Das Zorn-Buch Reiselog der Inquisitorin

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Veyt
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Das Zorn-Buch Reiselog der Inquisitorin

Beitrag von Veyt » Fr 8. Feb 2019, 11:13

Simanthy hat geschrieben:Westwacht, Nacht des 6.2.

Komme dazu endlich etwas zu schreiben. Ein Gefühl in mir sagt das ich auf die Schlagkraft und die Kompetenz dieser Truppe vertrauen sollte. Doch irgendwas hält mich davon ab. Es sind einige bekannte Gesichter unter den Teilnehmern der Expedition, doch ich sorge mich um die Motivationen des Einzelnen. Ich sehe in dem Nachtelfen und dem Worgen das größte maß an Konfliktpotential, ich werde diese Personen im Auge behalten müssen bevor sie zu einer bedrohung werden.

Über die Seefahrt hier her muss ich nicht all zu viele Worte verlieren. Das Gefecht gegen das Orcschiff hat sich angefühlt wie ein Ewigkeit. Das Schlachtfeld ist mir nicht fremd doch auf einem Schiff zu stehen und keinerlei Ausweichmöglichkeiten zu haben ist noch ein ganz anderes Gefühl.
Ich zog es vor mich in das Gebet zu vertiefen während die Kanonen unser Schiff durchlöcherten. Meine Gebete haben unseren Leuten Kraft und Sicherheit gegeben. Ich sehe dies als positives Zeichen für den Erfolg unserer Mission. Werde zu einem späteren Zeitpunkt ein Exempel an Streitkräften der Horde statuieren lassen.

Ich konnte das Vorrücken unserer Leute in Valgarde beobachten. Selbst ich konnte erkennen das der Einzelne nicht auf seine Mitstreiter abgestimmt ist. Wir werden etwas an der Befehlsstruktur dieser Expedition ändern müssen wenn sie bei folgenden Konflikten nicht im Chaos versinken soll. Spiele mit dem Gedanken eine Messe zu ehren des Lichts zu halten, um einigen Teilnehmern die Wahrheit der Tugenden näher zu bringen.
Simanthy hat geschrieben:Westwacht, Nacht des 7.2.


Der Anblick von Neu Herdweiler im Abendrot ist berauschend. Ich weiss nicht ob ich es bedauern soll das wir dort nicht hinkommen. Es gibt noch viele offene Fragen auf die ich noch Antworten verlangen würde. Angefangen bei "Wie" bis hin zum "Warum" und wohl der Frage die an Ketzerei grenzt "haben sie recht?". Ist es unsere Bestimmung so zu werden? Verteufelt werden wir und unsere Methoden sowieso, weshalb nicht auch diese Grenze überschreiten, schließlich sind wir es doch die, die Macht dazu haben diese Kräfte zu beherrschen und für das Gute einzusetzen. Ich schnitt das Thema mit Flaviana an ohne ein großes Schussfeld für Anschuldigungen gegen mich zu geben.

Es wirkte fast so als würde Flaviana meine Gedankengänge verstehen, sie eröffnete mir, als hätte sie meine Hintergedanken vernommen, das sie mich als die Willenstärkste im ganzen Orden sieht und das ich den Willen dazu hätte diese Mächte vorrübergehend zu beherrschen. Ich werde mich vorrübergehend von diesen Gedanke lösen müssen. Die Expedition bricht heute weiter nach Norden auf.


Werde diesbezüglich jedoch Vorbereitungen treffen.
Simanthy hat geschrieben:Ammertannhütte, Nacht des 8.2.

Wir haben die Grizzlyhügel erreicht, bisher gab es keine nennenswerten Verluste ausser einen Desateur des Ansturms, Karun van Roth. Der Desateur hat bekommen was er verdient hat. Niemand verrät den Orden ohne nicht irgendwann seine Strafe zu erhalten. Trotz dem nichtigen Gezanke der Bruderschaft mit anderen Expeditionsteilnehmern haben wir es mehr oder weniger unbeschadet überstanden. Ich genieße die zornigen oder verängstigten Blicke die man meinem Wappenrock entgegen bringt. Es ist ein erhabenes Gefühl die Menschen mit der Blosen Anwesenheit dieses Wappens in Furcht zu versetzen. So entlarven sich die Unreinen und Ketzer selbst. Besonders die Ordensmitglieder der Bruderschaft scheinen erinnerungen mit diesem Wams zu verknüpfen, vielleicht werden diese Hinweise auf Häresie in ihren Reihen noch zu konkreten Beweisen. Ich erwarte alsbald einen Versuch von ihnen gegen die Führungsposition des Ordens zu Meutern. Werde die Ordensmitglieder über meine Befürchtungen inormieren und Stillschweigen befehlen.

