Ein Söldnerleben

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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:23

Kharne schrieb am 26. Dez. 2015

Wie ein wütender Sturm preschte Kharne über das Land, weg von der Unterstadt, weg von seinem Vater.

"Also darf ich mich nicht auf Enkel freuen, schade."
Veron ließ lachend seinen Sohn allein in der Zelle, um seinen anderen Aufgaben nachzugehen.
Eine Weile saß Kharne da ohne jedes Zeitgefühl. Hier war es immer gleich dunkel, tief unter den Fundamenten der Stadt, in der er einst an der Straße gestanden hatte, um mit seinen Eltern dem jungen Prinzen und seinen Leuten alles Gute zu wünschen. Plötzlich erklang eine kratzige aber ihm bekannte Stimme. Er verstand sue nicht, aber er kannte sue irgendwo her und reckte die Nase in die Luft. Ein blumiger Geruch kam näher. Er kannte die Blume nicht, aber war ja auch kein Botaniker.
"Sammy?"
Sie kannte seinen Namen?
"Hey, Sam! Hier drüben."
Er wandte sich um und sah in eitergelb leuchtende Augen einer Verlassenen.
"Wer...?" Er musterte sie schärfer. "Vyola?" Erschrocken sah Kharne sie an.
"Wusste ich doch dass du mich erkennst. Hör zu: Ich weiß, was dein Dad will. Es ist nicht die Königin, die hier Befehl gegeben hat. Er will nur dich, Sam, und deine Freundin gleich dazu... Ich erinnere mich noch wie du mir damals das Leben gerettet hast. Ich denke wir sibd quitt." Damit schloss sie auf und verschwand wieder... Irgendwann würde er seine Cousine wieder sehen und ihr danken, aber nicht mehr heute.
Er ahnte was kommen würde und machte sich wortlos auf den Weg.
"Es gibt eben immer was zutun"

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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:31

Konogar schrieb am 3. Jan. 2016

Die Gruppe kam gerade erst im Lager an und ließ die zahlreichen Mückenschwärme hinter sich, da begann es dann zu regnen. Einige hatten noch die Möglichkeit, sich ein paar Minuten am Feuer des Lagers zu wärmen, während der Rest sich daran machte, die Zelte aufzurichten. Nur Vergi schient der Regen nicht zu stören, als würde er an ihr abperlen, was auch Kono bemerkte. Der Worgen war noch ein mit seinen Gedanken im Zwiespalt und Kampf, das er eine Strecke wählte die während der Reise offensichtlich schlechte Erinnerungen wecken musste. Er hätte es wissen müssen, da sie diesen Weg bereits zu Zweit beschritten und am selben Abend ebenfalls traurige Erinnerungen aufkamen. Es ist jener Ort, an dem sich Kharne und Vergi näher kennengelernt haben.

Ganz offensichtlich schien es sie zu belasten, wieder zu belasten.

Der Worgen bot bereits im Resort seine Hilfe an um ihr irgendwie die Last zu nehmen, die er vermutete und ihr die Möglichkeit an die Hand zu geben, ihre Gedanken und die Konzentration auf andere Dinge zu richten. So hoffte das große Wolfsherz auch, das sich beide Seiten wieder finden würden und es so wird wie früher. Nein, besser noch - aus allem große Lehren gezogen werden konnten um es noch schöner wiederaufblühen zu lassen. Die großen schwere Regentropfen rissen ihn aus seiner Gedankenwelt und er blickte wieder zur Söldnerin. Nur sah er dort keine Söldnerin sitzen, nein, es war eine Anführerin die es nur nicht wusste. Es war eine neue Familie. Ein Zuhause.



Der Regen nahm kein Abriss und schlug weiter in großen Tropfen zu Boden. Staub und Erde wirbelten hinauf und wurden durch das Regenwasser verdrängt. Die einst staubige und trockene Erde wurde zu einem Schlammbad für alle die sich noch draußen bewegten. So begaben sich zwei Pfoten und zwei Pranken auf die Suche und kamen später wieder zurück. Vergi saß noch immer am Feuer, als würde sie sich nicht rühren und der Regen glitt weiter an ihrer Rüstung entlang. Bis es auf einmal dunkler über sie wurde und der Regen plötzlich stoppte. Kono weiß nicht ob sie es bemerkt hat, aber er kam mit einem großen Schirm zurück den er fleißig hielt um sie vor dem Mistwetter zu schützen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch der feine Geruch von einem heißen Tee wohl beiden in die Nase stieg. Ein Gnom der ein noch kleineren Schirm in der einen Hand hielt, brachte der Söldnerin und "Kleinen Expeditionsleiterin" eine heiße Tasse mit Kräutertee. Nun hieß es nur noch zugreifen.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:31

Vergilian schrieb am 4. Jan. 2016

Kanonenschläge.... Befehle... wutgebrüll.... ein Kampf im Regen... Sie erinnerte sich an alles. An jeden Kampf den sie im Brachland geführt hatte. Als sie und Kharne Knöcheltief im Schlamm standen und sich gegen die Orcs und Trolle versuchten durchzusetzen. Als sie Nachts unter den Sternen saßen und sich unterhielten. Die Überreste des Lagers waren noch immer vorhanden. Es hatte ihr bei der ersten Besichtigung fast das Herz aus der Brust gerissen....


Langsam sah sich Vergilian um. Das Lager lag stumm hinter ihr und schlief, bis auf drei Wachposten. Es hatte vor Stunden angefangen zu Regnen und sofort waren alle geflohen. Aber sie war still am Feuer sitzen geblieben und hatte in die Flammen gesehen. Sie war Regen gewohnt, er störte sie kein bisschen mehr. Konogar war irgendwann mit einem Schirm gekommen um sie zu schützen, sie hatte ihn irgendwann zu Bett geschickt und war auf den Wachturm geklettert, der zum großen Krater hin errichtet worden war. Es war ein Kinderspiel für sie auf das Dach zu kommen und dann die Stille zu genießen. Nichts außer der Regen der sie einhüllte war zu hören. Nichts außer dem Regen und ihre Erinnerungen die in ihrem Kopf und vor ihrem geistigen Auge tobten. Sie hatten das Lager ein zweites mal passiert um nach Ratschet zu gelangen, da war die Welle erneut über ihr zusammen geschlagen...


Sie hatte es sich im einzigen Baum im ganzen Lager gemütlich gemacht und sah auf das Treiben im Lager hinab. Und auf Kharne..der sie suchte. Er hatte schon jeden Wachposten zweimal gefragt, doch niemand konnte ihm sagen wo sie war. Erst als er sich unter dem Baum auf den Hintern fallen ließ konnte sie nicht anders. Sie warf ihm eines ihrer Wurfmesser zwischen die Beine und Kharne sprang auf, mit einem Angriff rechnend. Doch alles was er da im Baum sah war sie gewesen...
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:32

Konogar schrieb am 5. Jan. 2016

Wieder daheim angekommen, verbrachte der Worgen viel Zeit in einem Zimmer das er kaum mehr verlassen würde. Zu viele Zeichnungen und Schattierungen waren es, die sich während dieser langen Reise sammelten. Jede einzelne davon verlangt nach Farbe und dazu musste sich Konogar auf die Unterlagen und Aufzeichnungen stützen, die er anlegte.

