Ein Söldnerleben

Gwyneth
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Gwyneth » So 17. Mai 2020, 13:21

Früh am Morgen hatte sich Gwyneth aus den beiden Schlafsäcken gepellt und war aus dem Berg aus Decken hervor gekrabbelt. Sich ausgiebig streckend, folgte ein langes Gähnen. Die Sonne war noch nicht auf gegangen und so schlich sie sich zwischen den beiden schlafenden Herren heraus aus dem Zeltchen am Smaragdrefugium. Ein Gebet und ein paar Übungen zum warm werden standen an. Ein Frühstück in Form von wilden Beeren und einem süß-wüzigen Brei aus Wurzeln und Pflanzen. Die Teufelswald-Küche war wie der Wald selber. Nicht sehr beliebt. Die weite Robe überwerfend, verbarg sie ihr Schwert unter dem Stoff. Auf Schuhe verzichtete sie hier. Der Weg wirkte Erdig und grün und schien gut barfuß zu bezwingen zu sein. Ihren Esel bepackent tänzelte sie durch das Refugium und war bestern Laune. Sie hatte sich vorgenommen auch mal die Sperrspitze zu übernehmen! Und so verließ das Quartett auch bald das Refugium. In der ersten Reihe, Esel und Gwynny. Die zweite Reihe bildeten die Herren. Ein freudiges Lied auf den Lippen tänzelte die junge Frau den Weg entlang. " Hey ho! Hey ho! Der Esel ist nicht ganz so froh! Hey ho Hey ho ..oh Ighitt der Tümpel riecht wie ein alte Klo...".
Die erste Station im Wald sollte das Wildherzen Lager sein und so trudelten sie am Abend dort auch wie geplant ein. Ganz ohne freudiges Lied, aber mit Hunger und Müdigkeit im Gepäck. Eine Unterkunft war hier schnell gefunden. Gab es kein Gasthaus, war man aber bereit zumindet die drei Menschen im Haupthaus der Sielung unter zu bringen. Hier bauten sie sich eine Bettstadt aus Decken und ihren Schlafsäcken, aber wenigstens war es weniger Weteranfällig wie ein Zelt. Essen gab es hier auch. Da es eine Elfische Siedlung ist, war hier zum Glück der Reisenden keine teufelswald-Küche zu finden. Gebratenes Fleisch und Salat. Beeren und Fruchtmuß.
Ein Festessen im Vergleich zudem was man bisher so unterwegs bekommen hatte. War Gwynny auf halben Weg das Singen vergangen, lockerte das die Stimmung schon sehr und nach etwas Plauderei und den beiden Herren, begab sie sich zum Abendgebet. Die Nacht würde sie wieder zwischen den beiden verbringen. Vermisste sie ihre Wüste doch schon sehr, war es beachtlich was diese Worgen für eine Wärme abstrahlten. Auf den doppelten Schlafsack verzichtete sie hier jedoch auch wieder nicht.
Am Morgen begann ihr Tag dann wieder letzte. Beten, Training, Frühstück und los! Diesmal mit Stiefeln! Eine nette Kaldorei hatte ihr dazu geraten da der Weg Wisperwind Hain nicht immer bequem sein würde. Dem Rat folgend, ging sie auch heute wieder vorran. Singend und tänzelnd machte sie sich wieder an die Spitze. “ Der Teufelswald geht mir auf den Sack, seit heut Nacht, dumme Eule auf dem Dach, ach leck mir doch den Arsch! Ein echt fieser Streich und ich bin die einzige zuhörerin. Die Eule uhut so wie die Wut ganz tief in mir. Ausgeschlafen war nicht drin, ich hab es versucht.
Jetzt sind wir, alle vier, hier unterwegs. Du darfst nicht gähn, zweig ihnen nicht, dein wahres iiich. Ich bin müde! Ich bin müde! Die müdigkeit ist grenzenlos! Ich bin müde, so müde. Und ich schlag die Augen zu. “ singt sie im Elsa stil und biegt einfach falsch auf. Die Herren bleiben an der Gabelung stehen und sehen ihr wohl schmunzelnd nach. “ Und ein Sturm zieht auf! Die Müdigkeit ist jetzt ein Teil von mir. ..uff.. “ kurz erschrickt sie dann als sie ein Steinchen am Hintern trifft. Herum wirbelnd, stehen beide Männer da und zeigen mit der Hand in die richtige Richtung. Mit eingezogenem Kopf maschiert sie schliesslich zurück “ Esel sagte das ist eine Abkürzung..” erklärte sie dabei nur beim vorbei gehen, an den Männern…
Am Wisperwindhain, bot man den dreien richtige Betten! Und so entschloss sich Gwyneth an diesem Abend der Mpdiskeit die wohl ein Teil von ihr war, von sich zu schieben und ging gleich nach dem Essen zu Bett. Das Bett schien die gewalte Macht der Bettigkeit an zu wenden und so verschlief Gwynny erstmal. Kenndrick weckte sie zum Frühstück und so verzögerte sich die weitereise um ein paar Stunden. Ohne Beten und Training wollte sie nicht weiter. Den Rest des Weges zur Holzschlundfeste, ging Kenndrick und Kellan wieder vor. Sie wollte dem verräterischem Esel nicht nochmal trauen und bildete daher wieder die Nachhut. Aber auch hier sang sie wieder vor sich hin, diesmal aber ohne zu tänzeln. “ Das Wandern ist der Gwynnys Frust. Hängender Kopf und keine Lust. Mit Stein im Schuh und Esel so dumm wie eine Kuh … “. An der Holzschlundfeste angekommen war es an Kenndrick mit den Bärenwesen die man Furbolgs nennt zu verhandeln, was sich anfangs etwas
heikel darstellte. War es Gwynny die auf den kleinen Bärenmann zu stürmte und mit einem quietschigen “ Woah ist der Süß!” die Arme um ihn schloss und an sich drückte. Der kleine Süße war wohl einer der Ältesten des Stammes und war es weniger gewohnt zur Begrüßung an die Möpse einer quirlligen jungen Frau gepresst zu werden. . So büßte Gwynny einen Teil ihres Süßigkeitenvorrats ein. Weiter tauschten sie Honig und Trockenfleisch gegen ein wenig Wohlwollen und eine Höhlenkammer für die Nacht.

