Megann Derrington - Botengänge und mehr

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Megann
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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:01

Verfasst am: 30. Aug 2012
Megann hat geschrieben:Der Magus stellte sich stur. Das Überqueren der Brücke wurde ihnen selbst nach mehrfachem Zureden und Vorweisen des Königlichen Siegels Genn Graumähnes nicht gestattet.

Innerlich kochte Megann vor Zorn, als der Magus den Schrieb des Königs in Flammen aufgehen lies. Äußerlich ließ sie sich als Hauptmann Marsh nichts anmerken und ging mit dem Legaten zurück zu den Pferden.

Der Trupp wollte einen Schleichweg aussen herum versuchen. Die Pferde wurden bei der Greifenmeisterin angebunden und versorgt, dann ging es weiter am See entlang.

Sehr weit waren sie noch nicht gekommen, da hörten sie von den Bergen zu ihrer linken ein Lachen und heftiges Poltern.
"Aus dem Weg" rief Megann und schubste den Legaten nach vorne, als Steinbrocken den Abhang herunter fielen.

Schmerz durchzuckte ihren linken Oberschenkel, als ein Stein sie dort traf. Mehrere Flüche später, was nur einige Sekunden dauerte, humpelte sie zum Legaten, der einen Riß in der Robe hatte am Arm, sonst jedoch glimpflich davon gekommen war.

Ein paar der Truppe lagen am Boden, doch sehr schwer war zum Glück niemand verletzt. Von oben hörte man erneut das Gekicher der Gnolle. Sicherlich würden sie noch mehr Steine holen gehen, um dann später einen von ihnen, oder gleich mehrere, über dem Feuer grillen zu können. Das wollte keiner und so rappelten sich alle auf und wollten weiter, als Hufe herandonnerten und Schwester Aurah mit ihrem Pferd angetrabt kam, "Wir dürfen rüber!" rief sie.

Somit marschierte der Trupp wieder zurück und dieses Mal über die Brücke.

Hinter der Brücke schlugen sie sich links in die Wildnis um in die Rethanhöhlen zu gelangen. Der Zwerg des Ordens des Erbauers führte nun den Trupp an, da er das Terrain wohl soweit kannte.

Kaum waren sie von der Straße ab und ein Stück in die Wildnis hinein marschiert, vibrierte der Boden leicht und man hörte Unterholz knacken.

Aufmerksam schauten alle um sich. Schusswaffen wurden entsichert und die Waffen gezogen. Aus einer Schlucht heraus kam ein riesiger Ettin auf die Gruppe zugeschlurft. Megann fühlte ihr Herz bis zum Hals schlagen. So ein Wesen hatte sie noch nie gesehen. Über Haus hoch, ein Riese mit einer riesenhaften Keule in Form eines Baumstammes in der Hand ... ein Schaf am Lendenschurzgürtel hängend.

Das Wesen blickte die Gruppe ebenso überrascht an, wie sie ihn. Dann folgten Befehle. "Versucht auszuweichen!"
Megann blickte sich um und zog den Legaten kurz am Robenärmel. "Hier lang!"

Sie gingen um eine große Eiche herum, während der Ettin nun Baumstamm schwenkend auf die Gruppe zu polterte. "Vorwärts! Austricksen!"

Das Wesen war so viel stärker als sie, dafür waren sie viel flinker, als der doch bereits sehr betagte Ettin. So klemmten sie die Beine unter die Achseln und gaben was das Zeug hielt. Polternd und gröhlend versuchte der Ettin sie zu erwischen, doch sie waren schneller und entkamen dem Wesen.

Ein Blick zurück zeigte noch, wie es aufgab und sich schnaufend auf einen Felsbrocken fallen ließ, das Schaf vom Gürtel riss und herzhaft hineinbiss.
"Wieso auch grillen" schoß es Megann durch den Kopf, bevor sie weiterlief.

Die nächste Hürde sollte auf sie warten. Gnolllager!
Der Wind stand günstig für sie und so war es ihnen möglich ohne einen weiteren Zwischenfall an den Gnollen vorbei zu schleichen.

Endlich erreichten sie die Höhle.



Fortsetzung folgt ....

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:02

Verfasst am: 30. Aug 2012
Megann hat geschrieben:"Wir teilen uns in drei Gruppen. In jeder Gruppe soll einer sein, der heilen kann."

Megann schaute sich um und zwinkerte dem Legaten zu, bevor sie sich zu ihm in die Nähe stellte.

Kurze Zeit drauf schaute sich Megann ihre Truppe an. Drei Leute vom Königlichen Wachregiment, Schwester Aurah, der Legat und sie selbst. Die andere Truppe, die in den Berg gehen sollte, waren die drei Leute vom Orden des Erbauers und zwei Abgesandte der Heiligen Inquisition.

Der Trupp der Faust sollte vor dem Eingang bleiben, zur Sicherheit.

Vorsichtig gingen sie in die Höhle hinein, eine Fackel beleuchtete schwach die Umgebung und die Augen gewöhnten sich langsam an die dämmrige Dunkelheit.

Ihre Schritten hallten von den Wänden wider und ab und an knirschten Kiesel oder Insekten unter ihren Stiefeln. Sie waren noch nicht weit in die Höhle gegangen, als eine Abzweigung die beiden Trupps trennte.

Megann ging mit ihrem Trupp nach links und in einen dunklen, schmalen Gang, der sich kurz darauf aber wieder weitete. An der Höhlenwand wuchsen Pilze.

"Sind das wohl die Richtigen?" fragte der Legat und kniete sich auch schon mit seinem Pilzmesser und der Pilztasche des Legaten auf der "Aedan's Pilzsammelsäckchen" gestickt war. Megann schmunzelte erneut und schaute sich um, während der Legat fleißig am abernten war.

"Gehen wir noch weiter", hieß es als die Pilze alle im Säckchen verstaut waren und so gingen sie vorsichtig weiter. Der Gang wurde breiter und es wurde auch ein wenig heller. Vor ihnen öffnete sich eine riesige Höhle und sie konnten viele Pilze sehen.

"Dort!"
Langsam machten sie sich an den Abstieg des Gefälles, welches tiefer nach unten in die Höhle führte.

Megann fühlte eine Enge an der Brust und am Hals als sie weiter nach unten gingen. Sie faßte sich an den Hals. Leicht schwindelig wurde ihr und den anderen schien es nicht besser zu gehen. Weiter gingen sie, da waren doch noch Pilze und dort schimmerte doch auch eine Erzader.
"Das müssen die Richtigen sein", dachte sich Megann und hörte neben sich einen Plumps.

Die Draenei war zu Boden gesackt und die anderen keuchten und fassten sich an den Kopf. Ihr selber war ebenfalls schwindelig und so langsam wurde das Sichtfeld beeinträchtigt.

"Schnell die Pilze" keuchte sie, doch der Kommandant der Wache pfiff sie alle zurück.
"Rückzug!"
Die Draenei atmetet mittlerweile sehr schwach. Megann blickte noch einmal auf die Pilze, drehte sich dann um und packte gemeinsam mit dem Legaten die Draenei rechts und links unter den Armen und zogen sie weiter. Keuchend schleppten sie sich den Hang hoch und je höher sie kamen, desto einfach wurde das Atmen wieder.

Sanft legten sie die Dranei ab und sanken beide selber zu Boden. Langsam ganz langsam ließ die Enge in der Brust nach und sie konnten bald darauf wieder atmen.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:04

Verfasst am: 30. Aug 2012
Megann hat geschrieben:"Ich bin mir sicher, da hinten sind die richtigen Pilze", sagte Megann erneut vehement und deutete in die Höhle hinein.
"Sie gehen nicht. Ich hab hier das Kommando und ich will sie nicht im Dunkeln verlieren!" kam es vom Kommandant der Wache.

"Sir, ich bin schnell" sagte einer der Wachleute, dessen Namen Megann nicht kannte.
"Schnell bin ich auch" brummelte sie und schaute zu dem Mann, der vorher fast flach auf dem Boden gelegen hatte.

"Niemand geht!" kam erneut der Befehl des Wachkommandanten.
"Wir versuchen es rechts herum", kam die Order und alle blickten zur rechten Seite der Höhle die im schummrigen Licht nicht ganz auszumachen war.

"Bitte, versuchen wir es Rechts" dachte sich Megann und nickte dem Legaten zu.
Langsam machten sie sich wieder an den Abstieg. Doch dieses Mal blieb die Draenei gleich oben auf der Anhöhe und blickte ihnen sorgenvoll nach. Der Druck nahm sofort zu und wurde sogar noch schlimmer mit jedem Schritt.
"Rückzug" keuchte der Kommandant und taumelnd und keuchend machten sie sich alle wieder sofort auf den Rückweg die Anhöhe auf.

Nachdem sie wieder zu Luft gekommen waren, hörte man ein Rufen von außerhalb der Höhle.
"Wir gehen zurück" befahl der Kommandant.
"Aber die Pilze!" erwiderte Megann und deutet in die Richtung des Erzes.
"Wir haben Pilze. Wir gehen!"
"Sir, ich hab Wachs da, wenn man sich vielleicht die Atemwege damit blockiert und die Luft anhält, könnte man es schaffen."

Megann erntete daraufhin mehrere Blicke.
"Wie lange könnt ihr die Luft anhalten?"
"Lange" antwortete sie trocken.

Von der anderen Seite der Höhle konnte man Stimmen hallen hören.
"Hooooo! Nicht weiter gehen!" ruf einer der Wachleute zum Trupp des Zwergen rüber.
"Habt ihr Pilze?"
"Ja! Ihr?"
"Nein!" hallte es wieder zu ihnen.

"Alles klar da drinnen?" echote es zu ihnen in die Höhle von draussen.
"Wir kommen zurück!"
"Hier ist wieder alles gut. Sind alle toooot" schallte es herein.

"Abmarsch!" befahl der Truppenführer und blickte alle an.
Der Legat und Megann wechselten Blicke und er reichte ihr seinen Pilzsammelsack.
"Nehmen wir es auf unsere Kappe?" fragte er sie leise. Megann lächelte leicht und nickte.

"Wir gehen!" kam es erneut von oben.
Der Kommandant hatte aber anscheinend Lunte gerochen und war kam langsam auf sie zu.
"Was?"
"Sir, ich bin mir sicher, dass das die richtigen Pilze sind. Sie schimmerten und wie der Legate vorher gesagt hat, richtig schimmern tun die anderen nicht."

Der Kommandant schnaufte und nickte schließlich.
Megann stopfte sich den Spezialwachs in die Nasenlöcher und auch in die Ohren, dann holte sie tief Luft und lief los.

Das Blut rauschte und hämmerte in ihrem Kopf, langsam kristallisierten sich die Schemen der Pilze aus der Dunkelheit hervor und Erz funkelte im schwachen Lichtschein.
"Das müssen sie sein" raste es ihr durch den Kopf, sie zückte ihr Gürtelmesser und schnitt die Pilze ab, stopfte sie in die Tasche.

Das Rauschen im Kopf wurde stärker und ein untrügliches Zeichen, dass sie sich beeilen musste. Der letzte Pilz verschwand im Beutelchen des Legaten. Megann machte auf den Lederstiefeln kehrt und eilte den Weg zurück, immer die Fackel im Auge behaltend schaffte sie den Aufstieg, reichte dem Pater den Beutel und sank dann luftschnappend auf die Knie.

Hände tätschelten ihre Schulter und das Gesicht des Legaten kam in ihr Blickfeld.
Stumme Mundbewegung während sie sich das Wachs auf der Nase und den Ohren pulte "... emacht!" sagte er und tätschelte erneut ihre Schulter.

Megann nickte und rappelte sich wieder auf. Gemeinsam machten sie sich auf den Rückweg. Kurz darauf wurde es immer heller und dann sahen sie den Ausgang der Höhle. Die Truppe der Scharlachroten hatte gewartet und wie es aussah gegen Orcs gekämpft.

Es hatte ein paar Verletzte gegeben und auch im Trupp der anderen gab es Verletzte zu beklagen. Ein Steinschlag muss die Truppe erwischt haben. Somit machten sie sich langsam aber zielsicher auf den Rückweg zu den Pferden.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:05

Verfasst am: 30. Aug 2012
Megann hat geschrieben:Der Rückweg von Seenhain nach Sturmwind wurde zum größten Teil im Gallopp bestritten. Erst kurz vor den Statmauern wurden die Pferde zum Trab und dann zum Schritt gedrosselt.

In der Stadt grüßte sie die gedämpfte Stimmung die seit dem Ausbruch der Seuche herrschte. Die Leute trugen alle Gesichtsmasken und das öffentliche Leben litt sehr darunter.

An der Kathedrale angekommen trennten sich die Gruppen soweit. Megann stieg ebenfalls vom Pferd und wartete auf den Pilzträger. Dieser stand selbstvergessen da und blickte in den Beutel. Es schimmerte leicht daraus hervor und er lächelte leicht, die Augen ein wenig weiter geöffnet.

"Pilze in die Räume des Ordens!" kam der Befehl von Kommandantin Shukov.
Der Pater schien die Worte nicht gehört zu haben und so trat Megann näher an ihn ran und sprach laut, "Legat. Pilze. Keller!"
Er schaute wie aus Gedanken gerissen auf und nickte. "Ach ... so... ja ja ... sicher" sagte er mit einem Lächeln, raffte seine Reittunika und schritt weit aus.