Wann er wieder öfter zu sehen war im Haus und in der Stadt? Das wussten vermutlich nur die Titanen und sein Vorrat aus Pergamenten, die zu Hundert auf einem kleinen Tisch gestapelt waren.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:32

Ramiak schrieb am 6. Jan. 2016

Sie saß auf der Dachterrasse und sah die meiste Zeit nach unten. Wen sie wohl suchte? Ramiak saß im Schatten auf dem Dach und sah ihr zu. Sie hatte sich in Decken gewickelt und ein Buch in den Händen aber ihre Gedanken waren ganz wo anders. Etwa bei ihm? Seine Wange kribbelte noch immer da, wo sie ihn geküsst hatte. Es war schon spät und die Monde erhellten die Stadt durch dicke Wolken nur wenig. Ihre Tante hatte sie mit strengem Ton ins Haus zitiert und sie auf ihr Zimmer geschickt. Vayatri war gehorsam gefolgt und hatte sofort getan was man ihr gesagt hatte. Langsam hatte sich Ramiak hinunter auf die Dachterrasse geschlichen und sich eine dunkle Ecke gesucht. Sein Blick fiel durch das Fenster, das nur von Kerzenschein erhellt wurde. Dennoch sah er die Schatten darin und wie man sich bewegte. Es war sie. Sie zog sich um und räumte ein paar kleine Dinge auf ehe sie sich ins Bett legte und die Kerze auf die Fensterbank stellte. Er sah das flackern so deutlich das er glaubte die Hand ausstrecken und sie sich verbrennen zu können. Doch das tat er nicht. Wenn sie wüsste das er hier war würde sie wahrscheinlich in heller Panik die halbe Stadt zusammen schreien und sämtliche Wachen anlocken die es nur gab. Und das wollte er tunlichst vermeiden. Also blieb er in der Hocke und sah durch das Fenster hinein. Jedes mal wenn sie sich in ihrem Bett bewegte flackerte die Flamme wilder und warf Schatten an die Decke und die Wand. Und dann fing er an zu grinsen. Die Idee war absolut hirnrissig und völlig verrückt. Aber aus irgendeinem Grund wollte er das sie Angst vor ihm bekam. Sie sollte merken das er gefährlich war, das er sie überall finden konnte. Leise zog er einen seiner einfachen Dolche und trat leise zum Fenster. Vayatri schlief, sie hatte sich zusammen gerollt und klein gemacht und nun schlief sie. Leise legte Ramiak die Klinge an das Holz des Fensters an und schob es nach oben. Er hatte schon Hunderte solcher Fenster geknackt und das immer lautlos. Also schob er den Dolch langsam aufwärts bis der kleine Hebel nach oben geschoben wurde und das Fenster aufschwingen wollte. Er griff sich die Fensterhälfte sofort und hielt sie fest. Erst als er sicher war das Vayatri nicht aufgewacht war griff er hinein und nahm sich die Kerze vom Fensterbrett. Kaum kam die Flamme nach draußen erlosch sie durch den kalten Wind der durch die Gassen fegte. Mit leichten hin und her Bewegungen löste er die Kerze aus dem Halter und drehte sie um ehe er sie wieder hinein drückte. Nun fand sich kein Docht mehr oben den man anzünden konnte. Genauso leise wie er die Kerze heraus genommen hatte stellte er sie wieder in das Zimmer und auf die Fensterbank zurück. Langsam zog er das Fenster zu und mit einem kurzen rütteln fiel der Hebel wieder um und das Fenster war verschlossen. Eilig sah er sich um ob ihn jemand gesehen hatte. Doch es war dunkel, alle Bewohner des Hauses schliefen und niemand schien aufmerksam geworden zu sein. Also ließ er den Dolch verschwinden und machte sich auf den Weg zurück zum Büro der Tatzen.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:33

Ramiak schrieb am 7. Jan. 2016

Er lag da und starrte die Decke an. Die Holzdielen die sich über ihm hinzogen und dem Raum ein Dach gaben. Er erkannte die Maserungen ganz genau, doch sein Blick glitt durch das Holz hindurch und zu den Sternen. Seine Gedanken waren wo anders. Ganz wo anders. Er musste zurück denken an den Abend. Als Vayatri keuchend zum stehen gekommen war. Man hatte sie erschreckt und sie verwirrt. Allerdings war nicht er derjenige gewesen der sie erschreckt hatte und vor dem sie Angst hatte. Nein es war eine der Faust gewesen. Seufzend streckte er sich in die Länge und zog die Decke wieder bis auf seinen nacken Bauch. Der Boden unter ihm war hart und er spürte die Verspannungen in seinem Rücken mehr als deutlich. Doch er war dankbar hier im warmen und trockenen sein zu dürfen. Also würde er den Nether tun und maulen. Außerdem kribbelte sein ganzer Rücken noch immer von der Untersuchung. Als Vayatri mit ihrem sanften kleinen Fingern über seinen Rücken gestrichen war hatte er eine Gänsehaut bekommen. er konnte noch jetzt ihre zarten Berührungen spüren und es schüttelte ihn kurz. Als er lange gähnen musste bemerkte er erst, wie erschöpft er war. Er hatte die Nacht davor kein Auge zugetan. Ob sie wieder die Kerze am Fenster stehen hatte? Ob sie nun zum Fenster hinaus sah ehe sie sich umzog? Ob sie schlafen würde können?


Er fuhr hoch und hörte nichts als seinen eigenen Atem in seinen Ohren dröhnen als hätte man ihn durch Gnomentechnik verstärkt. Sein Blick glitt wirr durch den Raum und durch das Geländer nach unten. Er war allein. Niemand war da. Vor allem keine Vayatri die in heller Panik zu ihm gerannt gekommen war und ihm um den Hals gefallen war. Sie war daheim, beschützt von ihren Verwandten. Warum sollte sie ausgerechnet zu ihm gerannt kommen. Sie sah in ihm einzig das Abenteuer das mit seiner Berufung kam. Früher oder später würde sie das erkennen und den Abstand nehmen der gut war.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:33

Konogar schrieb am 9. Jan. 2016

Abermals stand ein am Abend zubereiteter Tee auf dem Tisch und die Frage im Raum: "Ob ihn auch jemand trinken wird?". Viel Zeit hatte sich Konogar genommen, den Tisch entsprechend zu decken. Es ging sogar soweit, das der Worgen im Handelsviertel nach Tassen ausschau hielt, die selbst bemalt werden konnten. Die Möglichkeiten, die ihm dabei kamen waren zahlreich:

Die größte der Tassen war für Vergi bestimmt, nicht nur strömte aus ihr ein fruchtiger Teegeruch hervor, nein - auch zierte ein breites Muster die Tasse. Es war das Zeichen vom "Bund der roten Tatzen", was mit feinen Pinselstrichen in ein Meer aus Formen und Farben eingebettet wurde. Je näher die Nase des Betrachters dem Muster kam, umso feiner waren verschiedene Strukturen erkennbar. Während ein Teil an einem Wald erinnert, der von grünen Hügeln durchzogen wird - erinnert der nächste Teil an eine kahle Wüstenlandschaft. Jede Klimazone fand auf der Tasse ihren Platz und alle passten nahtlos zusammen. Der sehr aufgeweckte und aufmerksame Beobachter sollte gar weiter belohnt werden. Jede Klimazone hatte verschiedene Ausrüstungsgegenstände im Bild versteckt und nicht alles davon schien wirklich zu existieren. Oder viel mehr noch nicht zu existieren?

