke vorbei und man kümmert sich um die Verletzten. All ihre Wunden und ihre Erschöpfung...nur um einen...um den kümmerte sich niemand mehr. Hässlich lag seine Fratze vor mir, als ich auf hn zuging. Knochen waren dort, wo sie eigentlich nicht hin gehörten und sein Kopf war grausam deformiert. Dieses fette Wesen aus Fleisch und Knochen tat mir leid. Nicht unbedingt weil es so hässlich war...das hätte man regeln können...sondern weil es ein so grausames Ende fand und ich Teil dieses Endes war. Er wirkte nicht einmal wirklich böse auf mich...war er doch einfach nur in einem falschen Körper und in eine falsche Welt...gekommen. Er konnte Schmerzen empfinden und war traurig als die die er seine Freunde nannte so schnell starben...er hatte eine Seele und...vermutlich hätte er in einer anderen Welt für uns gekämpft und sein Leben für uns gelassen. Es ist irgendwie einfach den Tod zu bringen...aber es ist alles andere als leicht sich abzuwenden...ich konnte ihn nicht einfach so da liegen sehen. Wegtragen kontne ich ihn auch nicht und verbrennen ging schon allein wegen der Bombe nicht. Aber ich habe für ihn gesungen und sein Antlitz mit einem Lumpen bedeckt...Ruhe sanft mein Freund.
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » So 8. Mär 2020, 21:47

Die Schlacht ist vorbei. Ich weiß nicht ob ich mich freuen soll oder...nicht. Seit wir zurück sind liegt eine seltsame Schwere auf der Burg.

Arianne hat geweint. Ich weiß nicht genau warum aber es geht ihr wohl nicht gut. Um sie herum standen so viele Leute, dass ich mir vollkommen falsch vor kam. Eine weitere Person die auf sie einredet, hätte ihr wohl auch nicht geholfen. Zumal ich noch immer das Gefühl habe, dass sie mich nicht mag. Also bin ich mit Baby vor die Tür gegangen...so vieles ist passiert und ich musste nachdenken.

Sollten nach erfolgreichen Schlachten nicht eigentlich Feste gefeiert werden? Ja es gab Verletzte und viele von ihnen plagen irgendwelche Ängste und Zweifel. Ganz besonders wohl Aesmee. Sie muss einst eine sehr fröhliche und heitere Kaldorei gewesen sein. Aber die Geschehnisse in Darnassus haben auch sie verändert. So viel Kummer und Einsamkeit und so viel Leere in ihrem Herzen. Schon sonderbar, dass ausgerechnet ich diese Leere nun ausfüllen soll. Sie empfindet etwas für mich...so viel, dass sie sich ohne zu zögern in einen Hagel aus Pfeilen warf. Ich fühle mich schlecht deswegen...sie lag meinetwegen im Sterben. Oder besser wegen meiner Dummheit nicht in Deckung zu bleiben. Und doch scheint sie dies voller Hingabe getan zu haben...ob ihre Gefühle für mich durch all diesen Druck kommen. Vielleicht gebe ich ihr ein kleines Stück der Leichtigkeit die sie einst hatte zurück...

Leichtigkeit....wie schön wäre es diese unbekümmerte Zeit wieder zu haben. Die Zeit als wir alle auf Telogrus waren und gelacht, getanzt und gefeiert haben. Ich selbst habe sie auch irgendwie verloren. Stattdessen liegt diese schwere Tristesse eines sterbenden Landes auf mir. So viele Schicksale...wenn auch nur einzelne zehren an meinem Gemüt. Und der Makel des Todes...ich...habe getötet. Nicht allein aber ich habe dabei geholfen und...es fühlt sich falsch an. Ebenso falsch wie all diese grausamen Schicksale die auf diesem Land liegen. Da war diese Mutter die wegen ihres Babys nicht von dieser Welt lassen konnte...ihr Schmerz saß so tief, dass ihr Haus zu weinen schien. Wir haben das Kind gefunden...die Gebeine waren lieblos in einer Kiste...zwischen vielen anderen. Nekromanten vielleicht...seine Seele hat so bitterlich geweint. Es hat mir das Herz zerrissen dieses Kind so leiden zu hören. Ich habe seine Seele in den Schlaf gewiegt und...die ehrwürdige Mutter hat es zurück zu seiner Mutter gebracht.

