Ravenhall - Sturmwind

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Evéline
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Ravenhall - Sturmwind

Beitrag von Evéline » Fr 13. Nov 2020, 14:38

Seit dem die junge Baronin Herrin des Südwalds war, konnte man über Tage, Wochen und Monate beobachten wie mehr Leben in den Wald kam. Hochländer die bei der Evakuierung im letzten Krieg nach Sturmwind und die umliegenden Ländereien untergebracht wurden, wanderten von ihren Unterkünften und Zufluchtsorten ab, um sich im Elwynn nieder zu lassen. Sicher hatte man begonnen Ravenhall, im Hochland, wieder zu erichten. Letztendlich sollte die Annäherung an Sturmwind aber mit dem Ende des Krieges nicht zuende sein. So hatte man beschlossen eine neue Siedlung zu erichten.

So begann man mit einer Zeltstadt und baute Palisaden. Erste Hütten und Steinbauten wurden errichten, bis aus der Zeltstadt immer mehr ein Dorf wurde. An der Hauptstraße des Elwynnwaldes, Schlug man gegenüber des Kristallsees ein Holzschild in den Boden. Ein Pfeil zeigte nach Osten und zu lesen war " Neu-Ravenhall".
Noch war man weit entfernt von einer Straße die von dort aus gen Osten führte. Doch eine Schneise wurde ins Unterholz geschlagen und mit jedem weiteren Karren, der sich auf die Siedlung zu bewegte, entstand ein Pfad und eine neie Heimat für die Hochländer die alles aufgeben hatten.

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Evéline
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Re: Ravenhall - Sturmwind

Beitrag von Evéline » Fr 13. Nov 2020, 14:58

Sir Gregor stapfte am Mittwoch morgen durch die Siedlung Neu Ravenhalls und sah sich brummend um. Die drei magischen Berater waren seit dem frühen Morgen damit beschäftigt Portale ins Hochland zu öffnen. Die Evakuierung der Zivilisten durfte nicht länger warten. Jeder Mann und jede Frau die eine Waffe führen konnte und dazu bereit war, versammelte sich am Haupthaus der Siedlung. Rüstungen und Waffen wurden ausgeteilt und die Leute wurden in Einheiten zusammen gestellt. Die schwere Kavallerie unter Rittmeisterin Vika Grant, hetzte schon seit Mitternacht durch den Wald. Die Geißel drang über den Fluss vor. Als man hier noch von den Untoten im Dämmerwald sprach, waren im Südwald nur wenige Soldaten der Geißen gesehen worden. Schützen und Kavallerie hatten sich dieser angenommen, doch jetzt drangen die untoten immer weiter vor. Und es wurden immer mehr.

Während die Schützen sich auf ihren Hochständen in der Siedlung daran machten, die Untoten am Ufer nieder zu schießen, unterbrach man auf das Signalhorn der Kavallerie das Feuer. Vier berittene Soldaten, zogen ein Netz aus schweren Ketten sich hervor. Wie ein Fischernetz. Doch war dieses Netz mit schwarzen Haken und Klingen bestickt. Als das Feuer der Schützen verstummte, zogen die mächtigen Rösser das Netz hinter sich her. Ohne Gnade mähten sie das Feld. Ritten über die Untoten hinweg und rissen in Fetzen, was sich im Netz verfang. Kurz darauf ertönte erneut ein Signal und die sChützen begannen wieder zu schießen. Die Kavallerie tauschte die Pferde am Netz und machte sich wieder bereit das Feld zu beackern.

Im Wald um die Siedlung herum ging es ähnlich zu. Sicher konnte man diese Kettennetze nicht überall ein setzen, doch die Kavallerie tat ihr bestes. Dort wo die Geißel auftrat, wurde sie nieder geritten und zertrampelt. Kleinere Stellungen wurden errichtet und man lieferte sich kleine Scharmützel mit den Untoten. Noch war die Masse an Feinden nicht zu groß, aber ewig würden die Soldaten Ravenhalls so nicht mehr durch halten können.

Am frühen Nachmittag schallte das große Horn der Siedlung durch den Südwald. Das Zeichen des Rückzugs. Die Zivilisten waren weitesgehend evakuiert und es wurde Zeit sich neu auf zu stellen. Die Kavallerie versammelte sich in der Mitte der Siedlung und die Tore, bis auf ein kleines, wurden verbarrikadiert. Erst als alles besprochen war, traten Eleonore und Eveline durch das Portal. Gefolgt von Anouska und Kalystra. Magister Johannknut hatte darauf bestanden zu bleiben und Sir Solveig zur Seite zu stehen.

