Ein Fünkchen Leben

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Stellan
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Ein Fünkchen Leben

Beitrag von Stellan » Sa 21. Mär 2020, 14:31

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Er wollte schreien und alles in seiner Umgebung zerschlagen. Doch er konnte nichts tun als hilflos zuzusehen wie alles um ihn herum weiter geschah. Es war also wirklich wahr. Ihr Vater hatte wirklich diese Diebesbande aus Westfall dafür bezahlt das man SIE fand. Doch was wollte er mit ihr? Tavina hatte ihm alles erzählt. Sie hatte ihm erzählt wie ihr Vater immer wieder mit dem Gürtel auf sie los gegangen war. Wie er sie eingesperrt hatte. Wie schlecht er zu ihr war. Wie die Menschen die sie um Hilfe gebeten hatte sich abgewandt hatten. Wie sie alle weggesehen hatten. Vor nicht einmal einem Monat hatte man sie versucht in Eisenschmiede zu entführen. Und nun verfolgte man sie in Beutebucht. Er wollte aus diesem verfluchten Stein raus! Er wollte sich ein Schwert greifen und es dem Kerl durch den Leib rammen der seine Schwester die ganze Zeit anstarrte. Er wollte nach Goldhain und seinen Vater langsam und schmerzvoll aus dem Leben tilgen. Er wollte seine Schwester in den Arm nehmen und ihr versprechen sie nie wieder allein zu lassen. Wieder fühlte er sich eingesperrt und vollkommen hilflos. Immer wieder hatte er das Gefühl der Seelenstein würde schrumpfen und kleiner werden und ihn dadurch zusammen drücken. Irgendwann würde der Stein bestimmt bersten und seine Seele würde verloren gehen, noch bevor es seiner Schwester und ihren Freunden gelungen war einen Körper zu finden. Er seufzte...oder zumindest wirkte es so auf ihn. Im Moment schlief seine Schwester, fest und sicher in den Armen ihres Liebsten. Ob er wohl auch je wieder so tief und fest schlafen würde? Das ständige Nachdenken brachte ihn um den Verstand. Sein einstmals bester Freund Carlos hatte seine einst große Liebe Isolde geheiratet. Schon als er damals von der Armee weg geschickt wurde hatte sich Carlos direkt an Isolde heran gemacht, das wusste er mittlerweile. Seine Tante hatte Tavina verstoßen und sein Ausbilder hatte heimlich über ihn gelacht. Die Priester des Lichts hatten immer wieder gepredigt das dass Licht sie empfangen würde, wenn das Leben vorbei wäre. Doch seine Seele hatte geopfert werden sollen. Wäre seine Schwester nicht gewesen würde er nun wahrscheinlich im Nether leiden und endlose Qualen erleiden. Hoffentlich hatte das bald ein Ende....
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Stellan
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Re: Ein Fünkchen Leben

Beitrag von Stellan » Sa 28. Mär 2020, 22:54

„DER SCHWARZFELS!?“
„Ja mittlerweile schon.“
„UND VORHER EISENSCHMIEDE!“
„Ja vorher wars Eisenschmiede.“
„ICH WILL KEIN VERDAMMTER ZWERG WERDEN!“
„Ich hab darauf keinen Einfluss. Ich kann nur suchen und dankbar sein wenn wir überhaupt was finden. Das ist leider kein Wunschkonzert Stellan.“
„Ich will aber nicht muffig durch die Gegend kugeln und mir selber auf den Bart treten.“ brummte er in seinem Stein.
„Immerhin hättest du dann mal Bartwuchs.“ kicherte Tavina leise während sie sich in der Wanne warmen Wasser zurück lehnte.
„Das ist nicht witzig! Außerdem hatte ich schon früh Bartwuchs!“ brummte er wieder, wobei seine Schwester wieder lachte.
„Nimm was du bekommst. Sei froh wenn du überhaupt wieder leben darfst. Sieh dir Kormek an. Er ist zufrieden als Kul Tiraner und ich kann ihn mir garnicht anders vorstellen.“
„Du liebst ihn, das ist was vollkommen anderes!“
„Du bist mein Bruder, dich lieb ich auch. Selbst wenn du wirklich ein Zwerg wirst. Nur als Gnom könnte das schwer werden.“ kicherte sie wieder.
„Gnnaahh! Tavi! Das ist nicht lustig!“
„Doch, ich finde schon. Denn du machst dich vollkommen umsonst verrückt. Du bekommst einen neuen Körper der zu dir passen wird. Vertrau den Göttern, sie wissen was sie tun. Und wenn sie dir einen Zwergenkörper geben dann nicht ohne Grund. Allein das sie dich zurück holen ist ein Wunder.“
„Du hast ja recht. Aber wahrscheinlich tun sie das nur wegen dir.“
„Unsinn. Ich hab ihnen auch ohne dich gedient. Ich würde jetzt nicht damit aufhören.“
„Irgendwas großes wird passieren. Das sagen viele mittlerweile. Vielleicht denken die Götter du schaffst es nicht ohne mich.“
„Ich weiss es nicht. Ich hoffe einfach das sie mich nicht tot sehen wollen wie einst.“ sie seufzte. Wieder wünschte er sich aus diesem Stein ausbrechen zu können um sie in die Arme zu nehmen und zu trösten. Es fiel ihm immer schwerer in diesem Stein zu verweilen während seine Schwester um alles kämpfte was wichtig war. Während sie sich den Verfolgern allein stellen musste. Während sie seinen neuen Körper suchen musste. Während sie weiter half die Schule auszubauen. Er seufzte schwer. Allein war nicht richtig, ermahnte er sich selbst. Sie hatte Freunde gefunden. Leute die ihr halfen und die ihr Leben für sie geben würden. Er wollte raus hier und seinen Platz wieder einnehmen. Er wollte alles was er damals verbockt hatte nun wieder gerade biegen....

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Re: Ein Fünkchen Leben

Beitrag von Stellan » So 3. Mai 2020, 16:15

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„Das wird also mein neuer Körper?“ fragte Stellan. Tavina saß vor dem schlafenden und gefesselten Elfen am Boden und sah ihn sich an.
„Besser als ein Zwerg oder?“
„Viel Besser! Aber ich bin schon froh das ich überhaupt einen Körper bekomme.“
„Bald. Ich weiss nicht wie lange Silem und Thaleriana noch brauchen. Aber sie wissen was sie tun und wenn sie sagen das noch nicht alles beisammen ist, dann wird das seine Gründe haben.“
„Du kennst sie besser. Ich vertraue dir Tavi und damit ihnen. Aber ich bin froh wenn ich dich wieder in die Arme schliessen kann.“
„Noch ein bisschen. Immerhin weisst du nun wie du bald aussehen wirst. Und ich bin gespannt was Revghan dazu sagen wird.“
„Dieser alte Narr wird es garnicht verstehen glaub ich. Oder er denkt er kann sich einen jüngeren Körper schenken lassen. Das trau ich ihm auch noch zu.“
„Das einzige was ich ihm schenke ist eine Phiole mit Gift und selbst die wäre noch zu schade für ihn.“
„Danke das du und deine Freunde das möglich gemacht haben.“
„Ich sag es ihnen wenn wir daheim sind und sich alle erholt haben.“
„Ich werd es ihnen ja bald auch selbst sagen können.“
„Mhm.“ murmelte Tavina und gähnte lange.
„Leg dich hin Schwesterchen. Ihr seit meinetwegen alle vollkommen erschöpft. Schlaf dich etwas aus. Kormek ist ein guter Kerl und wird sich schon Gedanken machen wo du hin bist.“ leise erhob sich Tavina und schlich zu Kormek während Stellan froh war das ihnen nichts schlimmes passiert war...