Mit nur einem halben Zentimeter Abstand zur höchsten Tasse, bedingt durch handwerkliches Ungeschick beim Brennen, folgt jene für Kharne. Sie ist ebenfalls mit dem Symbolbild des Bundes geschmückt. Der Zeichner gab sich die Müh' sie wie ein dunklen Wald wirken zu lassen. Alles im Bild auf der Tasse strahlte etwas verborgenes, etwas vergessenes und etwas mysteriöses aus. Mal versteckte sich das Tatzensymbol nahtlos im Geäst der breiten Bäume, an anderer Stelle wirkte es wie in einem Stein gemeißelt der sich inmitten eines kleinen Bachs befand. Selbst das Flussbett konnte mit einigen Dingen aufwarten, die bei all den dunklen Farbtönen nur zu leicht übersehen werden konnten. Pfotenabdrücke. Es waren jene eines großen Wolfes, der sich ungesehen zwischen Baum und Busch bewegen konnte. Drehte der Beobachter die Tasse weiter, zog sich im anderen Teil ein beleuchteter Weg vom Tassenboden bis zu einem gedachten Horizont. Dieser Pfad war in der Zeichnung ebenso spärlich beleuchtet wie jene Seitengassen im Dämmerwald, vor der Mütter und Väter ihre Kinder warnten sie ja nie zu betreten. Niemand wusste, wohin sie führen würden.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:34

Vayatri schrieb am 9. Jan. 2016

*Vayatri stand vor der Kerze und schaute sie lange an, dann schüttelte sie den Kopf und jagte alle Gedanken fort. Alle Sorgen, Ängste und Gedanken die sie hatte und in ihrem Kopf kreisten wie die Geier um ein frisches Aas. Ramiak war fort, weg und auf einer Mission. Er würde sicherlich Nachts frieren und mit Sicherheit war es auch Gefährlich für ihn. Sie holte ein Zündholz und entfachte es. Wärend sie die Kerze anzündete fing sie leise an zu summen und schließlich leise zu singen…*

„In der Dämmerung sehe ich einen Schein,
blaue Augen, die weinen im Regen.
Als wir uns im Abschied küssten und auseinander gingen,
wusste ich, dass wir uns nie wieder begegnen,
Liebe ist wie eine sterbende Glut.
Und nur die Erinnerungen bleiben,
und durch das Alter, in denen ich mich erinnere,
Sehe ich blaue Augen, die weinen im Regen.
Eines Tages werden wir uns dort treffen,
und wir werden wieder gemeinsam einhergehen.
In einem Land, das keine Trennung kennt,
Ich sehe blaue Augen, die weinen im Regen,
Blaue Augen, die weinen im Regen.“

*langsam ließ sie die sanfte aber schwermütige Melodie ausklingen und musste dann lächeln. Sie mochte das alte Lied das ihr ihre Mutter immer vorsang wenn sie Kummer gehabt hatte. Sie machte sich zu viele und dazu unsinnige Gedanken. Er war viel Älter als sie und Erfahren in dem was er tat. Er würde schon wieder Gesund wieder kommen…und wenn nicht? Es stockte ihr fast den Atem und sachte flackerte das Licht der Kerze. Er würde wieder kommen und wenn er verletzt sein würde, dann würde sie alles tun das er wieder gesundet. Mit diesem Gedanken schüttelte sie sich wieder und versuchte sich auf anderes zu Konzentrieren.

Sie würde selbst bald viel Erleben und auch oft Angst haben, aber sie wusste auch, dass blaue Augen über sie wachen würden. Augen die einen betrachten konnten, das man Angst bekam. Angst, doch die auch eine Zuflucht versprachen, etwas in ihr weckte, dass Sie Mut fassen ließ alles zu schaffen und die Welt kennen zu lernen wie sie war und nicht wie sie auf den ersten Blick zu sein schien. Denn eins wusste sie inzwischen manche Dinge sind anders als wie auf dem ersten Blick….*
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:34

Vergilian schrieb am 10. Jan. 2016


Die große Tasse die für Vergilian bestimmt ist ist verschwunden und auch nicht im Büro aufzufinden. Dafür liegt auf dem Tisch an der Stelle der Tasse ein kurzer Zettel mit dem Wort "Danke" .
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:35

Konogar schrieb am 13. Jan. 2016

Allein daheim beschäftigte sich der Worgen mit der Frage, ob es einen Grund für das Fehlen von Vergi und Kharne gab oder schlicht eine Notiz nicht bemerkt wurde. Möglicherweise war es auch nur Zufall oder Pech, das die Frage nach "Vergi...? Kharne...?" bisweilen unbeantwortet im Haus verhallte. Nur Stand seiner Annahme, die beiden würden fehlen etwas entgegen. Bücher wechselten ihren Standort und Schriftrollen die am Vorabend noch da waren, fehlten eine Nacht später. Es musste jemand im Haus tätig sein und das zu Zeiten, die man selbst nicht anwesend war. Nur kam das bereits mehrfach in Folge vor und Geister würden hier wohl nicht leben. Oder etwa doch? Schließlich war es sehr kalt vor der Tür und alles suchte nach einem warmen Ort. Um sich von allerhand Fragen abzulenken, wurde ins Bücherregal gegriffen.

Sein neugieriger Blick wanderte über die Zeilen und Aufzeichnungen eines weiteren Abenteuers, was eng zwischen zwei Buchdeckel gebunden war. Zu seiner Überraschung lag auch eine Karte bei um der Strecke des Abenteuers folgen zu können. Die Zeit verlor sich rasch und es folgte Glockenschlag auf Glockenschlag. Später am Abend schlich sich auch noch die Müdigkeit wie ein Raubtier heran und lähmte die Konzentration des Worgen. Am weiterlesen eines spannenden Abenteuers war nun nicht mehr zu denken und in letzter Kraft, wie aus einem Theaterstück gerissen, hob er seinen Blick. Niemand schien bisweilen eingekehrt zu sein, vorausgesetzt die Nase des Worgen spielte ihm keine Streiche. Mit einigen Fragen im Wolfskopf zog er sich letztlich zurück und begab sich auf eine fantasievolle Reise. Feinen Bewegungen in den Pfoten, versteckt unter einer dicken warmen Decke, ließen auf rege Träume schließen. Auf seinem Nachttisch fand sich noch eine Notiz und sie lautete:

"Herausfinden ob alle verreist sind und wenn es so sein sollte, warum sich im Haus Gegenstände bewegen."
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:35

Vergilian schrieb am 17. Jan. 2016

Die Nacht war schon lange hereingebrochen und hatte die Stadt in ihre Dunkelheit gehüllt. Die kleinen Laternen der Stadtwachen die ununterbrochen durch die Strassen und Gassen patroullierten waren nichts weiter als kleine Schimmer die sich bewegten. Mal hinter Häusern verschwanden und an anderer Stelle wieder auftauchten. Dort unten hörte man die Stimmen, das klappern von Rüstungen, Türen und Fensterläden die sich schlossen. Doch hier oben hörte man nichts, nur der Wind der über die Stadt fegte und sich über den unnatürlichen Widerstand auf dem Dach des Turmes beschwerte. Seit Stunden saß sie hier, überblicke die Stadt und dachte zurück. An früher und an ihren Mentor. Daschtan hatte sie immer gewarnt. Er hatte ihr immer gesagt das ihr großes Herz sie eines Tages in Schwierigkeiten bringen würde. Sie hätte auf ihn hören sollen. Der alte Elf hatte bescheid gewusst. Und dann hatten sie ihn getötet. Seufzend sah sie auf die Kette in ihrer Hand. Der silberne Anhänger mit dem Tatzensymbol schimmerte im Licht des Mondes als sie mit dem Daumen darüber strich und ihn leicht bewegte. Er war nichts mehr wert. Die Familie für die er stehen sollte gab es nicht mehr... sie war zerbrochen... Sie waren nichts mehr weiter als eine Gruppe Söldner die sich um ihren Lohn sorgten... Wie lange es wohl dauern würde bis sich alle davon machten? Ob das nicht die ersten schon getan hatten? Sie sollte mit Thomaria reden und ihr klar sagen wie die Lage stand. Dann könnte sich das Mädchen einen neuen Job suchen. Irgendwo würde sie schon unter kommen. Wieder fegte ein Windstoß über die Stadt und das Dach und bließ Vergilian die Haare ins Gesicht. Und dann holte sie aus und warf die Kette davon. Das glitzern des Anhängers zog einen langen Bogen mit sich bis er im Wasser des Kanals landete. Erst Minuten später machte sie sich an den Abstieg und auf den Weg nach Hause. Konogar würde sicherlich schon schlafen....

OOC:
Ein paar kleine Anmerkungen:
Ich bin und war schon immer Spielerin der Nachtwache! Unsere Realms (Nachtwache und Forscherliga) waren nicht immer verbunden. Dennoch gab es auch früher schon RP auf der Nachtwache. Der Spieler hinter Daschtan gab das Spiel leider vor Jahren auf und löschte seinen Char. Es war ein Nachtelf Schurke, damit das alles ein Bild gibt für Leute die es intressiert.