Megann folgte ihm in die Räume der Faust. Dort herrschte rege Betriebssamkeit. Kommandantin Shukov deutet auf einen Tisch an dem eine Verletzte saß, "Pilze einfach hier hin" brummte sie und ging dann eine Treppe hinunter.

Der Legat nickte und legte die Pilze ab.
"Schuldigkeit getan", dachte sich Megann und blickte auf zwei Skelettschädel, die offensichtlich von Orcs abstammten.

Ihr Blick glitt umher und sie gewahrte eine Eiseren Jungfrau und andere Gegenständen, die sie innerlich notierte.
"Können wir helfen?" fragten sie die Verwundete, die brummte jedoch nur, dass sie alleine klar käme und so wandten sie sich an den anderen Tisch.

Dort saßen mittlerweile auch Verwundete und Megann half dem Legaten noch eine Verletzte der Heiligen Inquistion zu verarzten, bevor sie sich dann verabschiedete und in ihr Ausweichquartier ging.

Müde verzichtete sie aufs ausziehen, ließ nur die Waffen zu Boden fallen und klappte dann senkrecht aufs Bett. Sie hatte kaum die Matratze berührt, da schlief sie schon tief und fest.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:06

Verfasst am: 31. Aug 2012
Megann hat geschrieben:"Wer kann schon ahnen, dass ER in Goldhain ist", dachte sich Megann als sie ihre Kammer wieder bezog.

Vor zwei Tagen war sie aus der Stadt geritten, um in Goldhain etwas trinken zu gehen. Sie war natürlich immer noch als Hauptmann unterwegs gewesen als sie das Gasthaus betrat.

Gerade hatte sie sich ein Bier bestellt, da fiel ihr ein Mann auf, der ihr sehr bekannt vor kam.

"Heilige Scheiße!", hatte sie sich noch gedacht und dann hatte er seinen Kopf gedreht. Es war er.

Natürlich hatte er sie ebenfalls bemerkt und einen Kommentar abgelassen, der ihr nicht anderes übrig ließ als sich mit ihm zu unterhalten.

Dann hatten sie gespielt. Nicht nur mit den Würfeln sondern auch mit Worten. Er flirtete mit ihr. Mit ihr, einer offensichtlich Fremden. Irgendwie hatte sie das angestachelt. Sie hatte wissen wollen, wie weit er gehen würde. Ihr Fehler!

Megann schloß die Schranktür mit einem Rumms.

Und jetzt? Jetzt könnte es sein, dass er wusste, das sie sich als Hauptmann getarnt hatte. Was machte sie dann mit ihm?

Megann lehnte sich mit dem Rücken an den Schrank und schloß die Augen.

Er hätte mit ihr ins Bett können. Hat es aber nicht getan. Aber er war ihr verdammt nahe gewesen. Hatte er sie erkannt?

Nicht das dies genug gewesen wäre. Nein, gestern war sie ihm wieder über den Weg gelaufen. Wieder in Goldhain. Sie hatte sich eingemietet für die Nacht, wollte am nächsten Tag abreisen und hatte die auch kundgetan, damit es Zeugen gab.

Sie hatte gehofft gehabt, dass er wieder in der Stadt weilte, doch wie sich herausstellte hatte er noch nichts vom Gegenmittel gehört gehabt. Pech für sie.

"Was nun?" fragte sie sich im Stillen und ließ mehrere Möglichkeiten vor ihrem Augen vorbei ziehen.

Ihn töten? Nein, das kam nicht in Frage. Megann schüttelte die mittlerweile wieder rabenschwarzen Haare.

Ihm die Wahrheit sagen?
Nein, das ging auch nicht. Konnte sie ihm trauen? So gut kannten sie ihn noch nicht.

Was blieb übrig?

Megann trommelt leicht mit den Fingern gegen das Holz des Schrankes und überlegte fieberhaft. Dann stoppte sie plötzlich und nickte. Ja, das dürfte gehen und wenn nicht ... dann musste sie neu überdenken.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:06

Verfasst am: 10. Sep 2012
Megann hat geschrieben:Der Wind rauschte und pfiff, die Gischt wurde hochgepeitscht und zart benetzte das Wasser das Gesicht der Person, die am Rand der Felsklippe stand und aufs Meer blickte.

"Megann! Geh da von der Klippe weg, Kind!" schallte es von hinten, doch die kleine schwarzhaarige Person drehte sich nicht um, sondern blickte weiter aufs Meer hinaus, über dem die Möwen kreisten und kreischten.

Der Wind zerrt an dem karierten Kleidchen, welches das Mädchen trug und die Haare wehten und flatterten um das Köpfchen des zehnjährigen Mädchens.

"Fall nicht runter!" flüsterte ihr Bruder ihr ins Ohr und legte dann seinen Arm um ihre Schulter. Meg grinste kurz zu ihrem älteren Bruder hoch und blickte dann wieder aufs Meer.

So standen sie lange da und blickten hinaus aufs Wasser.

Etliche Jahre später stand das Mädchen, welches nun zu einer schönen Frau herangewachsen war, wieder an einer Klippe und ließ sich den Wind durchs Haar wehen.

Früh am Morgen war sie aus der Stadt gegangen und hatte den Aufstieg begonnen, zu einem einsamen Plätzchen an den Klippen. Westfall war nicht mehr weit weg und hier war sie sicherlich alleine. Sie hatte diese körperliche Betätigung benötigt gehabt. In ihr hatte der Zorn, die Enttäuschung und auch die Trauer gewütet. Nun, etliche Stunden später fühlte sie sich ein wenig befreiter.

Ihre Augen waren ein wenig gerötet, denn sie hatte geweint. Seit langer Zeit hatte sie geweint. Stunden über Stunden waren vergangen und jetzt brannten ihr die Augen und fühlten sich an wie wund.

Megann trat von der Klippe zurück und ging zu der Decke, die auf dem Boden lag. Dort nahm sie Platz, wühlte in ihrem Rucksack, zog ein Stück Brot und Käse heraus, brach was davon ab und warf der Krähe etwas zu ihrem Stein herüber.

Sie war sich fast sicher, dass es wieder diesselbe Krähe war, die sie schon einmal am Teich von Sturmwind getroffen hatte. Sie war auf halbem Weg den Berg hinauf gewesen, als der Schatten des großen Vogels auf sie fiel. Er kreiste über ihr und schien ihr klettern zu beobachten, als wolle er sicher gehen, dass sie sicher hinauf kam.

Seit dem Augenblick war der Vogel nicht mehr von ihrer Seite gewichen. Auch als sie geweint hatte, war er nicht weggeflogen sondern ein wenig näher gehopst und hatte sie einmal sogar kurz mit dem Kopf angestupst.

Meg brach sich selber was Brot ab und biss in die Käse.
"Weift du wiefo if" ... sie schluckte ... "weinte?" fragte sie den Vogel, ohnen natürlich auf eine Antwort zu hoffen.

Der Vogel zupfte an seinem Brot rum und blickte nur immer wieder zu ihr, wie Vögel das eben so tun.

"Wie solltest du auch!"
"Ein Freund von mir wurde verbrannt ... ach was sag ich ..." sie schnaufte bitter ... "ich dachte er wäre ein Freund".

"Das er mich so täuschen konnte! MICH!" sie schnauft erneut laut auf.
"Dieser ... dieser ... Heuchler!"

Megann wedelt mit dem Käsestück in der Luft rum und schaut den Vogel an, der Vogel blickt von ihr zum Käse und wieder zurück.

"Ja, ein elender Heuchler war er. Priester hat er gesagt und dann so getan, als würde er mich mögen. Meine Güte er hat sogar angedeutet, dass er mich begehrenswert findet und ... dann ... " sie schnauft erneut ..."hab ich ihm sogar mal erlaubt mich zu küssen!"

Der Vogel legt den Kopf schief und schaut sie eindringlich an.

"Jaa ...hast du richtig verstanden. Dieser ... dieser. Ich sags dir, hätten die ihn nicht verbrannt, hätte ich ihm eigenhändig die Kehle durchgeschnitten!"

Megann beißt wütend vom Käse ab und starrt eine Weile kauend vor sich hin.

"Dabei war er ein Diener des Schattens ... weißt du" sagt sie nun ein wenig leiser und seufzt neuerlich. "Ich ... wie konnte er mich so täuschen? Mich? Ich meine, ich hab ein gutes Auge für so was, wirklich!"

Ein Brocken Brot fliegt erneut zum Vogel hin und er beginnt ein wenig daran rum zu zupfen, ohne sie jedoch wirklich aus den Augen zu lassen.

"Und dann ... dann ist er auch noch weg! Einfach abgereist, weg ... puff." Megann wedelt mit der Hand in der Luft rum.

"Naja, gut, er musste wohl geschäftlich verreisen. Das hat er mir gesagt in unserer letzten Nacht ... und dann war er weg. Weg und seither hab ich kein Wörtchen mehr von ihm gehört, gelesen oder sonst was! Männer!"

Rabenschwarze Haare werden über die Schulter geworfen und ein Stück Käse findet den Weg in den Mund. Stumm kaut Megann vor sich hin, der Vogel beobachtet jede ihrer Bewegungen und scheint ihr genau zu lauschen.

"Weißt du ..." sie blickt ihn ebenfalls an, "er fehlt mir ... er fehlt mir sehr. Ich ... ich hab ihn in mein Herz gelassen, mein Hübscher und das ...obwohl" Megann stockt und schaut erneut aufs Meer.

Die Krähe hüpft ein wenig näher und erregt so Meganns Aufmerksamkeit.

"Du bist so ein hübscher Vogel" sagt sie sanft und lächelt zum ersten Mal an diesem Tag.

"Seit ich von Lesther nichts mehr gehört habe ... hab ich keinen Mann in mein Herz gelassen. Einmal war ich kurz davor mich in diesen Baron zu verlieben ... " der Vogel krächzt kurz und trippelt auf der Stelle, was Meg zum Lächeln bewegt, "aber dann musste ich aus der Stadt und hab ewig nichts von ihm gehört. Naja und dann hab ich ihn kennen gelernt ... " sie seufzt leise und schmunzelt dann und streicht sich durchs Haar.

"Ich bin schon so eine, hm? Bei meinem Leben einen festen, soliden Partner sich wünschen ... Irrsinn, nicht? Und dann denke ich wieder an Lesther und weiß, dass es doch geht und vielleicht ... ja vielleicht werd ich ja doch noch solide." Megann schnippt dem Vogel noch ein Stück Brot hin und schnürrt dann den Rucksack wieder zu.

"Zeit für den Abstieg und du pass schön auf dich auf, mein Hübscher" sagte sie sanft zur Krähe, während sie sich langsam erhebt.

Als hätte der Vogel sie verstanden, krächzt er noch einmal und hebt dann ebenfalls ab. Obwohl Megann den Abstieg konzentriert vornimmt, sieht sie immer mal noch den Vogel am Himmel kreisen. Erst als sie wieder auf flachem Boden steht und über das Grün der Wiese gen Stadt schlendert, erst dann verschwindet die Krähe aus ihrem Blickfeld.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:07

Verfasst am: 11. Sep 2012
Megann hat geschrieben:"Und ich sag dir, er hat dich sitzen gelassen" sagte Liz und stellte einen dampfenden Becher mit Kräutermilch vor Megann ab.

Meg putzte sich die Nase lautstark und hustete dann leise.
"Ja, da kannst du sagen was du willst. Dieser ... Hallodri hat dich sitzen gelassen. Einfach geschäftlich verreisen ...Pah! Und das wo er doch anscheinend nie aus der Stadt rausgekommen ist."

Liz, Megann's beste und einzige Freundin, ging zurück an den Herd und rührte die Suppe erneut um, die leise vor sich hinblubberte.

"Er musste eben weg", krächzte Megann ein wenig heiser und putzte sich erneut die Nase.
"Ah!" kam nur die Antwort vom Herd herüber und Megann vezichtete weiter zu sprechen. Sie hatte schon genug gesprochen und ihr Hals kratzte und tat ihr weh.

"So gehst du sicher nicht auf den Ball heute und zurück in deine Kammer lass ich dich auch nicht, du wirst heute schön bei uns schlafen!" kam er erneut befehlend von Liz und es gluckste leise hinter Liz' Rücken.

Megann blickte zu dem Baby, welches in seiner Trageschlaufe auf Liz Rücken gebunden war und konnten sich fast einbilden, dass das Mädchen es äußerst lustig fand.

"Hmpf" kam es nur von Meg als sie brav die Kräutermilch mit Honig trank.

"Keine Widerrede, junge Dame" murrte Liz, die selber nur ein oder zwei Jahre älter war als Megann, so genau wusste sie es jedoch nicht.

Megann hatte ihre Morgenpost bereits ausgeliefert, obwohl sie ständig am Husten und Niesen war und sich auch leicht fiebrig angefühlt hatte. Sie war schon lange nicht mehr erkältet gewesen. Wenn sie ehrlich war konnte sie sich gar nicht mehr daran erinnern, so lange war es schon her gewesen.

Damals war alles anders gewesen. Ihre Mutter hatte ihr sicherlich Hühnersuppe gekocht gehabt und es gab Tee mit Milch und Honig. Salzwasser wurde zum verdunsten ins Zimmerchen gestellt, damit die Atemwege benetzt wurden und dann gab es Zwiebelumschläge oder Schmalzwickel.