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Evéline
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Re: Ravenhall - Sturmwind

Beitrag von Evéline » So 15. Nov 2020, 12:12

Am frühen Morgen stolperte ein Bote durch Sturmwind. Das Wappen Ravenhalls tragend, war davon garnicht mehr so viel zu erkennen. Von oben bis unten war er mit Schlamm, Blut und anderem bedeckt. Auf das Haus der Ravenhalls in Sturmwind zusteuernd, wurden seine Schritte immer unsicherer.
Vor der Tür, fiel er dem Wachsoldaten geradezu in die Arme und wurde rein gebracht. Drinnen überprüfte man den Mann. Den Nachrichtenbeutel nehmend, wurde dieser an Sir Mariyane gereicht. Sie verschwand damit schließlich im Büro der Baronin…

Eveline saß an ihrem Schreibtisch als man ihr den Brief aus der Tasche des Boten reichte.

“ Ehre und Stärke!

Die Geißel rückt in immer größere Truppenstärke im Wald vor. Wir können den Wald nicht mehr lange halten. Wir haben begonnen die letzten Flüchtlinge nach Ravenhall zu evakuieren. Ich werde die Miliz abkommandieren und mit Magister Johann Knut, nach Ravenhall entsenden. Der Rest der verbliebenen Truppen wird mit mir den Wald halten so lange es uns möglich ist, auf das die Flüchtlinge Zeit haben, um sich in Sicherheit zu bringen. Weiter sende ich drei weitere Reiter aus, die die anliegenden Ländereien warnen.

Anbei lege ich eine Liste bei mit den Namen der Soldaten und freiwilligen die im Elwynn dienen und die Namen derer die bereits das ewige Licht erblickt haben.

Licht Schütze euch. Licht schütze Ravenhall. Licht Schütze die Lebenden.

Gez.
Ridvan Abrousi
Paladin der Kirche des Lichts, Ritter Ravenhalls”


Eveline sah von dem Brief auf und schluckte schwer “ Wie alt ist das?” fragte sie leise.
Sir Mariyane schüttelte leicht den Kopf. “ Wir können nicht sagen wie alt es ist. Der Bote ist kaum bei Bewusstsein und wird behandelt. Er ist übel mit genommen. Er kam ohne Pferd und sieht aus als wäre er durch das halbe Sumpfland gekrabbelt..” antwortet sie ruhig.
Eveline atmete tief durch und sah runter auf den Brief “ Meldung nach Ravenhall. Sir Jedediah möchte sofort jeglichen Fußsoldaten abziehen, den wir dort entbehren können. Er soll sich den Soldaten Sturmwinds anschließen und das Tor verteidigen. Sir Solveig soll sich hier einfinden. “
Sir Mariyane nickte leicht und kam langsam näher. Die Liste mit den Namen unter em Brief hervor ziehend, faltet sie diese. “ Wenn du erlaubst, würde ich mich dieser Sache gerne annehmen. “ sprach sie darauf und schob die Liste bereits in ihre Tasche.

Eveline erhob sich aus ihrem Sessel und wendete sich vom Schreibtisch ab. Aus dem Fenster blickend atmete sie tief ein und aus. “ Protector de Silva. “ spricht sie ruhig und sieht kurz über die Schulter.” Und eine Tafel mit allen Namen .. und … Ethan. Ich will das Ethan und seine Leute in den Wald gehen. Wenn es überlebende gibt, sollen sie diese bergen.”
Sir Mariyane nickte und verließ darauf das Zimmer. Eveline blieb zurück am Fenster, mit ihren Gedanken allein.

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Eléonore Eltringham
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Re: Ravenhall - Sturmwind

Beitrag von Eléonore Eltringham » Mi 18. Nov 2020, 22:58

kaum waren er und Alsdair in Neu Lordaeron angekommen, wurde er auch bereits zurück beordert.
Der Südwald brauchte Unterstützung. Er hatte Erfahrung auf dem Feld, auch wenn er nun Studierte und auch damals als Feld Sanitäter dabei war, konnte er kämpfen, das nutzte in dieser Zeit eher, als hätte er in den sicheren Mauern Neu Lordaerons gesessen.
Wen man an seiner statt nach Neu Lordaeron schicken würde, stand in dem kurzen schreiben nicht,
wohl aber, das er Sir Ridvan und seine Männer und Frauen unterstützen sollte.
Er nahm also am frühen morgen das Portal nach Sturmwind und begab sich zu den Ställen, organisierte sich ein Pferd und beeilte sich in den Südwald zu gelangen, auch wenn er nur kurz zögerte, der wunsch, seine liebste nur noch einmal kurz zu sehen war groß.
Doch sein Auftrag war dringend.

