Die kunterbunte Welt eines kunterbunten Gemüts

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Maylea
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Die kunterbunte Welt eines kunterbunten Gemüts

Beitrag von Maylea » Mo 23. Mär 2020, 13:26

In Sturmwind herrschte schon reges Treiben als die Ren´dorei die Augen aufschlug und das gewusel, ihrer unzähmbaren Mäne aus dem Gesicht strich. " Viel zu früüüüh" meckerte sie gequält und zählte die Glockenschläge, die von der Kathedrale herüber halten. " Erst zwölf Uhr! Frechheit!" murrt sie und rollt sich im großen Bett herum und plumpst, polternd aus dem Bett auf dem Boden. Shenzou, der kleine Säblerkitten, scheint dies als Spiel zu sehen. Vom Fussende des Betts, springt er um einiges Eleganter zu Boden und beisst der Frau in den kleinen Zeh des linken Fuß. " Hee .. lass das Shen." murrt sie nur und zieht das Bein eher unmotiviert an den Körper heran. Langsam setzt sie sich auf und streicht erneut die Haare aus dem Gesicht. " Wieso leuten die so früh die Glocken...sind die den alle verrückt geworden?" murmmelt sie und erhebt sich langsam. Auf dem Weg ins Bad fallen viele verwünschungen aus Thalassisch, bevor die Badezimmertür vor der Nase der Katze zuschlägt. Es vergeht noch eine ganze Stunde bevor die Tür sich wieder öffnet.

Als die Glocken erneut ertönen und die 13. Stunde des Tages ankündigen, verlässt Maylea ihr Zimmer. Eine dicke Lederhose und ein einfaches Hemd, trägt sie heute. Dazu eine Lederschürze, ander der dicke Handschuhe baumeln. Auf dem Weg durch das Tatzenhaus, schnappt sie sich in der Küche noch ein paar Äpfel und füllt sich einen Trinkschlauch mit Saft. "Bin in der Schmiede bei den Kurzen. Zeig dennen mal wie man richtig schmiedet und dabei kein haariger Sack muffiger Mief ist" schreibt sie noch schnell auf einen Zettel und heftet diesen an die Pinwand. Bevor sie das Haus verlässt, sieht sie dann nochmal auf den Zettel. " Vielleicht hätte ich meinen Namen drunter schreiben sollen...?" spricht sie leise und drückt einen dicken Knutscher unter das Geschriebene. Der Lila Lippenstift tut sein übriges, das wird wohl jeder im Haus verstehen.

Auf dem Weg ins Zwergenviertel, verdrückt sie dann einen der Äpfel und sieht sich ein wenig um. Als sie die Schmiede erreicht, lässt sie sich eine Esse und einen Amboss zuteilen und beginnt sogleich mit der Arbeit. Schweisstreibende und laute Arbeit. Bei den Zwergen durch ihre knurrige Sprache und geächtze untermalt, scheint es bei Maylea eher ein Tanz mit dem Metall zu sein. Sie tänzelt mit dem Werkstück zwischen Esse und Amboss hin und her. Und wenn nicht sie tanzt, tanzt ihr Hammer der neben den Werkzeugen der Zwerge eher ein Hämmerchen ist. Dabei singt sie leise und scheint in ihrem Element des Schmiedens zu versinken.

Maylea
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Re: Die kunterbunte Welt eines kunterbunten Gemüts

Beitrag von Maylea » Mi 25. Mär 2020, 16:19

Mit einer Papiertüte voller Erdbeeren in der Hand, spaziert die Ren´dorei vom Tatzenhaus los. Ihr Ziel, ist wie auch die beiden Tage zuvor der große Schmiedeplatz im Zwergenviertel. Hatte sie vorgestern ihr Werkstück in Form gebracht, war der gestrige Tag für Feinarbeiten drauf gegangen. Heute würde die feine Klinge den Griff erhalten. Dunkles Kirschholz soll es sein. Die Klinge war gehärtet und geschärft und sobald der Griff fertig wäre, könnte sie dann vielleicht auch schon mit dem Gravieren beginnen. Schritt für Schritt und ohne Eile geht sie weiter und futtert ihre Erdbeeren. Am Schmiedeplatz, reicht ein knappes Nicken, gen des Zwergs der hier die Aufsicht hat. An ihrem Amboss platz nehmend, beginnt sie sogleich mit der Arbeit. Das Metall war tief schwarz. Eine legierung mit einem großen Anteil Obsidian verleiht dem Schwert wohl die dunkle Färbung. Durch einen kleinen Ätzprozess mit einer Säure, hatte sie gestern, vor dem schleifen noch ein Muster hervor gehoben. Es glänzt tief rot und funkelt leicht im Lichtschein. Kurz betrachtet sie die Klinge und schiebt sich noch eine Erdbeere in den Mund, bevor sie sich an die Arbeit macht. Wieder singt sie leise dabei vor sich hin. Sägt die Griffschalen und schleift sie passend zurecht....

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