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Kellan
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Kellan » Mo 18. Mai 2020, 14:24

Kellan schmunzelte, Gwynn hatte beschlossen das persönliche Unterhaltungsprogramm zu spielen und tänzelte singend über den Weg, den Esel immer hinter sich her führend. Auch Kenny lachte. Er musterte ihn dabei wieder und wirkte erleichtert. Der Kerl hatte sich wirklich vorgenommen ihm zu helfen und die beiden redeten oft bis spät in die Nacht hinein. Vor allem dann wenn Kellan das Lederarmband in der Hand hatte und Gedankenverloren zwischen den Fingern drehte. Immer wieder sprach Kenny ihm Mut zu. Mut, sich zu wagen etwas zu ändern, sich den Leuten zu stellen die ihn herabsetzen oder ihm den Mund verbieten wollten. Mut, sich den Ängsten zu stellen und zu kämpfen, zu zeigen, das er jemand war und nicht ein niemand. Oft lag Kellan noch wach wenn Gwynn und auch Kenny schon schliefen. Immer wieder musste er an Sturmwind denken. Es fiel ihm schwer das nun noch zuhause zu nennen. Es hatte sich viel verändert. Die Leute arbeiteten mittlerweile lieber gegeneinander, statt miteinander. Man achtete meist nur auf sich selbst und selten auf die anderen. Aber irgendwie war er froh das er seine Waffen und auch die Rüstung abgegeben hatte. Wer weiss wann ihm sonst etwas passiert wäre. So konnte er ein unbeschwertes Leben führen, auch wenn er einen normalen Beruf hatte.Immer wieder erwischte er sich selbst dabei wie er überlegte ob er überhaupt wieder zurück nach Sturmwind sollte. Was erwartete ihn dort schon groß? Miri, die ihn liebte aber den Mund verbot. Eine Familie die keine war. Kenny lenkte ihn ab, sprach mit ihm über Goldrinn und dessen kämpfe. Das der große Wolf hatte auch nie aufgegeben. Manchmal hatte er sich nur zurück gezogen und einen anderen Weg ans Ziel gesucht...

