Berichte an das Expeditionskommando

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Veyt
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Berichte an das Expeditionskommando

Beitrag von Veyt » Fr 8. Feb 2019, 11:15

Spähberichte, Informationen und anderer Papierkrieg
Afarus hat geschrieben:Hochverehrte Expeditionskommandantinnen!

Im Namen von Aryaro Lightforger und einer Söldnerin möchte ich Euch hiermit über die Erforschungen unserer Spähmission in Kenntnis setzen.

Der Weg führte uns zuerst südlich aus Wildervar hinaus, den Kaldemaarsee entlang. Die einzigen Feinde des Rundgangs, die sich uns direkt in den Weg stellten, waren einige aggressive Eiselementare.
Danach stießen wir auf einen Ablauf des Sees, der unpassierbar war. Deshalb mussten wir einige hundert Schritt ins Tal vorstoßen, wo wir eine Brücke eindeutig vrykulscher Herkunft überquerten.
Bevor wir diese passierten stießen wir in einem kleinen Jagdgebiet mit Bärenfallen auf eine Jägerin samt Tier, die jedoch nicht auf Konfrontation aus war, uns aber mit Sicherheit als Mitglieder der Armee erkannte.
Wenigstens diese eine hatte wohl aus den Begebenheiten vor Burg Utgarde Schlüsse gezogen.
Möglich wäre es ob des friedlichen Verhaltens der Vrykul in dem Dorf, welches die Streitmacht passiert hat, dass es sich dabei um einen mit den Utgarde-Vrykulen rivalisierende oder in Isolation lebende Dorfgemeinschaft handle, was aber nur eine Vermutung meinerseits darstellt.

Als wir die Brücke überquert hatten stießen wir auf eine große Anzahl Eisenzwerge, die wir jedoch mehr oder minder weitläufig umgehen konnten. Einige hielten irgendwelche Schamanische Zauber, möglicherweise Beschwörungen, ab.
Später entdeckten wir eine Schrifttafel nach Lightforgers Meinung wohl zwergischer Herkunft, die ich auf einem beiliegenden Papier mit Kohle abgepaust habe. Vielleicht kann ein Zwerg der Expedition dazu nähere Aufschlüsse geben, wenn nicht: Die Tafel war alt und zerbrochen und hat wohl keine weiteren Zwecke als ästhetische.
Um die Tafel herum irrten riesige Giganten mit Bäumen auf dem Rücken, die wir ebenfalls weitläufig umgingen.

Der Rückweg führte uns über den sicheren Nordhang zurück nach Wildervar.

Der Westen von Wildervar ist soweit sicher, doch wurden dort Waldwesen gesichtet. Eine Nymphe und einige Schlammbestien treiben dort ihr (Un?)Wesen, doch auch diese verhielten sich zumindest aus der Entfernung friedlich.
Ich vermute, dass es das beste wäre, wenn man es auch dabei belässt.

Beiligend befindet sich auch noch eine kleine grob skizzierte Karte der Spähroute um den See.

gez. Afarus Starkhand, Ordensdiener der Scharlachroten Faust
*Ein farbiger roter Faustabdruck ziert das Papier*
Zwei Brüder - ein Schicksal
Robin hat geschrieben:Es finster um die Ammertanhütte geworden, die riesigen Bäumen wiegen hin und her im aufkommenden Wind die Steilwand der Küste hinauf. Dort, am Rande der Plattform steht eine einsame Gestalt an der Brüstung, den linken Arm in einer Binde vor der Brust fixiert, mit der geballten rechten Hand auf das Holz gestützt. Der schwere Stoff der mehrlagigen Robe bewegt sich rauschend um die drahtige, hochaufgewachsene Gestalt und das Scharlachrot der edlen Stoffe ist ins Grau-in-Grau der Nacht übergegangen. Eisig wie das Wetter gleicht das Gesicht des Mannes unter der Kapuze einer regungslosen Maske, nur die klaren, stahlblauen Augen mögen der Nacht noch ihren Glanz aufzuzwingen. Pater Robin schaut mit einer ruhigen Bewegung über das Tal, welches sich zu seinen Füßen präsentierte, lauschte dem Rauschen des unaufhörlich fallenden Wassers.

