Argentumgarde & all die Dinge die geschehen

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Safina
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Argentumgarde & all die Dinge die geschehen

Beitrag von Safina » So 24. Feb 2019, 18:26

Safina hat geschrieben:Nachdem sich alle eingefunden hatten, wurde näher zusammen gerufen. Es sollte allen noch einmal bewusst gemacht werden worum es hier geht. Die Magier machten sich bereit das Portal zu eröffnen und schon hier öffnete sich die erste Prüfung für einige. Wer keine Portalreise machen möchte - bleibt zu Hause. Gebete, Rufe, aufbauende Worte, stärkende Worte und hier und da vernahm man schon die ersten die sich kennenlernten wollten. Dafür allerdings, sollte nun nicht die Zeit sein. Diese Zeit würde noch kommen, früher oder später.

Durch das Portal hindurch und gerade wohl den ersten Schlag auf den Magen überstanden, sollte es für diesen keine Ruhe geben; wer es denn nicht aushalten könne. Eine holprige Fahrt. Noch saßen sie alle auf ihren Pferden, welche teilweise schon verrückt spielten. Runter von den Pferden und diese angebunden, versucht wohl jeder erst einmal die Orientierung wieder zu gewinnen, was wohl am besten klappen würde, würde man einfach nur auf den Boden starren, welches sich aber als schwieriges Unterfangen erübrigte, wenn man das schaukeln, die Geräusche und alles drum herum nicht ignorieren könne.

Es wurde holpriger und man musste sich Halt suchen. Suchte man sich aber Halt, ertönten diese schrillen Töne und man haderte, ob man sich nun festhielt und dieses schrille Lachen verdrängt oder ob man sich die Ohren zuhielt und Gefahr lief wegzurutschen. Mit Glück würde man noch durch die Seiten des Schiffes aufgefangen werden. Mit Pech aber, würde man wohl in etwas Unbekanntes stürzen. Zum Glück war aber das für keinen der Fall. Außer für eines der Packpferde der Roten.

Wichtel und andere merkwürdige Gestalten wurden sichtbar. Mancher irritiert und mancher der sofort wusste was zu tun ist. Sterben? Das würden sie hier nicht, man sah sich genötigt diese Kreaturen vom Schiff herunter zu befördern. Arg gruselige Kreaturen, wenn man selbst so etwas noch nie wirklich zu Gesicht bekommen hat. Sie wollten kratzen, beißen, sich mit ihrem Schleim festsetzen, aber keine Chance. Nichts war größer als der Glaube und der Zusammenhalt der Gruppe. Bunt gemischt standen sie zusammen um sich gegenseitig vor den Gefahren zu schützen.

Irgendwann nach einer holprigen Fahrt. Schon hier alleine für einige völlig ereignisreich, war das Ziel in Sicht, so hoffte man es. Wohl angekommen durch das Portal standen sie alle an einem Ort. Einigen war es bewusst, dass war nicht das Ziel welches sie glaubten zu erreichen. Andere wiederum wussten genau das sie hier erst mal in Sicherheit sein würden und völlig andere die sichtlich irritiert über den Ort hier waren und sich fragten: "Ist das hier wirklich der Ort, diese Welt von der alle gesprochen haben? Das kann nicht sein, viel zu ruhig."

Nachdem der Erkundungstrupp sich an diesem Ort, Sturmschild, umgesehen hatte; stand nur eines fest: Sammeln! Sammeln von Kräften, sich beruhigen wieder zu sich kommen und irgendwie das Erlebte zu verarbeiten. Hierbei halfen gute Getränke, nette Gespräche und vielleicht der ein oder andere Scherz.

Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 1

Wenn man es genau nehmen würde, würde es eigentlich Tag zwei sein, aber an diesem Tag haben sie sich alle getroffen und alles besprochen. Ich war nicht dabei. Vielleicht auch ganz gut gewesen, sonst hätte ich es mir sicherlich noch anders überlegt. Ich hasse Portale. Ich hasse Magier. In einigen Punkten mögen sie vielleicht nützlich gewesen sein. Nützlich aber nicht brauchbar. Sei es drum. Nun sind wir hier an diesen Ort den ich nicht kenne. Den viele nicht kennen. Sei es drum, wir sind alle hier gemeinsam. Soviele Leute durcheinander gewürfelt. Ich hoffe es kommt nie dazu, dass ich von meinen Leuten getrennt werde. Das wäre schrecklich, furchtbar schrecklich. Aber wenn wir alle aufeinander Acht geben werden, sollte sowas nicht passieren und wenn wir wohl immer alle zusammen bleiben würden.

Ich vermisse mein zu Hause jetzt schon. Ist das normal? Ich glaube ich sollte aufhören mir soviele Gedanken zu machen und die mache ich mir wohl. Das muss erst einmal alles sortiert werden, verarbeitet und was eben nicht alles. Deswegen werde ich jetzt versuchen, etwas Ruhe zu finden und mich anderweitig ablenken. Wenn das irgendwie klappen sollte.

Gez:
Safina Velstadt

Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 2

Ich muss gestehen an diesem Tag habe ich irgendwie nichts weiter gemacht. Während sich andere im Rathaus versammelt haben und später auf Informationsbeschaffung waren. Habe ich mich um "Ordensangelegenheiten" gekümmert. Das heißt ich habe die Pferde versorgt, die Rüstungen kontrolliert und diverse andere Dinge dich nicht weiter erwähnenswert werden. Ja, so ist das alles irgendwie. Ich wünscht mir irgendwie ich könnte doch wieder nach Hause. Wenn ich höre das dieses Gebiet in das wir wohl wollen gefährlich ist. Alles was kein Wappen der Allianz trägt ist dein Feind. Ein schauriger Gedanken, irgendwie. Aber gut jetzt bin ich hier und werde mich darum kümmern, dass wir alle auch wieder nach Hause kommen. Immerhin trägt wohl soweit jeder diesen Wunsch mit sich wieder nach Hause zu kommen.

Nachdem sich ja alle soweit wieder im Speisesaal versammelt haben um sich der Brotzeit anzunehmen. Habe ich mich noch ein wenig mit dem Hauptmann und dem Bruder Ayrek unterhalten. Svogthos ist dann nur später mit zu Hana ins „Bett“. Ich glaube sie schlafen in der Nähe von einem Baum. Aber gut, wenn sie sich dort wohlfühlen dann sollen sie eben da schlafen. Ayrek und ich haben uns später noch ein Plätzchen weiter abseits gesucht und ein wenig geredet. Es war ganz interessant und eine Ablenkung zu gleich. Wir haben schon Pläne geschmiedet, wenn wir wieder zurück in Sturmwind sind. Diese Pläne werde ich aber nicht hier aufschreiben, wer weiß wer mal dieses Buch in die Hände bekommt und es liest. Obwohl es wohl ganz amüsierend für denjenigen wäre.

Ich bin gespannt was heute passieren wird. Ich hoffe es ist nicht schlimm an meine Angst zu denken, denn die überwiegt. Ganz schön viel. Immerhin habe ich sowas noch nie gemacht und ich weiß nicht genau was uns alles erwarten wird. Eines habe ich mir aufjedenfall in meinen Gedanken eingeprägt. KEINE ROTEN PILZE essen. Morgen wird es sicherlich wieder etwas Neues zu lesen geben. Ich hoffe es zumindest. Man weiß ja nie was passiert.

Gez:
Safina Velstadt

Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 3

Ich weiß noch gar nicht so genau wo ich wirklich anfangen soll. So ruhig wie der vorherige Tag war, sollte es wohl nicht werden, aber er hatte so begonnen. Alle versammelten sich und dann ging es zur genaueren Planung über. Ja, irgendwie habe ich nicht ganz genau zugehört, aber egal. Sachen gepackt und alles was eben nötig war und los ging es mit den Booten. Herrje ich hasse mittlerweile Boote. Als wir dann endlich irgendwo angekommen sind, war überall das was dort nicht hätte sein sollen. Oder eben besser gesagt, wir hätten uns wohl lieber etwas anderes gewünscht. Rote Pilze...und ich dachte mir so "Na toll", besser hätte es wohl nicht laufen können.

Ich habe mich den Spähertrupp mit angeschlossen, war irgendwie ein gutes Gefühl. Wenn man denn von gut sprechen kann. Ich fühlte mich aufjedenfall auf eine Art und Weise nützlich und gebraucht auch wenn das irgendwie ja so eine freiwillige Sache war und keiner mir gesagt hat, dass ich das machen soll. Also kurzum sind wir in diesem Pilzwald angekommen und mussten uns irgendwie einen Weg heraus suchen und das war gar nicht so leicht wie ich es mir vorgestellt habe.

Wir durchkämmten also irgendwie diesen Pilzwald und als wir wieder alle beieinander waren, habe ich irgendwie Geräusche gehört und wollte der Sache nachgehen. Mit Erlaubnis durfte ich das dann auch tun und habe den Bruder Organa mitgenommen. Was wir "gefunden" haben war eine Rangari. Teupelhaft oder so sind wir, hat sie gesagt. Ich habe ganz oft bitte gesagt und dann hat sie uns begleitet um uns irgendwie zu helfen. Ja so kann man das doch sagen. Das einzige was irgendwie frustrierend war, war eben das wir als Trödler bezeichnet wurden...naja egal, war eine schwierige Situation. Ich bin mir ganz sicher, wäre ich dem nicht nachgegangen, hätten wir jetzt keine Rangari. Das würde heißen wir hätten keine Rangari die uns eine Karte für dieses Gebiet hier fertig machen könnte.

Wir haben einen Lagerplatz gefunden und dann haben wir uns noch ein wenig unterhalten und naja...kennen gelernt. Muss ja auch mal sein.

gez:
Safina Velstadt

Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 4

Das Lagerleben...

Irgendwie ist es ja doch schon so interessant wer sich hier alles zusammen gefunden hat um den Ruf zu folgen und irgendwie bin ich ein Stück weit Stolz ein Teil davon zu sein. Es fühlt sich irgendwie richtig an, aber gut vielleicht tue ich auch wieder irgendwas dummes und dann sieht das alles wieder ganz anders aus. Ich strenge mich zumindest an, nicht irgendwas verkehrtes zu machen. Zum Beispiel bei diesen Händlern oder wer auch immer das war. Ich hätte gerne ein paar Bomben gekauft oder ein Gewehr, aber ich hatte erstens nicht die Mittel dazu und zweitens kann ich sowas einfach nicht entscheiden. Jetzt frage ich mich gerade eigentlich warum ich Bomben kaufen wollte, aber naja egal.

Ich hab gestern Rolf kennen gelertn, Rolf Hawkin. Habe ihm versprochen in meinem Tagebuch zu erwähnen, das habe ich hiermit getan. Rolf hat mir eine Zigarette geschenkt. Eigentlich weiß ich gar nicht warum ich ihn danach gefragt habe, aber gut. Danee hat sie jetzt. Sie wollte sie erst mit mir zusammen rauchen, aber ich rauche nicht und Hana und Svogthos hätten das sicherlich nicht gerne gesehen. Wenn ich ja viel mit mir machen lassen, aber rauchen...nein, nein das tue ich nicht.