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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Kenndrick » Mi 20. Mai 2020, 19:17

*Kenny hatte Spaß. Je weiter sie kamen, desto mehr Spaß hatte er. Ob nun die kleine Frau die führung übernahm, ihre Liedtexte amüsierten ihn, die Melodie kam ihm eigenartig bekannt vor, und so hatte er Stoff zum nachdenken, woher er die Melodie kannte. Aber auch die Gespräche mit Kellan machtem ihm Spaß. Der junge Mann kam endlich immer mehr aus sich heraus und wurde offener. Er konnte also nur hoffen, das seien Worte ihm helfen würden.
Natürlich fiel ihm diese innere Unentschlossenheit von Kellan auf und er hegte den verdacht, das er auch lange nach ihren Gesprächen darüber nachdachte, wie es für ihn in Zukunft weiter gehen würde.
Aber auch ansonsten verlief die Reise sehr angenehm. Sie Konnten ihre Unterkünfte gegen dinge, die sie Unterwegs fanden eintauschen und so fiel er des Nachts gleich nach seiner letzten Meditation in einen tiefen, erholsamen schlaf, der ihn am morgen gut gelaunt und erfrischt erwachen ließ. *

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Kellan
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Kellan » Mi 3. Jun 2020, 12:47

Groß stand die Statue von Goldrinn vor den dreien und während Gwyn die Statue mit schräg gelegtem Kopf musterte und Kenn froh war das dieser Marsch vorerst endlich ein ende hatte sank Kellan bereits auf die Knie und sprach das erste stumme Gebet, noch bevor er den Rucksack abgesetzt hatte. Als er die Augen wieder aufgeschlagen hatte sah er sich um und entdeckte Kenny der gerade das Zelt aufbaute. Mittlerweile gewohnt ging Kellan zu ihm und half ihm dabei, zu Zweit klappte soetwas eben besser als allein. Man unterhielt sich mit den Druiden vor Ort, machte sich ein Bild der aktuellen Lage und ließ sich alles wichtige erklären und zeigen. Und bald schon war es Abend und man saß gemeinsam am großen Lagerfeuer, wo man Fleisch grillte und Brot verteilte. Mal erzählte der eine Druide etwas, dann ein anderer Pilger. Immer wieder hörte man Wölfe in der Umgebung heulen und Gwyn sah immer wieder auf. Wo sie am Anfang noch total erschrocken zu ihrem Schwert griff entspannte sie sich auch irgendwann und sah sich immer wieder neugierig um. Hier und da sah man einen Wolf durch den Schein des Mondes huschen und irgendwann begann mal der ein oder andere den Wölfen in ihrem Heulen zu antworten. Kellan musste grinsen. Er erinnerte sich gut daran wie er einmal mit Ram um die Wette geheult hatte. Und er ertappte sich selbst wie er es vermisste. Die Spannung auf Einsätzen, die Wachen die er nachts hatte halten müssen, das gemeinsame aller. Doch damit erinnerte er sich auch wieder wie man ihm gesagt hatte das er ein Kind war und sowieso nichts konnte. Das er gerade mal gut genug zum Wache halten war und selbst das nicht richtig können würde. Das er nie so gut sein würde wie andere. Die Hand eines Nachtelfen landete schwer auf seiner Schulter und riss ihn aus seinen Gedanken.
„Du bist dran mit erzählen.“ sagte der Elf warmherzig und offen. Kurz blickte Kellan durch die Runde und die Gesichter der Anwesenden und schüttelte dann den Kopf.
„Ich hab nichts zu erzählen. Lasst mich aus.“ sagte er leise und als er merkte wie andere ihn überzeugen wollten erhob er sich und ging leise in ihr Zelt. Das dort die Briefe lagen die Miri ihm geschrieben hatte brachte ihn zum seufzen.