Leise scheppernd, mit metallischen Schritten, nähert sich ihm einer der Gardisten. Einer der größten in ihren Reihen, ohne Gilneerblut in den Adern. Breit und hoch aufgewachsen stellt er sich neben den Pater, seine massige Gestalt taucht den Priester in einen dunklen Schatten, wenn dies in der Nacht überhaupt noch möglich. In seiner scharlachroten Rüstung würde man nicht viel Ähnlichkeit mit seinem leiblichen Bruder erkennen, bis auf die stahlblauen, schimmernden Augen, die Quelle ihres Lichtes in noch so dunkler Finsternis.

"Ich sehe dich nicht gerne so, Robin. Schone dich mit deiner Verletzung." - "Der Schmerz lässt mich erkennen, Bruder. Lässt mir Gewahr werden welchen Fehler ich begann. Zeigt mir was Stormwind aus mir machte." - "Es nützt niemandem etwas, wenn du sie nicht behandeln lässt, willst du den Arm verlieren?" - "Halte mich nicht für naiv, Andrew! Ich habe es natürlich versorgt, direkt als der Kampf uns eine Atempause ließ. Es ist nur eine Bisswunde, es war ein gewöhnlicher Worg. Die Blutung gestillt, es wird verheilen, das weißt du! Die größere Wunde hat mein Stolz erlitten, und der Schmerz erinnert mich daran. Rede also nicht so geschwollen daher." Der Priester schnaubt und streicht unbewusst über den fixierten Arm. Sein Bruder brummt nicht weniger ungehalten. Dennoch teilen die Männer einen Moment des stolzen Anschweigens, wie es nur unter Blutsverwandten existiert.

"Es ist das alte Problem weißt du . . . " - "Wovon sprichst du, Robin?" - "Ihr Gardisten, Ritter, Paladine, ihr trainiert eure Kampfkunst, stählt eure Körper und lernt im Gefecht. Meine Waffen, meine Rüstung ist das Licht. Doch ist es verpöhnt dies zu stark zu nutzen, es zu trainieren. Sie erwarten Wunder, das Licht wäre ein seltenes Gut. Sie behandeln es wie der Verdurstende seine letzte Wasserration. Die Kraft, die Macht die im Lichte wohnt, dürften wir sie entfesseln, hätte gestern abend kein Nebel unsere Sicht getrübt. Doch es steht uns in Stormwinds Augen nicht zu . . . wir sind Denker, Redner. Sie sehen den Glauben nicht als Kraft die in uns wohnt, sondern als Lebensweisheit. Man stelle sich vor, ein Priester der dem angreifenden Wildtier etwas über die Tugend des Respektes erzählt." - "Spielst du auf diese Bruderschaftsbrüder an? Wir wissen, dass sie zu schwach im Wille sind für unseren Weg, Bruder. Alltes was sie benötigen ist ihre Lehre." - "Nein, ich meine nicht einmal ihre Art. Sie sind es auch nicht alleine, wie erkläre ich es dir? Du weißt, wie ich das Licht predige. Es ist eine lebenspendende Kraft die uns erfüllt, die in jedem noch so niedrigem Lebewesen inne wohnt. Wir bekommen gelehrt wie man sie anruft, sie nutzt. Den Willen vollzieht. Doch ich frage dich, wie soll man eine Macht voll nutzen können, wenn man sie behandelt wie ein rohes Ei? Erinnere dich an unsere letzten Schlachten, der Kampf um Nethergarde, oder davor im Silberwald. Wir brachten das Licht und redeten nicht nur davon. Hätte ich die Kraft nicht entfesselt, wäre niemand von uns damals von der Spitze Fenris zurück gekehrt." - "Und das wäre schade, hat es dir doch die Achtung eines Kal'dorei eingebracht, der dich auch jetzt wieder begleitet, nicht wahr?" - "Es geht mir nicht um die Anerkennung, Andrew! Doch hast du Recht. Dies war es, was den Mondpriester, mich und alle die dort auf der Burg waren für immer einen wird. Im Glanze des Lichtes sind wir dem sicheren Tod entgangen." - "Warum dann diese Zurückhaltung, Bruder? Erinnere sie wieder an die Kraft des Lichtes. Lass sie Fackeln sein im Schatten. Du hast Priester bei dir, offenbare ihnen was unter dem Staub Stormwinds in euch allen liegen kann, wenn sie es nur zu lassen." - "Leidenschaft widerspricht ihrer Disziplin, das innere Feuer ihrer Ausgeglichenheit, der eiserne Wille ihrem Mitgefühl." - "Auch du bist diszipliniert, Bruder. Wahrscheinlich der Schlimmste den ich kennen. Doch wenn das Licht dich erfüllt, deine Hände und deine Zunge führt, bist du ein Anderer. Wenn du es zulässt, leuchtest du uns in der dunkelsten Stunde. Durch dich wirkt das Licht, warum sonst genießt du dieses Ansehen im Orden und bei Aussenstehenden. Sei dir selber treu und sie werden es erkennen. Was haben sie schon zu verlieren hier in Nordend?"