Die ehrwürdige Mutter...eine Frau die so kalt wirkt wie Eis. Aber sie hat ein Herz und eine Seele...und manchmal schiebt sich der gute Kern durch diese tiefen Krusten und Furchen ihres Herzens hervor. Sie hat geweint...das Leid dieses Landes geht ihr sehr nah und nun weiß ich auch warum. Weil das alles hier einst ihre Heimat war...die verseuchten Höfe...das Wehklagen der alten Zeiten...das alles berührt sie wohl sehr. Und doch...weiß ich nicht wie weit mein Vertrauen zu ihr reichen soll. Immer wenn ich anfange etwas gutes in ihr zu sehen...macht sie es durch irgendetwas zu nichte. Ihre Seele ist wohl genau so kaputt wie die Seelen des Ordens den sie anführt. Cedric der...so voller Trauer ist...Arianne...die aus irgend einem Grund mit sich selbst zu kämpfen scheint. Und Harlow die...Baby eines Tages fett füttert. Sie alle aber haben etwas gemeinsam...sie haben sich und diesen Orden.

Ich aber fühle mich einsam hier zwischen ihnen...mir fehlen Judy, Malyrius, Taranis, Jerry und mein stiller Amandriel. Und mir fehlt Ilassan...ich habe heute Nachricht von den anderen bekommen. Mehr Fragen als Antworten ergeben sich aus den Briefen. Ich habe ihnen geantwortet und sie sollen nicht glauben, dass es mir schlecht geht. Sie brauchen ihre Kraft um ihn zu finden...ich schicke ihnen etwas Sonne und ein Lächeln, denn mehr kann ich gerade wohl nicht tun. Ich hoffe ich bin das Lächeln in ihren Herzen wenn die Dunkelheit sie übermannt...
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Di 17. Mär 2020, 12:29

Er ist wieder zurück...

Ehrlichkeit ist die größte Lüge.

Morgen mache ich mich wieder auf den Weg und beende was ich begonnen habe...
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Mi 1. Apr 2020, 18:04

Wie die Zeit vergeht. Eben komme ich in Telogrus an und schon versammeln wir uns für die letzte Besprechung bevor wir gen Bollwerk ziehen.

Ich müsste eigentlich niederschreiben wie das Gespräch mit Ilassan war...wie die Rettung von Calendriel war und wie der erneute Abschied von Ilassan war. Aber...mir fehlen die Worte dieses Wechselbad der Gefühle wiederzugeben. Selten habe ich Wut, Anspannung, Freude, Angst und Trauer auf einmal so intensiv durchlebt. Ist es das wie mein Leben nun aussehen wird? Immer irgendwie voll Angst? Niemals Ruhe...niemals alle zusammen. Ich muss mich wohl daran gewöhnen...und hoffen, dass es ihnen allen gut geht, und hoffen, dass ich diese Schlacht überlebe die nun vor mir steht und die so aussichtslos erscheint.

Die ersten Briefe sind geschrieben und ich bin gespannt wann ich Antwort erhalte. Vorallem auf meinen Sonntagsbrief freue ich mich sehr...wobei ich nicht einmal verübeln würde, dass andere Dinge wichtiger sind. Das sind sie ja auch...und es schmerzt irgendwie nicht da sein zu können. Niemand sollte bei Soetwas allein sein...niemand sollte überhaupt allein sein müssen.
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Fr 3. Apr 2020, 11:57

Wir sind nicht zum Bollwerk gezogen. Ob es die Angst der Nachtelfen vor der Schlacht war...oder die Tatsache, dass sie einfach so sehr darauf versteift sind die Banshee zu finden, dass alles andere ihnen egal ist, weiß ich nicht.