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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Gwyneth » Mi 3. Jun 2020, 12:51

* wie ein kleines Kind tapselte Gwyn über die Lichtung am Schrein. Wälder kannte sie und auch Gebetsstätten. Aber das hier war anders und neu für sie. Anfänglich war das Aufheulen der Wölfe noch etwas besonderes. Oftmals erschrack die und griff an den Schwertgriff, doch mit der Zeit war es normal geworden. So tänzelte sie wie gewohnt umher. Sah sich den Schrein und die Leute an. Und immer wieder konnte sie dem Drang nicht wiederstehen. Immer wieder kam es vor das sie den Kopf in den Nacken warf und auf das Heulen der Wölfe mit einem lautem " Haaaaalllluuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu!" zurück heulte. Am Feuer lauschte sie dann den Worten der anderen und machte bei so mancher Geschichte große Augen. Als sie dann dran kam schluckte sie und ihr Blick wurde ernster. " Ich .. bin Gwyneth Abrousi. Tochter von Sultan Ridvan Abrousi vom Stamm der Abrousi aus Uldum. " beginnt sie dann zu erzählen. " Mein Vater wurde von meinem ältesten Bruder vertrieben und ins Exil geschickt. Wir .. wir waren ein friedlicher Stamm, doch wollten die jüngeren und vorallem mein Bruder mehr. Sie wollten mehr Macht und so verriet er seinen eigenen Vater. Entmachtete ihn und lies ihm die Wahl. Sterben oder Exil. " spricht sie und legt den Kopf schief. " Das war vor 15 Jahren. Ich war damals ein kleines Mädchen. Meine Mutter zog mich und meine kleine Schwester auf und hielt uns meistens im Verborgenem. Irgendwann wurde sie krank und wir pflegten sie bis .. nunja. Sie starb letztes Jahr und wir mussten uns entscheiden. Unserem Vater folgen oder als Diener unseres großen Bruders leben. " spricht sie ruhig und lächelt schief. " Wir machten uns in einer Mondlosen Nacht davon. Meine Schwester setzte mit dem Boot in Ratchet über um in den Königreichen zu suchen und ich ritt durch Kalimdor. Vor Orgrimmar fand ich ihn und seit dem .. waren wir vereint. " spricht sie und zieht die Beine an. Das Kinn auf die Knie legend sieht sie dann ins Feuer. " Ich weiss nicht wieso ich hier bin.... Ich weiss nicht wohin es mich führen wird. Ich will Rache. Rache für das was mein Bruder meinem Vater angetan hat. Für all die die darunter leiden und gelitten haben. Ich spühre wie ein Sturm in mir tobt wenn ich an meinen Bruder denke. Ich will das der büßt und für alles bezahlt " spricht sie dann leise und nickt leicht.*

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Anouska
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Anouska » Di 9. Jun 2020, 20:14

*Sie waren angekommen! Wie bei jeder seiner reisen zum Schrein, hielt Kenny ehrfurchtsvoll inne, wenn er Goldrinns Abbild betrachtete, und das sollte sich auch diesmal nicht ändern. Ein stilles gebet, aber dann musste das Zelt aufgebaut werden, doch behielt er seine beiden so unterschiedlichen Schäfchen im Blick. Wie gern er mit den beiden Reiste wussten sie wahrscheinlich gar nicht, aber das war auch nicht wichtig, wichtig war, das es ihnen gut ging. Und so nickte er Kellan freudig zu, als er ihm half, das Zelt aufzubauen und richtete anschließend etwas Eintopf aus dem was noch übrig war an und stellte es anschließend zum Lagerfeuer, wo er interessiert den Geschichten lauschte. Natürlich behielt er auch jetzt die beiden im Auge und wenn er über Gwenny´s guter Laune und dem anfänglichen erschrecken nur schmunzeln konnte, machte ihm die Nachdenklichkeit von Kellan doch immer noch sorgen, auch wenn sie inzwischen herausgefunden hatten, woran es lag, brauchte der junge Mann einfach nur Zeit, selbst herauszufinden, was für ein schlauer und geschickter junger Mann er ist, der es weder verdient hat so herab gestuft zu werden, und es sich noch weniger gefallen lassen sollte. Kenny kannte keine von den Personen, die ihn so behandelten, aber er war sich sicher, das sie es entweder aus Unwissenheit oder Bosheit taten. Er hoffte ersteres.
Es riss ihn aus seinen Überlegungen als Kellan sich zurück zog. Er sah noch eine weile auf den Zelteingang, doch lauschte er dann wieder den Gesprächen am Feuer. Gwenny´s Wut überraschte ihn einigermaßen. Wirkte die junge Frau doch so fröhlich und immer gut gelaunt, auch wenn selbst er bereits bemerkt hat, das sie oft, wenn sie sich unbeobachtet fühlte Sehnsüchtig in die Ferne blickte, war das der Grund? Oder war es Liebeskummer? Das galt es heraus zu finden. Er selbst erzählte an diesem Abend auch nichts und zog sich schon bald in ihr Zelt zurück, der heutige Tag gab ihm wieder viel Stoff zum Nachdenken.*