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Re: Ein Fünkchen Leben

Beitrag von Stellan » Fr 29. Mai 2020, 12:48

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Man hatte sich in einer Ecke versteckt und weiter angestrengt in die Schatten gehüllt. Die Trollin, Meister Silem und die Elfe und auch alle anderen dösten vor sich hin. Jeder Atemzug dröhnte ihm selbst in den Ohren und er holte noch immer angestrengt Luft. Er hatte seinen neuen Körper kaum unter Kontrolle und zitterte, obwohl ihm viel zu heiss war. Seine neuen langen Ohren zuckten bei jedem kleinsten Geräusch und die Stimmen in seinem Kopf nervten ihn jetzt schon. Dazu kam sein Vater der ihn mit einer Mischung aus Argwohn, Überraschung und Vertrautheit musterte. Tavina saß neben ihm, hielt seine Hand während sie döste und Kormek hinter den Ohren kraulte. Der Kater hatte seinen Kopf auf ihrem schoss liegen und schnurrte zufrieden, auch wenn seine Schnauze noch immer blutig war von der Trollwache die er gerissen hatte. Als es endlich dunkel und irgendwann such leiser wurde wagte man es und schlich los, man musste zurück in die Stadt. Mühsam hangelte sich Stellan an einer Wand entlang und fiel immer wieder zurück. Zumindest bis Kormek neben ihm stehen blieb und ihn ganz leicht mit der Nase anstupste. Tavina lächelte ihrem Druiden zu und Stellan war dankbar darum sich nun an ihm festhalten zu können. Dafür stolperte sein Vater fast über ein paar schlafende Trolle, wäre da nicht der beherzte Griff von Somer gewesen die ihn hastig bei Seite riss. Der Alte lallte sie an und lief jammernd weiter, noch immer über die Hitze klagend. Als sie endlich die Trollstadt hinter sich gelassen hatten und nochmal eins kleine Pause machten wandelte sich auch Kormek zurück und streckte seinen Rücken durch. Das er dabei nackt vor allen stand störe ihn kein bisschen. Tavina kramte in ihrer Tasche und reichte ihm seine Sachen. Kurz wollte er sie küssen, doch so blutig wollte selbst Tavina keinen Kuss von ihm. Der Weg zurück zum Luftschiff dauerte für ihn eine gefühlte Ewigkeit und er fragte sich noch immer wie er den Weg überstanden hatte, wollten seine Beine ihm doch nur ganz langsam gehorchen. Doch dann, endlich, brachte ihn Tavina in eine kleine Kabine und stütze ihn bis er endlich auf das Bett fallen konnte. Er war noch nie in seinem Leben so müde gewesen...

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Re: Ein Fünkchen Leben

Beitrag von Stellan » So 31. Mai 2020, 15:37

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Luft! Angestrengt japste er nach Luft wie ein ertrinkender der sich an etwas rettendem fest klammerte und sich über Wasser halten konnte. Wo war er? Seine Sicht war verschwommen und er hörte ein rattern das ihm in den Ohren dröhnte. Es war dunkel um ihn. Etwas bewegte sich vor ihm und die Stimmen in seinem Kopf redeten wild auf ihn ein. Jemand griff ihn an den armen und zog ihn in eine andere Position während man mit ihm sprach. Nur langsam klärte sein Blick auf und er erkannte seine Schwester vor sich. Tavina saß da und blickte ihn sorgenvoll an während sie mit ihm sprach. Er konzentrierte sich fest auf ihre Stimme.
"Ruhig atmen. Tief Luft holen und langsam ausatmen." Hörte er ihre Stimme dumpf. Ihre Hand lag auf seiner Brust und langsam wurde alles klarer um ihn herum. Erst jetzt bemerkte er das ihre Haare zerzaust waren und sie nur in einem übergroßen Hemd vor ihm saß. Wahrscheinlich war es Kormeks Hemd. Als sich sein Atem beruhigt hatte seufzte er.
"Tut mir leid." Murmelte er mit dieser für ihn immer noch fremden Stimme.
"Du hast nach mir geschrien als wäre etwas passiert. Geht es dir gut?"
"Ich hab geschrien? Ich... Ich hab geschlafen und... keine Ahnung was los war." Murmelte er weiter und versuchte sich zu erinnern.
"Es wird die Umstellung sein." Lächelte Tavina ihn an und griff vorsichtig an sein Ohr um es gerade zu biegen.
"Du musst den Umgang mit deinem Körper erst wieder lernen. Und so lange Ohren sind wohl eine besondere Herausforderung." Lachte sie leise.
"Was ist damit?"
"Ich glaub du hast es dir im Schlaf einfach umgeknickt. Nichts schlimmes." Wieder lächelte sie ihn an und er versuchte es ihr gleich zutun.
"Ich geh mir schnell was anziehen. Und danach helf ich dir. Dann können wir an Deck gehen und frische Luft schnappen und etwas essen." Damit krabbelte sie von seinem Bett und trat zur Tür. Das er halb ins Kissen kippte und sich irgendwie abfangen konnte war seltsam für ihn, doch er nickte seiner Schwester zu...