Aus Ayrek werd ich auch irgendwie nicht ganz schlau drauß. Aber gut, solange kenne ich ihn ja noch gar nicht. Ich meine er wurde ebenfalls aus Nordend nach Sturmwind versetzt. Einen Tag da gewesen und schon ging es hierher wo wir nunmal eben sind. Ich hoffe nur das nicht alle so aus Herdweiler drauf sind, wie jemand ganz Bestimmtes. Wie es wohl Velonica in Sturmwind ergehen mag? Ich hoffe das es ihr gut geht, ein bisschen Sorge habe ich ja doch um sie. Aber sie wird es schon überstehen, da bin ich mir ganz sicher. Immerhin hat sie mehr Kampfgeist als ich.

Nun denn, ich bin müde und werde mich nun ausruhen. Wer weiß was uns morgen alles so erwartet.

gez:
Safina Velstadt

Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt


Tag 5

Scheiß Tag...

Wirklich und wenn ich das schreibe dann meine ich das auch tatsächlich so. Ich habe mit die Nachhut gebildet und bin darüber wohl auch ganz froh drum. Obwohl eigentlich bin ich überhaupt wegen nichts fröhlich. Gerade, jetzt, hier...nein. Ich möchte gar nicht hinterfragen, warum sie so gehandelt haben, das steht mir nicht zu. Ich bin mit eines der kleinsten in der Kette, die auch nur irgendwas zu melden haben. Aber wie bitte...kann man von läutern sprechen, wenn man dafür sorgt das Familien auf diese Art und Weise ausgelöscht werden. Orcs hin oder her, das hätten auch wir sein können. Wie kann man da von läutern sprechen, wenn einige noch um ihr Leben gelaufen sind, als sie mitbekommen haben was wohl passiert ist? Wie kann man von läutern sprechen, wenn nicht sofort alle ihre "Erlösung" gefunden haben?

Ja wir lassen sie einfach verbrennen und qualvoll sterben, sind sie doch selbst schuld, wenn sie versuchen davon zu laufen. Herzlos nenne ich so was nur. Wie soll man so bitte das Unrecht von dem Recht erkennen? Ich versteh es einfach nicht. Und dann wird man auch noch angemault, weil man wenigstens noch ein paar letzte Worte mitgeben wollte. Ich hab mich doch entschuldigt, dafür das ich alle aufgehalten habe, also warum noch weiter drum herum reden?

Ich habe noch ein kleines Denkmal gebaut. Es ist nicht viel, aber es soll auch nur für mich sein. Wahrscheinlich werde ich nie wieder zu diesem Denkmal kommen, aber ich werde mich daran erinnern wo ich es gebaut habe und versuchen jeden Tag daran zu denken. Wenn man niemanden vergisst und immer mit sich trägt, dann ist er auch nicht gestorben. Auch wenn ich diese Orcs gar nicht kannte und wohl nie kennen gelernt hätte, dennoch ist es wohl etwas was man tun kann, wenn schon alles ausgelöscht wurden ist. Ein kleines Andenken eben. Ich werde es einfach nie vergessen, wie sie da hockte und ihr Kind in den Armen hielt und es beschützen wollte, es am Leben lassen, aber jeglicher Versuch war wohl vergebens.

Wie kann man nur so grausam sein? Ich werde es wohl nie verstehen, aber ich muss es wohl auf eine Art und Weise akzeptieren und rückgängig können wir all das wohl nicht mehr machen. Auch wenn einige wohl alles dafür geben würden um das zu tun. Ich weiß das wir an unsere eigenes Leben denken sollten und das von den Leuten mit denen wir gemeinsam hier sind. Gemeinsam diesen Ruf gefolgt sind und das ganze gemeinsam überstehen wollen, aber dennoch...
Ach ich sollte einfach aufhören die Entscheidung derer Person in Frage zu stellen. Irgendwann, ja irgendwann müssen wir auch alle das verlieren was uns lieb und teuer ist oder jene verlieren uns. Der Lauf der Zeit und auch wenn ich noch einiges in meinem Leben vorhabe, würde ich dennoch mein Leben für jeden einzelnen hier geben, ob er es mir glauben würde oder nicht wäre sein eigenes Problem. Ich stand zu oft am Abgrund und nicht jetzt zu sagen ich würde endgültig den Absprung wagen.

Und ich hoffe darauf, dass das hier einige nie zu lesen bekommen. Ich werde versuchen zu schlafen, aber wahrscheinlich werde ich die Bilder einfach nicht aus meinem Kopf los werden und wem dem so sein sollte, dann werde ich einfach das tun was ich auch getan habe, als wir beim Lager eingetroffen sind.

Gez:
Safina Velstadt

Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 6

Die Eindrücke wirken noch...ich glaube ich muss mir noch dazu Gedanken machen. Weiter darüber nachdenken, aber jetzt lege ich mich weiter hin. Seit zwei Tagen ist mir schon übel.

Bitte verzeih mir das ich nicht soviel schreiben kann, es geht einfach derzeit nicht.

gez:
Safina Velstadt

Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 7

Ich fühle mich ein wenig besser, weitesgehend. Nachdem mir Hana diese Bonbons gegeben hat, aber dennoch beschleicht mich immernoch dieses ungute Gefühl. Vorallem seitdem gestrigen Tag. Es ist kompliziert und ich weiß einfach nicht so recht wohin ich mit meinen Gedanken soll. Noch weniger wo ich sie einsortieren soll. Dieses sortieren der Schubladen in seinem Kopf, es geht einfach nicht mehr. Da ist zuviel durcheinander als das ich irgendwas sortieren könnte. Ja und wahrscheinlich denke ich einfach wieder zuviel nach.

Svogthos hat mir schon oft genug gesagt, dass ich nicht soviel nachdenken soll, naja und sowas ist immer leichter gesagt als getan. Ich weiß nicht ob ich jemals bereit für sowas bin oder es jemals werden. Ja...zum einen will ich das schützen was mir lieb ist, aber zum anderen muss ich wohl selbst erkennen das meine Naivität mich früher oder später selbst das Leben kosten wird. <s>Wahrscheinlich eher früher als später. </s>

Vielleicht aber kommt es doch anders als man denkt und irgendwann werde ich auch verschiedene Dinge ganz anders sehen und kann nichts mehr an mich heran lassen. Ich weiß selbst momentan noch nicht einmal wo mich mein eigener Weg hinführen wird.

Ich mache mir ein wenig Sorgen...die Blüte...ein Blatt...es sieht nicht mehr so schön aus wie vorher. Ich hoffe doch das alles in Ordnung ist.

gez:
Safina Velstadt

Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 8

Tod...

Wer sagt denn, dass der Tod etwas schönes wäre? Obwohl...tot...im Sinne von ermordet, getötet, abgeschlachtet, versehentlich ins Schwert gelaufen. Sowas meine ich, nicht der Tod, der einen sowieso irgendwann erwartet. Eigentlich weiß ich gerade noch nicht einmal warum ich jetzt darüber schreibe. Sie reden doch immer alle über den Sieg und den Tod. Warum kann ich das dann nicht auch einmal machen. Ich bin nicht stolz auf meine Leistung und damit meine ich, dass ich jemanden umgebracht habe. Da können die anderen sagen was sie möchten, dass es nun mal so kommen musste. Das wir sie umbringen mussten, sonst hätten sie es früher oder später mit uns getan. Vielleicht ist es auch einfach leichtsinnig so zu denken. Ja und sie haben ein uns freundliches Volk abgeschlachtet, dass sollte ich vielleicht dazu nicht vergessen. War es dann Rache? Haben wir sie aus Rache getötet?

Sei's drum. Ich werde wohl nie so wirklich dahinter kommen. Aus welchen Gründen wer jetzt was tut. Mein Schädel brummt und es fühlt sich genauso an wie damals. Diese Träume, nur sind sie diesmal anders. Sie geben der ganze Sache wieder einen Sinn und ein Ziel. Ein Ziel das wir alle hier wieder Lebend rauskommen. Egal ob ich hier jemanden leiden kann oder nicht. Das spielt letztendlich keine Rolle. Wir sind gemeinsam wegen einer Sache hier und alle wollen wir gemeinsam wieder zurück kommen. Von daher muss ich mir immer wieder sagen, egal was befohlen wird, egal was wir tun. Hinterfragen kann man hinterher und nicht währenddessen. Oder? Wäre es doch sinnvoller gleich zu hinterfragen? Befehle sind Befehle.

Es brummt schon wieder, bei jeder Bewegung. Vorher hatte er das auch teilweise getan. Jetzt heißt es Zähne zusammen beißen und sich davon nicht beirren lassen. Das vergeht auch wieder. Nur muss ich jetzt sehr genau aufpassen. Ich weiß nicht ob hier jemand soetwas vollbringen könnte wie die ehrwürdige Mutter Weißsträhne, wobei man mir wohl keine weitere Chance zum leben geben würde. Du hast nur dieses eine Leben Safina und das solltest du so leben wie du es möchtest, nicht wie andere es gern hätten.

Ich hoffe doch das es allen in Sturmwind gut geht. Ich vermisse sie. Ob sie wohl genauso an mich denken, wie ich an sie?

gez:
Safina Velstadt

Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 9

AKZEPTIERT IHR EURE ROLLE HIERBEI, DIESEM KREUZZUG BEIZUSTEHEN? AKZEPTIERT IHR, BIS ZUM LETZEN ATEMZUG, BIS ZUM LETZTEN TROPFEN BLUT ZU KÄMPFEN?

"Ja, ich akzeptiere

GELOBT IHR, EURE BRÜDER UND SCHWESTERN DES KREUZZUGS INS KRIEGSGEBIET UND ZU RUHM ZU FÜHREN?

"Ja, ich gelobe"

SCHWÖRT IHR, DIE FEINDE DES LICHTS TROTZ ALLEM ZU ZERSCHMETTERN, WAS SIE EUCH ENTGEGEN WERFEN KÖNNTEN UNGEACHTET DER BRUTALITÄT UND DES EINFALLSREICHSTUMS DES FEINDES?

"Ja, ich schwöre."

Das waren die Worte die wir gehört haben und die Worte die wir gesprochen haben. Ja wahrscheinlich sollte es dafür sein um den Zusammenhalt irgendwie zu stärken, aber muss man denn dafür unbedingt einen Eid ablegen? Wir werden ja sehen was es bringt.

gez:
Safina Velstadt

Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 10

Ratlosigkeit...

jeder hat es sicherlich schon einmal gehabt. Diese tausend Fragezeichen die um einen flirren. Bedeutet manches mal nichts gutes. Ich weiß nicht wohin die Siege noch führen sollen oder wo allgemein noch alles hinführen soll, bei der Vielzahl aller Verletzter. Und jedem dem man seine Hilfe angeboten hat, der hat sie abgelehnt. Dabei hab ich es nur gut gemeint. Ich kann keine Wunden versorgen, ich kann kein Licht oder irgendwas dergleichen auf Verletzte wirken. Sondern einfach nur zusehen und nichts tun. Zu klein und zu schwach um irgendwen auch nur stützen zu können.