In wie weit die Regional-Kommandeure in diesem Konflikt Partei ergreifen würden kann ich noch nicht Einschätzen, ich fürchte jedoch um eine weit verbreitete Ketzerei in den Reihen des Militärs. In wie weit dieser Wolfskult darin Mitinvolviert ist oder ob jener separat operiert bleibt noch abzusehen.

Muss mich noch über die Verwundung des Hochinquisitors von Baskerville informieren, er scheint stärker Verletzt worden zu sein als ich erwartet hätte. Werde in Erfahrung bringen müssen ob er noch Reisefähig ist, er wirkte jedenfalls noch so als ich ihn das letzte mal am Abend sah. Der Schmerz wird seinen Glauben stärken, ich freue mich für den Bruder.

Nachtrag am Morgen des 9.2.

Habe den Zwerg namens Hammerfaust Gestern während der Schlacht mit der Kraft des Lichts gezüchtigt. Er äusserte mehrmals verräterische Gedanken, der Schmerz schien ihn vorrübergehend zur Besinnung zu bringen und seine Kampfmoral zu heben.
Simanthy hat geschrieben:Lager der Westfallbrigade, Morgen des 12.2.

Der Text ist mit zittriger Hand verfasst worden, bei manchen Schwüngen könnte man meinen ein ganzes Zucken ist durch den Körper des Verfassers gegangen.


Eisenzwerge, elende Monster ohne Seele.
Verflucht sei mein fehlendes Auge, verflucht sei meine goldene Prothese!
Das diese Monster Blitze verschießen können und meine goldene Prothese jene anzieht, war so ziemlich das letzte an was ich dachte. Verflucht sei meine Torheit. Nun weiss ich es besser, viel besser. Der Hochinquisitor sprach zu mir als die Bewustlosigkeit meinen Körper betäubte doch mein Geist war wach und verstand nur zu gut. Ich solle meinen Fehler korrigieren, diesen Mangel an Glauben wieder gut machen. Das habe ich vor, ich kann mir auch schon vorstellen was dies sein wird. Die Herrlichkeit dieses Werks wird sogar ihn zu Asche vergehen lassen.

Konnte am Abend noch mit Miss Wittgen sprechen, eine ungewöhnliche Frau. Sie wirkt auf mich nicht wie eine Soldatin. Sie passt absolut nicht in das gängie Soldatenklischee, jedoch sind ihre Beweggründe aufrichtig und ehrenhaft. Sie scheint mir in manchen Dingen zu idealistisch aber dsa Leben wird auch sie formen.
Simanthy hat geschrieben:Lager der Westfallbrigade, Abend des 12.2.

Ich schickte eine Patroullie von 4 Mann aus, zurück kam Bjarnfang der Weise.

Er hat alleine eine ganze Patroullie von uns kampfunfähig gemacht, warum er sie am leben lies kann ich nicht sagen, vermutlich um die Moral der Truppe zu senken, werde ihnen verbieten diese Niederlage mehr als nötig zu kommunizieren. Er verhöhnt uns wo er nur kann, er wies uns selbst auf die Niederlage unserer Einheit hin, brachte uns die Rüstungsteile der Besiegten und verspottete uns weiter.

Wir fanden unsere Kameraden, wir versorgten sie und schaften sie so schnell wie nur möglich zurück ins Lager. Selbst als wir unsere Leute geborgen haben war er in der nähe, wir konnten ihn entfernt auf einem Felsen sehen wie er uns beobachtete als wir die Verwundeten versorgten.
Er scheint eine Art Druide zu sein, die Tiere selbst gehorchen seinem Befehl. Im Lager kreisten Raben über den Bannern, sie schrien in unserer Sprache, verkündeten Bjarnfangs Sieg. Es macht den Anschein als würde das Land selbst ihm gehorchen.

Er ist mächtig doch die Kraft des Lichts wird seine Seele verzehren und Peinigen, der Schmerz wird seine Befreiung und mein Lohn.
"Egal wie tief man die Messlatte für menschlichen Verstand auch hängt, es gibt jeden Tag einen, der aufrecht drunter durchgeht!"
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