Punkt 2. WENN jemand auf diesen Post reagieren möchte kann dies gerne tun. Sollte es ein/e Spieler/in sein der sonst nicht hier schreibt so kann er es in diesem Falle gerne hier tun.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:36

Vayatri schrieb am 19. Jan. 2016

*Vayatri lag noch da, halb in die Decke geschlungen, doch die Füße ragten bis zu den Knien heraus. Langsam wurde sie wach und sie streckte sich durch und vergrub ihr Gesicht tief im Kissen. „Noch einen Moment bitte…“ murmelte sie leise noch nicht richtig erwacht. Doch plötzlich schreckte sie hoch mit einem scharfen einziehen der Luft zwischen den Zähnen und es stockte ihr der Atem. Sie war ja noch im Büro.

Hastig blickte sie sich um und zog die Decke bis unter die Nase. Und da saß er, im Schneidersitz. Die Arme brummig wirkend vor der Brustverschränkt und schlief. Sie blinzelte bei dem Anblick und dann bei dem Geruch den sie sich bewusst wurde. Sie hatte in seinen Decken geschlafen und sachte musste sie schmunzeln. Sein Geruch war herb und hatte eine gewisse Animalische Note, der ihr eine Gänsehaut über den Rücken schickte. Ihre gewellten kastanienbraunen Haare fielen ihr locker um die Schultern und in ihr Gesicht und sie wischte sich mit den feinen Fingern über ihre Wangen und den Schlaf aus den Augenwinkeln. Sie zog die Decke um sich und betrachtete Ramiak beim Schlafen. Er hatte ihr die Stiefel ausgezogen und den Zopf gelöst, sie sachte ins Bett gelegt. Er selbst schien so eingeschlafen ohne sich wirklich hinzulegen. Selbst jetzt noch wirkte er so angespannt, wie auf den Sprung bereit alles und jeden Anzugreifen das sich ihm näherte. Das stetige heben und senken seines Brustkorbes, die Muskeln die sich unter der Haut abzeichneten und arbeiteten als kannten sie nichts anderes als ständige Bewegung. Der Bart, der leicht zottelig wirkte, ebenso die langen schwarzen Haare. Eine Strähne hatte sich in sein Gesicht verirrt, ein dunkler Rebell der es nur gerade wagte aufzubegehren weil sein Träger schlief. Die Narben die nun wo sein Oberkörper frei lag, sie konnte nicht weg sehen, sie faszinierten sie. Nicht weil sie wissen wollte wie er sie bekam und wie gefährlich dies alles gewesen sein musste, sondern um zu verstehen was man alles überleben konnte, hatte man nur die festen Willen dazu. Er musste eine große Willensstärke haben, hatte er doch sein Leben lang für alles Kämpfen müssen und alles bisher überlebt. Sie lächelt sanft und musste sich einfach etwas vor, zu ihm hin bewegen. Sie zog die Decke von ihren Schultern und legte sie ganz vorsichtig auf ihn, sie wollte ihn nicht wecken, nicht diesen ruhigen Moment zerstören in dem er mal nicht versuchte ihr zu zeigen wie unpassend sie in seiner Welt war, er nicht innerlich Mauern hochzog um sie auszusperren. Er mochte sie, wollte sie beschützen, diese Worte hatten sie so ergriffen, dass sie am liebsten gequietscht hätte vor Freude. Sie Biss sich auf die Unterlippe und konnte nicht anders…Sie neigte ihren Kopf vorsichtig nach vorne und fast konnten sich beide Lippen berühren. Beide Körper so nahe und doch getrennt durch Welten. Momente vergingen die ihr so ewig vorkamen, dass die Welt selbst der Atem stockte, aber ihr kräftiger, sich fast überschlagender Herzschlag erinnerte sie, dass es nur 2 Sekunden gewesen sein mussten. Sie ging wieder zurück und setze sich gerade hin, sie schüttelte den Kopf und hielt sich ungläubig die Wangen. Was tat sie da bloß…
Sie erhob sich und ging leise die Treppe hinunter, zog sich stumm ihr Kleid wieder an und verließ das Büro. Als sie vor der Tür stand und der eisige Morgenwind ihm ins Gesicht peitschte und sie blinzeln ließ, unterdrückte sie nur mit Mühe den Drang wieder rein zu gehen, sich wieder hinzulegen und einfach bei ihm zu bleiben. Stattdessen ging sie eiligen Schrittes zur Morgenmesse, doch ihr Kopf hing noch ganz wo anders. Bei ihm…

Er war ein Kämpfer, ein einsamer Krieger der Dunkelheit. Er sagte, dass er gern alleine ist, für sich gestellt, unabhängig. Er sagte aber auch er nahm essen nicht gern allein zu sich. Wollte er so leben? Was ging in ihm vor? Wie einsam war sein Herz wirklich? Wie zerrissen seine Seele… Sah sie ihn so anders, wie er sich selbst sah oder andere ihn? Die Frauen die nur das Abenteuer ihn ihm gesehen hatten, seinen Körper aber nicht das Wesen hinter seinen tiefen blauen Augen… Die Feinde die von ihm besiegt wurden, die Familie die er beiden Tatzen gefunden hatte und die Freundschaft zu Vergillian. Wer war Er, nicht der Mann, nicht der Kämpfer, wer war Ramiak…*
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:36

Vayatri schrieb am 24. Jan. 2016

*Vayatri lag in ihrem Bett und die ersten Sonnenstrahlen eines neuen Tages krochen langsam durch ihr Fenster und fielen auf den Holzboden ihres Zimmers. Sie betrachtete das Farbenspiel das durch die Lichtbrechung entstand, wenn Licht durch vereiste Fensterscheiben brach und feinsten Staub sichtbar machte wie Nebel der über das Meer aufs Land kroch. Schwer atmete sie durch und musste an die letzten Tage denken…
Ihr erster Kuss… hatte sie sich ihn so erträumt gehabt? Hatte sie ihn sich so vorgestellt? Nein…beim Licht, DAS hatte sie nicht erwartet gehabt und hatte ihr förmlich den Boden unter den Füßen weg gerissen. Noch immer klopfte ihr Herz wie wild, wenn sie an diesen einen Moment dachte und ihr Bauch wurde heiß und es schienen 100 Ameisen auf ihrer Haut zu krabbeln. Es war im Zwergendistrikt passiert, als sie eigentlich auf den Weg waren zu ihrem zu Hause. Sie kamen doch wieder zu stehen und sprachen. Ihre Gespräche brachten in ihr immer eine Ambivalenz zum Vorschein, die chaotischer nicht sein könnte. Immer hin und her gerissen zwischen dem Drang ihm noch mehr zu zeigen wie sehr sie ihn kennen lernen wollte und seinen Worten Nachzugeben und sich von ihm zu entfernen. Doch als sie schon Aufgeben wollte, hatte er sie an der Hand gefasst und mit sich gezogen. An den kleinen Kanal Ausläufer und hatte sie dort gegen eine Hauswand gedrückt. Der Moment als die Kälte des Steins ich durch den Stoff ihrer Kleidung kroch und sein warmer Körper der sich gegen sie drückte hatte ihr fast den Atem geraubt. Als er ihr dann bestimmend aber unendlich sorgsam und sanft seine Lippen auf ihre legte, schien alles um sie herum zu verschwimmen. Die Geräusche der Stadt, die laut sprechenden Zwerge und Menschen. Das schlagen der Hämmer auf die Ambosse dröhnten wie ihr eigener Herzschlag in diesem Moment. Und plötzlich war da nur Ruhe…eine Ruhe und Sicherheit die sich so neu und ihr doch so unendlich vertraut vorkam. In diesem Moment Erwachte etwas in ihr…
In dieser Nacht konnte sie schon kaum schlafen und hatte sich nur von einer Seite zu nächsten gerollt gehabt. Doch ihr Geist fand keine Ruhe und immer wieder zog die Erinnerung heran um darin zu schwelgen.