Was mach ich eigentlich hier? Ja Safina, du kannst einigermaßen mit zwei Schwertern umgehen, aber könntest du damit wirklich im richtigen Moment, richtig handeln? Reden will mit dir auch keiner über seine Probleme, jeder will seine Ruhe haben. Aber jeder sagt zu mir, ich solle über meine Probleme reden. Unfair. Während ich hier sitze und meine Gedanken auffasse, was ich wohl alles nicht kann. Sitzen die anderen verletzt zusammen und müssen sich ihre Wunden versorgen lassen. Wie bin ich eigentlich von der Sache so gut davon gekommen? Stimmt...dich schickt man als letztes vor. Ich wäre wohl nur leicht klein zu machen, aber gut. Ich sollte mich nicht so sehr in diesen Gedanken festsetzen. Sondern vielleicht einmal beweisen das ich auch mehr kann.

Ich weiß das ich mehr kann und das werde ich allen anderen auch zeigen. Zumindest werde ich es versuchen, das irgendwie zu tun. Aber wie? Das weiß ich noch nicht genau. Ich werde es sehen, hoffentlich.

gez:
Safina Velstadt

Svogthos hat geschrieben:Einmal tief durchatmend setze sich Svogthos an das Bett von Hana und betrachtete Sie kurz.
Sie schien im moment ruhig zu schlafen, was auch ganz gut war. Zumindest scheint das Schmerzmittel gewirkt zu haben.

Langsam entledigte er sich den Schulterteilen und schließlich den Brustpanzer um die Stichwunde
am Bauch zu begutachten. Die Wunde war durch den harten Aufprall gegen eine der Blechmaschinen wieder
aufgeplatzt. Aber die Wunde war bereits versorgt worden.

"Wiedereinmal eine Schlacht ... und wiedereinmal stand ich am vollkommen falschen Ende
um dir irgendwie helfen zu können."
, murmelte er.
"Ich werde da etwas ändern müssen..."

Noch einmal lies er den Blick durch den Raum schweifen, auf der Suche nach Ablenkung.
Er seufzte leicht als er nichts fand, griff in seine Gürteltasche und holte ein kleines Buch hervor.
"Ich sollte vielleicht doch langsam mal etwas niederschreiben"
Er nickte leicht zu sich selbst, nahm den Kohlestift zur Hand und begann zu schreiben.


Logbuch des Hauptmannes, Eintrag 1: Von Pilzen und Schlachtengetümmel

Es ist an der Zeit das Ich hier die Geschehnisse der letzten Tage wohl auch einmal niederschreibe.
Und wenn es nur dazu da ist um mich selbst abzulenken, aber egal. Fangen wir mit den letzten Tagen an.
In Kurzform versteht sich.


Tag 1: Himmelfahrt durch den Nether

Wie ... Ich ... Es ... Hasse!
Der erste Tag verlief anfangs ja noch recht ruhig. Heerschau. Eine ganze Menge an Orden und Soldaten war versammelt.
Sowas durfte Ich zuletzt in Nordend erleben.
Die Ruhe hielt aber nicht lange an, den das !Portal! ... Warum müssen das immer verdammte Portale sein?! ...
Führte uns zu einer wahrlich romantischen Kreuzfahrt !direkt! durch den Nether. Grandios!
Gepaart mit kleineren Scharmützeln gegen niedere Dämonen war die Umgebung selbst so reizend, das man sich am liebsten
an Ort und Stelle einfach übergeben hätte ... Safina hats ja vorgemacht ... Oder einfach gleich über Bord springen wollte.
Die Gastfreundschaft der Dämonen war wirklich ausgezeichnet. Ich hätte ja erwartet das etwas mehr kommt, aber Ich vermute das
der Arkane Schild um uns das gröbste Abgefangen hat.
Und dann ... diese SCHEIß MÖWE ... Als könnte der Tag nicht schon schlimm genug gewesen sein!


Hmmm ... Aus der Kurzform ist irgendwie nichts geworden ... egal.


Tag 2: Auf Tuchfühlung mit Sturmschild

Dieser Tag war sogar ziemlich angenehm. Es wurde im Rathaus zusammengerufen um die aktuelle Lage zu besprechen und die Truppführer vorzustellen,
Danach wurden Informationen von den Soldaten in Sturmschild gesammelt.
Konnte für Hana einen komischen Pilz von einem noch viel komischeren Kerl abluchsen.
Hat sich als gute Entscheidung herausgestellt.


Tag 3: Expedition Pilz/Sporenschleim/Tentakelwald!

Ja, richtig gelesen. Am Tag zuvor noch einen solchen komischen roten Pilz ergattert.
Festgestellt das die einem ranken hinter den Ohren wachsen lassen ... und schon steht man in einem ganzen VERDAMMTEN Wald davon...
Kann ja nicht besser laufen ... Aber doch ... Kann es. Den das ganze Zeugs in dem Wald sonderte Schleim ab UND der Boden war auch
noch von lebenden Tentakeln durchzogen ... Kann Ich als Urlaubsziel nicht empfehlen. Außer man will gerne Teil eines Pilzwaldes werden.
Zum Glück ging das ganze noch glimpflich aus. Safina und Ernst konnten eine Draenei retten und wir haben Lager in einer Ruine bezogen.




Hana atmete tief durch und öffnete die Augen. Leicht verwirrt blickte Sie sich um.
"Svog?"
Svogthos blickte vom Buch auf und lächelte sie leicht an. Er setzte sich neben Sie in das Bett und nahm Sie leicht in den Arm.
"Keine Sorge, Ich bin hier ... und ja mir geht es gut. Schlaf weiter."
"Sicher?", entgegnete Sie leise.
"Ja, sicher ... Schlaf jetzt, du musst dich erholen."
"Na gut..."
Sie schloss die Augen wieder und es dauerte einen Moment, ehe Sie wieder eingeschlafen war.
Er zückte erneut den Kohlestift und schrieb weiter.




Tag 4: Von Grollhufaugen und Worgenzähnen


Ja... Ich weis nicht einmal wo Ich genau anfangen soll. An dem Punkt das Hana alleine zwei Grollhufe erlegt hat? Oder an dem Punkt,
Das Ernst und dieser Rekrut ... James war glaub Ich sein Name ... Sich die Augen der Grollhufe geschnappt haben und einfach so gegessen haben?
Alleine bei dem Gedanken wird mir schon schlecht.
Naja, zumindest hatten wir so genügend Proviant.
Alles in allem verlief der Tag ansonsten recht ruhig. Bis auf den Punkt das Ich wohl einen Waffenhändler verpasst habe ... Und Safina eine Zigarette hatte.


Tag 5: Bombenstimmung in Gorgrond

Wie soll Ich diesen Tag bezeichnen? Die Stimmung war feurig heiß? Es wurde gekämpft bis die Fetzen flogen?
Das ganze klingt etwas makaber ... Soll es vielleicht auch ... Aber der Tag war wohl einer der bisherigen Tiefpunkte dieses Kreuzzuges.
Der Geruch von verbranntem Fleisch in der Luft. Ich bin froh in der Nachhut gewesen zu sein ... Ich weis nicht ob Ich mich hätte sonst zurückhalten können.
"Wir haben Sie erlöst ... erleuchtet" ... Sehr witzig ... Ihr habt Sie bei lebendigem Leib verbrannt. Unschuldige, Frauen und Kinder.
Auch wenn Sie uns zuerst angegriffen hatten, mit der Invasion durch das Portal. Rechtfertigt es diese Handlung?
Wo ist dann noch der Unterschied zwischen uns und Ihnen? Es war Barbarisch, Brutal und bei weitem nicht im Sinne des Lichtes.
An diesem Tag wurden wir auf eine Ebene mit Ihnen gesetzt und wenn Ich jetzt so darüber schreibe merke Ich schon wieder wie einen das mitnehmen kann.
Safina hatte es auch nicht wirklich ertragen ... Aber Sie wird darüber hinwegkommen. Sie hat einen starken Geist und ist eine Kämpfernatur.


Tag 6: Auchindoun die Zweite ... Oder: Wie meine Frau sterben wird

Unnötig ... Mehr kann Ich dazu irgendwie nicht schreiben. Wollte uns das Licht für die Taten am Vortag strafen? Wenn ja,
nehme Ich es hin und Ich hoffe man lernt aus den Fehlern. Aber Hana in einer Vision sterben zu sehen. Unnötig ...
Der Tag war für mich gelaufen und mehr will ICh dazu auch nicht schreiben ... Sonst kommen die Erinnerungen wieder hoch und Ich will Sie niemals so sehen.
Niemals.


Tag 7: Lagerfeuerdiskussionen und deren Folgen

Der Tag war weitestgehend ruhig. So ruhig das man sogar die Zeit gefunden hat, aufeinander herumzutrampeln. Unser Mitgefühl ist Fehlgeleitet. Das ich nicht lache.
Ich hätte Ihr ja vieles zugetraut ... Aber unsere Tugenden als Fehlgeleitet darstellen? Das geht zuweit. Ich stelle mich ja auch nicht hin und stelle Sie als
Lichtverlorene Weltenhasser dar. Habe mit Bruder Bodkin darüber geredet und Schwester Tyrell hat sich daraufhin auch entschuldigt. Hoffe mal das es wirklich nicht nochmal vorkommt.


Tag 8: Die Glorreiche Schlacht um ein Fischerdorf


Grandios! Mehr will Ich dazu nicht sagen. Der erste Kampf in Draenor gegen die Eisernen ... Alle haben Sie wirklich außerordentlich gut gekämpft. und Ich?
Ja ... Ich lag kurz nach Beginn der Schlacht auf dem Boden und lies mich vom Mondschein berieseln. Einfach Grandios ... Da fühlt man sich mal wieder richtig Alt.
Dreck aber auch. Zumindest konnten wir das Dorf befreien und ein paar der Draenei haben es auch überlebt. Das Licht stand uns bei ... Wenn auch nicht mir.


Tag 9: Die Predigt und der Aderlass

Gut ... Aderlass ist etwas übertrieben. Aber irgendwie ist mir nichts anderes eingefallen. Die Predigt von Pater Trystan war wirklich bewegend.
Möge die Seele von Sir von Hohenklinge in Frieden ruhen. Schwester Aveline macht eine schwere Zeit durch. Aber Ich sorge mich mehr darum,
das Sie auf den falschen Pfad landen wird.
Der Augenblickseid nach der Predigt, war etwas von dem Ich ebenfalls hoffe das er die Zusammenarbeit der Orden stärkt.