Nachdenklich streicht die rechte Hand des Paters über das Holz und zeichnet die Maserung nach. Wieder schweigen die Brüder sich minutenlang an, ehe der Priester ruhig und bestimmend wieder das Wort ergreift.

"Wenn ich mich weiter zurückhalte, habe ich viel zu verlieren hier, nicht zu letzt mein Leben. Doch wenn wir unsere inneren Ketten sprengen haben wir eine Welt zu gewinnen! Unser Weg führt ins Licht, sonst laufen wir Gefahr dem Ansturm doch noch auf seinen Irrwegen zu folgen. Niemals!" - "So sehe ich dich gerne, Robin." - "Was ich die Tage von dir mitbekam gefiel mir um so weniger, Bruder. Erst lässt du dir dein Pferd unter dem Arsch wegbrennen und dann scheint deine Aufmerksamkeit nicht völlig bei deinem Dienst zu sein." Andrew legt die Rechte auf Herz und neigt den Kopf, etwas Hohn liegt in seiner Stimme als er spricht. "Meine Vergebung, Bruder." - "Es ist jetzt nicht die Zeit für deine Albernheiten, Bruder. Ich warnte dich schon in Stormwind. Wenn wir wieder dort sind kannst du mit den Damen spielen. Hier fordere ich deinen vollen Einsatz und ich werde dich immer wieder daran erinnern." - "Am Ende gibt es ja doch immer wieder nur uns, Bruder." - "Ich sehe das hast du zumindest schon einmal verstanden, Andrew. Lass mich nun alleine, ich habe nachzudenken."

Andrew schlägt die rechte Faust vor den Brustpanzer und neigt sich tief vor dem Priester, diesmal liegt keinerlei Hohn in der Geste, wirkt sie eher aufrichtig und demütig. Dann entfernt sich der Gardist in die nahe Ammertanhütte und lässt den grübelnden Priester alleine zurück in der finsteren Nacht. Dunkel wars, doch in ihm helle.
Wulfric hat geschrieben:Leutnant Dumont von der Ammertanhütte und Jennifer Glock, geborene Winterspring, stehen zusammen und reden miteinander. Die Frau, bereits gut in den Ende 30ern wedelt wild mit dem Nudelholz umher und pocht dem Leutnant damit auf die Platte.

"Raus! Dieses verlauste Dreckspack, hat SOFORT das Haus zu räumen. Und wenn ich meine SOFORT, dann heißt das auch SOFORT!" Die feuerroten Haare der Frau wehen im Wind und wer schon einmal ein Gespräch mit einer sehr wütenden Frau geführt hat weiß, ... der Leutnant hat keine Schnitte.

Mehrmals will der Leutnant ansetzen und etwas sagen, doch er kommt nicht dazu. Die Wut der Tochter, der Eigentümer der Hütte, die er uns seine Männer als Stützpunkt nutzen, dürfen, da der alte Admiral a.D. Winterspring ihnen dies als Stützpunkt angeboten hat, steht da und gibt sich letzten Endes seinem Schicksal hin. Er weiß noch sehr gut, was mit seinen Männern zu Anfang geschehen ist, die sich nicht an die Regeln des Hauses gehalten hatten und dies auch nur einmal nicht taten. Die Regeln hingen für Jeden Gast sichtbar im Schlafraum aus und Jeder hatte sich daran zu halten.