Sie sind in jedem Fall den ganzen Weg wieder zurück geritten und an der Grenze zu Tirisfal blieb ich mit den Roten zurück. Wir hatten angeboten eventuelle Verfolger abzufangen. Irgendwie ging alles so schnell und ich konnte mich nicht einmal richtig verabschieden. Aesmee ist nun wohl allein auf sich gestellt und ich hoffe sehr, dass es ihr gut geht. Sie fehlt mir.

Nun wie dem auch sei....die Verfolger kamen und sie waren stark. Beinahe zu stark für die zurückgebliebene Truppe. Ich habe gekämpft so gut ich konnte und eine Inquisitorin hat sich den Kämpfen angeschlossen. Es lief gut hätte sie nicht zwei mal beschlossen Lichtes-Segen auf uns alle zu sprechen. Beim ersten Mal konnte ich gut darauf reagieren und sie war auch alles andere stark darin. Ich hatte sie während des Kampfes schon darauf hingewiesen, dass sie solche Zauber in meiner Gegenwart unterlassen soll...aber Menschen sind unbelehrbar.

Den zweiten Segen habe ich nicht so gut überstanden. Eigentlich wollte ich aufbrechen sobald wir in Fenris sind aber ich kann derzeit gerade keine Magie wirken. Das Feuer reagiert nicht auf mich und auch ein Leerenriss ist mir derzeit nicht möglich, hoffentlich greift niemand weiteres an. Mit dem Dolch allein bin ich nutzlos. Aber das ist wohl eine Kleinigkeit zu dem was Tilon und Harlow geschehen ist.

Bei Harlow ist irgendwas mit dem Kopf. Sie benimmt sich seltsam und wirr und reagiert verzögert. Das vergeht hoffentlich bald wieder und ist nichts ernstes aber Tilon...der arme Junge hat sein Auge verloren. Es ist schon fast krankhaft ihm dieses Opfer als ein gütiges Geschenk des Lichts zu verkaufen. Sicher es spendete ihm Trost und sein Glaube half ihm diese barbarische Situation zu überstehen. Aber etwas in seiner Seele ging in dieser Nacht kaputt und es wird nie nie wieder zurück kehren. Sein Leid war so tief und...einerseits bewundere ich Arianne, Harlow die Mutter und all die anderen dafür, dass sie keine Träne geweint haben, andererseits empfinde ich es falsch ihm nichts gegen die Schmerzen zu geben. Ihn leiden zu lassen und es ihm als Geschenk des Lichts zu verkaufen. Jemanden rituell so zu quälen...bleibt doch immer noch Folter. Und die hat er nicht verdient...

Entstellt ist sein Gesicht aber sein Herz ist weiterhin schön. Er hat ein großes Herz...ist gütig und vielleicht auch witzig. Es ist in jedem Fall mutig und kraftvoll. Ich habe ihm einen Tanz versprochen...und wenn er und ich tanzen werden auch unsere Seelen miteinander tanzen und wer weiß, vielleicht kann das etwas von dem was in dieser Nacht zerstört wurde wieder heilen. Ich wünsche es ihm...ich wünsche ihnen allen Freude und Lachen, aber der Krieg kennt das alles nicht. Krieg kennt keine Sieger.
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Mi 22. Apr 2020, 12:41

Endlich zu Hause. Sie alle zu sehen und in die Arme zu nehmen, war einfach unbeschreiblich. Sie haben alle gelächelt und auch wenn man die Spuren der letzten Monate einem jeden ansehen konnte, so bin ich doch sicher, dass nun alles gut wird.

Alynia Vanth hat unseren Antrag auf eine Botschaft freudig angenommen und auch der Kronrat selbst hatte keine Einwände. Sie haben unseren Adligen sogar das Recht eingeräumt im Kronrat zu sprechen und wenn wir unseren Eid auf Sturmwind ablegen, bekommen wir sogar ein Stimmrecht. Ich war überglücklich. Und auch Ilassan war es auch wenn er früher gehen musste.