Ihre Gedanken kreisten um Gilneas, die Gerüche der Heimat und das Gefühl des Windes. Langsam fielen Megann die leicht fiebrig glänzenden Äuglein zu und ihr Kopf sackte auf die Brust, als sie von anderen Zeiten träumte.

Kurz darauf rief Liz ihren Mann herein, der die leichte Person zum Ehebett trug und sie darauf niederlegte.

Megann bekam von dem nichts mit und schlummerte tief und fest.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:08

Verfasst am: 12. Sep 2012,
Megann hat geschrieben:Megann verstaute den Brief, den sie mehrfach gelesen hatte, seit ihr ein großer Rabe diese merkwürdige Post überbracht hatte, in der Schatulle. Dann stellte sie das Holzkästchen zurück an den geheimen Platz.

Still war es in ihrer Kammer, nur von unten drangen die Geräusche der Altstadt nach oben. Heute ging es ihr schon viel besser als gestern. Sie hatte lange und viel geschlafen und am Abend hatte sie noch einmal geweint. Lange geweint. Liz hatte sie gehalten und an sich gedrückt, wie ihre Mutter es einst getan hatte. Die Tränen waren einfach geflossen und waren nur so aus ihr geströmt.

So lange hatte sie all den Kummer zurück gehalten gehabt. Den Verlust ihrer Familie, von denen sie bisher keine Spur gefunden hatte. Sie hatte in all den Jahren, nach dem Fall von Gilneas nur herausgefunden gehabt, dass ihr Bruder Jack ein Worgen geworden war und noch mehrfach gesehen wurde, nachdem die Elfen die Heilung gebracht hatten. Doch dann verlor sich seine Spur.

Von ihren Eltern und ihrem Verlobten hatte sie nie wieder etwas gehört. Tief in ihr konnte sie immer noch nicht glauben, dass gerade Lesther tot sein sollte. All die Jahre hatte sie sich gewehrt ihr Herz für einen anderen zu öffnen ... doch dann hatte sie ihn kennen und lieben gelernt.

Kurz bevor er so plötzlich abgereist war hatten sie sich gegenseitig die Liebe gestanden und es war befreiend gewesen. Sie hatte Glück und Hoffnung verspürt ... und dann ... dann war er fort.

Hatte er Angst bekommen? Was brachte ihn wirklich weg?
Was war der Grund?

Megann schüttelte das lange Männerhemd aus, faltete es und legte es wieder unter ihr Kopfkissen. Sie hatte es von ihm beim Würfeln gewonnen gehabt und seit er fort war schlief sie darin.

Er fehlte ihr so sehr.

Hatte Liz recht und er hatte sie sitzen gelassen?

Megann blickte zum Fenster hinaus und band sich die rabenschwarzen Haare zu einem Zopf zusammen. Eine Krähe hüpfte über das Nachbardach und sie dachte schmunzelnd an die Krähe, der sie immer wieder begegnete.

"Komisches Biest", dachte sie liebevoll und zog sich eine Bluse über ihr Leibchen, steckte sie in die Hose und zog sich dann die Weste an, die sie sorgsam zu knöpfte.

Megann wischte die Brotkrumen vom Tisch und streute sie auf die Dachziegel vor ihrem Fenster. Die Krähe hatte ihr Tun bemerkt und hüpfte aufgeregt zur Dachrinne. Megann schmunzelte erneut und schloß dann ihr Fenster.

Es wurde Zeit für die Mittagspost. Megann schob sich die Posttasche über die Schulter und rückte ihren Dolch richtig. "Ich brauch wirklich Verstärkung", dachte sie sich als sie die Stufen von ihrer Kammer runter ging. Kurz darauf trat sie auf die Pflaster der Altstadt und verfiel bald in den üblichen Schritt.

Die Mittagsschicht hatte begonnen.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:08

Verfasst am: 16. Sep 2012
Megann hat geschrieben:Es folgt: ein Rückblick


Der Wind rauschte in den Wipfeln der Bäume, träge surrten die Fliegen im goldenen Herbstlicht. Die Geräusche des Waldes füllten die Luft. Ab und an hörte man in der Ferne einen Specht ans Holz hämmern und einen anderen Waldvogel trillern. Leise klang der Laut eines Frauenlachens durch den Wald und ein paar Wildtiere hoben ihren Kopf und trabten dann eilig in eine andere Richtung.

"Du bist zu langsam", hörte man eine warme, männliche Stimme mit einem Unterton des Lachens in der Stimme.

"Du hast längere Beine!", schimpfte es lachend und keuchend hinter her.

Megann stand breitbeinig da, die Hände auf die Knie gestützt und schnaufte durch.

An einer Lerche lehnte, mit einem Schmunzeln im Gesicht, ein schwarzhaariger, gut aussehender und athletischer gebauter Mann, mit einem amüsierten Funkeln in den grünen Augen.

"Grins nicht so, Lesther!" murrte Megann jedoch durchaus amüsiert und richtete sich auf.

Der Mann hob beide Brauen und grinste noch ein wenig breiter. "Was willst du machen? Mich fangen?"
"Sicher! Glaub nicht, dass ich dich nicht bekommen würde."
Er lachte warm und trocken auf.
"Davon hab ich noch nichts gemerkt, Schleichfuchs!"
"Schleich ... Schleichfuchs? Ich geb dir gleich Schleichfuchs!"
Megann stemmte die Hände in die Hüfte und reckte ihr Kinn leicht.

"Ach, du kannst also doch schneller?" kam es von ihm und süffisant hob er eine Braue.
"Kommt auf den Preis drauf an!" antwortete sie und ihre dunkelblauen Augen funkelten.

"Ehre und Anerkennung sind dir wohl nicht genug, kleine Elster, hm?"
Megann band sich die langen, schwarzen Haare erneut zusammen und schüttelte danach den Kopf.
"Mag sein, aber ich hätte da einen anderen Preis im Auge", war ihre Antwort und ihre Augen musterten ihn langsam.

Lesther Kingsley, seines Zeichens leitender Ermittler bei der Sondereinheitstruppe des gilne'schen Königs blinzelte überrascht und lachte dann lauthals los.

"Du bist mir so ein Früchtchen, kleine Mauerechse", sagte er dann.

"Ein Früchtchen, dass du sicher zum fressen gern hast" konterte Meg und streckte ihm die Zunge raus.
Mit einer raschen Bewegung wollte Lesther nach ihr greifen, doch Megann wich geschickt aus und schlug einen Haken.

"Fang mich doch, Schnecke!" rief sie und rannte dann los.

"Du hast keine Chance!" rief er und begann die Verfolgungsjagd.

Anders als zuvor flog Megann nun über den Waldboden, sprang über die Baumstämme, ohne zu keuchen oder zu stolpern und vergrößerte so den Abstand zu ihrem Ausbilder. Das Lachen war ihr mittlerweile aus dem Gesicht gewichen und Konzentration zeigte sich nun in ihren Gesichtszügen.

"Nicht stolpern. Achte auf die Umgebung!" schoß es ihr durch den Kopf und sie versuchte so leise wie möglich sich zu bewegen. Sie hörte ihn kaum noch durch das Unterholz rennen und so nutzte Megann einen umgefallenen Baum, um sich dahinter zu kauern, durchzuatmen und sich nun auf leisen Sohlen durchs Holz zu schleichen.

"Rennen wühlt den Wald auf. Schleichen macht dich nahezu unsichtbar", hörte sie innerlich die Lektion, die er ihr vor 1,5 Jahre gelehrt hatte. Sie schob sich die langen Haare unter das braune Hemd, blickte sich erneut um, verharrte und lauschte.

Stille herrschte im Wald. Ausser den üblichen Geräuschen vernahm man nichts mehr.
"Verflixt!" dachte sie sich und ihr Herzschlag ging schneller.

Megann schlich weiter, schnell und lautlos huschte sie durch den Wald. Hinter sich hörte sie ein Knacken, sie drehte sich um und wurde von vorne am Kragen gepackt und gegen einen Baumstamm gedrückt.

Grüne Augen funkelten sie an und die zweite Hand hatte nach ihrem Arm gegriffen, damit sie ihn nicht schlagen konnte. "Hab dich", sagte er leise.
Ein Schauer lief Megann über den ganzen Körper und ihr Magen krampfte sich zusammen. Ihr Herz raste als sie ihm in die Augen blickte. Er war gut einen Kopf größer und so blickte sie zu ihm hoch. Lesther lächelte nicht, aber seine Augen strahlten warm.

"Nun zu meinem Preis", raunte er leise und neigte sich tiefer zu ihr herunter. Megann hatte das Gefühl als wolle ihr Brustkorb zerspringen. Ihr Herz pochte bis in den Hals hoch. Sie konnte ihm nur auf die Lippen starren, so lange sehnte sie sich schon nach ihnen.

Lesther strich ihr eine Haarsträhne hinters Ohr und neigte sie ihr noch näher entgegen, zögernd, fragend, studierend blickten seine grüne Augen in die ihren. Megann seufzte und schloß die Lider, sie konnte es innerlich nicht mehr aushalten, diese Anspannung, dieses Sehnen.

Lesther schmunzelte leicht und wirkte ein wenig erleichtert. Er hatte lange mit sich gerungen doch sein Herz schlug schon lange für seine "kleine Mauerechse". Langsam legte er seinen Daumen unter ihr Kinn, hob es ein wenig an und küsste sie zärtlich.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:09

Verfasst am: 19. Sep 2012
Megann hat geschrieben:Es herrschte eine eigentümliche Stimmung in der Stadt. Viel Getuschel, viel Lärm, viele Parolen und lange Schlangen vor den Ämtern. "Was ist mit meinen Verwandten in Theramore?", "Wo ist mein Junge?" ... solche und viele ähnliche Fragen hatte Megann heute schon sehr viel gehört auf ihren Runden durch die Gassen von Sturmwind.

Die Gerüchte kursierten bereits wild in den Gassen und je mehr die Menschen sich erzählten, desto abenteuerlicher wurden die Geschichten.
"Wie immer", dachte sich Megann und biss von der Pastete ab, die sie sich kurz vorher beim Pastetenverkäufer in der Altstadt gekauft hatte.

Jetzt saß sie am Kanal, ließ die Beine baumeln und beobachtete das Treiben auf der anderen Kanalseite. Fuhrwerke rollten und holperten über das Kopfsteinpflaster, ein Bettler humpelte auf Krücken vorbei und zwei Matronen gestikulierten wild aus ausladend miteinander, neben ihnen standen zwei Gören mit Affenschaukeln und Schleifchen in den Haaren.

Megann grinste leicht und biss erneut vom Steak & Pilz Pastetchen ab. Sie mochte es die Menschen zu beobachten. Gerade lief ein Magier durch die Gassen, die roten leicht wirren Haare, der forsche Gang und das schimmernde Grün seiner Robe machten ihn unverwechselbar. Mitunter ein anderes Merkmal des Mannes war es, dass ihm ein verzauberter Kürbis folgte und versuchte eilig wackelnd Schritt zu halten.

Megann biss erneut von der Pastete und folgte mit dem Blick dem Magus, bis er im Durchgang verschwand und auch nicht wieder auftauchte. "Ah, geht sicher ins Ordensbüro", dachte sie sich und ließ die Augen wieder schweifen.

"Taschendieb", dachte sich Meg als sie einen kleinen, wendigen Burschen beobachtete der sich durch die Menge schob. Kurz darauf hörte sie schwere Schritte und sah zwei Mitglieder der Stadtwache hinter dem Burschen her hetzen. Der junge Dieb war jedoch bereits über alle Berge.
"Keine Chance mit den Rüstungen", dachte sie erneut, schüttelt leicht mißbilligend den Kopf und leckte sich die Finger ab, nachdem der letzte Krümmel der Pastete in ihren Mund gewandert war.

"Hilft ja nichts. Solange sich keiner meldet für die Arbeit muss ich eben alles alleine tun", murmelte sie leise vor sich hin. Kurz darauf marschierte sie im üblichen Gang durch die Gassen, die große Posttasche klockte immer mal wieder gegen ihren Oberschenkel.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:09

Verfasst am: 24. Sep 2012
Megann hat geschrieben:Megann sitzt mit angewinkelten Beinen auf dem Fensterbrett und blickt auf die männliche Gestalt, die in ihrem Bett liegt und noch tief und fest schlummert. Unter ihr regt sich die Stadt und man hört die üblichen Morgengeräusche. Sie lächelt und ihre Augen wandern über seine Gestalt. Seine Haare waren zerwühlt und ein paar kleine Kratzer, die von ihren Fingernägeln stammten, waren auf seiner Schulter zu sehen. Das Bettlaken bedeckte ihn halb und gab ihr einen netten Blick auf sein Hinterteil. Ihr Lächeln wurde breiter als sie an die Nacht dachte, die sie miteinander verbracht hatten.

"Wieso musste ich mich gerade in ihn verlieben?" dachte Megann sich und blickte erneut in sein Gesicht. Sie mochte den Schwung seiner Lippen, die Form seines Kinn und "diese Oberarme", dachte sie und seufzte leise.

"Typisch, dass ich mich in einen ausgekochten Halunken verlieben muss. Wie Lesther schon meinte, wären wir beide nicht im Dienste des Königs, so wären wir wohl Verbrecher geworden. Er hatte ja so recht. Manches Mal juckt es mich ja schon in den Fingern", geht es ihr durch den Kopf und sie grinst erneut während sie sich eine Haarsträhne aus der Stirn streicht.