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Katherina Rodenwald
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Katherina Rodenwald » Mi 10. Jun 2020, 14:38

"VERDAMMTER MIST!" schallte es quer durchs Haus und wer an der Küche vorbeikam, konnte eine schwarze Rauchschwade aus dieser kommen sehen und den Geruch von verbranntem wahrnehmen.

- Zwei Stunden vorher -
Das Mittagessen heute war ein Erfolg. Alle fanden es toll und das trotz der Stimmung, die derzeit auf allen zu lasten schien.
Katherina hatte hin und her überlegt und sich vorgenommen einen Kuchen zu machen. Süsses hatte ihr früher auch immer geholfen, wenn es ihr nicht gut ging und vielleicht half es auch allen im Haus etwas. So machte sie sich an den Teig und als dieser fertig und im Ofen war, wollte sie sich um ihre zweite Aufgabe kümmern und einige Bücher in der Bibliothek einräumen.

Sie hatte fast alle Bücher eingeordnet, als ihr ein Titel ins Auge fiel, der ihr Interesse weckte - Die Magie und das Licht-Eine Einheit?
Schwupp sass sie im Sessel und hatte das Buch auf den Knien. Immer mehr vertiefte sie sich in die Seiten und die Zeit und das Um-sie-herum vergass sie.

Wieviel Zeit vergangen war, konnte sie nicht sagen, aber plötzlich quietschte etwas auf und sie sah unter sich, als Bruni an ihr hochspringen wollte. Katherina wollte gerade fragen, wie die kleine Otterdame in die Bibliothek kam, als ihr der beisende Geruch in die Nase stieg.
"DER KUCHEN!"

-wieder in der Gegenwart-
Seufzend sah sie auf die schwarze Masse, die mal der Kuchen werden sollte. Da sie leider einige Dinge, die sie brauchte, um einen neuen zu machen, nicht hatte, verschob sie den Kuchen und notierte die fehlenden Materialien auf dem Einkaufzettel.
Hängenden Kopfes verzog sie sich, mit Bruni, im Zimmer von Ram und ihr....

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Kellan
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Kellan » Mi 10. Jun 2020, 16:34

Seit einer Woche waren sie nun schon hier. Hatten sich in den Arbeiten des Lagers eingebracht und halfen mit, so wie es üblich war. Sie gingen mit jagen und sammeln, besorgten Feuerholz und legten immer wieder Pausen fürs Meditieren und beten ein. Kellan hatte den Alltag hier schnell verinnerlicht und in sich aufgenommen. Umso überraschter war er als plötzlich ein ihm bekanntes Gesicht erblickte. Freundlich nickte er Avalora grüßend zu als er diese am Schrein entdeckte. Doch die Elfe schenkte ihm weder Blick noch Gruß. Einzig die Verteidiger die immer hier waren wurden von ihr gegrüßt. Überrascht blinzelte Kellan, hatte er der Kaldorei doch nie etwas getan. Doch mittlerweile wunderte er sich über sowieso nichts mehr. Also setzte er sich zu Kenny für die gemeinsame Meditation und das Gespräch danach. Mittlerweile hatte er Kenny von den Briefen von Miri erzählt und wie er sich noch immer unterdrückt fühlte. Auch wie man ihm immer wieder gesagt hatte das er nicht gut genug für einfache Dinge wäre. Kenny hörte zu, er lächelte und brachte immer wieder Fragen ein.
„Was ist denn wichtig wenn man Wache hält? Worauf muss man achten? Wechselt ihr euch denn ab? Wieviel Wachposten habt ihr im Schnitt?“ Kellan teilte sein Wissen mit, auch was er für Fehler gemacht hatte und was er gelernt hatte. Und so vergingen die Tage immer...