Ob ich ihm in den letzten Tagen Zuviel zugemutet habe? Er...hat so viel durchgemacht und ist immer noch nicht vollständig genesen. War es vielleicht egoistisch ihn so sehr einzubeziehen? Ich möchte einfach, dass das was sein Leben vor dem Krieg bestimmt hatte wieder einkehrt. Etwas Normalität und das Gefühl, dass er immer noch gebraucht wird. Ich hoffe darauf, dass Iudicael mir sagt wenn ich zu weit gehe. Ich habe wenig Erfahrung mit dem was Ilassan gerade durchmacht und...möchte alles richtig machen und fürchte, dass ich dadurch mehr falsch mache als ich sollte.

Amandriel geht es auch nicht wirklich gut aber er wählt sein eigenes Tempo und ich hoffe sehr, dass alles auch bei ihm ein gutes Ende nimmt.

Und uns allen fehlt Jeremiel. Jeder hier fühlt wohl, dass ein Teil uns fehlt, aber er braucht seine Zeit und die soll er bekommen. Ich habe mit vorgenommen ihm einmal in der Woche zu schreiben.

Und wie es wohl den Roten geht? Ich weiß gar nicht warum mir manche von ihnen so fehlen. Ich bin doch keiner von Ihnen aber sie waren mir teils treue Freunde und Begleiter. Ich...sollte mich schnell um den Nachschub kümmern damit sie Fenris schnell aufbauen können.

Aber alles wird gut. Ich bin zu Hause und nun müssen wir alle unsere Wunden lecken und nach vorn schauen. Wunden zu heilen braucht Zeit und die müssen wir uns eben nehmen. Alles andere kann nun langsam vorwärts gehen. Mit der Botschaft haben wir den ersten Schritt in eine neue und aufregende Zukunft für uns getan. Unsere Zeit kommt jetzt...langsam aber die kommt
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Fr 1. Mai 2020, 17:37

Es ist irgendwie alles falsch hier...

Ich weiß gar nicht wie ich es anders beschreiben kann. Ich bin einfach müde und fühle mich leer. Und je matter und leerer ich werde desto stärker ist ihr Tatendrang. Auf einmal bewegen sich Dinge die endlos lange still standen...es geht Vorwärts und irgendwie habe ich den Anschluss verloren. Sie reden und lachen in einer Sprache die ich nicht mehr verstehe und genau so wenig scheinen sie mich zu verstehen.

Sie kennen mich nun schon so lange und fragen mich vor fremden Leuten immer und immer wieder das selbe...und egal wie oft ich mich wiederhole sie haben nicht verstanden. Es war schon beinahe unangenehm wie oft sie mich gefragt haben ob ich Angst habe in den Silberwald zurück zu gehen...oder ob ich sie als Freundin bitte mitzukommen? Ich wäre fast im Boden versunken...Und da ist es fast schon seltsam, dass Zendyr als einzige verstanden hatte ohne dass ich die Worte direkt in den Mund nehmen musste. Seltsam...wie schnell man sich voneinander entfernen kann...wo man einander doch so nah und verbunden fühlt. Es ist...als hätte ich begonnen eine andere Sprache zu sprechen...ob es an meiner Zeit bei den Roten liegt? Dort...spricht man nicht offen über seine Gefühle...ein schweigen sagt oft so viel mehr als tausend Worte und vielleicht...ist es genau das...was ich mit ihnen verlernt habe...sie...verstehen mein schweigen nicht mehr...und meine Worte erscheinen so dumpf und hohl für sie.

Ilassan plant eine neue Zukunft für alle...vielleicht ist das ein Ansatz. Aber um das sicher zu wissen...muss ich erst einmal meinen Platz und meinen Weg finden...
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Fr 8. Mai 2020, 10:29