Träge räkelt sich der Mann im Bett und schlägt dann die Augen auf.
"Guten Morgen" grüßt sie ihn mit warmer Stimme. Sein Kopf dreht sich in ihre Richtung.
"Morgen" murmelt er und reibt sich über das Gesicht bevor er herzhaft gähnt.
Megann beobachtet ihn, als er sich streckt und räkelt und das Laken dekorativ verrutscht.

"Möchtest du nicht herkommen und genau das beglücken, was du so anstarrst?", kommt es ein wenig heiser von ihm. Ihr Blick richtet sich auf seine Augen und mit einem Lächeln gleitet sie vom Fensterbrett.
"Aber gerne doch", gurrt sie leise und kurz darauf versinken beide in einem innigen Kuss.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:10

Verfasst am: 9. Okt 2012
Megann hat geschrieben:Es war Nacht und in den Gassen von Sturmwind herrschte Stille. Zumindest in dem Teil, in dem wir uns befinden. Spärlich sind die Gassen beleuchtet und Schwärze regiert hinter den Fenstern.

Ein Schatten huscht über die Dächer, klein, zierlich, leise.

Bald schon würde sie ihr Ziel erreicht haben. Mit einem Sprung hob sie vom Dach ab und landete sanft auf der anderen Seite der Gasse. Megann freute sich innerlich. Endlich mal wieder etwas anderes als tagein und tagaus durch die Gassen zu gehen und Päckchen zu schleppen.

Megann blickte zur Kathedralenuhr in der Ferne, huschte dann hinter den Kamin des Hauses und wartete. 1, 2 ... Schritte hallten vom Pflaster zu ihr nach oben. Sie blickte um den Kamin herum und nickte. Zwei Wachen auf Patrouille, wie jeden Abend um diese Zeit. Leise hallte ihre Unterhaltung nach oben, wo sich Megann verstickt hielt.

"... wenn ich es dir doch sage, drei Brustwarzen hatte die" schallte es zu ihr, was ihr ein kurzes Augenbrauenzucken bescherte. Amüsiert lächelte sie hinter der Maske, die ihr Gesicht zur Gänze bedeckte und nur einen Schlitz für die Augen frei hielt.

1 ... 2 ... und sanft verhallten die Stiefelschritte der Wachen, als sie den Weg nahmen, der sie unweigerlich gen Kanalviertel führen würde. Megann schlich den First entlang und blickte über die Kante. In der Dunkelheit der schmalen Gasse konnte sie nur den üblichen Unrat erkennen: Kisten, Fässer und ein alter Stuhl fristeten ihr Dasein und boten den Streunern von Katzen oder Hunden einen kleinen Unterschlupf für die Nacht. Manches Mal fand sich auch ein Bettler an jenen Orten, doch Megann hatte Glück, heute hatte sich niemand diesen Platz ausgesucht.

Mit einer fließenden Bewegung ließ sich Megann über die Kante gleiten und klammerte sich mit den Fingern am Rand fest. Zwei Griffe nach links und sie ließ sich fallen. Sanft kam sie auf dem Balken zu stehen, der sich gut einen halben Meter unter ihr befunden hatte. Sie lauschte.

Monotones Schnarchen drang aus dem Fenster direkt rechts unterhalb des Balkens. Megann setzte sich auf den Balken und ließ sich rückwärts nach hinten kippen, so dass sie vor dem linken Fenster baumelte. Sie zog einen schmalen Draht aus dem Gürtel und schob den Draht zwischen Fensterrahmen und Holzverkleidung. Langsam hebelte sie den Verschluss auf der anderen Seite damit auf. Das Fenster schwang leicht nach innen als sie den Draht wieder hervorzog und ihn im Gürtelfach verstaute.

Megann spannte ihre Bauchmuskeln wieder an und zog sich wieder in sitzende Position zurück. Erneut lauschte sie. Doch immer noch die schnarchenden Geräusche von neben an. Die Gassen waren still und für sie ein Zeichen. Sie erhob sich, nur um kurz darauf am Balken zu hängen, das rechte Bein ausgestreckt, um den Fenstersims zu erreichen. Ohne Mühe gelang es ihr und kurz darauf, hätte ein Beobachter einen schwarzen Schatten in das Haus gleiten sehen können.

Sie befand sich im Ankleidezimmer des Hausherren. Das wusste sie, auch ohne den Geruch von getragenen Schuhen oder von Mottenkugeln einzuatmen. Hier in dem Raum war nichts von Interesse für sie und so schlich sie sich leise zur Türe hinaus.

Ihr Weg führte sie zur Treppe. Erste Stufe, Zweite, Dritte übergehen, da sie knarzt, Vierte außen und weiter huschte sie bis sie sich in der Bibliothek befand. Dort standen sie, die Schätze. Jene Schätze, die der Hausbesitzer aus der Schloßbibliothek entwendet hatte unter dem Hinweis, dass sie leider bei der Restaurierung nicht mehr zu retten gewesen waren.

Verborgen hinter Werken banaler Literatur wurden sie gehortet. Historische Werke, Erstauflagen und seltener Sammlerstücke. Auf dem Schwarzmarkt wären sie ein Vermögen wert.

Megann nahm den Sack vom Rücken und begann die Bücher sorgsam erst in Linen zu schlagen und dann einzustecken. Immer wieder lauschte sie ob ein Laut zu hören war, doch ließ sie sich dabei nicht bei ihrer geflissentlichen Arbeit stören. Fünf Bücher hatte sie ausgewählt. Fünf von gut zwanzig Werken, die widerrechtlich entwendet worden waren. Gar zärtlich strich sie über den letzten Einband, bevor sie auch jenes Buch sorgsam verstaute.

Nachdem alle Bücher verstaut waren und sich im Sack auf ihrem Rücken befanden, ordnete Megann wieder alles so, wie es zuvor gewesen war. Leise machte sie sich auf den Weg zurück über die Treppe. Dieses Mal musste sie noch vorsichtiger sein, da die Ware nicht beschädigt werden durfte und sie dadurch auch schwer war als zu vor.

Unbemerkt gelang es ihr jedoch nach oben zu gelangen. Megann schob sich wieder ins Ankleidezimmer hinein, während im Raum neben an, das Schnarchen zu einem Grunzen und Gackern mutiert war.

Ohne einen Laut zu verursachen öffnete Megann das Fenster.

Ein Stöhnen, welches definitiv nicht von neben an kam, sondern aus der Gasse unter ihr, ließ sie innehalten.

"Braunkack!" dachte sie sich und lugte kurz raus. Unter ihr vergnügte sich ein Mann mit einer Dirne. Die Frau blickte eher gelangweilt gen Gassenausgang, während der schon etwas beleibtere Mann keuchte und röchelte als wäre das bald sein Ende.

"Immerhin gehts nicht mehr lange", kam es ihr durch den Sinn als die Dirne begann Freude vorzutäuschen und lustlos ein wenig mit iekste. Megann nutzte die Zeit die ihr blieb und öffnete die dritt unterste Schublade der Kommode. Sie griff nach ganz hinten und fühlte zwischen die Socken. Ein Lächeln stahl sich in ihre Augen als sie einen prall gefüllten Beutel herauszog.

Sie wiegte ihn kurz in der Hand und steckte ihn dann ein.
Vorsichtig schob sie die Schublade wieder zu.

"Hab dich gut zufriedengestellt, was?" kam es von unten leise herauf gehallt.
"Sicher, Schätzchen" gurrte die Dirne und Megann hörte Münzen klappern.

Endlich waren die Störenfriede verschwunden und sie konnte sich aus dem Fenster schwingen. Sie lehnte sich leicht nach außen und zog das Fenster so nah ran wie möglich. Gleich darauf baumele Megann an dem Balken, zog sich daran hoch und verschnaufte kurz. Sie schob den Sack vom Rücken und platzierte ihn eng an die Mauer gelehnt. Einen Augenblick später baumelte sie wieder rückwärt runterhängend vor dem Fenster und schloß das Fenster mit dem Draht.

Megann's Bauchmuskeln brannten leicht durch diese Übung und so war sie froh. bald drauf wieder über die Dächer zu huschen. Ihre Beute sicher auf dem Rücken sprang sie von First zu First.

Ungefähr eine Stunde später glitt sie leise in ihr Zimmer und streckte sich. Ein zufriedenes Lächeln lag auf ihrem Gesicht als sie einschlief. Wenn alles glatt ging, dann würde in ein paar Stunde der Bibliothekar der Kirche des Lichts die wertvollen Werke auf seinem Schreibtisch vorfinden mit der Notiz, dass sich weitere gestohlen Werke beim alten Bibliothekar der Schloßbibliothek befanden. Genaue Betitelung der Werke und den Ort der Lagerung eingeschlossen.

Der Legat der Kirche würde am Morgen eine beträchliche Summe als Spende für die Waisen und Witwen der Stadt von einem unbekannten Gönner erhalten.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:12

Verfasst am: 3. Nov 2012
Megann hat geschrieben:Megann schmunzelte noch immer vor sich hin und dachte an die wachen Augen des Mannes, dem sie vor einigen Minuten zwei Kupferschilling geschenkt hatte.

"Miss DERRINGTOOOOOOON", brüllte es hinter ihr. "MISS DEEEEEERRINGTOOOOOOOOON!"

Megann blieb stehen, seufzte leise und drehte sich um. Cedric, ihr schlacksiger, junger Gehilfe hüpfte durch die Menge, so dass seine Wolltunika gefährlich an einem Karren vorbeischrammte und sein rotes Haar wild im Wind wehte.

Keuchend und schlitternd kam er vor seiner Chefin zu stehen. Sein Blick fiel auf die gut gepflegten schwarzen Lederstiefel seiner Chefin und seine blauen Augen hefteten sich auf das leichte Tippen ihres linken Fußes, als er so die Hände auf die Knie gestützt und laut keuchend versuchte zu Atem zu kommen.

"Was des bärtigen Ahnenwillens ist in dich gefahren Cedric? Hat dir einer ne Hummel in den Hintern gesteckt?", fragte sie. Die Menschen, die noch geschaut hatten, waren jetzt fast alle weiter gegangen. Ein paar junge Mädchen kicherten leicht und starrten auf Cedrics Hintern. Megann unterdrückte ein weiteres Seufzen und hob Cedrics Kinn an.

Der Junge grinste und richtete sich dann auf. Mittlerweile war er gut einen Kopf größer als Megann, was ja auch kein Kunststück war, doch er war stolz darauf, seiner zierlichen Chefin Größen mäßig überlegen zu sein.

"Ein Eilschreiben für Euch!" sagte er dann und straffte sich, das Schreiben nach vorne gestreckt.

Megann hob eine Braue und griff nach dem Schreiben. Ihr blick fiel auf das Siegel. "Gut, Cedric. Danke" sagte sie ruhig, steckte das Schreiben ein und nickte dem Jungen zu.

"W...wollt ihr es nicht öffnen?" fragte er und seine Augen wanderten zu der Weste, in die Megann das Schreiben geschoben hatte.
Er blinzelte als er sich bewußt wurde, wo er noch drauf starrte und errötete bis unter die Haarspitzen.

"Geh jetzt wieder zurück ins Büro, Cedric" sagte Megann und tätschelte dem Jungen auf die Schulter. Sie bemerkte gar nicht, wie er noch ein Stück roter wurde und dann nickte.

Cedric schaute seiner Chefin noch kurz hinterher, als sie durch das Tor der Altstadt ging, um dann kurz darauf im Gewühl der Masse unter zu gehen.

Er drehte sich um und stand einer Männerbrust gegenüber. Sein Blick hob sich und Cedric blickte in grüne Augen.
"Wer war denn das, Bursche?"
Cedric's Blick wurde leicht kritisch und er hob das Kinn stolz.

"Miss Derrington von Derringtons Post Express, der beste Botenservice der Königreiche", verkündete er stolz und er versuchte seine Hühnerbrust ein wenig anschwellen zu lassen.

Der Mann lächelte leicht und drückte dem Burschen zwei Kupferschilling in die Hand. "Danke", brummte er und ging dann weiter.

Cedric schüttelte den Kopf und steckte sich die Münzen ein.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:13

Verfasst am: 6. Nov 2012
Megann hat geschrieben:"Können wir nun endlich weiter?"

Megann blickt auf das junge Fräulein, welches ihren Vater am Ärmel der Tunika zupft. Ihr Vater, ein schlichter Mann in Bauerngewandung blickt zu dem jungen Ding und wuschelt ihr durchs Haar.

"Gleich geht es weiter, Rosalinde. Du siehst doch, dass ein Andrang am Haupttor herrscht."

Megann, die sich mit einem Fuß auf das Geländer der Brücke gestellt hatte, um ein wenig mehr zu sehen, konnte das innerlich nur bestätigen. Anscheinend hatte es einen kleinen Unfall mit einem Kohlwagen gegeben und vorne am Tor herrschte helle Aufregung und viel Gewusel.

"Hier Hannibal", sprach sie sanft zu dem grauen Widder den sie ihr Eigen nannte und hielt ihm den Rest des Apfels hin. Hannibal schnupperte kurz daran und vertilgte dann genüsslich den Apfel.

Langsam rückten sie weiter nach vorne und es dauerte noch gut eine Stunde, bis sie endlich das Stadttor von Sturmwind passiert hatten.