Tag 10: Von Licht, Orcs und Höllischen Blecheimern

Die Schlacht zur zerschmetterung des Belagerungsringes um die Lichtwacht. Sie war ein Erfolg, das kann keiner bestreiten ... Aber die Zahl der Verletzten zeigt,
das der Gegner niemals unterschätzt werden sollte. Diese Teufelsmaschinen hatten es wirklich in sich. Hana wurde verletzt und Ich konnte kaum etwas dagegen unternehmen.
Jeder hat seine Wunden davongetragen und Ich konnte kaum etwas unternehmen. Wie auch ... Es war mehr glück als können das wir die Maschine letztlich doch vernichten konnten.

Wenn Ich so darüber nachdenke, hätte die Vision heute passieren können und Ich hätte nichts unternehmen können. Ich hätte tatenlos zusehen müssen. Ich kann so nicht weitermachen.
Es wird Zeit eine Entscheidung zu treffen. Es wird Zeit das sich etwas ändert. Die Vergangenheit soll endlich vergangen bleiben. Es wird Zeit nach der Waffe zu greifen.
Es ist nur die frage, ob Ich tatsächlich dazu bereit bin ... Nein ... Ob Ich würdig bin, trifft es wohl eher.
Aber das lässt sich nur auf einen Weg herausfinden. Es wird bald hier eintreffen und dann werde Ich sehen.
Es wird Zeit, das die Flamme des Lichtes erneut erstrahlt.


Ein letztes mal überflog er die Seiten, ehe er zufrieden nickte und das Buch dann zur Seite legte.
Hana atmete erneut tief durch und bewegte sich etwas.
"Ich bin da, keine Sorge ... Erhol dich ... Ich pass auf.", sprach er leise, während er mit der Hand sac

Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 11

Sorge…

Vor ein paar Tagen habe ich schon gemeint dass die Blüte sich verändert hat und anscheinend wird es nicht besser, eher schlimmer. Ich mache mir wirklich Sorgen um Sie. Ich habe hier einen Platz gefunden, der Ihr sicherlich gefallen würde und weil ich mir solche Sorgen um sie mache, habe ich diesen Platz als meinen neuen Gebetsort rausgesucht. Der Kriegsmeister und der Hauptmann sagten mir, dass es ganz egal ist wo ich bete, Hauptsache ich tue es. Vielleicht bringt es etwas, wenn ich an diesem Ort bete und vor allem jetzt gerade für Sie. Vielleicht, aber auch wirklich nur vielleicht bringt es ja etwas. Wobei ich mir da nicht sicher sein kann, auf diese Entfernung, aber mehr machen kann ich nun mal leider nicht.

Ich frage mich ob, wenn wir zurück nach Hause kehren, alles noch so ist wie früher? Einfach wieder ein wenig unbeschwert durch Sturmwind laufen. Wo wir schon einmal bei unbeschwert sind. Habe den Kriegsmeister gefragt ob Svogthos und ich nicht, ein wenig Musik machen können für die anderen. Svogthos hat seine Laute dabei und ich die Flöte und die Geige. Das wird bestimmt toll. Svogthos drückt sich zwar noch davor und droht mir mit dem Strampelanzug, wenn das in die Hose geht, aber ich bin da ganz zuversichtlich. Immerhin spielen wir nicht das erste Mal zusammen. Wir könnten zwar tatsächlich etwas häufiger zusammen spielen, aber gut. Ich hoffe den anderen vom Kreuzzug wird es ebenso gefallen oder ihnen ist das vielleicht so langweilig, dass sie dabei einschlafen. Es könnte aber auch anders sein und alle finden das total toll. Naja wir werden es sehen und wenn das eben in die Hose geht, dann trag ich eben diesen überaus hässlichen pinken Anzug, wobei ich eigentlich nicht einmal wüsste, warum ich den tragen sollte. Das macht gar keinen Sinn.

Genauso wie es keinen Sinn gemacht hat, drei Runden durch die Lichtwacht zu rennen. Ich war eben nur etwas aufgeregt und dann bin ich nun mal eben so. Heute ist Tag elf und heute habe ich mich auch ein wenig mit anderen wieder unterhalten. Erst mit Andrias. Ich weiß noch nicht so recht wie ich ihn einschätzen soll, aufjedenfall abenteuerlustig. Nachdem was er alles erzählt hat. Und ich war schon ein wenig erstaunt, als er einen Zeichenblock hervor holte und mir dann ein Bild von mir zeigte, was er gemalt hat. Ich hab das gar nicht mitbekommen, dass er mich gezeichnet hat. Andrias hat es mir dann geschenkt und jetzt werde ich gut darauf aufpassen. Ich glaube so unterschiedlich sind wir uns beide gar nicht. Ich mag ihn und bestimmt werden wir gute Freunde.

Mit Ayrek habe ich auch wieder gesprochen. Der hat wohl genauso viele Flausen im Kopf wie ich, das würden jetzt sicherlich Erwachsene sagen. Aber sobald man dann doch vielleicht zu einem anderen Thema kommt, dann will er nicht darüber reden. Ich meine solche ernsten Themen, vielleicht liegt es auch an mir. Wahrscheinlich würde ich mit mir selbst noch nicht einmal reden wollen, wenn das zur Wahl stehen würde. Ich kann eben nur zu hören und vielleicht irgendwas dazu sagen. Aber helfen? Wie sollte ich das denn tun? Aber vielleicht finde ich ja noch mal die Zeit und es hilft ihm ja auch sicherlich dabei, wenn er einfach nur das tut was er tun will. Solange es keine Dummheit ist.

Gez:
Safina Velstadt

Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 12

Tut mir Leid...

aber irgendwie weiß ich nicht was gestern passiert ist. Ich hab nur die brutalsten Kopfschmerzen und ich fühl so elendig. Sollte mich besser nochmal hinlegen, vielleicht fällt mir dann wieder ein was passiert ist.

gez:
Safina Velstadt

Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 13

Glück und Unbeschwertheit...

Gestern haben Svogthos und ich unsere Instrumente ausgepackt und für die anderen gespielt. Irgendwie war es ganz toll, die anderen schienen sich wirklich darauf zu freuen und vorallem haben sie auch tatsächlich zu der Musik getanzt. Am Ende, also zum Abschluss habe ich dann auch noch gesungen, ich habe lange nicht mehr gesungen und ich hatte ein wenig die Befürchtung das es total schlimm wird. Ich mich versinge oder den Takt von Svogthos nicht halten kann. Haben es beide überstanden und ich glaube der Applaus und die Komplimente der anderen waren ernst gemeint.

Ich wäre am liebsten nur in Grund und Boden versunken, als sich herausstellte das ich den Tag vorher wohl komplett betrunken war. Ich weiß nichts mehr und daran ist der Marschall schuld. Hat er sich eigentlich dafür entschuldigt, dass er mich so abgefüllt hat und ich mich wahrscheinlich zum Idioten des Jahres gemacht habe? Ich weiß es nicht mehr. Ich bin dann einfach gegangen. Ich hatte keine Lust vor der Gruppe wie ein kompletter Idiot dazustehen. Jetzt sind wir wohl noch einige Zeit hier und dann muss ich sowas durchmachen. Ja tatsächlich steigt der Zorn wenn ich daran denke ins unermessliche und das soll man ihm dann gegenüber auch noch ausblenden am besten. Ich muss mich auf den Kreuzzug konzentrieren. Ich habe es Svogthos versprochen.

Habe mich dann den restlichen Abend zurück gezogen. Zuvor hatte ich aber noch ein, naja, wirklich gutes Gespräch mit der Mutter Lysiane. Es hat mich ein wenig überrascht und aber auch zum nachdenken angeregt. Wobei ich ihr wohl noch hätte sagen sollen, dass ich hier keine Zeit dafür habe und alles überdenke, wenn wir zurück in Sturmwind sind, wahrscheinlich wird dann aber alles zu spät sein. Ich werde nun noch ein wenig frische Luft schnappen und versuchen den Kopf frei zu kriegen.

Achja...die Blüte, sie sieht wieder aus wie vorher, ich habe sie am Abend im Haar getragen. Um allen zu zeigen wie schön sie ist. Es freut mich das es Ihr wohl anscheinend besser geht. Naja nicht nur anscheinend, es ist auch so. Das freut mich. Ich vermisse Sturmwind. Ich vermisse sie alle. Ich sollte mir wohl mal überlegen was ich als erstes mache, wenn ich zurück in Sturmwind bin. Süßigkeiten kaufen? Finni besuchen? Vernünftig schlafen? Meine Familie besuchen? Wobei letzteres...ich habe ihnen noch nicht einmal gesagt das ich weg bin. Gut vermissen werden sie mich nicht. Irgendwie ist das auch der erste Tag wo ich an sie denke, davor habe ich mir eigentlich nie wirklich Gedanken gemacht. Ich sollte mir wohl jetzt gerade tatsächlich die Beine vertreten und den Kopf frei kriegen...keine guten Gedanken die ich hier gerade habe.

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Safina Velstadt

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Safina
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Re: Argentumgarde & all die Dinge die geschehen

Beitrag von Safina » So 24. Feb 2019, 18:31

Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 14

Angst...

Wir wurden angegriffen, von riesigen Schiffen. Also ich meine ich habe noch nie solch großen Schiffe gesehen. Aber ich kann mich da in der Hinsicht auch wirklich täuschen. Aufjedenfall wurden wir von diesen Schiffen angegriffen, also die Lichtwacht. Chaos. Habe mich dann erstmal mit auf die Mauer gehangelt um auch mir selbst einen Überblick zu verschaffen. Drei Schiffe...und wir irgendwie relativ Chancenlos. Es wurden dann zwei Gruppen eingeteilt. War mit bei der Sabotagetruppe. Also hieß es zum einen Schiff schwimmen und die Kanone sabotieren und dann irgendwie rechtzeitig vom Schiff runterkommen.

Als wir dort angekommen sind, war da natürlich der ein oder andere Orc. Sie machten allerdings nur den Eindruck, als wenn sie schon Jahre auf diesen Schiff verbringen würden und eigentlich mit nichts "böses" auf dem Schiff rechnen würden. In einem Moment dachte ich nur wirklich es wäre vorbei mit mir. Während die anderen schon größtenteils die andere Seite unbemerkt erreicht hatten, stand ich da also noch und dann kam ein Orc um die Ecke. Nein und anstatt das dieser Volltrottelorc einfach weiterlaufen würde, hat er wohl anscheinend was vergessen und musste sich GENAU in meine Richtung drehen! Hätte er nicht die andere nehmen können? Dann wäre ich 1. nicht beinahe vom Schiff geflogen / 2. Hätte ich dann nicht so die Luft anhalten müssen und wäre daran gestorben und 3. hätte ich ihn dann einfach von hinten...töten...können. Es klappte auch so ganz gut, also das töten. Auch wenn es mal wieder schrecklich war und meine Hände anfingen zu zittern. Haben ihn dann über Bord geschmissen.