Der Tag darauf war ebenso Ereignisreich gewesen und sie hatte viele Aufgaben geschafft zu erledigen, auch wenn sie einmal im Sitzen am Schreibtisch von Dr. McCoy eingeschlafen war. Doch der Traum von Wärme und einem Knurren ließen sie erschauern und hochschrecken, nur um wehmütig festzustellen, dass es nur ein Traum gewesen war. Abends hatte sie ihn gesucht gehabt und fand in der Taverne Hauptmann Vanth und eine junge Magierin die so enthusiastisch von ihrer Seefahrt und den Kämpfen dort erzählte, dass sie schmunzeln musste und von ihrer Freude angesteckt wurde. Ramiak hatte dann mal wieder sie gefunden und brachte sie an den See hinter dem Zwergendistrikt, an dem Vergillian schon wartete und es begann ihre erste Übungsstunde. Sie hoffte sie würde sich die gezeigten Bewegungen merken können und nickte innerlich das sie diese üben würde bis sie verinnerlicht waren. Leider ging Vergillian bald wieder und musste zu sich nach Hause. Doch wie bei einem fliegenden Wechsel von Tänzern kam eine Kaldorei zu ihr und Ramiak und gab Vayatri einige Ratschläge und Tipps wie man Schwächen und Stärken nutzen konnte.

Doch der Abend ging viel zu schnell vorüber und so standen beide wieder vor ihrem Haus und verabschiedeten sich. Wie die Kälte der Nacht alles zu verlangsamen schien, schien sich auch der Abschied zu verlangsamen und beide Beteiligten wollten sich eigentlich nicht trennen. Doch der Vernunft und seiner Willensstärke war es zu verdanken, dass dieser vertraute Moment ausschlich und zu einer weiteren Wundervollen Erinnerung wurde. In der er sie im Arm hielt, ihr Wärme und Sicherheit bot und beide Seelen sich ein Stück mehr verbanden, als sich ihre Lippen sich zu einem Kuss vereinten…

Nun lag sie hier, an einem Freitagmorgen und sie hörte ihre Tante und Onkel unten in der Wohnstube reden und arbeiten. Sie setzte sich auf den Rand ihres Bettes und ließ die Füße baumeln, gleich würde sie runter gehen zu den beiden und fragen ob sie Ramiak zum Essen einladen dürfte. Sie hatte etwas Angst vor der Reaktion und dafür was ihre Tante Ramiak alles zu essen hinstellen würde. Ihr Onkel hatte nicht ohne Grund einen Bauch. Sie musste leise lachen und erhob sich um den neuen Tag zu beginnen…*
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:37

Kharne schrieb am 28. Jan. 2016

Er schloss die Tür hinter sich, hörte wie hinter ihm im Raum die Tränen hervorbrachen und nachdem er sich von seinem Essen getrennt hatte, das wohl lieber beim Baum vor der Haustür war fing auch der Worgen bitterlich und hemmungslos an zu weinen.
Er hatte seinen Engel verlassen, weil er sie nicht noch mehr verletzen wollte. Es dauerte Sekunden bis er seine Wolfsgestalt angenommen hatte und aus der Stadt stob. Savannah einsammelte und verschwand.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:37

Vergilian schrieb am 29. Jan. 2016

Der Tisch flog gegen die Wand und blieb verkehrt herum liegen. Die Tassen die darauf gestanden hatten waren in alle Richtungen geflogen und hatten sich in tausende kleiner Scherben verwandelt. Alle Bücher die sie hatten lagen verstreut und teils kaputt im Zimmer. Kein Stuhl stand mehr an seinem Platz und das Bärenfell lag auf der Treppe die zur Küche und den Schlafzimmern führte. Wütend knurrend wurde ein Regal umgerissen, so das es auf einen kleinen Haufen Bücher fiel. Es krachte laut als die Regalböden herausfielen und sich auf dem Boden verteilten. Ein leises Wimmern von der Treppe her ließ Vergilian herumfahren. Esperan saß zusammengekauert und mit angelegten Ohren in der Ecke. Die Augen groß und angsterfüllt blickte er zu Vergi, die mitten im Haus stand. Mitten in der Verwüstung sah sie sich um, Tränen hatten sich sichtbare Spuren über ihre Wangen gezogen und ihre Augen waren gerötet. Vereinzelt hatten sich Strähnen ihrer schwarzen Haare aus dem Zopf gelöst und hingen wirr herab. Leise winselte er und wagte es nicht sich ihr zu nähern. Immer verzweifelter sah sie sich um, das Schluchzen immer lauter werdend bis sie den Kopf in den Nacken fallen lässt und ihre Wut und Trauer in einem lauten Schrei hinaus ließ. Danach war es still. Nichts als drückende Stille umfing sie und sie ließ sich langsam und erschöpft auf die Knie fallen. Heisse Tränen tropften auf den Boden und sie schluchzte wieder...

Dabei hatte der Tag so gut begonnen. Sie war mit Shirran und Leihgabe ins Rotkamm geritten um Konogar abzuholen. Sie hatten die beiden beladen und waren dann zurück in die Stadt geritten. Und nun saß sie hier. In ihrem selbst verwüsteten Zuhause, verlassen von dem Mann mit dem sie Alt werden wollte. Langsam hörte sie die Pfoten die vorsichtig über das Chaos zu ihr tapsten. Dann ließ Esperan sich neben sie fallen und legte vorsichtig die Schnauze auf ihre Schulter. Seine nasse Worgennase stupste ihr gegen die Wange bis Vergilian die Hand hob und ihn sachte streichelte.
"Happy Birthday Vergi..." sagte sie leise zu sich selbst...
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:38

Vergilian schrieb am 1. Feb. 2016

Vorsichtig schrieb sie einen Zettel und legte ihn auf dem alten Tisch ab ehe sie ging und dir Tür hinter sich zu zog.

Lieber Kono,

ich bin im Büro und habe heute Abend ein Treffen mit den Tatzen. Wenn du willst bist du gerne willkommen.

Vergi


Auf dem Weg ins Büro machte sie sich allmöglichen Gedanken. Sie brauchte einen Schlosser oder Schmied, der ihr die Türschlösser vom Büro und Zuhause austauschte. Und dann war da noch das streichen mit Kono. Welche Farben für welches Zimmer? Und wie sollten sie es danach einrichten? Sicher war das sie auch den neuen Aktenschrank der ihr heute morgen ins Büro geliefert wurde nun einweihen konnte. Die Schlüssel dafür lagen noch im Büro also konnte sie in aller Ruhe damit arbeiten. Es war also mal wieder einiges zutun...
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:39

Konogar schrieb am 6. Feb. 2016

Wie in einem zauberhaften Wahn wurde die Nacht hindurch gearbeitet. Die Menge an Farbe war knapp ausreichend um die vielen Motive auszufüllen, die nun in der Wohnung zu finden waren. Ein Glück für das künstlerische Trio, das Frau Lebenshauch ausreichend Gaben mitbrachte um sich zwischendurch auch zu stärken.

Das Wohnzimmer wurde erst mit Beginn der Morgenstunden vollendet und zerrte gewaltig an der Ausdauer der Drei. Müde zusammensackend inmitten vom Raum, betrachteten sechs Augen was die Wände nun für lange Zeit tragen sollten: Eine Zeichnung die an Gilneas und dessen Umgebung erinnern mag.

Eine Wand, rechter Seite vom Eingang, wurde durch viele Häuser, Dächer und Lichter zum Leben erweckt. Ganz so, als würde dort im verborgenen hinter dem Holz, tatsächlich das Leben stattfinden. Wer die Augen schließen würde konnte insgeheim Geräusche vernehmen die Erinnerungen an Märkte, Schmiedehämmer und Plaudereien weckten. Es konnte lange nach Details gesucht werden und immer wieder würden neue gefunden. Mal waren es die farblichen Übergänge, mal die kleinen Türen und Fenster, ein andermal Flüsse und Anglerstege. Am Rand der Stadt war ein Übergang zu einem Wald erkennbar - die nächste Station auf einer Reise.