Megann führte Hannibal noch ein gutes Stückchen am Zügel und unterhielt sich mit der bärtigen Zwergin, die ihr vorher ein Rattensandwich angeboten hatte, nachdem sie bemerkt hatte, dass Hannibal Meg's Widder war. Megann hatte dankend abgelehnt und so waren sie ins Gespräch gekommen.

In Goldhain verabschiedete sich Megann von der Zwergin Brunhilde Starkarm und schwang sich auf Hannibal.

"Komm mein Schatz, hier lang."

Mit einem Schnalzen bog sie nach links und trottete gemütlich über den Waldweg.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:14

Verfasst am: 9. Nov 2012
Megann hat geschrieben:Megann hatte Dunkelhain hinter sich gelassen. Mit einem Lächeln auf den Lippen war sie noch vor dem Morgengrauen aufgebrochen. Leise hatte sie sich aus dem Gasthaus verabschiedet. Ihr nächtlicher Besucher lag noch selig schlummernd im Bett als sie Hannibal vom Stalljungen entgegen nahm und sich dann auf den Rücken ihres zotteligen Begleiters zog.

"Guten Morgen mein Schätzchen", sprach sie leise und neigte sich über seine Mähne, um jene zärtlich zu kraulen. Hannibal dankte es ihr mit einem Schnauben und zockelte gemütlich los.

Der Weg wand sich durch die Berge nach oben und Meg war dankbar als sie die Ortschaft hinter sich gelassen hatte. Stille empfang sie und Schatten zogen über den Fels.

Innerlich summte sie ein altes gilne'sches Volkslied während sie ihren Dolch schärfte und Hannibal vor sich hinzockeln lies. Ihre Pistolen waren geladen und sicher befestigt. Sie hatte sich kurz nach der Ortschaft ihre Waffen angelegt. Sicher war sicher ... der Weg, der vor ihr lag hatte schon manche Opfer gefordert.

Megann blickte kurz auf, als über sie ein Schatten zog und es heiser krächzte.
"Schau mal an", murmelte sie und schaute eine kurze Weile der Krähe zu, wie sie über der Schlucht kreiste und dann hinter einem Berggipfel verschwand.

"Nur eine normale Krähe ..." murmelte sie zu sich selbst und schüttelte leicht den Kopf, als ihr das Gesicht des Barons vor ihrem inneren Augen erschien.

Hannibal's Schnauben lenkte ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Weg. Vor ihnen überzog eine nicht gerade vertrauenserweckende Steinbrücke die Schlucht.
"Scheint als müssten wir da drüber", sprach sie ruhig zu Hannibal, schob ihren Dolch ins Futteral und stieg ab.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:16

Verfasst am: 12. Nov 2012
Megann hat geschrieben:In Sturmwind geht alles seinen geregelten Gang. Cedric Goodfellow, der 16 jährige Gehilfe von Megann blickt um sich und seufzt.

In einer Ecke stapeln sich die Päckchen und Pakete und in der anderen sind Briefe und Rollen fein säuberlich gestapelt.

"Scheiße ... wie soll ich das nur ausgeliefert bekommen?", seufzt er und fährt sich durch die Haare, die wie immer so liegen, wie es ihnen gerade passt.

Er war dazu über gegangen im Büro zu schlafen und bis spät in die Nacht zu arbeiten. Irgendwie hatte er sich das anders vorgestellt mit der Vertretung. Seufzend setzte er sich, zog seine Stiefel aus und machte sich daran ein Stück Leder über das Loch zu nageln, welches er sich gelaufen hatte.

Leise sang er vor sich hin während er Schuhnagel um Schuhnagel ins Leder trieb. Gleich konnte seine Tour beginnen und dieses Mal hatte er eine richtig gute Stadtkarte dabei, damit er auch wirklich alle Gassen finden konnte. Zwar kannte er sich schon ganz gut in der Stadt aus, doch gab es auch Ecken in der Stadt wo er noch nie gewesen war zuvor.

In den letzten Tagen hatte sich das allerdings geändert. Geändert hatte sich auch sein Gesicht. Zwart wuchs der Flaum an seinen Wangen und stolz hatte er sich in dem trüben Spiegel bewundert, den seine Mutter hatte. Dafür hatte er zwar einen Klaps auf den Hinterkopf bekommen von seiner Mutter aber dennoch hatte sie ihm am Abend sein Leibgericht: Bohnen mit Speck aufgetischt.

Cedric begutachtete sein Werk und prüfte, ob innen was von den Nägeln zu merken war. Zufrieden nickte er und zog sich die Schuhe über die nackten Füße. Erneut nickte er, als er den Unterschied merkte, griff sich dann die erste Postladung und steckte sie in die große Ledertasche mit dem geflügelten Löwen vorne drauf.

"Dann wollen wir mal". Voll bepackt, mit Tasche und drei Päckchen ging er aus dem Raum und schloß sorgfältig hinter sich die Türe ab. Der Morgen graute über Sturmwind als sich Cedric einer neuen Herausforderung stellte.

Etliche Meilen entfernte saß Megann am Lagerfeuer und aß das Frühstück, welches sie von dem Goblin erstanden hatte. Der Sumpf gab preis, dass es hier tödliche Gefahren gab, als eine Raubkatze in der Dunkelheit des Waldes knurrte und eine andere ihr antwortete. Unbeeindruckt löffelte Megann den Früchtebrei mit Körnern drinnen.

Genuß war etwas anderes, aber es war sättigend und darauf kam es an. Bisher war die Reise ganz gut verlaufen. Es gab ein kleines Gerangel mit einer riesenhaften Spinne, die wohl gedacht hatte, das jene kleine Person eine gute Mahlzeit abgeben würde. Meg's "Giftstachel" hatte sie jedoch eines anderen belehrt und so war es die Spinne, die wohl das Mahl einer anderen geworden war und nicht Megann und ihr Widder.

Die Krähe hatte sie nochmal gesehen. Doch war sie nie so nahe gekommen, dass sie hätte erkennen können, ob es vielleicht die Krähe war, die sie ab und an fütterte. Megann's Gedanken schweiften kurz zu Cedric ab und sie fragte sich erneut, ob der Bursche es schaffen würde, den Laden zu schmeißen.

"Wenn nicht, dann werd ich das früh genug wissen", dachte sie sich abschließend und schob den Gedanken an ihn weg.

"Seid ihr soweit?" kam es schnarrend von der Seite und Meg drehte den Kopf zu dem Goblin, den sie am Abend vorher getroffen hatte.
"Ja", antwortete sie, stellt die Schüssel vor den Wirt und erhob sich.

"Wir werden dann in 5 Minuten aufbrechen. Nicht früher und nicht später!" erklärte ihr der Händler und deutete auf die kleine Karawane mit Packtieren.
"Ich werde fertig sein", antwortete Megann und nickte dem grünen Winzling zu.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:17

Verfasst am: 17. Nov 2012,
Megann hat geschrieben:Megann hielt den Kopf des Orcs in der Hand, der sie kurz zuvor noch mit grunzenden, hohlen Worten abschlachten wollte, wie eine Hyjäne.
"Maul zu voll genommen, grüner Abschaum" sagte sie ruhig, lächelte und warf den Kopf zum Körper des Orcs auf den Boden, dann drehte sie sich um und blickte auf den anderen grünen Abschaum mit dem sie reiste.

"So, der Weg ist also ungefährlich?" sagte sie ruhig und wischte sich demonstrativ das Blut von der Klinge.

Der Händler mit dem sie reiste und der eine sichere und problemlose Reise versichert hatte hob die Hände leicht und legte ein "ich kann dir alles verkaufen Lächeln auf".
"Aber, aber, Miss. Wie hätten wir das ahnen können, wir sind nur harmlose Händler!"

Sie wußte, das er log, aber jetzt zu argumentieren wäre genauso sinnbefreit, wie einem Zwerg das Bierbrauen erklären zu wollen.
Somit schob Megann ihre Klinge wieder in die lederne Scheide und blickte den Goblin an.
"Ich hoffe, dass wir nicht noch mehr solche Überraschungen erleben werden. Und jetzt voran. Das Blut hier wird bald die Wildtiere anlocken und wer weiß was sonst noch."

Die Goblins nickten und packten ihren verletzten Kumpanen mit auf ein Packtier, bevor sie dann weiter ritten. Das Dickicht des Sumpfes hatte sie bald verschluckt und so leise wie möglich bahnten sie sich einen Weg entlang der Gebirgskette.

Megann seufzte innerlich ob ihrer Entscheidung sich diesem Trupp anzuschließen, doch als sie erfahren hatte, dass der andere Zugang Richtung Burg Nethergarde, derzeit durch einen massiven Erdrutsch versperrt war und es dort nur vor Orcs wimmelte, hatte sie diese Entscheidung getroffen.

Von der Küste fuhre ein Goblinschiff gen Tanaris ab und ihr wurde zugesichert, dass ein Zwischenstop kein Problem sei. Wie der Zufall es so wollte, hätte der Händler, den sie nun begleitete gute Kontakte zu dem Kapitän des Schiffes.

"Wollen wir es hoffen", dachte Megann und tätschelte sanft Hannibal.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:27

Verfasst am: 21. Nov 2012
Megann hat geschrieben:"Es ist mir verdammt noch eins egal, was der Händler Ihnen versprochen hat. Wir halten nicht in Surwich!" brummte ihr der Kapitän entgegen.

"Ist das Euer letztes Wort?" fragt Megann noch einigermaßen höflich und bereut es sogleich, dass sie ihm nicht einfach die Kehle aufschlitzen konnte, wie diesem widerlichen Orc von gestern.

Zwei Mal waren sie noch überfallen worden. Zwei Mal hatte sie den Händlern die Ärsche gerettet.

Der grünhäutige, verschlagen blickende Goblinkapitän lächelt sie mit einem Goldzahngrinsen an.

"Nun, vielleicht gäbe es da was ..." sagt er und ließ seinen schmierigen Blick über ihren Körper schweifen.

Megann schüttelt sich innerlich aber zeigte nach außen hin keine Regung.
"Und das wäre?" fragte sie trocken.

Der Kapitän schaute sie wieder an und vielleicht lag es am Funkeln in ihren Augen, dass er kurz einen Schritt zurück machte.
"Schwächling" notierte sich Megann im Geiste und behielt den Blick bei.

Leise brummelte der Goblin vor sich hin und spuckte dann über die Reling.
"Fein, fein. Ich werde an Surwich vorbeisegeln, wie ihr da hinkommt ist mir egal. Ich werde nicht dort ankern, habt ihr mich verstanden?"

Megann nickte und zeigte wieder keine Spur von Regung.
"Verstanden, Kapitän" sagte sie trocken und grinste innerlich.
"Gut, dann macht die Überfahrt 4 Goldstücke!" erwiderte der Halsabschneider von einem Kapitän und ließ erneut den Goldzahn blitzen.
"4 Goldstücke" antwortete Megann mit einem Nicken, drehte sich um und machte den Anschen nach ihren Münzen kramen zu wollen.

"Und das Zottelvieh bleibt hier!" brummte der Kapitän noch.
Megann hob den Kopf und schaute zu Hannibal der unten vor der Ladeplanke stand.
"Das ist mein Reittier", antwortete Megann und drehte sich erneut zum Kapitän um.
"Und wenn es Euer Bock wäre ..." setzte der Kapitän an und wurde durch eine Hand an seiner Gurgel am weiterreden gehindert.

Megann war sich durchaus der plötzlichen Stille an Deck bewußt und auch des Risikos, welches sie einging. Ein Hand hatte sie fest um den Griff der Klinge gelegt, welche sie dem Kapitän an den Kehlkopf hielt während ihr Blick eindringlich auf ihn fixiert war.

"Ihr dreckiger, kleiner Widerling. Verhaltet Euch weiter so mir gegenüber und ich werde Euch in kleinen Stücken auf der Meeresoberfläche für die Haie verteilen. Habt ihr mich verstanden?" sprach sie leise und sehr ruhig.

"Ihr würdet sterben" kiekste der Kapitän.

"Da wäre ich mir nicht so sicher" erwiderte sie beinahe sanft.

Der Grünton des Kapitäns wurde um einige Nuancen blasser und um sie herum begann wieder geschäftiges Treiben. Die Seeleute kannten Bluffer und sie wussten auch genau, wenn es ernst wurde.

Megann hatte sich gerade die Überfahrt versaut, doch wenn sie ehrlich war, wollte sie von Anfang an nicht wirklich mit einem Schiff fahren.

"Und da ihr der Kapitän seid und mit den Händlern unter einer Decke steckt, schuldet ihr mir für den Geleitschutz Eurer Händler ... und leugnet nicht, dass es nicht Eure Händler sind, ich hab Euch nämlich gesehen vorher ... einen Betrag von ... " Megann blickte kurz überlegend und lächelte dann "... 17 Goldstücken".

Der Kapitän öffnete seinen Mund kam jedoch nicht nicht zum reden, als Megann erneut ansetzte.

"Wenn ihr nicht zahlt. Die Orcs sind sicherlich sehr erfreut, ein Schiff zu versenken, welches die Mörder ihrer Kumpanen beherbergt. Schließlich wäre es ja gegen die Ehre", sprach sie zuckersüß.

"Damit kommt ihr nicht durch", knurrte der Goblin.
"Das wollen wir sehen. Gebt mir das Geld. Ich weiß, dass ihr einen prallen Beutel unter der Jacke habt", sagte sie mit einem leichten Kopfnicken.