Eine gute Stunde später saßen sie an Deck und sahen auf die Wolken die sich in der Ferne unter ihnen entlang zogen. Tavina hatte ihm beim anziehen geholfen, wie einem Kind. Und nun spürte er bei jeder seiner unbeholfenen Bewegungen den Stoff auf seiner Haut. Wieder legte ihm Tavi ein Stück Apfel in die Hand während sie selbst auf einem kaute. Voll konzentriert schaffte er es die Hand zum Mund zu führen und... sich das Stück Apfel erstmal halb in die Nase zu schieben. Ein zweiter Anlauf und es klappte endlich. Er seufzte frustriert während sie kicherte und ihm die Spuren mit einem Taschentuch aus dem Gesicht wischte.
„So hatte ich mir das alles nicht vorgestellt.“ brummte er leise.
„Du musst es erst wieder lernen. Das kommt alles wieder. Wir üben zusammen und du bist ganz schnell wieder der alte. Abgesehen davon musst du Thalassisch lernen lernen.“
„Warum das?“ fragte er verwundert und schob sich den rest seines Apfelstücks in den Mund.
„Wenn wir mal irgendwo hin kommen und man dich auf thalassisch anspricht und ein Rendorei das nicht kann wirft das Fragen auf. Jede Menge wenn du mich fragst.“ er nickte. Ihre Erklärung leuchtete ein.
„Meine Kinder!“ gemeinsam blickten Stellan und Tavina sich um und entdeckten Revghan, der auf sie zu wankte. Genervt rollte Tavi mit den Augen und brummte.
„Was willst du Revghan? Hat Shanolla dich schon aus ihrem Bett geschmissen? Bist du selbst ihr zu lästig?“
„Nicht doch. Ich will bei meinen wundervollen Kindern sein. Ich will Zeit mit meiner Familie verbringen. Und mit meiner Wunderschönen Tochter reden.“ lallte er während er seine zerzausten fettigen Haare zurück strich.
„Bei den Göttern, was willst du? Sag schon bevor ich mich übergeben muss.“
„Ich hab das Wunder gesehen. Ihr habt es geschafft die Seele deines Bruders in einen völlig anderen Körper zu stecken. Und ich werde langsam einfach alt. Es wäre doch schade wenn ihr euren liebevollen Vater bald verliert und wieder allein wärt, oder? Also dachte ich, wir könnten auch mir einen neuen Körper suchen.“ grinste er und strich über seinen Bierbauch. Stellan zuckte mit den Schultern während er sah das Revghan sein Hemd falsch zugeknöpft hatte. Tavina brach in schallendes Gelächter aus und wischte sich die Lachtränen von den Augen.
„Was denkst du was das war? Die Götter brachten ihn zurück weil er wichtig ist. Wir können unsere Körper nicht einfach tauschen wie wir wollen. Das ist jedes mal eine große Anstrengung und sehr gefährlich. Und du bist es außerdem sowieso nichtmal im Ansatz wert.“
„Wie kannst du es wagen!“ noch bevor Stellan reagieren konnte hatte Revghan ausgeholt und Tavina eine schallende Ohrfeige verpasst. Die Wucht hatte sie von der Bank auf die Knie geworfen wo sie nun saß und böse knurrte. Stellan wollte aufspringen und auf seinen Vater los gehen, doch selbst der alte Säufer schaffte es ihn locker zurück zu stoßen so das er rückwärts über die Bank stolperte und am Boden landete.
„Halt dich da raus Junge! Deine Schwester ist schon viel zu lang frech zu mir! Sie vergisst wer ich bin! Ich bin der Vermittler zur Sturmwinder Krone!“ rief Revghan laut aus und streckte die Arme triumphierend zu den Seiten, nur um im nächsten Moment zu wanken und sich an der Reling festhalten zu müssen.
„Und ich bin die Adjutantin der Schatten und zukünftige Splitterträgerin des Sterns der Finsternis! Ich bin die Schülerin von Hohepriesterin Galbert und DU hast gerade den Fehler deines Lebens begangen!“ fauchte Tavina während sie aufstand und sich vor ihrem Vater aufbaute. Das es um sie herum etwas dunkler wurde realisierte auch Revghan und brummte.
„Du wirst -“ weiter kam er in seinem Satz nicht denn Tavina hatte ausgeholt und ihm ebenso eine verpasst.
„DU wirst MIR Respekt erweisen und mir aus den Augen gehen wenn du nicht im Malstrom ertrinken willst!“ damit zeigte Tavina über die Reling und Revghan schluckte bevor er sich abwandt und wütend unter Deck stapfte. Nun atmete sie durch bevor sie Stellan auf die Beine zog und den Kopf schüttelte.
„Geht es dir gut?“ fragte er seine Schwester leise.
„Ich hab schlimmeres durch ihn erlebt. Sowas bringt mich nicht mehr aus der Fassung. Er wird schon sehen was er davon hat.“ murmelte sie und setzte sich mit ihm wieder auf die Bank...

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Stellan
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Re: Ein Fünkchen Leben

Beitrag von Stellan » Do 4. Jun 2020, 02:41

Erschöpft lag Stellan auf seinem Bett und sah auf das kaputte Hemd auf dem Stuhl liegen. Was für ein Tag! Dabei war es noch nicht einmal Mittag! Vor ein paar Stunden hatte Kormek ihn abgeholt. Er war gerade einmal ein paar Minuten wach da hatte der Hüne geklopft und war zu ihm ins Zimmer gekommen. Es geht raus. Spazieren. Den eigenen neuen Körper besser kennen lernen. Also hieß es das vom schlafen abgeknickte Ohr gerade biegen und rein in die Klamotten. Doch schon beim anziehen hatte er versagt. In die Hose war er gut rein gekommen und dank Tavinas einfachem Ziehknoten musste er sich nicht die Finger brechen sondern nur die beiden Schnüre, die seine Hose auf seinen Hüften halten sollten auseinander ziehen. Kormek reichte ihm ein Hemd und vorsichtig schlüpfte er mit dem ersten Arm hinein während er sich mit Kormek unterhielt. Zu hören das auch Kormek am Anfang so verloren war beruhigte ihn sehr doch dann hörte er das reißen des Stoffes und seufzte. Er hatte es irgendwie geschafft den Ärmel des Hemdes halb abzureißen. Wie konnte er sich nicht erklären. Doch Kormek winkte ab, griff sich ein neues Hemd und reichte ihm das. Noch vorsichtiger als zuvor schon schlüpfte er nun dort hinein, erleichtert es geschafft zu haben. Immerhin konnte er bei den Stiefeln nicht all zu viel kaputt machen. Kormek führte ihn durch die Gänge bis hin zur Treppe nach unten. Vorsichtig hangelte sich Stellan am Geländer nach unten. Wie ein Kind das gerade laufen lernte. Erst das eine Bein auf die Stufe, dann das andere Hinterher. Wenn man sicher stand das ganze wiederholen bei der nächsten Stufe. Das er Kormek zwischenzeitlich mit einer doch sehr privaten Frage zum Nachdenken und anhalten brachte und er ihn so sogar überholen konnte machte ihn doch irgendwie stolz. Dennoch war er froh als er auf der Bank vor dem Gebäude saß und durchatmen konnte. Kurz sahen sie dem Treiben hier zu. Wie Ismarel mit einer Draeneiwache trainierte oder Tavina die zusammen mit Agravaine Oggy erkläre das er Dinge von einem Ort zum anderen bringen sollte. Irgendwann stand Kormek wieder auf und wartete bis auch Stellan sein Gleichgewicht auf den Beinen wieder gefunden hatte. Gemeinsam wollten sie zum See laufen. Als es langsam Berg ab ging und Stellan spürte wie seine Schritte unsicherer wurden legte er Kormek die Hand auf die Schulter und hielt sich an ihm fest. Dem Hünen machte das nichts aus. Er lief langsam weiter und unterhielt sich weltoffen und freundlich mit ihm. Stellan hatte oft mitbekommen wie liebevoll Kormek mit Tavina umgegangen war und immer noch tat. Und nun wurde ihm die gleiche Freundlichkeit entgegen gebracht. Das beeindruckte ihn wirklich. Als sie am See ankamen und vor dem kleinen Haus standen zeigte Kormek es irgendwie stolz her. Zumindest hatte er das Gefühl. Hier wollte er für sich und Tavina ein eigenes kleines Reich schaffen. Stellan nickte anerkennend, wusste er doch ungefähr wie viel Arbeit in einem Hausbau steckte. Sobald er konnte wollte er sich beteiligen und auf diese Art revanchieren für die Hilfe die ihm entgegen gebracht wurde. Nach einer Pause liefen die beiden wieder nach oben, doch Berg auf war Mist! Schon nach wenigen Schritten japste Stellan nach Luft und schlussendlich stützte Kormek ihn sogar weil er den Weg sonst wohl nie schaffen würde. Als er endlich wieder auf der Bank saß streckte er die Beine aus und war erleichtert. Wieder sahen sie Tavi zu die noch immer Oggy durch die Gegend schickte, nun aber genervt von Revghan war der neben ihr stand. Als er das Gefühl hatte seine Beine würden nicht mehr zittern wollte er sich eigentlich nur wieder hinlegen. Kormek begleitete ihn um sicher zu gehen das er auch ja heil in seinem Zimmer ankam. Kurz musste Stellan grinsen als er sich fragte ob Kormek es wirklich aus Rücksicht auf ihn getan hatte oder aus Angst vor einem Anschiss von Tavina. Doch kaum lag er auf seinem Bett gähnte er und schlummerte auch schon tief und fest ein...