Aufjedenfall schafften wir es dann irgendwie die Kanone zu sabotieren und ich habe mal wieder bemerkt, wie wenig ich eigentlich weiß oder wie wenig ich machen kann. Während andere anscheinend wussten, was sie tun würden. Konnte ich nur dastehen und Befehle entgegen nehmen. Aber vielleicht ist es genau das, wofür ich da bin. Die Fresse halten und Befehle entgegen nehmen, danach handeln und sie zur vollsten Zufriedenheit des Befehlsgebers erfüllen. Manchmal hasse ich es das ich nicht mehr machen kann. Ayrek habe ich gestern auch nicht mehr gefunden. Es ärgert mich gerade alles viel zu sehr. Ich geh jetzt lieber draußen mit helfen beim aufräumen. Vielleicht bekomme ich dann etwas den Kopf frei. Wer weiß.

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Safina Velstadt
Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 15

Wirklich jetzt...

Es ist schon Tag 15 vorbei. Es ist wirklich erstaunlich wie schnell die Zeit vorbei geht. Vor sechzehn Tagen also waren wir noch in Sturmwind und haben Vorbereitungen getroffen. Und erst kurz vorher bin ich ES losgeworden. Ob sich das wohl bemerkbar gemacht hätte auf einer anderen Welt? Jedesmal wenn ich jetzt solche Gesichtersehe, die diesem ähneln oder auch nir ansatzweise soetwas in der Art vorkommt, könnte ich am liebsten schreiend weglaufen. Bei dem Schiff, als das zerstört wurde und dann diese Rauchwolke und...naja, ich wäre auch am liebsten da weggelaufen. Was hätte es nur gebracht? Ich frage mich wann ich das letzte mal seitdem, geträumt habe. Habe ich überhaupt wirklich geschlafen? Eigentlich habe ich schon Angst davor die Augen zu schließen und es wäre doch noch nicht vorbei. Sie haben aber gesagt das es vorbei ist und soetwas nicht mehr vorkommen wird. Bis jetzt ist auch nichts passiert, aber wir befinden uns hier auch ganz woanders.

Daher verstehe ich Ayrek auch ganz gut, nur habe ich ihm das von mir noch nicht erzählt. Immerhin wollte ich ihm erstmal zuhören. Reden, zuhören und vielleicht irgendwie eine Lösung finden. Wir haben da ja auch etwas gefunden, aber ob das wirklich zum Ziel führt, ist die andere Frage. Wir werden es ja sehen, obwohl ich für ihn hoffe das wir nicht nocheinmal in eine solche Situation kommen, aber ich verspreche es, dass ich dann für ihn da sein werde. So wie wir das in einem Orden tun sollte. Ich weiß nur noch nicht ganz, wie ich ihn dazu bekommen soll auch mit jemanden anderen darüber zu reden.

Ich bin gespannt was die nächsten Tage passieren wird und vielleicht kann ich auch einmal mehr tun...

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Safina Velstadt
Svogthos hat geschrieben:Seit einigen Stunden saß er nun schon an der Klippe. Sein Blick wanderte stets zwischen dem Meer und Hana hin und her.
Sie schlief zwar tief und fest, aber Ihre Wangen waren noch immer Hochrot, während der Rest des Gesichtes sehr blaß zu sein schien.
Ein leises seufzen entfuhr Ihm, während er Hana sacht durch die Haare strich und Sie nachdenklich betrachtete.
"Ich bin echt ein Idiot ... Und reagiere viel zu leicht über ...", murmelte er leise und blickte wieder auf das Meer hinaus.
"Wie war das mit der Geduld? ... Ich sollte mich vielleicht einmal selbst an der Nase fassen ... Sie hat Draenor schon einmal überstanden,
Sie wird es auch jetzt wieder tun."

Kurz nickte er zu sich selbst, ehe er nochmal zu Hana blickte und dann schließlich das Notizbuch hervorholte.
"Wird Zeit wieder nachzutragen."

Logbuch des Hauptmannes, Eintrag 2: Lichtwacht und Schwimmkurs


Tag 11: Von Holzpalisaden zur Steinfestung

Einzug in die Lichtwacht, nach der Erfolgreichen Schlacht am Tag zuvor. Es war schon irgendwie ungewohnt, die Lichtwacht plötzlich als Festung vor uns zu sehen
und nicht mehr als das kleine Holzfort das es mal war. Zumindest sind wir hier sicher, die Mauern macht so schnell keiner klein. Dachte Ich mir zu diesem Zeitpunkt zumindest.


Tag 12: Schreibarbeit und Rast

Der wohl langweiligste Tag in der Geschichte Draenors. Habe Hana geholfen den Bestand an Verbänden und Medikamenten zu überprüfen und saß den restlichen Abend,
über Berichte gebeugt im Zimmer. Und Ich dachte mir Ich könnte dem Mist hier entkommen. Licht noch eins! Wieder getäuscht!


Tag 13: Lautenklang und Flötensang

Wie Sie auf die Idee gekommen ist, will Ich mir noch immer nicht ausmalen. Aber Ich muss Ihr zu gute halten das es definitiv mal für Abwechslung gesorgt hat.
Lauten- und Flötenspiel in einer belagerten Festung. Klingt jetzt echt bescheuert, aber war tatsächlich so. Die Brüder und Schwestern konnten zumindest für einen Abend halbwegs
Ihre sorgen vergessen. Bis zu einem ganz gewissen Punkt.
Was sich Matriax dabei gedacht hat entzieht sich bei bestem willen meiner Vorstellungskraft. Safina so vor den Versammelten Orden bloßzustellen.
Manchmal frage Ich mich ob der Junge nachdenkt bevor er etwas macht. Ich hoffe das sich das bessert.
Habe dann noch mit Safina gesprochen und ein paar Dinge geklärt. Sie wird das schon schaffen und Sie kann ja jederzeit mit mir reden.
Ich frage mich nur wo Sie die Blume her hat. Normal ist die nicht, aber Sie erinnert mich auch irgendwie an jemanden.
Naja ... Auch egal.


Tag 14: Schwimmübungen, Kaperversuche und Relinghüpfen

Ich hab es ja schon angedeutet. Die Lichtwacht wurde mit immenser Zerstörungskraft angegriffen. Drei Schlachtkreuzer der Eisernen befanden sich vor der Küste und bombardierten
die Feste. Zwei Trupps wurden gebildet, wurde dabei von Hana getrennt ... Ich hab mir schon lange nicht mehr so viele Sorgen gemacht, vor allem als das Schiff explodierte.
Wir enterten eines der Schiffe um mit der Kanone ein anderes zu versenken. Verlief anfangs relativ gut, aber wir wurden irgendwann langsam aber sicher von den Orcs überrannt.
Und Ich wurde über Bord geworfen ... Ich will nicht wissen, was Ich mir anhören darf wenn das jemand erfährt.
Der Kampf verlief ansonsten relativ gut, konnte zwei Orcs beseitigen und von den anderen fernhalten, bevor mich zwei andere schließlich in das Schlummerland schickten.
So ein Orckopf ist verdammt hart!
Ende der Geschichte, wir haben es geschafft beide Schiffe zu zerstören. Bin mit einer Gehirnerschütterung, einer Platzwunde an der Stirn und einer gebrochenen Nase davongekommen.


Tag 15: Lagerleben, Leerenwandler und unüberlegte Aktionen

Fehlschlag ... der ganze Tag.
Ich weis nicht was mich dazu geritten hat das alles zu tun. Aber ich bereue es ... Vor allem da sich Hana dadurch noch mehr sorgen gemacht hat.
Und Ich trottel bin dann auch noch sauer auf Sie. Gut, die kämpften im Gasthaus gegen etwas wie einen Leerenwandler. Das hätte Sie das Leben kosten können und Ich wusste nichts davon.
Trotzdem hab Ich überreagiert. Bin mir nicht sicher wie Ich das gutmachen kann, aber irgendwas werde Ich schon finden.
Hana ist momentan am Ende Ihrer Kräfte und meine Kopfschmerzen sind auch nicht wirklich besser geworden.
Alles in allem war der Tag wohl einer der beschissensten bisher ... Mental gesehen ... Nicht Körperlich.


Svogthos atmete einmal tief durch und schloß das Notizbuch wieder. Erneut folgte ein prüfender Blick zu Hana.
Sie schlief noch immer tief und fest. Er schmunzelte leicht, drückte Sie etwas fester an sich und blickte erneut auf das Meer hinaus.
"Es wird alles wieder gut. Morgen sieht das ganze gleich wieder anders aus... Aber überlegen muss Ich mir trotzdem etwas."
Einige Zeit lang saß er noch da, mit Hana im Arm und blickte auf das Meer hinaus.
Am nächsten Morgen würde man beide wohl noch immer dort vorfinden, an der Klippe sitzend und schlafend.
Und wenn nicht, wüsste man spätestens wo die beiden sind, wenn ein Schrei ertönt, weil einer von beiden den Mageninhalt irgendwie nicht mehr für sich behalten konnte, es aber nicht mehr zur Klippe schaffte.
Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 19

Irgendwie ist mir aufgefallen das ich die letzten Tage gar nichts geschrieben habe. Ich weiß auch nicht warum. Viel ist eigentlich nicht passiert, ausser das wir wieder mit Schiffen angegriffen wurden sind und uns mit Raketen verteidigt haben. Anscheinend hat der Kreuzzug wohl einen ganz tollen Menschen verloren. Ich habe ihn leider nur kurz immer gesehen und nicht wirklich etwas mit dem Mann zu tun gehabt. Aber trotzdem ist es irgendwie traurig. Verdammt traurig. Ich wüsste gar nicht wie sehr mich das treffen würde, wenn es der Kommandant oder der Hauptmann gewesen wären, oder eben irgendjemand anderes. Hier auf dem Kreuzzug ist irgendwie alles anderes, aber ich kann auch nicht so wirklich erklären warum das so ist.

Apropos Kommandant, der ist auch da. Mit den ganzen anderen. Ein paar kenn ich, ein paar andere nicht, aber indem Gewusel was wir an dem Tag hatten sich ordentlich vorzustellen, war irgendwie nicht so machbar, aber gut wir haben ein paar ruhige Tage um uns vielleicht ein wenig näher kennen zu lernen. Wer weiß. Irgendwie weiß ich auch gar nicht so recht was ich mit mir anfangen soll. Soviel machen kann man auch nicht und fröhlich tanzend und singend durch die Lichtwacht, kommt irgendwie auch dieser Tage nicht so gut an.

Bei irgendwelchen tiefsinningen Gesprächen kann ich auch nicht mitmachen. Das habe ich mal wieder gemerkt. Da weiß ich aber auch nicht woran das liegen könnte. Entweder wollen manche Dinge nicht in meinen Kopf rein, unbewusst. Oder ich lasse es einfach bewusst nicht zu. Ich würde mich ja gerne auch mal da mit einbringen können, aber irgendwie geht es nicht. Mal schauen wie es die nächsten Tage wird. Ich lass mich einfach mal "überraschen".