"Dreckige Hure", war das letzte was der Kapitän äußerte bevor sein Kopf mit überraschendem Blick über das Deck rollte.

Megann drehte sich kampfbereit zur Mannschaft um.
Der Hut des Kapitäns wurde von einem Goblin mit schwarzen Haaren und einem Nasenring aufgehoben. Er setzte ihn sich auf, ruckte den Hut richtig und spuckte dann auf den Kopf.

"Füttert die Haie", kommandierte er und prompt wurde der Kopf von einem weiteren Goblin gepackt und weit über Bord geworfen. Zwei weitere Mannschaftsmitglieder hattenn derweil eine Spur von Blut hinter sich hergezogen, als sie den Körper des ehemaligen Kapitäns über Bord gezogen und über die Reling geworfen hatten.

Der neue Kapitän ging leicht auf Megann zu.
"Ihr habt uns einen großen Gefallen erwiesen. Ich bin, Kapitän Schwarzlocke und das ist mein Schiff", sprach der Goblin sie laut und deutlich an.

Die Mannschaft hinter dem Kapitän jubelte und Megann, die mit einem Kampf gerechnet hatte, hatte alle Mühe sich ihre Überraschung nicht ansehen zu lassen.

"Das Schwein hat mich beim Spiel abgezockt und ich bin mir sicher, dass es getürkt war. Wir wollten auf der Fahrt ... eh sowas machen. Aber nun gut" sagte er und rieb sich die Hände geschäftsmännisch.

"Für Eure Hilfe nehmen wir Euch und den Widder mit und ankern in Surwich. Ihr müsst auch nichts für die Überfahrt zahlen und somit sind wir quitt", fuhr er fort, spuckte sich in die Handinnenfläche und streckte sie aus.

Megann nickte, steckte ihre Waffen weg, spuckte sich in die Hand und schlug ein.
"Deal", sagte sie laut und deutlich.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:28

Verfasst am: 29. Nov 2012
Megann hat geschrieben:Noch nicht ganz ausgeschlafen, tappert Megann die Stufen im Gasthof herunter und schaut sich um.

Schmerzhaft erinnerte hier so vieles an zu Hause, dass es ihr einen Stich versetzte.

Sie haben gestern vor Surwich geankert und zwar genau so lange, wie Megann von Bord war und ein paar Waren die Besitzer gewechselt hatten. Meg hatte für Hannibal einen guten Platz im Stall des Gasthauses gefunden und sich dann selber eine Unterkunft besorgt.

Ihr Akzent hatte ihr ein großes Hallo beschert und es ging nicht lange, das saß der kleine Ort beisammen und trank mit Megann auf eine weitere Tochter aus Gilneas, die überlebt hatte.

Es war ausgelassen gewesen, doch Megann hatte während der Feier schon erfahren, dass ihr Information sie umsonst hier her geschickt hatte. Weder ihr Bruder, noch ein anderes Mitglied der Familie lebte hier oder ist gesehen worden.

Megann stricht sich durch das volle, rabenschwarze Haar und setzt sich an den Tisch.
"Porridge, Schätzchen?" kam es von hinter der Theke her und Megann drehte den Kopf und lächelte der Wirtsfrau zu.

"Gerne, Ma'am" antwortete sie und bekam kurz darauf eine verlockend duftende Schale mit Porridge vor sich hingestellt. Dazu gab es Tee und eine Apfel.

Erneut überkam sie ein Gefühl des Heimwehs. Wie sie ihr zu Hause vermisste.

Sie begann still das Porridge zu löffeln und schaute sich immer mal um. Die Kinder der Wirtin spielten draussen ein Spiel welches auch Megann als Kind gespielt hatte. Mit Mehl waren Kästchen auf den Boden gestreut und die Kinder sangen einen Reim und hüpften durch die Kästchen.

"Hast du auch Kinder?" fragte die Wirtin plötzlich hinter ihr. Megann, die so in ihren Gedanken versunken gewesen war, zuckte leicht zusammen.
"...Nein..." antwortete Megann und trank einen Schluck vom Tee.

Die Wirtin nickte und blickte auf die kleine Person runter.
"Wird schon noch, Schätzchen. Jetzt muss ich aber wieder in die Küche. Lass nur alles stehen, wenn du fertig bist."

Megann nickte und aß weiter.
"Kann ich Proviant kaufen?" rief sie nach einer Weile in die Küche.
Es rumpelte kurz, bevor die Wirtin um die Ecke schaute.

"Was willste denn mit Proviant? Das nächste Postschiff kommt erst in drei Tagen."
"Solange werde ich nicht hierbleiben. Ich reise heute noch ab", antwortete Meg und erhob sich.

"Abreisen?" Die Wirtin kam aus der Küche und wischte sich ihre mehligen Hände an der Schürze ab.
"Kindchen, du kannst nicht abreisen. Da draussen ist es gefährlich!"
Megann fasste nach oben zu ihren Haaren und band sie sich zu einem Pferdeschwanz weg, dann grinste sie die Wirtin an.

"Ich weiß."

Die Wirting schüttelte bekümmert den Kopf.
"Kindchen, Kindchen. Du willst wohl drauf gehen, was? Benebelt dir die Trauer das Hirn?"
"Weder noch. Ich hab nur eine Arbeit die auf mich wartet und ich kann ja nicht ewig rumreisen, nicht?"

Das schien die Wirtin durchaus zu verstehen und nickte dann nach einer Weile, gefolgt von einem Kopfschütteln.

"Wie de meinst, Kindchen. Ich mach dir Proviant fertig. Du kannst mal raus gehen zu Hugh, der große bärtige am Stall, der soll dir sagen, wie du von hier am besten weg kommst."

Megann nickte dankbar und wandte sich dann ab.

So sah sie nicht, wie die Wirtin kopfschüttelnd in die Küche zurück ging. Megann schloß leise die Türe hinter sich und schaute sich auf dem Hof um.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:28

Verfasst am: 5. Dez 2012
Megann hat geschrieben:Die letzten Tage war Megann meist in der Nacht gereist. Hanniball's Füße waren umwickelt worden mit einer festen Lage an Stoff und sie hatte ihn mit dem Drüsensekret einer Hyäne eingerieben, um Wildtiere von ihm fernzuhalten.

Etliche Male hatte sie befürchtet, dass sie entweder von dreckigen Ogern entdeckt werden würde, oder von Orcs. Einmal hatte sie ihre Waffen nutzen müssen. Der Orc, der fast in sie reingerannt wäre, hatte sich sicherlich einen anderen Ausgang gewünscht, doch so hatte er den Aasgeiern als Frass gedient.

Nun stand Megann zwischen hohen Felsen und blickte den schmalen Weg nach oben, der sie durch das Gebirge bringen sollte, konnte sie der Karte glauben, die sie von Hugh bekommen hatte. Hugh war ein fescher Gilneer und hatte offensichtliches Interesse an Megann bekundet. Sie grinste als sie an den großen, bärtigen Hugh denken musste, der ihr versucht hatte mit seinen schönen, braunen Augen den Kopf zu verdrehen.

Uninteressant war er keines Wegs gewesen. Sein Funkeln in den Augen hatten ein heißblütiges Wesen gezeigt und er wäre sicherlich eine Wucht zwischen den Laken gewesen. Doch es fehlte etwas und so hatte sie ihn leider enttäuschen müssen. Megann faltete die Karte zusammen, steckte sie weg und schaute sich nochmals um.

"Keine Zeit für Träumereien, Hannibal", sagte sie dann leise und tätschelte Hannibal's Hals. Der Widder wirkte immer noch leicht eingeschnappt, wegen der stinkenden Behandlung von vor ein paar Tagen. Erneut schmunzelte Megann und bückte sich da.
"Bleib still, ich nehm dir die Stoffe ab und dann mein Guter brauchen wir viel Glück und deine sichere Trittweise", murmelte sie sanft und im typischen Sing-Sang von Gilneas dem Widder zu.
Hannibal blieb ruhig stehen und blickte seine kleine Reiterin an.

Kurze Zeit später waren die Hufe frei von Stoffen und die Stoffe sorgfältig in einer Satteltasche verstaut.
Megann zog sich in den bequemen Sattel hoch und schaut erneut um sich. Es dämmerte bereits und mit einem leisen Schnalzen trieb sie Hannibal an.

Der Widder machte sich mühelos an den Aufstieg. Sollte die Karte stimmen, so würde sie der Weg direkt zum Pass führen.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:29

Verfasst am: 8. Dez 2012
Megann hat geschrieben:Müde lässt sich Megann in das Bett fallen. Immerhin hatte sie noch ein Bett bekommen. Sie hatte kurz überlegt gehabt den Weg nach Sturmwind durchzureiten. Doch sowohl Hannibal als auch sie waren beide erschöpft gewesen.

Der Weg durchs Gebirge und der anschließende Abstieg und Weg über den Pass waren anstrengend gewesen. Immerhin hatten sie es überlebt. Zwar waren sie einem hungrigen Oger nur knapp entkommen, doch lag sie jetzt lebend und müde in einem Bett.

Hannibal hatte sich gleich auf das Heu gestürzt und würde es sich sicherlich auch schon gemütlich gemacht haben. Megann kickte die Stiefel aus, legte ihr Gürtelmesser griffbereit und hing ihre anderen Waffen an den Bettpfosten.

Man wusste ja nie. Dunkelhain beherbergte manch windige Gestalt. Morgen würde sie wieder in Sturmwind sein. Hoffentlich gab es ihr Geschäft noch und hoffentlich hatte Cedric gute Arbeit geleistet. Sie war gespannt, ob Fayren da sein würde.

Lange war sie weg gewesen. Hatte er gewartet oder sich doch wen anderes ins Bett gezogen? Morgen würde sie es wissen.

Morgen, dachte sie noch und schlief mit einem Lächeln ein.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:29

Verfasst am: 3. Jan 2013
Megann hat geschrieben:Es war schon später am Morgen als Megann die Augen öffnete. Von der Straße her drang die übliche Kakophonie an Lauten nach oben. Ein auf und ab der Stimmen und Geräusche der Altstadt.
Megann streckte sich und gähnte laut. Sie hatte göttlich geschlafen. Nur kurz war sie am frühen Morgen wach geworden, als er sich aus ihrem Bett geschält hatte.

"Hmm?" hatte sie gebrummt und ihn mit schweren Lidern angeblickt.
Er hatte gelächelt, sich kurz übergewaschen und sie hatte ihm dabei zugesehen. Kurz hatte sie überlegt, ihn vom Waschen abzubringen und genau da wieder anzusetzen, wo sie irgendwann in der Nacht aufgehört hatten, doch dann war sie viel zu müde dafür.

"Schlaf weiter!" hatte er mit amüsierter Stimme gesagt und ihr noch einen Kuss auf die Stirn gedrückt.
"Mein Schlüssel ..."
"Hab ich schon!" hatte er geantwortet und war kaum zu Türe raus, da schlummerte Megann bereits wieder. Die schwarzen Haare breiteten sich zerwühlt auf dem Kissen aus und ein Fuß lugte unter der Decke hervor.

Erneute gähnte Megann und schlug dann die Decke zurück.
Sie grinste als sie das Seidentuch entdeckte, welches auf der Matratze lag. Mit einer geschmeidigen Bewegung stieg sie aus dem Bett und begann kurz darauf das Zimmer in Ordnung zu bringen.

Sie hatten es wirklich genossen endlich mal richtig Zeit miteinander zu haben. Waren die letzten Tage seit ihrer Ankunft doch eher geprägt gewesen von der Winterhauchgeschäftigkeit. Hatte man einen Post Express, so bedeutete dies gerade zu jener Zeit verdammt viel Arbeit. Zwar klingelte ihre Kasse sehr glücklich, doch schmerzten die Beine und Füße und man konnte sich fast nicht retten vor Arbeit. Cedric leistete hervorragende Arbeit und übernahm die Hälfte der Stadt. Die andere Hälfte viel ihr zu und dann noch die Auslieferungen nach Eisenschmiede, Elwynn und Rotkamm. Eine Woche war das so gegangen, dann hatte sie eine zusätzliche Kraft eingestellt. Der Mann von ihrer Freundin Liz hatte einen Vetter und jener erledigte nun die Auslieferungen außerhalb der Stadt.

Megann schüttelte die Bettdecke aus und legte beide Kopfkissen zum Auslüften auf die Fensterbank.

Heute hatte sie endlich mal ausschlafen können und das nur, weil Fay ihr angeboten hatte ihre Schicht zu laufen heute morgen und für die nächsten Morgen auch. Sie grinste und bückte sich, um einen ihrer Stiefel unter dem Bett hervorzuziehen.

Hinter ihr öffnete sich leise die Türe.
"Weib, ich werd noch gläubig, wenn ich dich so anblicke", kam es rauh von der Türe her und ein schwerer Gegenstand viel zu Boden.

Megann drehte den Kopf und lächelte zu ihm hoch.
"Geh pfleglich mit meiner Tasche um", sagte sie mit einem Grinsen im Gesicht.
Die Türe fiel ins Schloß.
"Scheiß auf die Tasche", antwortete er leicht heiser und im Nähertreten fiel der Gürtel zu Boden.