Vorsichtig setzte er sich in das warme Wasser das Tavina für ihn vorbereiten hatte lassen. Sie selbst saß neben dem Zuber und ihm und schmunzelte, während ihre Wange rot schimmerte.
„Er hat dir wirklich noch eine gegeben?“ fragte Stellan ungläubig und sah seine Schwester nicken.
„Ja. Er ging auf Oggy los und beschimpfte und schlug ihn. Ich hab ihn weg gerissen und er hat mir eine gegeben.“ erzählte sie während sie einen Schwamm nass machte.
„Kormek hat sich gewandelt und ihn bedroht. Als er dann am Boden lag hat er ihm den Arm gebrochen. Oggy wollt eine der Kisten auf ihn werfen aber das hab ich verhindert. Danach rappelte er sich auf und rannte hier ins Gebäude. Ich glaube irgendwer ist immer noch damit beschäftigt seine Pipispur aufzuwischen.“ kicherte sie während sie ihm den Schwamm in die Hand legte und seine Bewegungen immer wieder unterstützend korrigierte.
„Er hat sich eingenässt?“ fragte Stellan überrascht und sah Tavi grinsend nicken.
„Wahrscheinlich wird er sich jetzt in seinem Zimmer verbarrikadieren und nicht mehr raus kommen.“
„Soll er doch. Ich brauch ihn nicht. Und so kann er schon weniger anstellen.“
„Das stimmt.“ nickte er, noch immer von dem mitschwingen seiner Ohren überrascht.
„Hast du dich eigentlich von gestern Abend erholt?“ fragte Tavi als sie ihm den Schwamm abnahm und hinter ihn trat. Er lehnte sich vorsichtig vor und stützte sich mit beiden Händen am Boden des Zubers ab während seine Schwester ihm den Rücken vorsichtig wusch.
„Nein. Eigentlich nicht. Ich kenne die Hälfte der Leute zwar irgendwie schon aber So dabei zu sitzen... angesehen... beachtet und beobachtet zu werden ist seltsam. Auch weil ich mich nicht richtig im Griff habe. Dazu die Stimmen die ohne Unterlass flüstern.“
„Denkst du denn du schaffst Astralur?“
„Kormek macht sich Sorgen. Er hat bedenken das ich es nicht schaffe. Er sagt der Felsbrocken wäre ständig in Bewegung und mir könnte schlecht werden.“
„Wenn was ist musst du es nur sagen. Du kannst dich dort bestimmt in ein Gästezimmer legen wenns gar nicht geht. Oder wir gehen früher das du da weg kommst. Und wenn dir wirklich schlecht wird dann kotzt du da eben ins Gebüsch. Was ist schon dabei.“ vorsichtig machte sie seine Haare nass und strich immer wieder mit den Fingern hindurch, die Tentakel dabei vorsichtig einzeln waschend.
„Er sagte ich könnte jederzeit nach Shattrath kommen und mich hinlegen. Er hat das Portal wohl im Auge.“ murmelte er und rieb sich die Schläfe.
„Ja, Kormek denkt mit und ist fürsorglich. Mit ein Grund wieso ich ihn liebe.“ kicherte Tavi und kam auf der anderen Seite wieder hervor um ihm weiter beim Waschen zu helfen.

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Stunden später trat er mit den anderen durch das Portal nach Astralur und fühlte sich wie von einem Panzer überrollt. Als er endlich wieder etwas erkennen konnte lag er auf der Nase und starrte in den seltsamen violetten Himmel von Astralur. Tavi sah ihn besorgt an und half ihm wieder auf die Beine während Dimiona offensichtlich mit den Stimmen zu kämpfen hatte. Immer wieder starrte die Priesterin ins Leere und wirkte abwesend. Dankbar um die Hilfe seiner Schwester stützte er sich bei ihr ab bis er endlich mit den anderen an einen Tisch sitzen konnte. Doch so sehr ihn das Flüstern zuvor schon irritiert hatte waren die Stimmen hier lauter und eindringlicher. Immer wieder musste er sich gezwungen auf das Gespräch um ihn herum konzentrieren und versuchte so gut es ging aufzupassen. Doch mehr als immer wieder ein paar kurze Einwürfe waren ihm nicht möglich. Als Dimiona ging stand er in seiner Höflichkeit so schwungvoll auf das er den Stuhl nach hinten umwarf und sich fast auf den Tisch geschmissen hätte. Nun wusste er was Kormek gemein hatte. Immer wieder hatte er das Gefühl das ihm der Boden unter den Füßen weggedreht wurde. Er wollte sich mit lehnen, doch zum Glück war Tavi da die schlimmeres verhinderte. Und dann zog sich Lyon selbst zurück und er atmete tief durch. Vorsichtig stand er auf und ließ sich von seiner Schwester aus dem Haus helfen wo sein Magen nicht mehr mit spielte. Er stütze sich an der Hauswand ab und gab seine letzte Mahlzeit von sich. Besorgt stand Tavi neben ihm und hielt ihn auf den Beinen, immer wieder die Tentakel nach hinten schiebend. Man, diese Teile nervten wirklich! Langsamen Schrittes schafften sie es gemeinsam zum Portal nach Shattrath und als ihn der Sog erwischte und an einer völlig anderen Stelle wieder ausspuckte wurde ihm schwarz vor Augen. Leise hörte er irgendwo Tavinas besorgte Stimme während er blind umher griff um sie zu erwischen. Immer wieder griffen seine Finger ins leere und sein Atem wurde lauter in seine Ohren. Plötzlich schien er sich zu bewegen. Doch wieso und warum konnte er nicht sagen, doch immerhin schwiegen jetzt auch endlich die Stimmen in seinem Kopf...