Im Wald angekommen, versteckten sich Eulen und andere Tiere hinter mächtigen alten Bäumen. Die gesamte Farbpracht wurde in dunklen, mysteriösen Tönen gehalten um das Verborgene wie auch das Gefährliche deutlich zu machen. Mal waren es gelbrote Augen die hinter einem Busch nach dem Besucher gierten, an anderer Stelle war es die Silhouette eines Wolfes der sich zwischen den Schatten bewegte. Wer aber zu den Klippen und dem Meer wollte, musste unweigerlich durch den Wald hindurch.

Die Klippen und das Meer erwarteten den Betrachter mit ihrer weiten, einladenden Fläche. Nach der Wanderung durch die gefährlichen Wälder, war dieser Ort eine Entspannung für Geist und Körper. Nur zu dicht an die Klippen sollte sich der Reisende im Gemälde nicht begeben. Tief unten blieb das tobende Meer geduldig und wartete förmlich auf die Unachtsamkeit. In sicherer Entfernung jedoch konnte jeder der mochte verweilen, sich im Angeln versuchen oder einfach nur den Tag passieren lassen. Wer es sich zutrauen würde, blieb gar über Nacht. Doch das war nur den Mutigsten aller Betrachter vorbehalten.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:39

Ramiak schrieb am 14. Jan. 2016

Die Schläge krachten auf ihn ein und er steckte sie einfach weg. Er konnte spüren das seine Lippen aufgeschlagen waren. Und dann lachte sein Gegner dreist auf ihn herab. Man hatte ihn in eine Ecke der Arena geprügelt, er saß am Boden und kassierte die Prügel, weil seine Arme ihm den Dienst verweigerten. Doch als sein Gegner sich umdrehte und ihm den Rücken zukehrte um sich von den Fans bejubeln zu lassen reagierte er. Schnell wie das Tier tief in ihm sprang er auf und riss seinen Gegner um. Der Kerl fluchte und versuchte sich zu wehren. Chancenlos. Nun war er am Zug. Immer wieder ließ er seine Fäuste auf seinen Gegner herabfallen. Es dauerte nicht lange bis sich sein Gegenüber nicht mehr wehrte. Langsam stieg er von dem Kerl herunter, der bei genauerer Betrachtung sehr kräftig gebaut war. Die Brust des Kerls hob und senkte sich, der war nicht tot. Er hatte nur genug Prügel kassiert das ihm die Lichter ausgegangen waren. Langsam ging Ramiak auf den Ausgang der Arena zu und spuckte das Blut, welches sich in seinem Mund gesammelt hatte zur Seite auf den Boden. Hier lag soviel von dem Zeug das es niemanden mehr störte. Oben stand der Chef des ganzen mit einem kleinen Säckchen in der Hand. Langsam nahm sich Ram sein Hemd und seinen Harnisch und trat zu dem Gnom.
"Du bist immer wieder ein willkommener Gast hier." damit wurde Ramiak das Säckchen überreicht und er ging. Wohin nun? Seufzend trat er an die kalte Nachtluft und zog seinen Harnisch über. Er sollte seine Sachen holen und hier verschwinden. Vay hatte er fortgejagt nachdem er sie angebrüllt hatte. Wütend hatte er ihr gesagt was er war. Nun hatte sie Angst, sie war zurückgewichen und dann gegangen. Wie lange war das nun her? 1 Tag? 2 Tage? Oder schon 3? Er machte sich auf den Weg zum Büro. Die Gassen waren leer bis auf die Wachen die hier ihre Wege zogen um alles zu überwachen. Er nickte grimmig und ging seiner Wege. Sein Körper brannte. Seine Lippe blutete noch immer, sein Auge schwoll an und seine Fingerknöchel waren aufgeschlagen. Als er vor dem Büro ankam schlug ihm der Duft entgegen und brachte ihn zum wanken. Es war Vayatris Duft. Sie war offensichtlich hier, auch wenn er sie nicht hören konnte. Er musste sich selbst zur Ruhe zwingen, langsam schloss er die Augen und atmete durch. Seine Lungen füllten sich mit frischer Luft und brannten dabei. Doch auch ihr Duft lag schwer in der Luft. Und dann hörte er ihren leisen Atem. Sie schien zu schlafen, zumindest war ihr Atem entsprechend ruhig. Ganz leise öffnete er die Bürotür und schlüpfte hinein ehe er sie wieder schloss. Still sah er sich um und dann sah er sie. Sie hatte sich in die Decken gewickelt und sich klein gemacht. So wie sie da saß war sie vor Erschöpfung eingeschlafen. Warum auch immer sie hier war. Wahrscheinlich dachte sie nicht das er wieder kommen würde. Still nahm er sich seine Sachen und seinen Rucksack und trat wieder hinunter, überschritt die knarrende Treppenstufe und verließ das Büro ebenso leise wie er gekommen war. Dann sah er sich um. Sein Weg zog ihn richtung Stadttor. Er würde die Stadt verlassen und auch aus der Umgebung verschwinden. So musste Vay keine Angst haben. Vergi würde er von unterwegs aus schreiben. Für sie war es egal ob er hier in der Stadt saß oder wo anders. Er wäre nicht der einzigste der selten bis nie hier war. Langsam führte sein Weg ihn in die Wälder des Elwynnwaldes. Sein erstes Ziel? Beutebucht.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:40

Vergilian schrieb am 14. Feb. 2016

Langsam schloss Thomaria die Tür zum Büro und stellte den Korb auf dem Tisch ab.
"Meine Güte, im Dämmerwald ist ja wieder was los." sagte sie und legte die Zeitung neben den Korb.
"Achja? Feiern die Ghule in Rabenflucht eine Party oder haben sie wieder einen Wildworgen erledigt und fühlen sich deshalb als die Größten?" fragte Vergilian und streckte sich lange.
"Es scheint als würde dort ein Magier die Wildworgen jagen und sie töten. Und danach mit Symbolen bemalen oder so." Tho ging die Treppe hinauf und begann damit Tee zu machen.
"Ein Magier?!" sofort wurde Vergilian hellhörig und schwang die Beine vom Tisch ehe sie sich die Zeitung krallte und selbst begann zu lesen. Ihr leises Brummen gewann immer mehr an Kraft ehe sie die Zeitung auf den Tisch warf und sich zurück lehnte nachdenklich nach vorn starrte.
"Was ist? Weisst du darüber etwas?" frage Thomaria sanft als sie das Tablett mit Teekanne und Bechern auf den Tisch stellte. Vergilian blinzelte als sie angesprochen wurde und sah zu ihr auf.
"Nein, ich weiss nichts. Ich mach mir nur Gedanken. Von uns sollte niemand mehr in Worgengestalt dorthin, ich hab keine Lust das dort einer erwischt wird. Gibst du das weiter?"
"Ja sicher doch. Soll ich es auch an Mister Craniculm weitergeben?"
"Nein... das mach ich selber. Ich wollte sowieso zu Martem. Und in den Dämmerwald muss ich auch. Dann schau ich mir die Sache mal an und hör mich mal unter den Bauern um."
"Hältst du das für eine gute Idee?"
"Wenn es wirklich ein Magier ist und ich recht habe ist es die beste Idee die ich je hatte." grinste Vergi kurz und schnappte sich einen Becher mit Tee.
"Ok, was hast du wieder vor? Wenn du so grinst liegt danach meist irgendwas in Schutt und Asche." seufzte Tho und setzte sich.
"Das erklär ich dir wann anders."....
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:40