In Sturmwind war es noch ruhig, kein untot, der einem auflauerte. Aus Erfahrung wusste er aber, das sich das unter Umständen in nur wenigen Stunden hätte ändern können. Im Elwynn angekommen, änderte sich das Bild auch schon, je näher er dem Lehen kam.
Irgendwann sah er ein, das er mit dem Pferd nicht mehr weiter kommen würde. Er lenkte das immer wieder scheuende unruhige Tier an den Rand des Geschehens, dort, wo seine Chancen besser waren.
Ein Mantra schlich sich in seine Gedanken. „Ich muss das schaffen. So viele Leben stehen auf dem spiel.“

Und tatsächlich, er schaffte es, sich bis zum Tor Neu Ravenhalls vor zu kämpfen.
Einige seiner früheren Kammeraden konnte er ausmachen, aber viele, die er nie gesehen hatte. Sie kämpften Seite an Seite gegen die endlos scheinende Flut von Untoten.
Über das Getose, dem Stöhnen sterbender und schon gestorbener hinweg hörte er Sir Ridvan, er kämpfte, wie er immer Kämpfte.
Erbarmungslos, für seine Größe doch Leichtfüßig und Konzentriert achtete er dennoch auf das was um ihn herum geschah. Rief das Licht um Hilfe an.. hier und da sah man immer wieder wie ein kleiner Trupp Untote vom Licht gepeitscht zurück doch es war unmöglich, sie alle zu besiegen.

Zu wenige, die die Mauern noch verteidigten. Er hoffte, das sie genug waren, die letzten zu Evakuieren.
Wie gebannt stand er einen kurzen Augenblick da und sah verzweifelt über dieses Schlachtfeld.
Es kam ihm wie Stunden vor, doch waren es nur Sekunden, bevor er sein Schwert zog und sich ihnen anschloss.
Er brauchte nur kurz, um zu überblicken, das den meisten, die verletzt wurden nicht mehr zu helfen war. Er konnte hier, mitten auf dem Feld nur wenig gegen die Seuche tun, die sich im inneren der Kämpfer ausbreitete. Dazu hatte er nur wenig Möglichkeiten.

Er warf den Blick nach vorn, Ridvan war umzingelt. Er sah erschöpft aus, so wie es aussah,
war dies ein Kampf, der schon zu lange andauerte. Wie lange würden sie noch durchhalten?
Er wusste, das sie die untoten so lange wie möglich davon abhalten sollten, die zu evakuierenden zu erreichen und das sie sich dann selbst zum Portal zurück ziehen sollten, bevor es vorerst geschlossen werden sollte.
Warum dauerte das so lange? Noch nie hatte er den Riesen derart erschöpft gesehen.

Und da kam es! Das Signalhorn wurde geblasen und Ridvan brüllte seine befehle zum Rückzug. Er selbst wartete bis die Männer und Frauen sich zurück zogen, bevor er selbst sich kämpfend auf den Weg machte.
Edmunt kämpfte sich von der Seite durch. Er zählte nicht mehr, wie viele Ghule er tötete oder von sich stieß, er musste seinen Leuten helfen, bevor er sich den Truppen zur Verteidigung Sturmwinds anschließen würde.
Beinahe zeitgleich mit Ridvan erreichte er das Tor, als eine neue Flut von Ghulen heran preschte.
Die beiden Männer drehten sich herum und verteidigten die sich zurück ziehenden, doch schien es aussichtslos. Die Hoffnung durften sie dennoch nicht aufgeben.. und so kämpften sie weiterhin, als das letzte Signal geblasen wurde noch immer.
Edmunt sah zu Ridvan und in dem Moment wurde ihm klar, das er auch für den Riesen nichts mehr würde tun können. Dennoch eilte er ihm zur Hilfe, blind vor Wut und Kummer.
„Lass mich nicht zu einem von ihnen werden Bub. Schenk mir ein des Lichts würdigen Tot.“
flüsterte der Paladin und Edmund verstand und während er Ridvan noch erlöste spürte er fast gar nicht, wie auch er gebissen wurde, ein Biss folgte dem anderen.
Das er gefressen wurde, spürte er zu seinem Glück nicht mehr.

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