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Re: Ein Fünkchen Leben

Beitrag von Stellan » Di 9. Jun 2020, 17:36

Blinzelnd öffnete er die Augen und sah sich um. Er war in seinem Zimmer an der Darrowehr. Er hatte den Ausflug nach Shattrath überlebt, auch wenn er an dem Arbeit des Einkaufsmarathons völlig fertig ins Bett gefallen war. Am nächsten Tag waren sie nach einem wirklich mächtigen Frühstück wieder durch das Portal nach Astralur gereist. Sofort hatte ihn wieder der Schwindel gepackt als er das Gefühl hatte der Boden unter seinen Füßen würde sich bewegen. Kormek und Tavi waren gleichzeitig zur Stelle und hielten ihn gerade, worum er mehr als Dankbar war. Jedes mal wenn er über seine eigenen Füße stolperte kam er sich so unendlich dämlich vor. Kormek hatte gesagt das würde sich legen und in der normalen Welt schien dies auch langsam aber sicher der Fall zu sein. Doch hier.. war einfach alles anders. Kormek warf sich seinen Arm über die Schulter und hielt ihn locker auf den Beinen während Tavi die Robe raffte und los flitzte. Langsam brachte Kormek ihn zum Portal das sie an der Darrowehr ausspucken würde. Nur ein paar Minuten standen sie dort als auch Tavina endlich wieder. Und dann wurde er wieder von diesem Schwindel gepackt als man durch das Portal trat. Er hatte das Gefühl seine ganze Welt würde sich drehen als er sich durch den Nebel blinzelte der sich um ihn gelegt hatte. Tavi saß vor ihm und musterte ihn sorgenvoll, während Kormek ihm einen Wasserschlauch reichte denn er mit zittrigen Händen an sich genommen hatte. Sie hatten ihn ins Bett geschafft und er hatte das Gefühl er würde ewig schlafen. Doch nun saß er im Bett, blinzelte und sah sich um. Etwas stimmte hier nicht. Etwas war anders als sonst. Aber was? Als er die Decke zur Seite schob spürte er es und warf die Decke mit einem unbeabsichtigten Schwung vom Bett. Die Pfütze unter seiner Hüfte war dunkel und deutlich sichtbar. Frustriert seufzte er während er sich vorsichtig aus dem Bett wälzte und auf die Beine stand. Er war ein erwachsener Mann und machte ins Bett?

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Kurz stand er vor seinem versauten Bett und überlegte, während er spürte wie seine Ohren zuckten. Es half nichts. Er musste das Laken abziehen und ein neues aufziehen. Er wusste das neue Laken im Schrank lagen, er hatte sie gesehen als Tavi ihm geholfen hatte seine Klamotten in den Schrank zu packen. Also warf er das Kissen vom Bett und begann umständlich an dem versauten Laken zu ziehen und zu zerren. Immer wieder stoppte er, wollte er auf keinen Fall riskieren das er den Stoff kaputt machte. Und dann hörte er wie sich die Tür öffnete und jemand ins Zimmer geschlichen kam. Tavi stand vor ihm, einen dünnen aber bodenlangen Morgenmantel um ihre zierliche Figur gehüllt hob sie eine Kerze um etwas zu sehen.
„Alles ok? Was ist passiert?“ fragte sie und trat zu ihm, wo sie nun seine Peinlichkeit sah. Er spürte sie seine Ohren vor Scham sunken und kurz hielt er die Luft an.
„Komm ich helf dir.“ sagte sie leise und stellte die Kerze bei Seite. Schnell und geübt hatte sie das alte Laken vom Bett gezogen und das Neue in der Hand.
„Du solltest dich waschen.“ sagte sie ruhig und machte sich schon daran das Bett frisch zu beziehen. Er nickte schweigend, überrascht das sie nicht in schallendes Gelächter ausgebrochen war. Doch noch bevor er fertig war mit waschen griff sie sich den ganzen Haufen an Wäsche und warf ihn im Flur neben die Tür. Irgendein Diener würde es wohl holen und waschen gehen.
„Geht es dir gut?“ fragte sie leise als sie hinter ihn trat und ihm die Hand auf die Schulter legte. Er nickte als er sich zu ihr umdrehte und die Arme um sie schloss. Wie lange hatte er es vermisst seine kleine Schwester in die Arme zu nehmen. Jetzt konnte er es nicht oft genug tun hatte er das Gefühl.
„Danke für deine Hilfe.“ murmelte er dabei.
„Für was denn? Du hast mir als Kind doch auch immer geholfen damit Revghan nicht sauer wird.“
„Ja und Mutter hat es immer still und heimlich gewaschen.“ schmunzelte er.
„Warum alte Gewohnheiten ablegen? Wenn du was brauchst dann ruf einfach. Ich bin da und helf dir.“
„Ich weiss.“ nickte er und löste sich von ihr. Sie lächelte und schlich so leise aus dem Zimmer wie sie gekommen war. Als Stellan zum Bett sah seufzte er leise. Es war frisch und sauber bezogen, das Kissen aufgeschüttelt und die Decke zurück geschlagen das er sich einfach hinlegen konnte....
Zuletzt geändert von Stellan am Di 30. Jun 2020, 13:51, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ein Fünkchen Leben

Beitrag von Stellan » Mi 17. Jun 2020, 12:14

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Das klirren seines Bestecks ließen ihn zusammen zucken und sich umsehen. Einige Blicke wanderten zu ihm und musterte ihn kurz, doch niemand wagte es etwas zu sagen oder zu tun. Kurz holte er tief Luft und und schloss dabei die Augen. Die Stimmen in seinem Kopf sprachen wirr durcheinander während er versuchte die Gabel wieder richtig zur Hand zu nehmen. Es endete damit das er sie wieder wie eine Mistgabel hielt während er das Messer versuchte richtig zu greifen. Doch wo er vorhin zu tief angesetzt hatte rutschten seine Finger nun über die Klinge und der Schmerz zuckte durch ihn. Automatisch ließ er das Messer wieder fallen und es klirrte wieder laut. Wieder hoben einige den Blick und sahen ihn an. Frustriert schob er den Teller von sich. Ihm war der Hunger vergangen. Vorsichtig stand er auf und verließ den Speisesaal, wissend und hörend das einige Schüler heimlich über ihn lachten. Sollten Sie. Sie wussten nicht wirklich was er durchgemacht hatte und immer noch durchmachte. Das laufen fiel ihm mittlerweile leichter. Jeden Tag drehte er seine Runde am Morgen zum Haus am See hinunter. Kormek hatte ihn oft Morgen begleitet. Auch wenn er weniger ausgeschlafen und merklich angespannt wirkte als Tavina mit dem Oger weg gewesen war. Heute morgen lag Oggy nun in der Schmiede unweit des Hauses der beiden. Dann war Tavina mit Sicherheit auch wieder da. Das war auch die Erklärung dafür das Kormek noch nicht am Haus war oder ihn geholt hatte. Er schmunzelte als er an seine Schwester und ihren geliebten Kormek dachte und er war froh das sie ihn gefunden hatte. Zurück zur Schule war noch immer anstrengend für ihn. Gerade Berg auf Rang er um Luft aber er schaffte es mittlerweile ohne Pause in sein Zimmer. Und er musste sich weniger am Geländer fest klammern. Stolz auf sich selbst ließ er sich in seinem Zimmer auf sein Bett fallen und zog eines der Bücher heran. Tavina hatte sie ihm gegeben. Bücher waren schon immer ihre Welt gewesen und kaum hatte sie lesen gekonnt las sie alles was sie in die Finger bekommen hatte. Je älter sie wurde um so mehr wusste sie dadurch und irgendwann hatte sie ihm das erste mal etwas erklärt. Und nun? War es wieder so. Sie hatte ihm die Bücher gebracht und in der richtigen Reihenfolge wie er sie zu lesen hatte aufgestapelt. Und er wusste sie würde ihn verprügeln wenn er sie nicht lesen würde. Es war ihr wichtig das er sein neues sein verstand. Also lehnte er sich im Bett zurück und begann weiter zu lesen.