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Safina Velstadt
Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 22

Schon wieder ein Tag mehr der vergangen ist. Wieder ein Tag mehr an dem sich mir große Fragen in den Weg stellten und was ist die Antwort darauf? Ich weiß es nicht. Derzeit fühlt sich einfach alles so leer an, als ob ich keine Emotionen mehr zeigen könnte und ich weiß einfach nicht woran es liegen könnte. Wahrscheinlich sind es die Vorkommnisse der letzten Tagen und Wochen. Ist es wirklich so, das nach solchen Erlebnissen der Körper sich total leer anfühlt und man sein Umfeld nicht mehr wahrnehmen kann? Die anderen machen nicht einen solchen Eindruck auf mich, aber gut das was um mich herum passiert kann ich auch nicht mehr wirklich wahrnehmen.

Wieder ein Tag mehr an dem ich mich im stillen zurückziehe und einfach alleine bin. Ein Tag mehr an dem ich einfach verkümmere und mich frage was ich besser machen könnte. Egal was ich tue, was ich sage, was ich für Gedanken habe. Es fühlt sich alles so verdammt falsch an. Jetzt gerade blicke ich über den Hang zum Meer hin und frage mich ob das alles noch einen Sinn ergibt. Am Ende bin ich doch verloren und alleine. Ich lasse nichts mehr an mich ran kommen. Aber warum? Ich weiß es nicht. Zur Zeit weiß ich einfach vieles nicht. Wahrscheinlich ist es der unabbringbare Wunsch, irgendwas zu tun. Irgendwas, womit ich mich hervor bringen kann. Aber wir brauchen hier keine Helden, das ist mir klar. Eigentlich weiß ich gar nicht so recht was ich schreibe. Das ist totaler Schwachsinn, großer Schwachsinn. Wir sind nicht hier, damit sich jemand als Held profilieren kann. Wo kämen wir dahin? Jeder würde irgendwelche wagemutigen Dinge tun und am Ende würde nichts dabei heraus kommen.

Dennoch ändert es nichts an der Sache, das ich mich unbedeutsam fühle und mich frage, ob ich jemals etwas tun kann um nützlich zu sein. Eine Idee habe ich, aber das bleibt unausgesprochen und ist auch nichts was hier in das Buch gehört. Das allein, bleibt bei mir, in meinem Kopf.

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Safina Velstadt
Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 23

Erneut habe ich diese beiden Klingen mit Blut beschmutzt. Wieder ein Tag mehr, an dem sich die Blutspritzer an meiner Rüstung vermehren. Bei der Rüstung ist es nicht so schlimm, Leder...lässt sich einfacherer abwaschen. Aber der Wappenrock? Bei den Verschleiß an Wappenröcke, den ich bis jetzt schon hatte, kann ich auch verstehen, das ich jetzt einfach keinen neuen so schnell bekomme. Nicht mehr lange und er ist komplett rot, aber das werd ich zu verhindern wissen. Die Schulter ist soweit wieder in Ordnung. Ich war wohl einfach nur in einem Schockzustand, als mich die Klinge getroffen hat. Ich mein, ja es tut weh, aber es ist nicht so schlimm, das ich jetzt für ein paar Tage ausfallen müsste. Bestimmt nicht. Ich habe auch überall blaue Flecke, wohl der Nachteil wenn man einfach keine Platte mehr trägt. Aber ich denke es ist ganz gut, das ich keine mehr trage. Hat mir wohl schon in manchen Situationen das Leben gerettet.

Das einzige womit ich mich wohl wirklich die ganze Zeit herum schleppen darf, sind diese verdammten Kopfschmerzen. Schon wieder ein Schlag gegen den Kopf und das hämmert da drin wie verrückt. Ich könnte wahnsinnig werden. Keine Ahnung wie lange ich das aushalten kann und werde, ehe mich dieses hämmern endlich dahin raffen wird. Ich sollte ja aufpassen, mach ich ja auch. Aber wenn man nicht damit rechnet das so ein Orcschädel mit seinem Plattenkopf gegen einen zimmert, kann man nichts machen. Irgendwie stehe ich das schon durch, ich weiß nicht wie ich sowas das nächste mal umgehen soll, aber irgendwas wird mir schon einfallen. Von dem bisschen werde ich mich schon nicht unterkriegen lassen.

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Safina Velstadt
Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 25

Es hat alles nichts gebracht...gar nichts. Ich bin zwar müde gewesen gestern und mir sind so die Augen zugefallen, aber dennoch hatte ich diese Bilder im Kopf. Ich weiß noch nicht einmal, woher es kommt, also ich meine...die Draenei war ja den Abend noch bei mir. Ich weiß aber einfach nicht ob ich mir das derzeit einfach einrede oder ob ich wirklich noch davon träume. Die Ablenkung hat zwar was gebracht, aber nur für den Moment und danach, fing einfach alles wieder von vorne an. Diese Kopfschmerzen, diese Bilder im Kopf, einfach alles. Und dieses zittern am Körper, ich weiß nichtmal ob es von den Kopfschmerzen kommt oder von dem was eben war.

Ein guten Schritt habe ich ja schonmal getan, indem ich darüber gesprochen habe, aber wohl eher weil ich nicht alleine damit bin und es viel mehr getroffen hat. Es tut mal gut mit einem Problem nicht alleine zu sein, sondern auch mit jemanden darüber reden zu könenn. Gut auf dem Baum, haben wir auch nicht wirklich darüber gesprochen, sondern uns nur irgendwie von der Situation abgelenkt, auch wenn zum Ende hin, alles wieder genau dorthin führte. Ja und wer ist mal wieder Schuld daran? Ich natürlich. Naja, ab jetzt heißt es einfach aufpassen und keine merkwürdigen Aktionen mehr machen. Auch wenn ich mir einfach nicht erklären kann wie es soweit kommen konnte, aber gut. Für das nächte Mal, und da heißt es einfach hoffen das sowas nicht mehr vorkommt, mehr aufpassen.

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Safina Velstadt
Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag 31

Zumindest vermute ich das es Tag 31 ist. Irgendwie weiß ich gar nichts mehr. Nicht einmal welcher Tag ist und noch weniger was hier alles vorgeht. Es fühlt sich alles so verdammt falsch an. Auch wenn sie sagen das es nur ein Traum war, aber ist man im Traum nicht irgendwie trotzdem sich selbst? Svogthos meinte zwar, dass ich vielleicht auch zum Teil nicht ich selber war. Dennoch frage ich mich, ob ich genauso gehandelt hätte. Hätte ich mich tatsächlich mit als eine der ersten gemeldet? Und warum ausgerechnet musste sie die Schwangere auswählen? Warum ausgerechnet bekam ich als erste den Dolch? Was wohl passiert wäre, wenn sie mir nicht den Dolch weggenommen hätte, als ich ihn wegwerfen wollte? Soviele unbeantworte Fragen.

Und ja, vielleicht sollte ich mir öfters das Buch in Erinnerungen rufen, auch wenn es schrecklich Erinnerungen sind, aber hier habe ich schon fast einmal die Kontrolle über mich selbst verloren und ich wäre wohl zu sowas geworden. Diese Welt, sie verändert einen und das hat sie bei mir schon ganz gut getan. Ich kann mich nicht mehr wirklich daran wann es mir das letzte mal so richtig gut ging. Egal was für ein Tag ist und sei er noch so ruhig, er wird von einer gewissen Angst überschattet. Selbst schlafen ist gar nicht mehr wirklich drin. Nur noch dann, wenn die absolute Erschöpfung zugeschlagen hat und man fast beim gehen einschläft. Hat man es dann aber mal geschafft einzuschlafen, wird man von diesen Bildern verfolgt, sie überrennen einen und dann wacht man auf und muss sich erstmal zu recht finden. Was ist nun real? Was war ein Traum?

Wie soll man das alles auseinanderhalten, wenn sich alles so verdammt echt anfühlt? Andere können damit vielleicht besser umgehen und das Ganze irgendwie ausblenden, aber ich kann es nicht. Jede Nacht, jede verdammte Nacht kommen neue Dinge hinzu und irgendwann werden mich diese Träume komplett gefangen halten. Nur was bitte soll man gegen solche Träume unternehmen? Ich weiß es nicht. Kann man irgendwann in seinen Träumen gefangen sein und dann wirklich nicht mehr entscheiden wo man sich gerade befindet?

Träume...sie wollen uns doch immer irgendwas sagen. Was aber wollte uns dieser Traum sagen, wir hatten ihn alle. Ich kann nur hoffen das dieser Traum nicht doch irgendwie zur Wirklichkeit wird, denn wenn es so kommt habe ich verloren. Mein Glaube ist nicht so stark wie der von anderen und wenn irgendwelche Dinge im Kopf sagen, dass man das tun soll und man sich nicht dagegen wehren kann, dann hat man wohl verloren und auch dann werde ich wohl wieder einer der Ersten sein.
Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag ???

Habe vergessen bei welchem Tag wir sind. Liegt wohl an meinem verwirrten Zustand. Soviele unausgesprochene Dinge, ach und jetzt machen sie mich einfach total verrückt. Was ist mir wichtig? Wozu stehe ich? Wer bin ich überhaupt? Was tue ich hier überhaupt? Gut streichen wir die ganzen Frage einfach mal und blenden das einfach aus. Ich mein das hat ja auch irgendwo alles eine gute Seite, wobei das auch echt doof klingt und wenn irgendjemand mal das Buch lesen sollte, denkt der sich auch das ich total bescheuert sein muss. Ja gut...Safina du bist auch einfach bescheuert.

Bereu ich einige Dinge die bis jetzt vorgefallen sind? Ja, ein paar, aber nicht alle. Nein. Was wäre das auch hier, wenn man alles bereuen würde. Und dennoch macht mich das alles total mürbe im Kopf. Du musst dich echt mal entscheiden. Also ich, nicht du, du Buch. Was schreib ich hier eigentlich? Habe ich eigentlich selbst mein Ziel aus den Augen verloren und verrenne mich gerade in irgendwas? Ich bin so blöd. Löwenwacht...Löwenwacht...das ist hier eine ernste Lage und ich darf mich von nichts anderem ablenken lassen, aber dennoch gibt es diese eine Sache, die mich echt seit ein paar Tagen wurmt und es ist nicht das erste Mal. Sind wir beide Schuld? Treiben wir uns gegenseitig dazu? In Wahrheit machen wir uns doch beide doch gar nicht glücklich sondern das genaue Gegenteil. Kommt es mal zu einer ernsten Situation rennt einer beleidigt weg und der andere scheint was dummes zu machen.

Ich habe es versucht, ich habe es echt versucht. Irgendwie, aber anscheinend nicht gut genug. Es war doch wahrscheinlich von Anfang an vorher zu sehen oder? Oder mach ich mir gerade unnötig einen Kopf. Mach ich mir unnötige Gedanken oder wäre es doch vielleicht besser...
Ich weiß es einfach nicht, ich habe keine Ahnung mehr. Absolut nicht. Zu früh. Oder doch das Richtige? Und diese verdammte Blüte macht schon wieder irgendwelche komischen Sachen. Ich hasse diese Ungewissheit. Ich hasse sie gerade abgrundtief. Wie geht es den Leuten zu Hause wohl? Velonica? Elanil? Die anderen eben. Ob sie wohl auch daran denken, wie es uns geht? Klar? Warum sollten sie auch nicht?