Vayatri schrieb am 14. Feb. 2016

*Vayatri saß da, in die Ecke gekauert im Büro, sie hatte sich in die Decken gehüllt und 2 Tage geweint. Ramiak hatte sie weg gejagt, nachdem er ihr in einem Streit sagte er war Worgen, Gilneer, wie Grit. Sie hatte kaum geschlafen, erst als ihr Körper vor Erschöpfung einfach weg nickte. Sie hatte im Büro gewartet das er wieder kommt, doch er kam nicht. Sie war allein und als sie wach wurde waren auch seine Sachen fort.
Was sollte sie nun tun? Verzweiflung kroch in ihr hoch und raubte ihr fast den Atem und doch konnte sie nur an ihn denken. Er war Worgen, ein gefährliches Wesen das im Kampf schreckliches seinen Feinden antun konnte. Doch es war Ramiak, der sie so sanft in die Arme schloss, sie küsste und Halt ihr gab. Der Mann der ihr so zärtlich den Rücken streichelte und ihr immer einen Tee machte. Warum nur ging er weg? Warum kam er nicht wieder? Liebte er sie nicht mehr? Sie hatte ihn mit ihren Fragen und Aussagen in die Ecke gedrängt gehabt und deshalb war es so eskaliert. Doch verstand er sie gar nicht? Verstand sie ihn überhaupt ein bisschen?
Sie schüttelte den Kopf und erhob sich. Langsam ging sie am Sonntagmorgen aus dem Büro und machte sich auf den Weg zur Kathedrale. Sie hatte versucht Vergillian zu finden, niemand war bei ihr zu Hause. Sie war zur Wache gelaufen, zu Grit. Doch dort wurde sie erst gar nicht in die Nähe gelassen, ein medizinischer Notfall und sie wurde wieder weg geschickt.
Vor der Kathedrale blieb sie stehen. Sie konnte nicht den Fuß auf die erste Stufe stellen, alles in ihr Schrie und wandte sich, sträubte sich. Sie ballte die Fäuste und verharrte so, starrte auf die Stufen. Erst als ein Bürger sie ansprach ob alles in Ordnung war, kam sie wieder zu sich. „Aber sicherlich guter Mann, danke der Nachfrage. Licht mit euch.“ Sie zwang sich ein Lächeln auf und kehrte um. Ging zu sich nach Hause. Sie hatte gelogen, das erste Mal bewusst jemanden angelogen. Wieder stiegen die Tränen hoch und ronnen ihr heiß die Wangen runter. Sie erklärte kurz ihrem Onkel was passiert war, ohne ihre Tante, diese wäre nur Außer sich gewesen und hätte Vaya noch mehr Angst gemacht. Doch ihr Onkel hatte Verständnis, er half ihr einen Rucksack packen und gab ihr noch ein Jagdmesser und etwas Geld. Dann gab sie ihm einen Kuss auf die Wange und ging vor die Tür. Sie schaute in den Abendhimmel und flüsterte leise ein Gebet, ehe sie sich aufmachte ihn zu suchen…*
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:41

Thomaria schrieb am 25. Feb. 2016

Routiniert zählte sie das Gold ab und vergab die letzten Waren an den Käufer, der sich mit einem seiner Diener kurz darauf von dannen machte. Es war immer noch komisch für Thomaria solche Geschäfte abzuschließen. Auf der anderen Seite war der Job sehr gut und meistens auch sicher. Immerhin musste sie nur Büroarbeit erledigen. Eilig packte Sie das Gold in das kleine Säckchen und verstaute diesen darauf in der sicher verschliessbaren Schliesskassette. Sie steckte den Schlüssel weg und seufzte zufrieden. Vergilian konnte die Tage das Geschäft beenden und alle wären hoffentlich wieder zufrieden.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:41

Konogar schrieb am 8. März 2016

Früh schon war der Worgen wach und auf zwei von Müdigkeit heimgesuchten Pfoten unterwegs. Während er durch das Zimmer stromerte, stieß er am Ende seiner scheinbar ziellosen Reise mit der Nase auf einen Zettel. Bei seinen kreisenden Gedanken die sich zwischen der nächsten Geplanten Expedition, einem Wocheneinkauf in der Stadt und möglicher Spenden drehte, fragte er sich, ob der Zettel auch gestern Abend schon an der Tür hing. Nur wollte sich zu dieser Frage keine Antwort finden lassen. Schlussendlich am Ende der Zeilen angekommen, eilte er sofort los in Richtung der Küche und bereitete eine weitere Tasse Tee, ein Tablett mit Brot, Käse, Wurst und Schinken vor. Der Gast im Haus kam überraschend über Nacht und sollte ebenso überraschend von einer Mahlzeit am Morgen begrüßt werden. Nur ob es auch mundete? Oder der unbekannte Gast panisch das Haus verlassen würde, beim Anblick eines weiteren Worgen der immer einen warmen Blick auf seiner Schnauze trug?

Fragen die gerade nicht viel Raum in der „konoischen Gedankenwelt“ hatten. Es gab noch viel vorzubereiten. Immerhin waren hungrige Mäuler genau das, was einen schönen Start in den Tag schwierig machen würde.

Eine gute halbe Stunde später, nachdem der Tisch reichlich gedeckt war und sich der Raum mit dem Duft frischgebrühten Tees füllte, tapste der Worgen zum Wohnzimmerfenster. So schnell es sich geöffnet hat um einen Zug frischer Morgenluft zu nehmen, so eilig wurde es direkt wieder mit einem irritierten blinzeln geschlossen. Wenig überraschend war es doch zu kalt noch vor dem vierten Glockenschlag! So entschloss sich Konogar am Ende sich nur noch auf einem Sitz am gemeinsamen Tisch niederzulassen und die Pfoten auszustrecken in der Hoffnung nicht abermals mit den Krallen ins weiche Holz vom Tischbein zu stoßen. Das würde der Tisch ganz sicher nicht lange mit sich machen lassen. Irgendwann wäre der Schaden da, zur bösen Überraschung aller Frühstücksliebhaber. In wenigen Minuten war es soweit und der viere Glockenschlag am frühen Morgen hallte durch die Straßen von Stormwind. Der Blick galt der Treppe und besonders dem bisher unbekannten Gesicht, das sich unter einer Decke im Wohnzimmer bequem machte. Wer war der Gast?
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:43

Konogar schrieb am 25 März 2016

Noch in der Früh des Tages entdeckte Konogar einen Brief, der durch einen übereiligen und sehr pflichtbewussten Boten überbracht wurde. Zeit zum lesen fand er jedoch nicht und eilte wie am Tag zuvor besprochen nach Duskwood. Dort angekommen suchte er sich einen ruhigen, abgelegenen Platz am Pass zum Turm und behielt die Gegend soweit wie möglich im Auge. Die Geräusche aus dem Turm ließen nichts gutes erahnen und sein Griff um den Wasserschlauch nahm mit jeder Minute zu. Kurz erschrocken über eine flinke, kümmerliche Gestalt die wie auf der Flucht wirkte, rappelte er sich auf und riskierte einen Blick den Pass hinauf. Doch bis auf auf den Boden fallen gelassene Ausrüstung war nichts zu sehen.

Wieder die Nase hinter der Steinmauer zurückgezogen, blieb er an Ort und Stelle auf das beste hoffend.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:44

Konogar schrieb am 28. März 2016

Noch in der Nacht vom Montag auf Dienstag wachte der Worgen auf und suchte sich seinen Weg durch das Zimmer. Er hatte in den ersten Minuten des Wachwerden seine Schwierigkeiten mit der Orientierung und auf der Suche nach der Tür zum Zimmer, war die Nase des Worgen der Tür erste Bekanntschaft.

Kurz verwundert über den unerwarteten Widerstand bei Dunkelheit, suchte er nach der Klinke und trat hinaus in den Flur. Langsam und am Geländer der Treppe festhaltend, war er auf den Weg ins Wohnzimmer das von ein paar wenigen Kerzen erleuchtet wurde. Mit einem Brief in der Pranke, setzte er sich an den Tisch und begann zu grübeln. Immer wieder huschte ein Blick in Richtung Treppe, als er dachte jemand würde herunterkommen doch ein Großteil der Zeit starrte er auf die vielen Zahlen im Brief. So schritt die Zeit unermüdlich voran und irgendwann schlief Konogar am Tisch ein, der längst von allen verlassen wurde. Nur noch ein kleiner Teil vom Brief war zu erkennen.