Das Geschenk hat Ihnen wohl gefallen und ich freue mich, dass sie alle nun einen Rückzugsort und einen Platz für Ruhe haben. Ich denke wir alle können das brauchen und sicher kann es helfen wieder etwas näher zusammen zu kommen. Ich mache mir so viele Gedanken um sie alle. Um Ilassan wohl am Meisten…er kämpft so tapfer gegen all das was ihn quält an und schafft es sogar in die Zukunft zu schauen. Um Iudicael der sich selbst so voller Hingabe um alle kümmert und sich dabei…irgendwie immer mehr selbst verliert. Um Calendriel die ihren Platz bei uns noch nicht gefunden hat und ein schweres Geheimnis mit sich herumträgt. Um Taranis der langsam aufblüht und Asche der diesen Weg wohl gemeinsam mit ihm beschreitet. Um Amandriel der seine eigenen Probleme wegsperrt um für andere da zu sein und…umd Malyrius und Gavin…um Zendyr…um sie alle eben es sind viel zu viele als, dass ich sie alle aufzählen könnte. Diese neue Familie ist groß geworden…und jeder muss seinen Platz in dieser neuen Welt und den neuen Plänen von uns allen erst noch finden. Dafür muss ich jedoch erst einmal meine Aufgaben abschließen.

So langsam komme ich mit der Planung des Portalweges vorwärts. Die Bedenken von Alynia und Amandriel sind richtig und deshalb möchte ich Allen auch die Gelegenheit geben in Ruhe zu entscheiden. Melinu allerdings war sehr interessiert daran am Weg über ein Portal zu arbeiten und ich denke es ist wirklich Zeit alle Magier zusammen zu führen und gemeinsam in den Austausch zu gehen. Das wird sicher spannend für uns alle. Und dann bringen wir die Waren zu Ihnen und ich kann Tilon und die anderen wiedersehen.

Ein Dämonenjäger ist dort und anscheinend gab es einen Kampf. Ich hoffe so sehr, dass es Arianne wieder besser geht und auch Cedric. Ich dachte damals es war ein Hexer der mich gesehen hatte, dem hätte ich mich gewachsen gefühlt. Aber ein Dämonenjäger? Ich habe Angst, dass er gesehen hat, dass ich die Hexerei beherrsche. Was…wenn er mich sucht? Was…wenn sie meinetwegen leiden mussten? Was…wenn ich dort hin gehe und ich mich ihm stellen muss? Ich möchte nicht, dass andere die keine Erfahrung mit Fel haben sich in große Gefahr begeben. Sie wissen nicht wie man sich verändert und noch weniger wissen sie…wie man dämonische Magie richtig bannt. Die Worgen wussten ja nicht einmal worauf sie achten müssen…Verrate ich sie, wenn ich einfach nur die waren abliefere und dann wieder gehe? Das…könnte das Todesurteil für manche von Ihnen sein und ich habe keine Ahnung wie ich damit umgehen soll.
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Mi 13. Mai 2020, 15:41

Die Dinge sind im Wandel…langsam nehmen die Dinge Formen an. Aber bin ich richtig hier bei meinen Leuten? Ich…habe mich mit Iudicael gestritten und ich habe viele Dinge gesagt die mir im Nachhinein leidtun…aber hätte ich weiter schweigen sollen? Er hat Recht…ich bin nicht immer eine gute Zuhörerin…manchmal verstehe ich das was er sagen will auch einfach nicht. Wir beide haben schon immer eine andere Sprache gesprochen…und ich hatte immer das Gefühl er würde mich und mein Handeln immer bewerten. Vielleicht habe ich ihm unrecht getan…aber diese ständigen stummen Blicke konnte ich so nicht mehr ertragen. Es war gut, dass er etwas gesagt hat…und ich werde mir künftig wohl Mühe geben müssen, damit wir wieder richtig zueinander finden.

Irgendetwas ist da zwischen ihm und Ilassan…etwas Tiefes und Vertrautes…so sehr, dass die beiden einander immer ähnlicher werden. Ilassan verhält sich manchmal wie er und er verhält sich manchmal wie Ilassan…ich weiß nicht einmal ob das gut ist…oder schlecht. Es…fühlt sich nur irgendwie komisch an. Ich habe das Gefühl sie unterhalten sich ohne Worte und verstehen was der andere sagt…bevor es ausgesprochen wurde. Das ist sicher ein schönes Gefühl…und ich gönne den beiden diese tiefe Freundschaft. Ob ihre Seelen gleich klingen? Schon seltsam…ich dachte immer, dass ich eine ähnliche Verbindung zu meinen Leuten habe…aber ich spüre diese Verbundenheit nicht…nicht so.