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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Gwyneth » Mo 15. Jun 2020, 23:09

* Mit nackten Füßen spazierte Gwyneth über die Lichtung am Schrein. Seit Tagen waren sie nun hier und so verbrachte sie viel Zeit mit ihren Gedanken, aber auch mit Beobachtungen. Beides führte manchmal auch zueinander, so verlor sie sich immer wieder in Gedanken an diese Elfe. War sie hier erschienen ohne große Worte zu wechseln und stand dann vor dem Schrein. Nuschelte und gestikulierte in einer Art Trance. Anfangs kam diese Elfe ihr wie eine Irre vor. Nach einigen Tagen dann schien sich das Bild der Elfe für sie zu ändern. Vielleicht war das ja erleuchtung, dachte die sich. Am Ende wiederum empfand sie ihren Gedankengang viel mehr als Erleuchtung und sah ein das sie dabei viel weniger irre gewirkt hatte. Ihr Entschluss stand damit fest, das sie wohl irre gewesen sein muss. So stellte sie sich selbst vor den Schrein und starrte den Wolf an. Stundenlang starrte die hinauf und der Goldrinn starrte zurück. Irgendwann kniete sie dann nieder und schaufelte direkt vor dem Schrein ein Löchlein. Ihre Halskette mit dem Stammeswappen ab nehmend, legte sie diese in das Loch und schob die Erde wieder darüber. “ Ohne Zorn in die Zukunft. Mein Zorn und meine Vergangenheit bleiben bei dir.. pass drauf auf. “ spricht sie leise, als sie wieder zum Wolf aufblickt." Du siehst ein wenig aus wie der dicke Grim, zu Hause. Ich steck ihm ab und zu ein Keks zu .. also .. haben wir einen Deal? Ich fütter die Wolfens und du .. passt drauf auf?” fragt sie leise, doch der Wolf starrt nur zurück. Leise seufzt die junge Frau und erhebt sich. Ihren endlosen Spaziergang über die Lichtung weiter führend, dauerte es nicht lange und erneut verlor sie sich in Gedanken….*

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Skarin
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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Skarin » Fr 13. Nov 2020, 12:36

Erschöpft kam Skarin nach Hause. Er sollte endlich lernen zuzuhören und wieder mehr auf seine Umgebung zu achten. Hatte er beim laufen im Wald doch aufgepasst wo er hingerannt war und war den Ghulen ausgewichen die langsam durch die Gegend schlurften. Als er über die Brücke in den Dämmerwald wollte musste er sich mit allen vieren abbremsen und die Krallen in den Boden rammen. Hier war langsam kein Durchkommen mehr. Die Soldaten die hier standen hatten ihre große Mühe zurecht zu kommen gegen die immer mehr werdenden Untoten. Entschlossen drehte er um und rannte in seiner wilden Hatz zurück Richtung Stadt. Auf dem Weg überholte er eine kleine Gruppe Soldaten zu Pferde. Als er knapp an den Tieren vorbei zog bockten sie auf, doch das interessierte ihn nicht. Ebenso wenig die Rufe der Soldaten. Erst als er das Sturmwinder Tor erreicht hatte wurde er langsamer und wandelte sich schlussendlich wieder in seine menschliche Gestalt um verschwitzt nach Hause zu laufen. Die Soldaten des Argentum und der Schwarzen Klinge die nun überall in der Stadt waren, waren ihm nicht entgangen. Seufzend fragte er sich wie lange es wohl dauern würde bis hier das komplette Chaos herrschen würde als ihn etwas umriss und er sich in der nächsten Sekunde unter einem Ghul am Boden wieder fand. Der Schmerz der in seiner Schulter explodierte und ihn zum aufschreien brachte ließ auch eine Wache der Klinge reagieren. Mit Geschick zog er die Beine an um den Ghul von sich zu stoßen. Der Todesritter war schnell und schlug dem Ghul bereits einen Arm ab während sich Skarin aufrappelte und knurrend wandelte. Wieder holte der Todesritter aus und rammte dem untoten sein Schwert in den verwesenden Körper als Skarin den Ghul von der Seite her ansprang. Gemeinsam mit einem kräftigen Ruck des Todesritters zerteilte sich der untote Körper und die beiden Hälften blieben getrennt voneinander liegen. Der Ritter nickte und ging weiter während auch Skarin weiter ging. Sich die Schulter haltend ging er weiter. Als er wenig später in seinem Zimmer ankam und ins Bad ging sah er das ganze Ausmaß seines Ausfluges. Seine Kleider waren versaut und eine gräulich stinkende Flüssigkeit des Ghuls hatte sich mit seinem Schweiss vermischt. Kurz entschlossen zog er sich aus und begann damit sich zu waschen, dabei auch die Bisswunde des Ghuls an der Schulter betrachtend und prüfend. Es hieß wohl die nächsten Tage wieder längere Ärmel tragen um Angst und Panik und vor allem die Heiler von ihm fern zu halten.