Der Leutnant ging zu dem Pater der Faust und nickte dem Mann zu. "Gemäß den Regeln der Ammertanhütte muss ich sie augenblicklich des Hauses verweisen. Die Regeln sind nicht eingehalten worden und die Besitzer beleidigt. Aus diesem Grunde empfehle ich die sofortige Abreise Eurer Truppe, zu Eurem eigenen Wohl." ratterte der Mann runter und nickte dem Pater zu, drehte sich um und ging dann davon. Seine Pflicht war getan. Er instruierte noch einige seiner Leute, die Abreise der Roten Bande zu überwachen und beugte sich dann über die Pläne. Irgendwo hier mussten doch diese Wolfsmenschen sein ...
Aedan hat geschrieben:Verehrte Kommandanten,

anbei eine Karte unserer gestrigen Erkundung.

Die roten Pfeile markieren den Weg, den wir nahmen. Da Master Cayden erklärte, der Worgen habe etwas vom Gebirge gesprochen, hielten wir (Sir Veyt, die beiden Steinschlags, Feldwebel Barbek, Master Cayden, Bruder Wulfric und ich) uns zunächst in Richtung der Berge und ritten dann gen Norden am Rande des Gebirges entlang.
An der Kreuzung hielten wir uns zunächst Richtung Julheim, bis wir linkerhand im Wald etwas bemerkten, das Bruder Wulfric "den verderbten Baumstamm" nennt.

Er ist hohl und führt in einer Art Höhle nach unten. Davor ist eine Art Platz, auf dem sich Schleimkorpuskel tummeln - diese Wesen sind auch im Inneren der Baumhöhle zu finden. Des weiteren eine Art Saronitgeschöpfe, die an wandelnde Bäume erinnern - ähnliche Wesen kenne ich aus der Nähe von Dolanaar und den Sümpfen des Elends.
Pilze wuchsen ebenfalls dort und tiefer unten waberte eine schwarze Wolke irgendeiner nicht näher bestimmten Substanz. Wir wollten nicht näher gehen um herauszufinden, ob es sich hierbei um Pilzsporen oder üble Luft handelt.
Bruder Wulfric nahm Proben der Saronitgeschöpfe und der Schleimkorpuskel.

Wieder aus der Höhle heraus, hielten wir uns in Richtung Straße und dort in nordöstlicher Richtung. Linkerhand am Fluß befindet sich ein Sägewerk welches laut Bruder Wulfric einst der Venture Company gehörte, doch die Goblins verließen die Gegend und nun kämpfen dort Soldaten der Kriegshymnenoffensive unter der Führung von Kommandant Bargok gegen die Expedition Valianz unter dem Kommando von Unteroffizier Hartsmann. Wir sahen einige Tote der Expedition Valianz, welchen die letzten Riten erwiesen wurden und zogen weiter.

Der Weg wurde kurz darauf von einer Art Baumtunnel überdacht...ein riesiger, hohler Baumstamm, der sich über den Weg spannte.

Auf dem Weg weiter zurück begegneten wir in der Nähe des Passes einer alten Frau...offensichtlich einer Seherin, die dort mit einem Wagen ihr Lager aufgeschlagen hat. Nicht ohne eine gewisse Ironie zu ihrem Berufsstand ist die Frau blind und warnte uns, die Gefahr liege im Dunkel. Wir mögen auf der Hut sein. (Inwieweit dem Beachtung zu schenken ist, kann ich nicht beurteilen. Ich bin der letzte, der Warnungen leichtfertig in den Wind schlägt, aber wäre ich blind, läge auch für mich die Gefahr stets im Dunkel...)

Des weiteren sind wir offensichtlich der Unterkunft verwiesen, die wir nach dieser Begegnung ohne Zwischenfälle wieder erreichten.
"Egal wie tief man die Messlatte für menschlichen Verstand auch hängt, es gibt jeden Tag einen, der aufrecht drunter durchgeht!"
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