Ist es das was Taranis gemeint hat? Als er zu mir kam und mir Verrat unterstellt hat? Habe ich mich so weit von Ihnen entfernt, dass ich für sie nicht mehr greifbar bin? Ich weiß nicht ob sie etwas in mir sehen wollen…das ich nicht bin oder ob sie sehen, dass ich zu etwas werde, was ich eigentlich nicht sein möchte? Denken sie wirklich…dass ich den Roten mehr vertraue als ihnen? Warum darf man nicht beiden Seiten ein gewisses Vertrauen entgegen bringen? Das hatte Taranis nicht gesagt…aber die Stimmen…sie sagen, dass es nirgendwo ein zu Hause für mich geben wird. Ich will das nicht glauben…aber was, wenn sie Recht haben?

Ich hatte gerade angefangen Telogrus als meine neue Heimat zu mögen…ich mag den Sternenhimmel…die Stille….die unendliche Weite auf die man sehen und sich darin verlieren kann. Ich mag, dass es keinen Regen gibt…und dass man hier so viel Raum hat um frei tätig sein zu können. Gut es ist schrecklich kalt….furchtbar trist….unglaublich düster und auch alles andere als wohnlich. Aber hier sind gleichgesinnte…Teile einer Kultur die ich verstehen kann…es ist nicht so, dass ich mich auf die neue Heimat nicht freue…auf das Grün und…die Natur. Vielleicht nicht auf den Regen dort…oder dass man sich wieder neu eingewöhnen muss. Vielleicht auch nicht auf die hässlichen Häuser der Menschen die wie ein Holzklotz mitten im irgendwo stehen…gibt es dort überhaupt Städte? Orte die voller Leben sind? Oder irgendetwas…Kultur. Gut…das Badehaus können wir abbauen und mitnehmen. Falls sie es überhaupt wollen…Sie wirkten alle erfreut, aber das tat Ilassan ja bei dem Zelt auch und…eigentlich möchte er es gar nicht. Vielleicht wollten sie das Badehaus auch nicht…sie wirkten zwar alle zufrieden als ich kam…nur…bedankt hat sich niemand…ich muss wohl akzeptieren, dass jeder seine eigene Vorstellung von einem zu Hause hat….und andere Dinge braucht um glücklich zu sein…vielleicht sollte ich einfach aufhören so viel über sie und andere nachzudenken und mir stattdessen überlegen was mich glücklich machen kann...und welchen Weg ich gehen möchte. Malyrius und Amandriel hatten Recht…ich weiß selbst nicht was ich will…wie soll ich da für jemand anderen da sein?
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Sa 20. Jun 2020, 11:01

Endlich ist es geschafft. Das Portal nach Fenris steht und ich habe meine Aufgabe erfüllt. Die kleine Anomalie einmal außer acht lassend, lief alles nahezu reibungslos. Nur Amandriels Weitblick verdanken die Roten wohl die Befreiung eines ihrer Ordensmitglieder.

Melinu ist eine großartige Magierin. Sie ist sehr klug und Alynia hat in ihr wirklich eine ganz besondere Person an ihrer Seite. Ich bin gespannt ob wir unseren Austausch vertiefen können. Auch wenn die Planungen für Arathi anstehen, so möchte ich die Freundschaft zu den beiden nicht missen.

Genau so wenig wie meine Freundschaft zu Tilon. Was wäre wohl für ein Mann aus ihm geworden, wenn er nicht im Orden gelandet wäre? Er hat eine reine Seele und ein großes Herz, aber ich fürchte, dass die Welt und der Orden ihn immer mehr verändern werden. Er lebt nach diesen Regeln und auch wenn sie ihm halt geben...so spürt man, dass dieser seltsame Fanatismus auch langsam von ihm Besitz zu ergreifen scheint. Unser Tanz war dennoch wirklich schön...und so haben wir wohl die Zeit vergessen.