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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Katherina Rodenwald » Fr 13. Nov 2020, 18:22

Am morgen ging Charlie los und traf an der Haustür Katherina, die von einem Fuss auf den anderen trat.
"Na Schwesterchen, ist das Klo bei euch besetzt?", meinte die Jüngere frech.
"Nein, schau, was Vergi da angepinnt hat!" und Charlie kam der Aufforderung nach.
Die Schurkin hmmt und sah zu der Priesterin, die nur stumm nickte. Der kleine Dolch an deren Seite
würde ihr zwar zur Not helfen, aber Charlie wusste mittlerweile, dass Kath jeden morgen zum Meditieren an den See ging. Dort wäre sie einem Angriff schutzlos ausgeliefert.
"Ram kann nicht hmm?", fragte sie und Kath schüttelte den Kopf. "Na gut, ich komm mit und mach meine Übungen dort. Dann bist du unter Schutz"
Erleichtert, das sah man ihr an, folgte Katherina ihrer Schwester und zwei Stunden später kamen sie zurück ins Haus. Charlie verzog sich in ihr Zimmer, wollte wohl duschen oder gar baden.
Katherina machte sich auf in die Praxis, sie begrüsste Charlotta und bat diese dann, die Damen, die Vergi in den Zimmern untergebracht hatte, herunter zu bitten.
Nach und nach wurden diese dann untersucht. Alle waren gesund soweit, aber auch merklich verängstigt. Jede bekam deshalb auch am Ende zwei Lutscher aus der Dose. Katherina hatte gelernt, dass Belohnungen helfen konnten, wenn auch nicht immer.
So verging der Tag trotzdem ruhig und von den Wirren in den Strassen bekam man wenig mit.

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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Skarin » Mo 16. Nov 2020, 13:22

Nur langsam wurde Skarin wach und blinzelte. Er brauchte ein paar Momente bis er sein Zimmer erkannte und sich aufsetzen konnte. Seine Decke klebte an ihm und seine Schulter schmerzte tierisch. Langsam schleppte er sich ins Bad und ließ die Tür offen, das wenige Licht das von seinem Zimmer herein fiel reichte ihm vollkommen. Nach dem pinkeln wusch er sich die Hände und warf sich kaltes Wasser ins Gesicht. Die Wunde an der Schulter sah böse aus. Die Ränder wurden immer dunkler und seine Adern traten in dunklem blau immer mehr hervor. Dieses Mistvieh hatte ihn schlimmer erwischt als gedacht. Langsam zurück in seinem Zimmer griff er sich seine Sachen und zog sich schwerfällig an. Er musste hier raus und sich bewegen. Frische Luft hatte schon immer geholfen. Als er die Tür öffnete und sein Zimmer verließ stolperte er über etwas und knurrte. Irgend ein Witzbold hatte ihm eine beschissene Tasche vor die Tür gestellt. Brummend und ohne hinein zu sehen schob er das Teil mit dem Fuss bei Seite und ging weiter. Raus aus dem Haus und durch die Gasse verschwand er im Getümmel der Stadt...