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Re: Ein Fünkchen Leben

Beitrag von Stellan » So 21. Jun 2020, 21:47

Schmerz! Er fuhr hoch und rang nach Luft während seine Hände seinen Rücken abtasteten und er sich hastig umsah. Er war in seinem Zimmer, lag in seinem Bett und war nassgeschwitzt. Alles war nur ein Traum gewesen. Eine Erinnerung die ihn wieder heim gesucht hatte. Als er seine Hände betrachtete sah er nichts als den leichten feuchten Schimmer seines eigenen Schweisses auf seiner nun violetten Haut. Wieder hatte er ans Arathi gedacht. Wie er mit seinen Freunden und Mitstreitern vor der Brücke gestanden hatte und in die Nacht starrte. Er hatte die Feinde nicht kommen gehört. Sie hatten sich so leise angeschlichen und waren dann über sie hergefallen. Ein dicker Bolzen war als erstes in Bens Helm eingeschlagen. Der Soldat rechts von ihm war kaum älter gewesen als er. Dann war der Orc aus dem Gebüsch gesprungen und hatte seine schwere Axt nach ihm geschwungen. Und er hatte ihn nicht verfehlt. Der Schwung riss ihn von den Beinen und er kippte nach hinten zu Boden wo der brennende Schmerz ihn fest hielt und sein eigener Atem ihm unter dem Helm in den Ohren dröhnte. Wie er es geschafft hatte sich aufzurappeln und los zu wanken wusste er nicht. Doch seine Beine trugen ihn wankend in Richtung der Brücke die ihn retten würde. Als er endlich seinen Helm vom Kopf gerissen hatte und ihn bei Seite warf bekam er besser Luft und hörte den Lärm und das schmerzhafte stöhnen hinter sich. Ebenso den Einschlag, Metall das durch Metall und einen Körper schlug bevor er still wurde. Und dann war da das Schwert das sich durch seinen Körper bohrte. Sein Rücken explodierte vor Schmerz und er verlor das Gleichgewicht, wodurch er auf die Knie fiel und auf allen Vieren weiter krabbelte. Dabei kratzte die Spitze des Schwerter über den Boden und zog eine Spur, in der sich sein Blut sammelte. Wie damals, im Elwynnwald, wo er mit Tavina kleine Rillen in den Boden neben dem See gezogen und sie mit Wasser gefüllt hatte. Jemand riss das Schwert aus seinem Körper und er hörte einen Schmerzensschrei. Immer noch fragte er sich ob er das selbst war. Ein tritt in die seite ließ ihn zur Seite fallen und ein kräftiger Fuß drehte ihn weiter auf die Seite. Nun japste er nach Luft wie ein ertrinkender. Er hatte den metallischen Geschmack von Blut im Mund, seinem Blut. Mittlerweile wusste er das seine Lungen sich mit seinem Blut gefüllt hatten und er erstickt war. Sein Blick ging in den Himmel und in das blaue Gesicht eines Trolls. Das dreckige, siegreiche Grinsen das die Hauer umgab würde er nie vergessen. Und dann wurde alles kälter und dunkler. Er spürte noch immer wie ihn die Kraft und das Leben verlassen hatte. Hörte noch immer das leise lachen seiner Mörder...

"Hättest du damals schon an uns geglaubt hätten wir dir geholfen."
"Wir hätten dir die Kraft gegeben sie alle zu töten, ganz allein."
"Du kannst dich rächen."
"Es sind noch immer Soldaten im Hochland."
"Bring uns ihre Seelen!"
Er schloss die Augen und atmete immer wieder tief durch. Tavina hatte ihm gezeigt wie man meditiert. Wie er die Stimmen die ihn ständig begleiteten dämpfen konnte. Tief einatmen, die Luft für einen Moment anhalten und dann langsam ausatmen. Dabei an etwas denken was einem vertraut ist und Stärke gibt. Als er wenig später den Blick hob und Aufstand waren die Stimmen nur wieder geflüster. Vorsichtig griff er sich den Wasserkrug und trank gierig direkt daraus. Wenn er allein war konnte er auf Förmlichkeiten verzichten. Doch seine Gedanken reisten wieder ins Arathi. Ob man seinen Körper eingesammelt hatte? Ob man ihn in einem der typischen Särge nach Sturmwind gebracht hatte, mit einem blauen Tuch darüber?

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Ob man ihn anständig beerdigt hatte? Oder war er einfach in eine Grube geworfen worden mit unzähligen anderen? Oder war er mit vielen anderen verbrannt worden? Hatte man seinem Vater berichtet? Wenn ja, hatte es ihn überhaupt interessiert? Oder war es ihm egal gewesen? Als sie ihn das erste mal gesehen hatten gab er nur Gewimmer von sich, hier in der Zelle der Darrowehr. Tavina war damals unentschlossen gewesen und wusste nicht mehr wie sie sich nun noch rächen sollte. Und auch er war ratlos gewesen. Im ersten Moment hatte er sich auf ihn stürzen und auf ihn einprügelt wollen. Doch Tavina hatte ihm erklärt das dass wohl alles nichts bringen würde. Und sie hatte recht gehabt. Doch dann war ihm die Idee gekommen wie man Revghan bestrafen konnte und der Plan lief. Jetzt aber griff er seine Hose und sein Hemd und stieg in seine Stiefel bevor er sein Zimmer verließ und den Gang hinunter lief um an die Tür seines Erzeugers zu klopfen. Nach ein paar mal klopfen hörte er von drinnen ein lautes "verpiss dich!" Und er schüttelte seufzend den Kopf bevor er die Tür einfach öffnete und eintrat. Das Revghan wie immer sternhagelvoll auf seinem Bett lag und etwas suchte das er dem ungebetenen gast entgegen werfen konnte war fast schon amüsant, wäre es nicht so traurig gewesen. Schlussendlich flog ihm ein Becher entgegen, dem er locker ausweichen konnte indem er sich einfach zur Seite drehte.
"Wach auf." Brummte Stellan und griff sich die Waschschüssel um sie über dem Trunkenbold und dem Bett auszukippen. Hustend setzte sich Revghan auf und fluchte laut bevor er klar wurde und seinen Sohn erkannte.
"Stellan! Mein Junge! Was machst du denn hier?" Fragte er und schob die Beine aus dem Bett während Stellan die Arme vor der Brust verschränkte und den Kopf schüttelte.
"Ich will ein paar Antworten die nur du mir geben kannst."
"Sicher! Was willst du wissen mein Kind?"
"Kam damals jemand von der Armee und sagte dir das ich tot bin? Oder hat man dir geschrieben?" Stellan konnte sehen wie es im Kopf des alten ratterte und es dauerte bis der nickte.
"Ja. Ja. Da kam jemand. Er gab mir einen Brief und einen Sack mit Münzen und eine kleine Medaille. Wieso?"
"Du wusstest also das ich tot bin. Hat's doch geschert? Hast du mein Grab besucht?"
"Nein. Da war ich nie. Ich bin in die taverne und hab auf dich getrunken und allen erzählt das du im Krieg gefallen bist. Mein stolzer Junge." Lallte der alte.
"Du hast dich also nicht mal von mir verabschiedet aber meinen letzten Lohn hast du versoffen. Schöner Vater bist du." Stellan wollte sich umdrehen und gehen, doch da griff sein Vater nach ihm und seiner Hand und hielt ihn fest.
"Mein Junge! Ich dachte ich hätte dich auch noch verloren nachdem deine Schwester, dieses kleine miststück schon abhaute."
"Hättest du sie nicht geprügelt hätte sie garnicht fliehen müssen." Knurrte stellan und entriss sich seinem Vater.
"Sieh dir an was dieser Bastard von ihrem Stecher mir antat!" Fluchte er und deutete auf seinen verbundenen arm. Und da traf ihn die Faust direkt ins Gesicht. Stellan stand über ihm und sah wütend auf ihn runter.
"Betitel die beiden nie wieder so oder du wirst es bereuen!" Damit ließ er seinen Vater liegen und ging, wobei er die Tür zuknallte...