Wenn ich gewusst hätte, dass Ilassan und Iudicael am selben Tag abreisen, dann hätte ich den Tanz vielleicht verschoben. Beinahe hätte ich verpasst sie zu verabschieden. Irgendwie war Ilassan etwas angespannt aber ich weiß dass Iudicael ihm ein treuer Freund ist. Sie teilen viele Gedanken miteinander und ich wünsche mir sehr, dass beide gesund und wohlbehalten zurück kommen. Ich breche nachher nach Telogrus auf. Meine Aufgabe hier ist erledigt...und irgendwie zieht es mich zurück zu den Anderen. Wie es ihnen allen wohl geht? Vielleicht besuche ich Anastrius in den nächsten Tagen. Er ist so still...aber ich denke, dass er sich viele Gedanken macht.
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Re: Emis Leeren

Beitrag von Emiriel » Mi 1. Jul 2020, 09:39

Zwerge sind großartig. Von ihrer geringen Körpergröße, dem hässlichen Bart und diesem ständigen Ruß im Gesicht mal abgesehen. Sie wissen wie man aus einem groben Stück Stein ein Haus machen kann. Gut…es ist grobschlächtig so wie ihre Art, aber sie leisten viel mit ihren bloßen Händen und noch mehr sind sie wohl in der Lage einem dürren Dingelchen wie mir zu erklären, dass diese Arbeit nichts für mich ist. Sie haben Recht…aber was…wenn man das Wissen ihrer Arbeit magisch vereinfachen kann, was wenn der Stein sich durch magische Hand bearbeiten lässt. Gut…ich könnte Kreaturen aus dem Nether rufen, aber abgesehen davon, dass Iudicael mich wochenlang mit stumm mahnendem Blick ansehen würde…würde ich auch extrem widerlich nach Schwefel riechen. Damit könnte ich für eine sehr lange Zeit nicht mehr unter Menschen gehen. Man mag ja viel über sie sagen, aber ihre Nase ist fein. Nun wie dem auch sei…ich muss lernen zu verstehen wie diese Handarbeiten funktionieren um zu wissen ob und wie man magisch daraus mehr machen kann. Ich arbeite daran.

Aber das war nicht der einzige Grund für meinen Besuch in Eisenstadt….zugegeben die große Schmiede ist beeindruckend und auch das was sie aus dem Fels gemacht habe, aber noch weitaus beeindruckender sind ihre Fähigkeiten in der Schnapsbrennerei und das Wissen um Kristalle. In diesen beiden Punkten waren sie auch gern bereit mich zu unterrichten. Ich musste aber versprechen meine ersten Ergebnisse zu präsentieren und sie gemeinsam mit ihnen zu trinken. Mir schwant übles…ob das so eine gute Idee war? Sie sagen für den Anfang soll ich es mir leicht machen…und bestehenden Schnaps zu Früchten hinzugeben und für meinen Mädchengaumen noch etwas Wein dazu tun. Dieser dicke Zwerg hat mir ein leichtes Rezept verraten. Wenn ich das zu seiner Zufriedenheit hinbekomme ist er bereit mir mehr über das Brennen zu erzählen. Also werde ich in den nächsten Wochen viel herum probieren…aber ich denke es wird gut.

Hier ist das Rezept, ich habe es aber bereits abgewandelt, weil ich den weißen Wein nicht so passend empfinde und ich glaube wenn ich es gut finde, werde ich es Blutspflaume nennen. Pflaumen wachsen in Arathi bestimmt.
5 Paar Hände reife Pflaumen (natürlich gewaschen und reif)
1 Holzschäufelchen Zucker (der braune aus Beutebucht ist bisher der beste dafür)
1 Vanilleschote (ich hab auch Zimt versucht aber das ist eher etwas für Allvater Winter)
½ Flasche Sonnenblut (fast zu schade dafür aber Pflaumenblut braucht ja auch den passenden Wein dazu)
Ein großer Schuß klarer Zwergenschnaps