Einige Zeit später saßen sie am Tisch und genoßen das späte Frühstück.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:30

Verfasst am: 7. Jan 2013
Megann hat geschrieben:Die Stadt lag still unter ihr. So friedlich wirkte das Gewusel in den Gassen von hier oben. Megann blickte von der Anhöhe auf die Stadt hinunter und biss in einen Apfel.

Sie war bereits früh aufgestanden. Hatte ihn noch verabschiedet und war dann kurz ins Büro gegangen und hatte Cedric eine Nachricht hinterlassen, dass sie heute frei nehmen würde und vielleicht am Abend noch ein paar Auslieferungen durchführen würde.

Dann hatte sie sich auf dem Markt zwei Äpfel, eine Pastete und in ihren Rucksack gesteckt, der bereits gut gefüllt aussah. Sie hatte sich dann noch den Wasserbeutel am Brunnen aufgefüllt und war mit festen Schritten gen Nordhain gewandert.

Im Nordhain-Tal angekommen wandte sie sich nach links den Bergen zu und suchte sich die ideale Aufstiegsstelle. Es war am späten Vormittag, als sie endlich den Punkt erreicht hatte, der ihr vorgeschwebt war.

Sie hatte einen perfekten Überblick über die Stadt. Unter ihr sah sie Wachen über die Zinnen der Burg patroullieren als sie sich erst einmal den Apfel gönnte.

Stille und keine Menschenseele war hier oben. Sie war länger schon nicht mehr bergsteigen gewesen und heute hatte sie die notwendige Energie dafür verspürt. Ebenso für eine andere Tätigkeit, die sie schon ewig nicht mehr gemacht hatte.

Megann griff in ihren Rucksack und zog ein eigentümliches Gerät aus Holz hervor. Sie begann es aufzuklappen und stellte es dann vor sich. Ihr Blick fixierte die Zinnen und sie richtete das Gerät präzise aus. Ein Lächeln umspielte ihre sinnnlichen Lippen als sie die perfekte Ausrichtung gefunden hatte. Sie griff erneut in den Rucksack und holte den Rest heraus, den sie benötigen würde.

Sie füllte etwas Wasser von ihrem Schlauch in einen Becher. Statt daraus zu trinken tunkte sie einen Pinsel hinein und begann dann zu malen. So saß sie und malte, Strich für Strich und Stunde um Stunde verging. Nur mal unterbrochen, um die Pastete und den weiteren Apfel zu verspeisen und dann weiter zu malen.

Der letzte Pinselstrich saß und Megann beschaute sich ihr Werk.

Sie nickte, lehnte sich zurück und nahm einen Schluck aus ihrem Wasserschlauch.

"Das macht sich doch ganz gut in meinem Büro!" sagte sie zu sich selbst und lächelte zufrieden.

Gut eine Stunde später. Die Farben waren getrocknet und das Bild sorgfältig in Tücher gehüllt, machte sich Megann wieder an den Abstieg. Dieses Mal wählte sie die Route, die sie an den See hinter der Burg führen sollte.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:31

Verfasst am: 9. Jan 2013
Megann hat geschrieben:Die Turmuhr schlug 2 Uhr in der Nacht und der Nachtwächer lief durch die Gassen. "Es ist 2 Uhr und alles ist ruhig".

Megann verkniff sich ein Schmunzeln, als der Wächter unter ihr vorbei lief. Es war wirklich relativ ruhig gewesen. Sie hatte nur ein paar Pärchen gesehen, die sich im Schatten der Nacht vergnügten. Zwei Banditen, die einem betrunkenen Edelmann nachstellten und ihn sicherlich schon längst seiner Börse beraubt hatten und der Ringe und Ketten, die er wahrscheinlich trug. Wenn er klug war hatte er ihnen alles gegeben und somit sein Blut geschont.

Es war heute nicht ihre Aufgabe unvorsichtige Betrunkene zu eskortieren. Heute Nacht hatte sie eine andere Aufgabe zu erledigen.

Leise huschte Megann über die Dächer. Kein Ziegel wackelte und die Schritte waren so schnell vorüber, dass es wie Balkenknarren klingen würde.

Schnell war sie durch die Schatten ins Magierviertel gekommen und befand sich kurz vor ihrem Ziel. Das Haus eine Magiers, der sich wohl keine Freunde gemacht hatte in der Welt des Untergrunds. Megann mochte es nicht sich mit Magiern abzugeben, es bestand immer die Gefahr von Zeitverzerrungen, Zauberfallen oder irgendwelcher Monster, die den Magus beschützten.

Der Preis für die Zustellung dieses besonderen Päckchens war also ziemlich hoch gewesen. Aber solange der Auftraggeber zahlte, war ihr das egal.

Megann setzte sich an den Rand des Daches und blickte auf das Haus in dem der Magier wohnte. Ein Mann mittleren Alters mit leichtem Fettansatz am Bauch und einer beginnenden Glatze. Sie hatte ihm heute Morgen einen Brief zustellen wollen, der eigentlich für das Nachbarhaus bestimmt war. Alleine um ihn zu sehen. Sie mochte ihn nicht. Das lag wohl an seinen Augen die so gierig blickten, als er noch dachte er hätte einen jungen Burschen vor sich und seine Lippen, die an eine aufgeplatzte Nacktschnecke erinnerten.

Widerlich, das war das Wort, welches ihr in den Kopf schoß. Als sie wieder in das Büro der Derrington Post zurückkam, teilte sie Cedric sofort für eine neue Route ein. Sie wollte nicht, dass der Junge jemals nur in die Nähe dieses Lustknabernliebhabers kam.

"2 Uhr und eine halbe, und alles ist ruhig", kam es entfernt vom Nachtwächter und Meg lächelte. Darauf hatte sie gewartet. Ihr Auftraggeber hatte gewollt, dass das Päckchen zwischen 2 Uhr 30 und kurz vor 3 ausgeliefert wird. Wieso? Hatte sie nicht gefragt. Megann stellte keine zu vielen Fragen, wenn es nicht notwendig war. Also hangelte sie sich an der Dachkante entlang und liess dann über einem Balkenvorsprung los, so dass sie federnd auf dem Holz zum stehen kam.

Megann holte eine Schachtel hervor und öffnete sie. Ein leise surrendes Bällchen kam herausgeschwebt und leuchtete milchig. Sie hatte es von einem Magier erstanden und es stellte ein Magierdetekor dar. Diese Gerätchen hatte ihr schon manch böse Überraschung erspart. Das Bällchen surrte die Fenster ab und wurde leicht rosa, dann pink und dann blinkte es kurz, bevor es ganz ausging.

Mit Spannung beobachtete Megann, wie das Bällchen sich zu verflüchtigen schien und nun ein Waber gen Fenster glitt. Die Luft schien leicht zu erzittern, es knisterte und mit einem leisen Klack, ging das Fenster dann auf.

Megann steckte die Schachtel weg. Die Magie des Bällchens war aufgebraucht und es würde nicht mehr zurückkommen. Dafür jedoch hatte sie das Sicherheitssystem der Fenster ausgeschaltet und Megann konnte nun zumindest zum Fenster gelangen. Ein in bestest, leichtes und anschmiegendes Leder gehüllter Fuß tastete sich nach dem Fensterbrett und schmale, ebenfalls in schwarzes Leder gehüllte, Finger tasteten nach Ritzen im Mauerwerk. Meg schob sich langsam zum Fenster hin und bückte sich. Sie spähte hinein. Kein Laut, kein Tier, kein Mensch. Meg schob das Fenster ein Stückchen weiter auf. Sie lauschte. War das grad ein Knarren von Holzdielen gewesen?

Stille. Nur das Blut rauschte gleichmäßig in ihren Ohren. Irgendwo bellte ein Hund. Megann zog noch eine Schachtel hervor. Das war das Päckchen welches sie ausliefern sollte. Was darin war, wusste sie nicht. Irgendwie hatte sie kein gutes Gefühl. Es schien zu ruhig da drin und etwas hielt sie davon ab, ihr Bein ins Innere zu strecken, um das Päckchen irgendwo zu platzieren.

Megann blickte auf das Päckchen in ihren Händen und dann wieder nach Innen. Da, war das ein Schatten gewesen? "Scheiß drauf", dachte sie sich, schob das Fenster noch weiter auf, holte aus und warf das Päckchen in den Raum hinein.

Was dann geschah, geschah in einem Bruchteil von Sekunden. Die Schwärze des Raumes schien lebendig zu werden und wie ein Tier sprang es der Bewegung hinterher. Es umschloß das Päckchen und rot glühende Augen wandten sich dann dem Fenster zu.

"Scheiße", dachte Meg und vergeudete keine Zeit. Sie ließ sich rückwärts in die Gasse unter sich fallen. So sah sie nicht mehr, wie ein helles Licht aus dem Päckchen zu scheinen schien. Meg sah nur noch die Pflastersteine auf denen sie aufkam und nahm dann die Beine in die Hände. Sie rannte im Schutz der Schatten und blieb auch nicht stehen, als der Knall einer Explosion die Nacht erfüllte.

Meg schob sich zwischen zwei Häuser und drängte sich die schmale Lücke hindurch, bis sie in einer anderen Gasse ankam. Lichter gingen an und Menschen riefen. Schon hörte sie die charakteristischen Schritte von Wachen, die sich dem Geschehen näherten.

Sie wartete ab und huschte dann weiter. Meg hatte sich für den Weg durch die Trümmer der alten Kaserne entschieden. Ohne Probleme gelangte sie wieder zurück.

Erst als sie in normaler Kleidung und abgeschminkt auf der Straße stand erlaubte sie sich einen Blick gen Magierviertel. Es schien nicht zu brennen.

Sie hatte ihren Auftrag erledigt, das Päckchen abgeliefert und würde den Preis für die Auslieferung morgen entgegennehmen. Vielleicht würde sie noch einen Aufschlag verlangen. Das musste sie sich noch überlegen.

Langsam schlenderte sie zurück in ihre Behausung.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:31

Verfasst am: 30. März 2013
Megann hat geschrieben:Die Vögel zwitscherten im Palmendach über ihr und der sanfte Wind wehte eine leichte Brise über ihre Haut.

Megann lag dösig im Schatten einer Dattelpalme und lauschte dem Rauschen der Wellen, die an den Strand rollten.

Es fühlte sich herrlich an. Die Wärme, die Sonne, die männlichen Hände auf ihrer Haut die sanft ihren Rücken eincremten.
"Weißt du eigentlich, dass du einen bezaubernden Hintern hast?", raunte ihr die Männerstimme ins Ohr.

Meg schmunzelte, hob leicht ihren Kopf an und antwortete mit einem leichten Grinsen.
"Sicher weiß ich das ..."
Sein sonores Lachen schickte ihr erneut einen Schwall Schmetterlinge in den Bauch.

"Dreh dich um", raunte er ihn zu und klapste ihr auf den gebräunten Hintern.
"Ey, sei ein wenig zärtlicher zu mir", murrte sie spielerisch und rollte sich auf den Rücken.

Das Sonnenlicht blendete sie, so dass sie ihn nicht wirklich erkennen konnte. Doch sie benötigte keinen Schatten, um zu wissen wie er aussah.
Ihre Augen glitten zu seinen schlanken Händen, die zärtlich über ihren Bauch streichelten und Zentimeter für Zentimeter liebkosten.

"Wie sehr ich dich liebe ... ", hauchte er zärtlich.
Megann's Herz schlug schneller.
"Ich liebe dich", antwortete sie ihm und streckte eine Hand aus, um über seine Bauchmuskeln zu streicheln.

So sanft war seine Haut, so spürbar lebendig.
Seine Streicheleinheiten wurden intensiver und ihr Atem ging schneller.

Im gleißenden Licht der Sonne neigte er sich zu ihr herunter und lächelte ihr zu.
"Du bist mein Ein und Alles, Liebste. Mein Licht", murmelte er in ihr Ohr und knabberte sanft an der Stelle in ihrer Halsbeuge.

Megann stöhnte und wand sich leicht unter seinen Liebkosungen. Doch er dachte gar nicht daran aufzuhören.
Zärtlich und auffordernd küsste und streichelte er ihre Haut. Liebkoste jeden Zentimeter und flüsterte ihr zärtliche Namen zu.

Ihr Puls ging schneller und jede Faser ihres Seins kribbelte. Sanft umschlung sie ihn mit ihren schlanken Beinen und legte die Arme um ihn.
"Wie sehr ich dich liebe", raunte sie ihm zu und er lachte mit ihr, packte sie und drehte sie herum.

Der Boden gab unter ihr nach und unsanft schlug Megann auf dem Boden ihres Zimmers auf.

"Verfluchte Scheiße!" stöhnte sie und rieb sich mit aufgerissenen Augen die Schulter.

Die Zimmertüre wurde aufgerissen und Fayren steckte den Kopf ins Zimmer.
"Alles noch dran?" meinte er und erfasste die Situation mit einem Augenzwinkern.
"Hmpf", brummte Megann und rappelte sich vom Holzboden hoch. Das Bettlaken war noch immer um ihre Beine geschlungen und bedeckte nur notdürftig ihre von Natur aus leicht gebräunte Haut.

"Verlockend", raunte Fayren und lehnte sich an den Türrahmen.

Megann hatte überhaupt keinen Kopf und Sinn dafür und bruddelte recht unfeine Schimpfwörter vor sich hin, während sie versuchte, sich aus dem Gewirr des Lakens zu befreien.

Leise schloß Fay die Türe als er sich wohl wissend lieber wieder zurück zog und sie alleine ließ.