Ja...echt verdammt viele Fragen, es wurmt mich. Abgrundtief. Moment! Nein. Das ist der falsche Weg, ich mache mir zu viele blöde Gedanken, das ist nicht gut. Nein wahrscheinlich haben diese Gedanken auch das Tun meinerseits in diesem Traum ausgelöst. Ich muss anders denken. Meinen Glauben mehr verfestigen. Aber es trifft mich immer wieder, das Dunkle. Ich muss wirklich, wenn wieder sowas passiert auch so handeln, so wie ich es gesagt habe. Zum Wohle aller, aber jetzt versuche ich zu schlafen und morgen nachdem aufstehen, grübeln wir bestimmt über einen Plan wie wir diese Tochter des Großmarschalls vielleicht retten können und zugleich den Kerl aus den Träumen aufhalten können. Der arme Großmarschall er leidet bestimmt und die anderen konnten nur dastehen und zusehen. Vielleicht, aber auch nur vielleicht wird diese Nacht wie die letzte Nacht davor. Ruhig.
Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Tag (ich hab aufgehört zu zählen)

Herz...Seele...Körper...Geist...

Ich habe mir tatsächlich die ganze Nacht den Kopf zerbrochen, aber ich komm absolut nicht drauf, was es damit auf sich haben könnte.

Folgendes habe ich mir überlegt:
Das Herz: Also das schlägt ja in uns und ist irgendwie wenn man es sehen will, der zentrale Punkt unserer Körpers, es hält uns am Leben. Es ist irgendwie der Knotenpunkt zum restlichen da Seins unseres Lebens. Zumindest kann man das so sehen. Also muss das Herz ja, mit dem was wir an Informationen haben, irgendeine Zentrale Rolle spielen, oder nicht?

Die Seele: Da habe ich wirklich keine Ahnung was ich mit dieser Information anfangen soll. Die Seele...Seele....Seele. Da kann man jetzt wirklich allerhand hinein interpretieren, zumindest sehe ich das so, aber irgendwie komm ich nicht auf etwas, was in Verbindung mit dem anderen stehen könnte.

Der Körper: Der Körper ist unsere Hülle der unser Sein irgendwie umschließt. Unser Schutz. Unsere sichtbare Erscheinung. Unser Fleisch und Blut, ja eben unser Sein.

Der Geist: Der Geist ist unser inneres und hat irgendwo was mit unserer Psyche zu tun. Wenn wir verwirrt sind, dann ist das ja nicht unser Körper oder das Herz, sondern unser Geist, unser Verstand sozusagen.

Wir haben also einen zentralen Punkt, unseren Schutz, unseren Verstand, dass zusammen in Verbindung. Das alles irgendwie ist im direkten und indirekten Sinne Angreifbar. Aber wofür könnte es denn stehen. Steht das Ganze vielleicht für einen Ort oder sind es Punkte die miteinander verknüpft werden müssen um zu einem Ziel zu kommen? Was im Endeffekt auch wieder dafür stehen könnte oder ist es was ganz anderes? Ich glaube das ist alles einfach irgendwie zu hoch für mich. Aber vielleicht ist es besser, wenn ich mich da mal mit ein paar anderen austausche und schaue auf was die so gekommen sind und irgendwie wird ganz bestimmt, etwas dabei raus kommen. Zumindest hoffe ich das, weil irgendeine Bedeutung muss es ja haben. Die Informationen werden wir ja nicht sicherlich einfach so aufgegriffen haben, wenn sie nicht wichtig wären. Nur sind das irgendwie Sachen, die einfach zu hoch für mich sind.

Wobei mir jetzt tatsächlich noch eine Idee gekommen ist, aber dazu muss ich nach draußen und ein paar Dinge einsammeln und dann muss ich mir nochmal genau diese Karte anschauen. Das muss ja auch etwas zu bedeuten haben und vielleicht hat es sogar was mit den Worten zu tun. Ganz sicher hat es was damit zu tun. Ich glaube das wäre sonst schon, alles andere als merkwürdig, wenn das keine Verbindung zueinander hätte.
Safina hat geschrieben:Tagebucheintrag Safina Velstadt

Ein weiterer zweifelhafter Tag

Davon ab das ich überhaupt keine Ahnung was hier läuft. Kommen wir gefühlt irgendwie nicht mehr weiter. Zumindest habe ich den Eindruck. Kommen wir überhaupt noch weiter? Immerhin werden wir immer in irgendwelchen Träumen gefangen? Und wie weit sind die eigentlich noch der Realität fern? Irgendwo muss es da doch einen Zusammenhang haben, zwischen dem was wir hier erleben und...ach ich habe gerade den Faden verloren. Aber wahrscheinlich ist es einfach nicht meine Welt in der ich lebe oder das was uns das alles aussagen will, liegt direkt vor uns. Es ist wahrscheinlich so simpel das wir es komplett außer acht lassen, weil wir alle dasselbe denken. Die Lösung des Rätsels, wenn man das als solches bezeichnen kann, liegt wahrscheinlich einfach direkt vor uns und keiner sieht es.

Meine Möglichkeit mit den Prüfungen ergibt auch absolut keinen Sinn, warum sollte man uns irgendwelchen Prüfungen unterziehen? Wenn es natürlich so sein soll, dass sie uns als Diener habe wollen, könnten sie das doch ganz einfach bei anderen haben. Es gibt so viele die leichter zu brechen wären im einzelnen, als ein ganzer Trupp der im bestmöglichen Fall doch irgendwie zusammenhält. Was mich irgendwie zu dem Eid zurückführt. Der ist ja auch schon wieder eine ganze Weile her. Wollen sie uns vielleicht brechen? So das wir am Ende gegenseitig auf uns losgehen? Wollen sie sehen wie stark unsere Einheit und unser gemeinsamer Glaube ist? Wenn dann gibt es hier einige die recht einfach zu brechen wären. Mich mal mit eingeschlossen, wobei ich das gar nicht wollen würde, aber was will man machen.

Ich habe mal von einer Geschichte gehört, dass jemand in einem Traum weiter gelebt hat und nicht mehr in die Realität zurück kam und sich dort immer weiter und weiter zurück gezogen hat und sich immer weiter und tiefer in den Traum hinab begab. Es ist aber nur eine Geschichte, an die ich nicht so recht Glauben mag. Aber dennoch. Kann man in einem Traum gefangen werden und dann nicht mehr zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden? Es muss doch einen Grund haben, warum wir immer und immer wieder uns irgendwo anders befinden. Diese Träume oder allgemein das was passiert, das wollen wir doch aber gar nicht so wirklich und wenn ich es mir so recht überlege, passt das eine mit dem anderen gar nicht zusammen. Es ist tatsächlich echt zum verzweifeln.

Egal wie ich alles drehe und wende, jedesmal wenn ich drüber nachdenke öffnet sich eine neue Tür, mit einer neuen Möglichkeit. Warum kann ich nicht einfach bei einer Möglichkeit bleiben, anstatt andauernd hin und her zu wandern, zwischen diesen ganzen Möglichkeiten. Ich bekomme es ja nicht einmal wirklich hin eine Möglichkeit mit fester Überzeugung zu vermitteln und bin immer so unsicher. Das wird mir irgendwann noch einmal zum Verhängnis, aber ja das ist das Problem an den Dingen wenn man zu viel nachdenkt und alle möglichen Eventualitäten durchgeht.

Ich habe mir tatsächlich Gedanken zu dem Fasten gemacht und werde wohl auch fasten und da fasten ja nicht nur heißt auf Nahrung zu verzichten sondern auch auf Genussmittel, werde ich erst mal auf Süßigkeiten verzichten. Warum ich das tue? Weiß ich auch nicht, aber vielleicht verklebt das ganze Süßkramzeug meinen Kopf und ich kann deswegen nicht klar denken. Nur eine Möglichkeit nichts festes. Wie lange ich das durchziehe? Keine Ahnung. Es ist einfach ein Entschluss den ich jetzt gefasst habe und da hier jetzt eh nicht soviel Süßkram gibt, wird das auch nicht so schlimm. Wobei...dann kann ich das auch nicht wirklich fasten nennen, dann muss ich mir wohl was anderes einfallen lassen. Verschieben? Nein das wäre echt albern. Aber sonst würde mir echt nichts einfallen. Trinken tu ich hier nichts mehr, rauchen tu ich nicht und essen muss ich ja irgendwie. Ja schon wieder diese elendigen Möglichkeiten.

Wenn die anderen die heute in diesen Häusern waren sich wirklich daran erinnern, dann muss ich mich wohl noch bei Nicola entschuldigen. Ich wollte sie echt nicht so angehen, aber ich weiß auch nicht was in mich gefahren ist. Es kam einfach so über mich und das tut mir Leid. Sie konnte ja auch nichts dafür und dann pamp ich sie so an und das obwohl das hier alles nicht so einfach ist, für jeden von uns. Direkt wenn ich sie beim nächsten Mal sehe, werde ich das in Angriff nehmen und hoffen das sie meine Entschuldigung annimmt und es mir nicht übel nimmt.

Ja, jetzt heißt es einfach nur noch hoffen....
Svogthos hat geschrieben:Mit dem Kopf an den Baum gelehnt, saß er in der Löwenwacht und betrachtete den Himmel. Es war ein seltener Moment der Ruhe eingekehrt, doch wurde dieser schon bald wieder durchbrochen,
als Hana angerannt kam. Sie schien nach irgendwas zu suchen.
"Svogthos?!"
"Ja?"
"Hast du die Katze gesehen?!"
Er runzelte die Stirn.
"Ähm, Hana ... Die Katze ist zuhause ... Wie soll Ich die hier sehen? ... Außer natürlich Velonica hat Sie hierherteleportiert, was Ich für unwahrscheinlich halte."
Hana legte den Kopf leicht schief und betrachtete Ihn eine Zeit lang, dann furchte Sie ebenfalls die Stirn.
"Svogthos? ... Ich meinte die Stoffkatze..."
"Oh ... Ähm, nein ... Hab Ich nicht gesehen, aber Ich halte die Augen offen."
"Gut. ich such mal am Lagerfeuer, irgendwo muss die doch sein!"
"Mach das ... Ich werde mich hier nochmal umsehen."