Die Pflaumen matscht man mit einem Stößel zu einem richtigen Püree und gibt dann alle Zutaten dazu. Ganz wichtig ist, dass das alles gut erhitzt wird aber auf keinen Fall kochen darf. Sonst verfliegt der Alkohol aus dem Wein und das wäre wirklich eine Verschwendung. Man kocht das ganze also etwa eine Stunde bevor man alles vom Herd nimmt und das hochprozentige Zeug der Zwerge hinzu schüttet. Dann füllt man alles durch ein Sieb in eine Flasche und fertig ist der Pflaumenlikör. Ich musste ein Loch in den Boden graben, weil Malyrius mir das Zeug ja nicht kalt halten kann. Wenn er kommt muss ich ihm aber unbedingt meine Ergebnisse . Ilassan darf das ja noch nicht probieren und ich brauche einen ehrlichen Vorkoster dafür.
Wenn Malyrius zufrieden ist, werde ich mich wieder zu diesem Zwergen wagen um mehr zu lernen. Ich bin schon ganz aufgeregt, auch wenn ich jetzt ersteinmal nach Dalaran gehe um mehr über Kristalle und die Möglichkeiten der Speicherung zu lernen. Hier warten auch noch viele Projekte auf mich. Ob Calendriel mich auch dorthin begleiten wird? Bei den Zwergen war sie mir zumindest eine große Hilfe.
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Beitrag von Emiriel » Mo 6. Jul 2020, 18:26

Dalaran muss warten. Zendyr, Calendriel und eine mir unbekannte Leerenelfe haben sich auf eine Mission begeben um mehr darüber zu erfahren, wie man die Stimmen wieder leiser werden lässt und ich habe mich ihnen angeschlossen. Zum ersten Mal bin ich im Nethersturm. Es ist...grausam. Diese Zerstölrung und das Gefühl, dass der Boden nicht nur ein einziges Fünckchen Leben mehr hervor bringen kann. Aber das ist falsch...gemeinsam mit den Draenei scheint das Konsortium einen weg gefunden zu haben dieses Fleckchen Welt wieder zu renaturieren und ich bin begsiert.

So etwas atemberaubend schönes und magisches habe ich noch nie gesehen. Die Pflanzen, die Schmetterlinge...selbst die riesigen Raubkatzen waren alle so wunderbar. Gut...das hässliche Krokodil mit den 6 Beinen war es nicht. Es wollte uns fressen...gar nicht auszudenken was es meinem armen Baby hätte antun können. Aber leid tat es mir trotzdem. Natürlich...es ist hungrig gewesen und ist ein Jäger. Wir...haben es getötet und...kaum war der Kampf vorbei...war ich voller Mitleid und Reue. Sind nicht wir die Störenfriede gewesen die in sein reich gedrungen sind...und nicht anders herum? Vielleicht kann ich demnächst mit Zendyr oder Tilon darüber sprechen. Ihre Ansichten könnten gegensätzlicher kaum sein...aber so lerne ich vielleicht zu verstehen.

Die neue Magierin...wendet Fel an...sie ist...eine Hexerin wie ich und vielleicht kann sie mir auch bei meinem Projekt helfen. Ich muss erst sehen ob ich ihr vertrauen kann, aber wenn das geht, werde ich genau das tun. Auch das was Calendriel mir gezeigt hat, macht mir ein wenig Angst, aber es ist eine Möglichkeit uns genau so zu renaturieren wie wir es vielleicht mit Telogrus machen können. Wenn ihr Artefakt wirklich so mächtig ist...was könnte so ein kleiner Tropfen mit diesem kargen Stück Land nur bewirken? Man könnte wieder Leben nach dort bringen...wir könnten das...was andere und zum Teil auch wir zerstört haben, wieder gut zu machen. Und vielleicht kann ich Melinu und Alynia auch dafür gewinnen sich einzubringen. Melinu weiß so viel über die Magie der Draenei...und Alynia ist der ruhende Pol den wir vielleicht benötigen werden um keine Dummheiten zu machen. Endlich kann ich mich magischen forschungen widmen und es wird so wunderbar werden...ich werde so viel Neues lernen und noch mehr werde ich an meinen Aufgaben wachsen können und etwas Gutes tun.
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