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Re: Ein Fünkchen Leben

Beitrag von Stellan » Di 30. Jun 2020, 12:16

Kopf schüttelnd trat Stellan hinter Tavina aus dem Haus und legte den Arm um seine Schwester. Diese überhebliche Tussi die sie vor ein paar Augenblicken noch so genervt hatte war ihm wirklich aufs Gehör geschlagen.
„Die alte hat doch zuviel an der lichten Puderdose geschnüffelt.“ meckerte Tavina leise und er musste lachen. Gemeinsam schlugen die den Weg zum Portal nach Shattrath ein. Mit verzogenem Gesicht rieb er sich die Schläfe während er die Stimmen abdämpfte und sich auf das schöne konzentrierte das er hatte.
„Wahrscheinlich ist sie nur neidisch auf die Direktheit und Klarheit und die Verbundenheit zu den Göttern die Dimiona nunmal hat.“
„Denkst du? Wenn sie Dimiona und Khel nochmal so beleidigt zerfetz ich ihre Seele und zerstreu sie als Dämonenfutter im Nether.“ brummte Tavi, was ihn nur weiter zum lachen brachte. Doch dann stoppte Tavina plötzlich erschrocken und eilte davon. Einen Moment überrascht eilte Stellan ihr hinterher und kniete sich neben Dimiona die an einem Zaun zusammen gesunken war und kaum noch bei Bewusstsein zu sein schien.
„Dimiona! Dimiona!“ immer wieder versuchte Tavi ihre Mentorin zu Bewusstsein zu bringen, doch diese war vollkommen weg getreten. Nachdenklich was der Priesterin hier wohl so zugesetzt haben könnte sah er sich um und blickte iritiert auf ein Brandmal im Zaun. Ein Stern? Bei einer Blume?

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Blinzelnd rasten seine Gedanken, wurden jedoch von einem lauten Fluch von Tavina unterbrochen und er wurde zurück in die Situation gerissen. Kurz entschlossen schob Stellan seine Arme unter den Körper der Priesterin und hob sie vorsichtig hoch, überrascht, das er doch soviel Kraft hatte und sich auch noch auf den Beinen halten konnte.
„Wir sollten sie heim bringen Tavi.“ sagte er ruhig und sah seine Schwester nicken und neben ihm her laufen. Gemeinsam erreichten die beiden das Portal das sie zurück an die Darrowehr brachte und kurz erfasste ihn der Schwindel als er hindurch trat. Tavina wartete bereits aus der anderen Seite, versuchte ihn und Dimiona zu fangen und vor einem Fall zu hindern. Mit zwei eher ungeübten aber glücklichen Schritten fing sich er sich und atmete durch. Vorsichtig setzte er Dimiona ab und lehnte sie an die Wand, während Tavina sie gerade hielt und sie besorgt ansah. Das die Gute sich blinzelnd umsah und die beiden musterte als würde sie sie zum ersten mal sehen war beängstigend. Doch dann bewegten sich ihre Lippen und Stellan war zum ersten mal dankbar um die Elfenohren die er nun hatte, verstand er das leise gemurmel und den Namen den Dimiona murmelte doch sehr genau und konnte es Tavina sagen.
„Sie fragt nach Khel. Sie will wissen wo sie ist.“ sagte er seiner Schwester. Tavi seufzte und nickte während sie aufstand und die Tür der Hütte bereits öffnete. Wieder hob Stellan sich Dimiona auf die Arme, darauf bedacht seine Finger nur an Stellen zu haben wo man sie ihm verzeihen würde, wusste er doch wie sehr die Priesterin Männer und ihre Berührungen hasste. Doch was sein musste, musste eben sein. Er folgte Tavina in die Schule die sich stolz und selbstsicher zwischen ein paar Schülern durch schob und diese anfauchte. Als sie endlich bei den Priestern ankamen eilten einige sofort herbei und man nahm Dimiona vorsichtig entgegen, bevor man ins allerheiligste eilte und ihnen die Tür vor der Nase zuknallte. Blinzelnd blieb Stellan stehen und starrte die Tür an, bis Tavina ihn an der Hand nahm und sacht mit sich zog. Der Weg führte wieder nach unten, vorbei an den Schülern die sich gerade mit dem neuen Gerücht das Maul zerrissen und spekulierten wieso Dimiona von ihm getragen werden musste. Seine Ohren zuckten und kurz wollte er das alles klar stellen, doch Tavina räusperte sich laut und schon verzogen sich die Schüler und sie führte ihn weiter, über den Hof, in Richtung ihres neuen kleinen Hauses wo Kormek wahrscheinlich schon wartete...