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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Skarin » Mi 18. Nov 2020, 13:13

Hier saß er nun, in voller Rüstung, Schild und Schwert griffbereit neben sich liegen habend. Seine Schulter brannte noch immer und der leichte Druck der von seiner Rüstung darauf ausgeübt wurde war schmerzhaft. Immer wieder sah er auf die Straße unter sich. Eine Gruppe von vier Ghulen hatte sich dort versammelt und blickte nach oben. Immer wieder versuchten sie mit kleinen Sprüngen ihn zu erreichen. Doch ihre untoten Arme waren dabei so unkoordiniert das sie ihn wohl nicht mal hätten greifen können wenn sie so hoch hätten springen können. Das zerfetzte, modrige Fleisch und die halb vergammelte Haut schwang hin und her, wie ein Windspiel im lauen Sommerwind. Dabei stieg ihm der Geruch von Verwesung und Blut in die Nase und er konnte ein Knurren nicht unterdrücken. Wieder blickte er auf seinen Schoss, wo der halb fertige Brief lag und er den Kohlestift einmal zwischen den Fingern drehte. Kurz blickte er zum Mond, der diese komplett surreal wirkende Szenerie erhellte und schrieb dann weiter. Als er Minuten später fertig war faltete er den Brief zusammen und steckte ihn in seine Gürteltasche. Dafür zog er eine Zigarette aus der anderen Tasche. Er hatte in einer ruhigen Minute vorgedreht und als er die Kräuter mit einem Streichholz entzündete roch es für einen winzigen Moment nicht nach Tod und Ableben. Er beugte sich vor und blickte nach unten zu den Ghulen bevor er das Streichholz fallen ließ und zusah wie es einem der Ghule auf den Kopf fiel und erlosch. Vielleicht hätte er vorher etwas Rum hinunter kippen sollen. Vielleicht wären diese Biester dann jetzt in Flammen aufgegangen. Vielleicht machte er sich aber auch nur zuviele Gedanken und Hoffnungen. Als er über den Kanal blickte sah er eine Gruppe von schwarzen Rittern die sich gerade ihren weg kämpften. Er nickte anerkennend während er ihnen zusah und dich fragte ob diesen Kampf wohl alle überstehen würden...

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Re: Ein Söldnerleben

Beitrag von Skarin » Sa 21. Nov 2020, 03:10

Seufzend und allein saß Skarin nun neben der befestigten Barrikade auf dem Boden der Schattenspiele und blies den Rauch seiner Zigarette aus. Der blaue Dunst verteile sich und verschwand bevor er die Decke erreicht hatte. Die Ruhe die im Moment auf der Straße herrschte war seltsam. Mittlerweile saß Schindera auf dem Dach und spähte über die Straße und den Kanal. Er hatte eigentlich frei, doch er hatte mitbekommen Vergi mit jemand anderem verschwunden war um sich dem Toten zu widmen. Also hatte er sich auf den unteren Posten begeben. Doch seine Schulter hielt keine weiteren Stunden in Platte durch also hatte er die Sachen ausgezogen als er das neue Fass fürs Dach befüllt hatte. Das lange Hemd hatte er bewusst gewählt und die Ärmel unten gelassen als noch andere da gewesen waren. Doch jetzt wo er alleine war schob er den Stoff nach oben und seufzte. Seine Adern waren noch immer dunkel und es breitete sich weiter aus, trotz des ausbrennens. Mittlerweile fingen auch Bewegungen an zu ziehen und zu Schmerzen und er spielte ganz kurz mit dem Gedanken es doch mal einem Heiler zu zeigen. Die Frage war nur wem? Kath hatte ihn bedroht und war verletzt. Miri zickte ihn an und war durch den Angriff und den Toten völlig fertig. Und Aki hatte ihn bedroht und leuchtete ihm eine gewaltige Spur zuviel. Seufzend zupfte er das Hemd zurecht und streckte die Beine aus. Er fühlte sich erschlagen und schlapp aber er würde den Nether tun das je zuzugeben.

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