Mit einem seufzen drückte er sich hoch, während Hana schon wieder auf dem Weg richtung Lagerfeuer und den Zelten war. Aufmerksam blickte er sich um den Baum um, so eine Stoffkatze wird ja zu finden sein.
Die kleinsten Ecken um den Baum herum wurden durchsucht, die Blätter der großen Farne wurden angehoben, bis er schließlich wieder am Baum stand und nichts gefunden hatte.
"Kann doch nicht sein ... Sowas verschwindet hier doch nicht einfach so ... Naja, eigentlich ja schon ... Egal."
Erneut blickte er sich um den Baum um, als Ihn ein kleines Loch unter einer der Wurzeln auffiel. Er versuchte einen Blick hinein zu erhaschen, konnte jedoch nicht viel erkennen.
Mit einem Schulterzucken griff er schließlich in das Loch, ein kurzes Zischen, etwas das an einem der Plattenfinger herumbeißt und dem zurückziehen des Armes,
hatte er schließlich eine etwas verdreckte Stoffkatze in der Hand und eine kleine Schlange die es irgendwie geschafft hatte sich in dem Plattenhandschuh zu verbeißen.
Svogthos schmunzelte kurz, ehe er die Schlange nahm, vom Handschuh lößte und diese vor die Tore der Löwenwacht trug, dann ging er zurück zum Baum und setzte sich wieder.
Er befreite die Stoffkatze so gut es ging von dem ganzen Dreck und betrachtete diese dann eine Weile.
"Weist du ... Du siehst der Madame wirklich zum verwechseln ähnlich ... Nur kannst du nichts anstellen."
Ein weiteres schmunzeln zog sich über seine Lippen, dann stellte er die Stoffkatze neben sich ab und holte das Notizbuch hervor.
"Wird doch wiedereinmal Zeit.", murmelte er leise, während er zum Kohlestift griff und zu schreiben begann.

Tagebuch des Hauptmannes, Eintrag 3: Träume und Visionen

Tag ??: Ich habs tatsächlich Vergessen welcher Tag es ist

Zu viel ist in den letzten Tagen passiert, deshalb werde Ich die Tage nicht einzeln aufrollen, da es ein bisschen verschwommen ist das ganze.
Wir sind im Tanaan angekommen und haben Stellung in der Löwenwacht bezogen. Der erste Einsatz war eine Route durch einen Sumpf zu sichern. Wurden überrascht und überrannt.
Der Traum, oder Vision die darauf folgte war ... ja ... unschön ist noch untertrieben. Wir waren Aspiranten der Legion. Anwärter die sich anschließen sollten.
Einige schienen da auch nur mehr als bereitwillig zu sein, was mir etwas sorgen bereitet. Ich hätte lieber mein Leben gegeben als mich Ihnen anzuschließen.
Aber das hatte ja der Trupp von Edward dann übernommen. Ein zermürbendes Ereignis ... Aber es soll auch nicht das letzte gewesen sein. Weitere Träume folgten und verfolgten uns in den Nächten.
Es wurde entschlossen eine Höhle zu durchsuchen und Ich hatte das Kommando. Die Höhle kam auch in einem der Träume vor ... Mehr muss Ich wohl nicht schreiben.
Stellte sich heraus das es wohl eine Falle war, aber dank der Kenntnisse über Rituale und dergleichen der Gefreiten Falsworth, konnte das schlimmste abgewendet werden.
Lediglich die Vier Wörter die wir sozusagen aus der Höhle mitnahmen, waren ... oder sind noch immer ein kleines Rätsel.
"Seele, Herz, Körper, Geist"
Wir wissen das diese nicht zusammengeführt werden dürfen, oder vervollständigt. Aber was Sie bewirken sollen, oder wofür Sie stehen erschließt sich mir noch immer nicht ganz.
Eines ist jedoch klar ... Egal was Sie bewirken, es wird unser Ende sein.
Ein weiterer Traum folgte. Diesesmal waren wir in einer Zerstörten Stadt und vier unserer Geschwister sozusagen an vier der Häuser gebunden.
Erst nach langem hin und her wurde den ersten bewusst was zu tun war. Ich gestehe das Ich mich nicht wirklich dazu zähle, Ich habe es erst Verstanden als die ersten aus den Häusern waren.
Was es für einen Zweck das für diesen Al'Kawir hatte, weis Ich allerdings noch immer nicht.
Mir fällt auf, eigentlich weis Ich generell nicht viel über diesen Al'Kawir. Ich sollte Bruder Bodkin vielleicht fragen. Sie scheinen Ihn ja zu kennen.
Gestern dann griffen wir zum ersten mal wirklich einen Teil der Zitadelle an. Einige Hexer führten dort ein Ritual durch, eine Art Opferung.
Der Befehl war jedenfalls Sie aufzuhalten. Der Weg dorthin war beschwerlich, was auch nicht verwunderlich war. Der Teil der Feste war übersäht mit Orcs, doch wir konnten uns relativ gut durchkämpfen.
An der Spitze des Flügels angekommen, offenbarte sich uns das Schauspiel und es war kein wirklich schöner Anblick.
Der ganze obere Hof war in grünliche Nebelschwaden gehüllt, jeder einzelne Atemzug brannte beinahe wie Feuer und die sicht war leicht verschwommen,
während grüne Blitze und Felenergie auf das Opfer in der Mitte des Rituals niedergingen.
Das Ritual konnte gestoppt werden und die Hexer getötet, doch das Opfer starb während der Reinigung.
Ihr Herz war mit Felenergie gefüllt, die Reinigung musste es wohl überstrapazieren wobei allerdings einige Knochen gebrochen waren.
Irgendwie habe Ich das Gefühl, das wenn wir etwas schneller gewesen wären, wir das Opfer vielleicht noch hätten retten können ... Es ist bedauerlich was passiert ist.
Das Licht möge Ihrer Seele gnädig sein und Sie bei sich aufnehmen.
Die letzten Tage waren viel Mentale Belastung für den Kreuzzug. Vielleicht auch etwas zu viel.
Ich habe gewankt, obwohl Ich mir selbst geschworen hatte das dies nie wieder passiert ... Und Ich drohe es wieder zu tun, wäre da nicht etwas.
Viel hab Ich die letzten Tage nachgedacht und Ich bin zu einem Entschluss gekommen. Nein ... eigentlich zwei.
Zum einen das Schwert. Ich werde mich nach wie vor zurückhalten es zu ziehen. Ich bin mir nicht sicher ob Ich der Klinge wieder würdig bin. Jedoch werde Ich es tun, wenn Ich keinen Ausweg sehe.
Ich hoffe nur das es nicht passieren wird.
Zum zweiten, schwöre Ich erneut, hier und jetzt, nicht mehr zu wanken. Der Kreuzzug muss Standhaft bleiben, vom einfachen Soldaten, bis zum Kriegsmeister selbst, was für eine Auswirkung hätte es,
wenn man erfahren würde das selbst die Paladine zweifel zeigen. Nein, das wird nicht passieren. Das Licht ist auf unserer Seite und wir werden bestehen.
Ich werden Standhaft bleiben. Für den Kreuzzug, für meine Brüder und Schwestern, Für Hana und unser Kind.

Das Licht ist mein Schwert,
Mein Wille mein Bollwerk,
Ich gebe nicht nach,
Ich halte Stand,
Sollte mein Blick nach vorne noch so verschwommen sein,
Die Dunkelheit die vor uns liegt noch so bedrohlich,
Ich werde Ihr entgegentreten,
Mit erhobenem Haupt,
dem Schwert in der Hand,
und dem Licht im Herzen.

Das Licht ist mein Schwert, das die Dunkelheit zerschneidet und die Wolkendecke zerreißt.
Mein Wille ist mein Bollwerk, unnachgiebig wie Stein, schützend wie ein Schild.
Ich gebe nicht nach, egal wie Aussichtslos die Situation scheint, egal was uns gegenüber steht.
Ich halte Stand, dem Sturm aus dunklen Kräften trotzend, bis zu meinem letzten Atemzug.


Zufrieden mit dem geschriebenen nickte er kurz zu sich selbst und verstaute das Buch und den Stift wieder.
Er drückte sich hoch und nahm die Stoffkatze zur Hand.
"Wird Zeit das wir Hana suchen, die wird bestimmt schon das halbe Lager auf den Kopf gestellt haben."
Mit diesen Worten machte er sich ebenfalls auf den Weg zu den Zelten.
Safina hat geschrieben:Müde und erschöpft rappelte sie sich aus dem Bett auf und sah sich um. Alles war irgendwie so vertraut und doch so fremd gewesen. Mit den Händen hielt sie sich den Kopf. Hana konnte die Schmerzen wohl ein wenig lindern, aber jetzt so direkt nachdem aufstehen fühlte sich alles nur noch matschiger an. Ohne Helm wäre es das wohl gewesen und die Ohrfeige danach, hatte auch nichts gutes dazu beigetragen, eher weniger hörte sie nur noch mehr ein rauschen und klingeln in ihrem Kopf und es wollte einfach nicht aufhören, aber von allen hatte sie wohl das geringere Übel mitgenommen. Svogthos war total fertig, Veena's halber Fuß fehlt irgendwie, Eleonora konnte sie auch nicht wirklich helfen, Ernst muss ein Hexerproblem verdauen und um jeden anderen stand es gefühlt schlimmer, als um sie selbst. Selbst nachdem alles vorbei war konnte sie nicht viel tun, außer still dazu sitzen und zu zugucken.

Diese Welt verändert einen. Es ist nicht so das sie damit nicht gerechnet hätte, aber sie wusste einfach nicht was sie selbst mit von hier mitnehmen sollte, außer die Erlebnisse die sich zunehmend in den Kopf einbrannten und nicht mehr davon weg wollten. Diese Welt hatte sie unbewusst verändert, ihr ist noch gar nicht klar wie sie das verändert hat, aber sie würde wohl kaum als die selbe Person zurückkehren, als die sie hierher gekommen ist.

Einen Schritt hatte sie schon getan und es sollten noch weitere Folgen.
James Paul hat geschrieben:Mit verbundenen Füßen saß James am Lagerfeuer und starrte seine Hand an. Lila war die Farbe die gestern noch auf ihr prangte. So Lila wie die vielen blauen Flecke die seinen Körper zierten. So wie die Kameraden erzählten war das gestern wohl der letzte Einsatz und alle warteten nur darauf in die Heimat zurück zu kehren. Auch James wartete und versuchte noch immer die letzten Wochen zu verarbeiten. Die Geister und Dämonen haben ebenso ihre Spuren in seinem Geist hinterlassen wie die ständigen Träume. Auch heute Nacht war es kurz. Viel zu aufgewühlt um schlafen zu können war er auch diesmal wieder wach und hing seinen Gedanken nach. Nicht einmal Hunger verspürte er, aber das störte ihn nicht. Es war zu Ende und jetzt kann es nur noch Berg auf gehen. Für alle.
Trystan (Die Nachtwache) hat geschrieben:Mit einem zufriedenen Lächeln trat Trystan einen Schritt zurück und begutachtete sein Werk.
Neben Safinas Bett auf einer zum Tischchen umfunktionierten Kiste stand eine Tasse dampfenden Kaffees und ein kleines Kännchen warmer Milch zum Dazugeben. Für den Fall der Fälle lehnten an dem Kännchen drei zu einem Türmchen drapierte Würfel Zucker.
Ein schlichtes Holzbrettchen war geradezu dekorativ mit einem Brötchen bestückt. Beide Hälften waren gut mir aromatischem Käse belegt.
Er nickte zu sich und huschte davon, als der Kaffeeduft begann, Safina so langsam ins Reich der Wachenden zu holen.

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