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Re: Ein Fünkchen Leben

Beitrag von Stellan » Mo 6. Jul 2020, 13:02

Wie jeden Morgen kam stellan von seinem Spaziergang. Mittlerweile war es für ihn Alltag nach dem aufstehen in seine Kleider zu schlüpfen und dann durch die Burg und zum See zu wandern. Er sagte Oggy guten morgen, winkte seiner Schwester zu wenn er diese in ihrem Haus sah und machte vorsichtig ein paar kniebeugen. Am Anfang hatte er immer wieder das Gleichgewicht verloren doch mittlerweile schaffte er es recht gut. Ein altes Holzbrett diente ihm als Balancierstange und auch hier hatte er sich am Anfang regelmäßig auf die Nase gelegt. Mittlerweile huschte er über das Brett wie ein Kind. Danach ging er immer in den Speisesaal zum frühstücken. Die Schülerinnen und Schüler die hier waren kannte er mittlerweile vom sehen. Ebenso die Lehrer. Alstedalis huschte mit einem freundlichen Lächeln an ihm vorbei und eine Gruppe junger Schülerinnen blickte immer wieder tuschelnd zu ihm. Er holte sich sein Brot und seinen Käse ab und setzte sich an einen Tisch etwas abseits der anderen. Nach dem Essen brachte er sein Geschirr weg und ging auf sein Zimmer. Dort würde er sich waschen, umziehen und dann damit beginnen weiter eines von Tavinas Büchern abzuschreiben. Seine Fingerfertigkeiten wurden langsam aber sicher auch wieder besser. Als er seine Zimmertür öffnete fiel ihm sofort der gefaltete Brief ins Auge. Neugierig wer etwas von ihm wollte faltete er das Ding auf und hob die Brauen als er die fast schon kindliche Schrift sah.

~ Du dunkle Gestalt die mir raubt meine Träume,
Wie sehne ich mich nach deinen starken Armen, in denen ich versinken will während du mich sanft wiegst.
Ich wünsche mir sehr das du mich mit den gleichen Augen siehst wie ich dich. ~


Er musste den Text zwei mal lesen ehe er Begriff was da stand und überlegte dann. Kormek hatte angedeutet das Alstedalis wohl Gefühle für ihn hatte, aber das sie sowas schreiben würde hatte er nicht gedacht. Und die Handschrift passte auch nicht so wirklich zu ihr. Kurz entschlossen drehte er sich mit dem Brief um und machte sich auf den Weg zu seiner Schwester. Sie würde schon mehr wissen...

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Re: Ein Fünkchen Leben

Beitrag von Stellan » Mo 27. Jul 2020, 12:16

"Das sind zwei völlig unterschiedliche Handschriften." Stellte Tavina fest und hielt beide Nachrichten vor sich.
"Ich hab dir gleich gesagt das dieser Liebesbrief nicht von Alstedalis ist."
"Jap. Hast du."antwortete er schnaufend während er den Oberkörper wieder hob.
"Das heißt du hast eine heimliche Verehrerin."nun grinste sie breit während er sich wieder auf den Boden sinken ließ und zu ihr sah.
"Und wen? Wirklich kennen tut mich doch hier kaum jemand." Damit hob er den Oberkörper wieder.
"Trotzdem bist du sehr bekannt. Jeder weiss das du mein Bruder bist."
"Fliegt dir nicht zu wer es ist? Ich meine du kannst doch Gedanken lesen."
"Richtig. Ich kann Gedanken lesen. Wenn ich mich darauf konzentriere. Ich hör nicht einfach alle Gedanken der Leute um mich rum. Das würde mich wahnsinnig machen."
"Gibt's dann eine andere Möglichkeit?" Nun blieb er sitzen und ließ die arme auf den Knien liegen.
"Ich kann mal vorsichtig hier und da schauen aber ich hab wichtigeres zutun als das. Wenn ich aber zufällig etwas finde dann sag ich dir Bescheid."
"Danke. Ich wüsste absolut nicht wer das gewesen sein könnte."
"Ich tippe auf ein junges Mädchen. Sie hat aus jedem Punkt ein Herzchen gemacht." Murmelte Tavi während sie die Briefe nochmal las.
"Noch ein halbes Kind also?"
"Hmm. Wahrscheinlich." Seufzend erhob sich Stellan und griff sich seinen Wasserbecher.
"Die muss auch nur merken das du sie nicht willst. Sie wird ein bisschen leiden und dann ist's wieder gut."
"Hoffentlich hast du recht."
"Kopf hoch Brüderchen. Du bist eben jetzt begehrt." Lachte Tavi als sie sich vom Bett erhob. Stellan brummte nur. Das Tavi kurz darauf ging um ihren weiteren Pflichten nach zu kommen war ihm nur recht. So konnte er an die Luft und etwas laufen und weiter trainieren. So ein Körper lehrte sich schliesslich nicht von selbst...

Zwei Stunden hatte er damit verbracht am See entlang zu rennen und Klimmzüge an einer Mauer zu machen. Und das alles mit den Gewichten von Kormek. Nun war er fertig. Er wollte nur noch eine heisse Wanne und dann seine Ruhe und schlafen wenn sich seine Muskeln endlich beruhigt hatten und aufgehört hatten zu brennen. Doch als er die Tür seines Zimmers öffnete blinzelte er überrascht. Ein Brief? Wollte Alsi schon wieder am Fluss entlang laufen? Als er das zusammengefaltete Papier aufschlug hob er eine braue.

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~Du Schatten meines Herzens,
wie gern seh ich dir immer zu.
Doch du bemerkst mich nicht,
das stimmt mich traurig.
Doch ich werde weiter auf dich warten.~

Er sollte das dringend Tavi zeigen...

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Re: Ein Fünkchen Leben

Beitrag von Stellan » Mi 5. Aug 2020, 12:47

Rechtzeitig hatte Stellan vor dem Schlafsaal der Mädchen gestanden und gewartet. Alstedalis kam und gemeinsam gingen sie in den großen und geschmückten Festsaal. Schweigend hatte er sich die Reden der verschiedenen Leute angehört und Alstedalis vor einem erneuten Nervenzusammenbruch bewahrt, als das Essen kam und Fischköpfe serviert wurden.

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Leise hatte er ihr zu gesprochen und ihren Teller mit anderen Dingen befüllt. Eine Weile hatte sie sich an seiner Hand festgekrallt bis sie sich wieder gefangen hatte und der erste Tanz anstand. Schmunzelnd hatte er zugesehen wie seine Schwester und Kormek getanzt hatten. Erst als sich nach und nach andere dazu gesellten erhob auch er sich und hielt Alsti die Hand offen und einladend entgegen. Freudestrahlend und lächelnd nahm diese die Hand an und trat mit ihm auf die Tanzfläche. Brav und ordnungsgemäß legte er eine Hand an ihre Seite und hielt ihre mit der anderen. Tavi hatte ihn gedrängt das Tanzen zu lernen und all zu blöd schien er sich nicht anzustellen, immerhin latschte er niemandem auf die Füße. Schon nach dem ersten tanz legte Alsti ihren Kopf an seine Brust und lächelte, als wären ihre Gedanken weit weit weg. Noch lange und viele weitere Tänze wiegte er sie sanft und im Takt. Doch immer wieder musste er Pausen einlegen. Die letzten Tage und die Suche nach ihr hatten ihn gefordert und er war noch nicht so fit wie er es sich wünschte. Noch immer verzichtete er auf den Alkohol und blieb lieber bei saft oder Wasser. Doch lange Pausen wollte er nicht nehmen. Er konnte sich später richtig ausruhen. Also entführte er Alstedalis immer wieder zum Tanzen. Erst spät in der Nacht brachte er sie zurück zum Schlafsaal bevor er in sein eigenes Zimmer ging und erschöpft ins Bett fiel...

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