Endlich hatte sie es geschafft und pfefferte das Laken auf das Bett. Ihre Augen funkelten und mit einer wütenden Geste raufte sie ihr rabenschwarzes Haar.

Sie seufzte ergeben und schüttelte dann den Kopf.
Wieso nur träumte sie immer noch von Lesther? Und wieso war es immer so lebhaft und lebendig, als wäre er noch bei ihr. Wieso?

Megann drängte den Kummer fort, der sich ihres Herzen bemächtigen wollte und machte sich fertig, damit sie die Nachmittagsschicht übernehmen konnte.

Lesther war tot ... Er lebte nicht mehr, wie auch ihre Eltern und ihr Bruder.
Lesther war tot. Wie konnte es auch anders sein ...

Sicher war er tot ...

Nach all den Jahren ...

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:32

Verfasst am: 10. Apr 2013
Megann hat geschrieben:Der laue Frühlingswind pfiff durch die frühmorgendlichen Gassen Sturmwinds und Megann genoss es, zu so früher Stunde durch die Gassen zu gehen. Ihr Weg führte sie zum Marktplatz, wo sie einen Sack Äpfel, frisches Brot, Käse und ein gut in der Hand liegendes Messer kaufte. Das Messer hatte sie vor Wochen schon in Auftrag gegeben und sollte ein Geschenk werden.

Die Lederscheide war aus weichem, schwarzen Leder und würde dem Messer den perfekten Halt geben. Megann hatte sehr genau ausgewählt und sich das Messer auch einiges kosten lassen, es würde perfekt in der Hand des neuen Besitzers liegen.

Summend erstand sie noch ein paar gefüllte Teigtaschen, sowie eine Tonflasche mit Kürbissaft. Sie war ganz guter Laune, obwohl sie seit gestern Abend sehr am grübeln war.

Einerseits ging ihr der Kuss durch den Kopf, der so nicht geplant gewesen war, aber irgendwie unausweichlich irgendwann hatte kommen müssen. Diese Lippen und die Vorahnung, wie es sein müsste, den Kuss leidenschaftlicher zu vertiefen, das ging ihr nicht aus dem Sinn. Als würde sie genau diese Lippen kennen. Erneut schob Megann die Szene vor ihrem inneren Auge davon und dachte dann daran, was ihr Fayren noch erzählt hatte.

Sie war schon gespannt darauf, was er noch reden wollte. Jetzt schlummerte er noch tief und fest. Er hatte es noch nicht einmal mitbekommen, wie sie aufgestanden war, sich gewaschen und angezogen hatte und dann aus dem Zimmer geschlichen war.

Sicherlich würde er immer noch schlafen, wenn sie gleich wieder zurück wäre. Hätte Megann eine Küche, dann würde sie frische Eier und Speck braten und einen starken Kaffee aufsetzen. Der Duft würde ihn sicherlich mit jenem bezaubernden, verschlafenen Gesicht die Treppe hinunter bringen. Megann lächelte bei dem Gedanken vor sich hin und kaufte noch einen Strauß Wildblumen. Schließlich war es Frühling und ihre Kammer konnte mal ein wenig Aufhübschung vertragen.

Mit den Einkäufen im Flechtkorb ging Megann summend durch die Gassen der Altstadt zurück und nickte hier und da bekannten Gesichtern zu. Gut über ein Jahr war sie nun in der Stadt und die Leute kannten, die kleine und meist freundliche Botin vom Derrington Post-Express. Sie warf einem bettelenden, beinlosen Jüngling einen Apfel zu und zwinkerte. Der junge Mann zwinkerte zurück. Beide wussten sie, dass er sonst quicklebendige Beine hatte und rennen konnte wie eine Katze.

Megann hatte die Stadt liebgewonnen und es schien als hätte Sturmwind dies auch.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:32

Verfasst am: 28. Apr 2013
Megann hat geschrieben:Keine Auslieferungen. Kein Brief, keine Päckchen ... nichts. Megann räkelte sich zwischen den Laken und lächelte vor sich hin. Sie liebte diese Tage. Irgendwann als die ersten Vögel zu zwitschern begannen, waren sie endlich eingeschlafen. Traumlos, zumindest erinnerte sie sich an keinen, hatte sie die letzten Stunden verbracht.

Sie war erst von wenigen Minuten aufgewacht und hatte neben sich gähnende Leere vorgefunden. Sie grinste und streckte sich nochmals ausgiebigst.

Das Bett war eigentlich viel zu klein für zwei Personen. Jedoch hatte es den Vorteil, dass man die andere Person immer sehr nah bei sich hatte. Dies war jedoch auch ab und an ein Nachteil, gerade wenn es um das Strecken und Recken ging. So klein sie auch war, sie hatte es gerne, wenn sie genügend Bewegungsspielraum hatte.

Megann sprang aus dem Bett, rieß das Fenster weit auf, griff nach der Haarbürste, fuhr sich ein paar mal durch das voll, rabenschwarze Haar und band es sich dann zusammen, um sich gründlich zu waschen.

Das Wetter versprach einen herrlich angenehm, warmen Frühlingstag. Ideal für einen Tag im Freien. Vor ihrem Schrank stehend blickte sie grübelnd hinein.

Von unten drang ein Ruf nach oben.
"Meeeeeg?"
Die Gerufene grinste und trat ans Fenster, auf die Gasse zu blicken.
"Was gibts denn, Liz?" rief sie ihrer Freundin zu.

"Kommst du runter und gehst mit mir zum See?" fragte Liz und hielt einen Korb hoch.
Megann grinste und nickte.
"Bin gleich da!"

Liz lächelte nach oben und strich sich über den Rock des Kleides.

Meg schnappte sich ein Kleid aus dem Schrank und schlüpfte hinein, legte einen Gürtel um und schob sich das kleine Gürtelmesser in die dafür vorgesehene Stelle, dann schlüßfte sie in weiche Lederschuhe und zupfte sich das Kleid noch zurecht bevor sie das Fenster schloss und dann aus ihrem Zimmer eilte.

Kurz darauf kam sie nochmal ins Zimmer, nahm sich eine schmale Geldkatze, hängte sie sich an den Gürtel und zog die Türe wieder zu. Der Schlüssel wurde mehrfach herumgedreht und gut verstaut, bevor sie dann leichten Schrittes die Stufen nach unten huschte.

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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:33

Verfasst am: 6. Mai 2013
Megann hat geschrieben:Die Stadt war in Unruhe. Megann saß auf dem Mäuerchen in der Nähe ihres neuen Domizils, aß einen Apfel und lauschte den Gesprächsfetzen der Passanten.

"Wenn ichs dir sage, 50 Tote hat es schon gegeben..."
"Nein", antwortete die dickliche Frau, die zweifelsohne dem Adel angehörte und sicherlich bald einen guten Teil ihrer Geldbörse vermissen würde, schockiert. Mit Schmunzeln hatte Meg die rasche Bewegung des blonden Mannes registriert, der selbst von exquisiter Eleganz war und den Damen charmant zugelächelt hatte. Die pferdegesichtigere von beiden hatte verschämt hinter einem Fächer gekichert und Megann hatte nur den Kopf geschüttelt ob so viel Dummheit.

In den frühen Morgenstunden hatte Megann ihrem Gehilfen Cedric angewiesen einen Bogen um das Zwergenviertel zu machen. Sie selbst hatte sich in der Nacht das Vergnügen gegönnt mal ein wenig über die Dächer zu schlendern und etwas frische Luft und die ein oder andere Meldung aufzuschnappen.

Die Wachen am Schloß wurden verstärkt und es war sehr viel Präsenz in und um das Zwergenviertel. Die Post nach Eisenschmiede musste über den Luftweg erledigt werden und das trieb die Preise und den Unmut der Händler und Bürger nach oben.

Monster sollen in der Tiefenbahn sein, so hörte sie es munkeln.
Nun, in Sturmwind gab es genug Monster und viele davon liefen auf zwei Beinen. Meg biss erneut vom Apfel ab.

Sie war sich noch am eingewöhnen. Das Viertel war grün und eindeutig wohnten hier besser situierte Herrschaften. Wobei die Gassen und dunklen Ecken hier genauso viel Gesindel anlockten wie sonst in der Stadt, wenn man vom Kathedralenplatz absah.

Die Wachpräsenz durch die ansässigen Orden war hier am höchsten und das schlug sich auch auf die Mieten nieder. Wer dort seinen Laden hatte oder eine Wohnung, der hatte wahrlich ausgesorgt.

Freundlich nickte Meg einem Passanten zu, den sie von ihren Botengängen kannte. Der Mann lächelt freundlich zurück, lupfte seinen Hut und bekam kurz darauf von der Frau an seiner Seite einen giftigen Blick.

Meg's Mundwinkel hoben sich amüsiert. Ihre Gedanken wanderten zu dem Treffen mit Liz und ihrem Mann. Liz hatte darauf bestanden nun endlich den Mann kennen zu lernen, der ihr einen Verlobungsring an den Finger gesteckt hatte.

"Ey, Faulpelz, komm mal hoch" rief eine bekannte Stimme. Megann legte den Kopf in den Nacken und blickte an der Fassade des Fachwerkhauses nach oben.
"Was gibt es?"
"Frag nicht ... komm einfach", antwortete Fay mit einem funkeln in den Augen.

Megann hopste von der Mauer, strich sich über den Hintern und ging dann leise pfeifend zum Eingang.
Das Funkeln war vielversprechend gewesen ...

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Megann
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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:34

Verfasst am: 30. Mai 2013
Megann hat geschrieben:Megann starrt gebannt in den Schrank und dreht sich seufzend um.
"Ich hab nichts zum anziehen ...!"

Ihr Gegenüber grinst sie mit diesem typischen Grinsen an und deutet auf sie.
"Wegen mir kannst du so gehen ... aber dann hätte ich es umbenennen müssen ... und wenn ich es mir recht überlege, müsste ich dann wohl zu viel an die Zahnfee abdrücken ..."

Der Rest geht in Murmeln unter als er ein Stück Stoff ins Gesicht gepfeffert bekommt.

"Mach keine Späße! Dank deinen Ansprüchen muss ich jetzt zum Schneider gehen und mir was entsprechendes kaufen."

Mit einem Seufzen greift sie nach ihrer Börse als ihr Handgelenk von einer starken männlichen Hand umfangen wird.
"Bevor du das machst ... will ich eine nette Entschuldigung für den Knopf auf meinem Nasenrücken", raunt es ihr sanft ins Ohr.

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Megann
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Re: Megann Derrington - Botengänge und mehr

Beitrag von Megann » Sa 23. Feb 2019, 19:35

Verfasst am: 8. Jun 2013
Megann hat geschrieben:Im Büro war es warm und das obwohl das Fenster zum Innenhof offenstand, um ein wenig Luft rein zu lassen.

Megann hatte sich die Haare hochgebunden und ihre Weste hing hinter der Türe am Hacken.

Sie hörte Cedric durch die offene Türe im Lagerraum rumoren und vor sich hinstöhen. Es waren etliche Päckchen und Pakete zur Auslieferung heute. Megann hatte daher beschlossen den Zugkarren zu benutzen. Beziehungsweise würde Cedric den Zugkarren für die Verteilung anwenden und er bepackte ihn gerade unter Murren.

"Stell dich nicht so an, dafür bekommst du einen kleinen Zuschlag auf dein Gehalt", rief sie rüber und es war kurz Ruhe bevor sie ihn wieder leise was murmeln hörte.

Cedric war nun 17 Jahre alt und er hatte in den letzten Monaten einen ordentlichen Schub nach oben gemacht. Die paar Pickel die er noch hatte würden bald verschwinden und er wirklich zu einem sehr ansehnlichen Burschen geworden, der schon jetzt einige Frauenköpfe zum drehen brachte.

Jedoch schien ihm das nicht zu Kopfe zu steigen und er war äußerst zuverlässig. Megann schätzte dies sehr und sein Gehalt war, wie seine Aufgaben, in den letzten Monaten immer ein wenig angestiegen.

Schon länger war er nicht mehr nur ab und an beschäftigt und er nahm Megann viel von der Arbeit ab. Sie unterstrich den letzten Eintrag ins Geschäftsbuch und klappte es dann zu.

Meg blickte sich in ihrem kleinen Büro um und lächelte. Das Geschäft lief gut in allen Belangen und sie war verlobt ... alles lief derzeit wirklich hervorragend.

In zwei Tagen hatte sie Geburtstag und Fay hatte ihr einen Tag voller Überraschungen versprochen. Sie war jetzt schon gespannt.

Summend erhob sie sich und schloß das Geschäftsbuch weg. Dann nahm sie die Geldkassette an sich und begab sich damit nach draussen in den kühleren Lagerraum.

"Cedric, ich bring das zur Bank und dann werde ich noch ein paar Briefe ausliefern. Bitte schließ alles ab und wenn du die Pakete ausgeliefert hast, dann mach dir einen schönen Abend" mit den Worten drückte sie ihm einen kleinen Geldsack in die Hand und zwinkerte dem jungen Mann zu.

"J..jawohl, Ma'am!" meinte er und Megann drehte sich auf den Fersen um und ging beschwingt nach draussen. Der Geruch der Altstadt begrüßte sie wie eine Mauer. Unbeeindruckt schlängelte sie sich durch die vollen Gassen und machte sich auf den Weg zur Bank im Zwergendistrikt.

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