261259'251'227'257' 237257'247'239'257' 221235'229'227'257',

220234' 252244'254 222244'256'248'254'226'248'254'244'224'

249251'241'233'251'223' 235241'251'257'251'233' 209217'

240252'220'252'230'218'238'248'220'248'230' 198 244226'232'240'248'

... ... ...

Am nächsten Morgen, als die Glocken in Stormwind zur sechsten frühen Stunde schlugen, wachte Konogar wieder auf. Eine halbe Stunde später verschwand er aus dem Haus und Stormwind in Richtung Tiefenbahn.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:45

Vergilian schrieb am 28 März 2016

Langsam aber sicher füllte sich das Haus mit immer mehr Bewohnern. Konogar, Vergilian, Ranael, Esperan und nun auch noch Carl und das neuste und jüngste Mitglied, die kleine Lilly. Das süße kleine schwarze Kätzchen das Ranael am Abend mit nach Hause gebracht hatte. Lange hatte Vergi sie auf dem Arm gehabt und gestreichelt, bis das junge Fellbündel auf ihrem Arm eingeschlafen war und sie es am Ende auf Ranaels Kissen gelegt hatte. Das dass Kissen neben ihrem Bett lag und die kleine sich darauf breit machte war natürlich alles nur Zufall.
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:45

Vergilian schrieb am 1. April 2016

Ziemlich genervt warf Vergi den vollgestopften Rucksack und die Bilder die sie unter dem Arm trug auf das große Bärenfell im Wohnzimmer ehe sie nach oben eilte und sich umsah. Alle Zimmer waren leer und verwaist, was ihr ein seufzen entlockte als sich ihr Magen wie ein kalter Klumpen zusammen zog. Alleine sein war nicht mehr ihr Ding. Einzig Lilly kam verschlafen aus der Küche angetrottet und gähnte sie müde an. Esperan war noch in Eisenschmiede bei Thomaria , Konogar war ebenso in Eisenschmiede und Ranael war wohl noch spazieren. Kurzerhand warf sie die Rüstung aufs Bett und schnappte sich Lilly ehe sie loszog um Ranael zu suchen....


Kaum waren sie wieder daheim machte sich Vergi einen Tee und setzte sich an die mitgebrachten Sachen. Es würde Tage dauern bis sie alles sortiert und durchforstet hatte....
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:46

Konogar schrieb am 7. April 2016

Am späten Nachmittag fand sich in der Küche ein Rezept ein. Es war kein gewöhnliches Rezept, das nur kurz die Zutaten nannte, nein nein. Jede einzelne Zutate für das Rezept und sei sie noch zu klein, wurde auf ein Pergament gemalt. Die vielen verschiedenen Schritte zum Anrühren, Mischen, Ausbreiten, Kneten und Formen wurden ebenfalls als Zeichnungen zu Papier gebracht. Alles Blätter zusammen traten den Versuch an, die sonst sehr verhasste Art der Küchennutzung - Backen - angenehmer zu machen.

Vollständig frei von Worten war die Anleitung jedoch nicht:

"Viel, viel Erfolg Vergi! Falls dein gebackenes Brot nicht so geformt ist wie erhofft, sei nicht traurig. Backen ist eine kleine Kunst und braucht Zeit zur Entfaltung. Diese Zeit nehmen wir uns, sobald ich mit weiteren Zutaten vom Markt zurückgekehrt bin. Nicht das jemand Hunger leiden muss zum Abendbrot. Mit etwas Glück reicht das Brot für alle auch bis zum Frühstück am Folgetag.

- Kono"
"Es gibt eben immer was zutun"

Warum heißt der Träumer Träumer? - Weil er auf unmögliche Dinge hofft. Täte er das nicht, wäre er nur ein Realist.

Ich will mit den Engeln fliegen und mit den Haien schwimmen, nur dann bin ich wirklich frei...

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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:46

Vergilian schrieb am 10 April 2016

Seufzend sah sich Vergi in der Küche um. Es sah aus als hätte sie hier eine Bande Shed-Ling mit dem Mehlbeutel bekämpfen müssen. Aber es hatte geklappt, frisches, gut riechendes und nicht schwarz gewordenes Brot stand auf dem Tisch und kühlte ab. Ihre Ärmel waren weiss vom Mehl und ihre Hose hatte dringend eine reinigung nötig. Eigentlich sollte sie einfach so wie sie jetzt war in einen See springen und sich waschen. Konogars Anleitung hatte aber wirklich etwas gebracht. dennoch würde sie zukünftig wohl weiter dem Bäcker das Backen überlassen und bei ihren eigenen stärken bleiben. Nicht das bei einem ihrer Hausfrauenanfälle noch mal jemand zu schaden kam....
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:49

Vergilian schrieb am 16 April 2016


Die Sterne schienen klar und hell und ihr leuchten hatte eine beruhigende Magie an sich. Langsam schlug Vergilian ihr Tagebuch auf und blätterte bis zur nächsten freien Seite. Das Buch war bereits fast voll und bald müsste sie ein neues kaufen...



Es ist seltsam, wenn man nicht weiss wie man mit den Leuten um sich herum umgehen soll. Wenn man den Rat von einer bestimmten Person braucht aber diese nurnoch durch einen kalten Stein der in der Erde steckt vertreten ist. Wenn man nicht weiss wohin man gehört und wie man mit allem umgehen soll. Am liebsten würde ich davon laufen...

Jeder sieht in uns nur die goldgeilen Söldner die jedes Klischee erfüllen. Aber wir sind Lebewesen.
Wenn man uns verletzt, bluten wir.
Wenn man uns tötet , sterben wir.

Ist es also als Söldnerin so falsch auch Lebensregeln zu haben? Ist es falsch den Waisenkindern aus Shattrath eine Freude machen zu wollen? Oder das man sich an Gesetze hält ? Das man auch als Söldner versucht mit ehrlicher Arbeit seinen Lebensunterhalt zu verdienen? An das Waisenhaus zu spenden? Oder sich jemanden zu wünschen der zu einem hält, egal was kommt?

Seufzend wischte sich Vergi kurz die Tränen von den Wangen ehe sie den Kohlestift wieder auf das Papier des Buches brachte.

Ich habe Angst. Ich weiss nicht mehr wer hinter mir steht und wer meine Feinde sind. Ich sorge für Wirbel mit meiner Idee für das Waisenhaus. Und ich stoße nicht nur auf Zustimmung. Seit Monaten ist alles anders und doch immer noch gleich. Ich weiss nicht wo ich stehe und wer zu mir gehört. Ich sehe mich wieder allein enden und kämpfen müssen. Vielleicht soll es so sein, wer weiss was die Titanen sich einst dachten. Es zieht mich nicht nach Hause, auch wenn ich weiss das man dort auf mich wartet. Ich weiss nicht mehr was ich noch denken soll.

Langsam klappte sie ihr Buch zu und steckte es in ihre Tasche, bevor sie ihre Hände in die Ärmel ihres Hemdes zog und wieder zu den Sternen sah. Zum ersten mal seit langem spürte sie wieder die Kälte die sie umgab...
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Vergilian » Mo 28. Jan 2019, 15:50

Konogar schrieb am 30 April 2016

Ein schwerer Reiserucksack, drei neue Karten die über verschlungene Pfade aus Feralas Zeugnis ablegen und ein paar Kräuter stehen griffbereit im großen Wohnzimmer herum. Auch ein Bild was zuvor im Regal fehlte, steht, als wäre es nie verschwunden, wieder dort wo es sich immer befand.

Die Heimkehr ward geglückt.
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