Ritter vs Knappe vs Ritter vs Ritter... oder: sie werden ja so schnell erwachsen.

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Fynrion
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Ritter vs Knappe vs Ritter vs Ritter... oder: sie werden ja so schnell erwachsen.

Beitrag von Fynrion » Do 7. Feb 2019, 23:36

... und doch bleiben sie Flegel. Wenn der Flegel dann auch noch zum Rebell geworden ist, zudem eine Rakor-Ausbildung als Knappe hatte, dann hat man eines ganz gewiss nicht — einen Ritter der tut was man von ihm erwartet.
Mittlerweile waren es 6 oder gar schon mehr die ihm in den Ohren lagen, es wäre vielleicht doch mal an der Zeit sich bei ihr zu melden, doch auf dem Ohr zeigte sich der McGrath-Spross extrem taub. Zudem gab es doch viel zu viele tolle Ablenkungen und eine davon war unter anderem mit wachsender Begeisterung auf irgendwelchen Verlassenen rumklopfen. Etwas, das Fynrion mit einer Inbrunst tat, dass man durchaus fast geneigt war von Fanatismus zu reden.
"Die See ist mir Zuflucht, sie ist meinem Herzen Heimat und
Heiler meiner Seele. Ebenso wie sie werde ich mich niemals beugen!"

– Fynrion McGrath

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Oderike
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Re: Ritter vs Knappe vs Ritter vs Ritter... oder: sie werden ja so schnell erwachsen.

Beitrag von Oderike » Sa 9. Feb 2019, 11:07

Ein Briefkasten in Eastvale, ein kleines Haus das leer herumstand und dessen Einrichtung auf seinen vorigen Besitzer zu warten schien. Nichts darin war verändert worden auf Befehl von Oderike und trotz all der Zeit, die nun schon vergangen war, blieb es dabei.
Rakorischer Sturheit flüsterte man sich zu und wenn man Oderike darauf ansprach brummte sie kurz und schüttelte den Kopf entschieden.
Er war einst ihr Knappe gewesen und auch wenn er es nicht mehr war so blieb etwas offen noch und ohne dieses zu beenden blieb beides so wie es war. Da mochten Kriege und Jahre vergehen, es wartete einfach auf jenen Tag wo zwei Dickschädel beschlossen das sie doch noch nicht fertig miteinander waren.
Ein einziger Brief konnte es ändern den einer von beiden nur Schreiben müsste, aber wer es sein würde und warum das wusste wirklich niemand und man fragte besser auch nie danach.

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Fynrion
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Re: Ritter vs Knappe vs Ritter vs Ritter... oder: sie werden ja so schnell erwachsen.

Beitrag von Fynrion » Mo 11. Feb 2019, 13:28

Manch mal war durch Stormwind laufen wie ein regelrechter Spießrutenlauf. Wie gut, dass er aus seiner Zeit als Wache noch immer genau wusste wie und wann man um welche Ecke oder in welchen Hauseingang flüchten konnte ohne gesehen zu werden. Noch besser, dass er so gut wie nie da war.Damit sollte man ja meinen, gerade den Leuten aus Eastvale nicht so schnell über den Weg zu laufen. Denkst'e aber auch nur. Mittlerweile wusste er was mit dem kleinen Haus, dass man irgendwann sogar in einer Wahnsinnsaktion ein mal komplett nieder gerissen und wieder aufgebaut hatte, los war. Einziger Kommentar seiner Seits dazu: »Passt zu ihr.«
Und ja, es passte.

Eigentlich war ja nie viel von ihm in der kleinen Hütte gewesen und seit der Stellvertreter der Miliz ihm irgendwann den Schlüssel dazu wieder gegeben hatte, damit er noch mal rein konnte, nachdem er eine ganze Weile als tot gegolten hatte, war auch von dem wenigen das noch da gewesen war nichts mehr zu sehen. Oder zählten leichte viereckige Schatten von Rahmen an der Wand? Doch, wie das so ist, nur weil man etwas ausräumt und alle Kontakte abbricht, heißt das noch lange nicht, dass damit auch alles erledigt und vergessen ist.

Seit neustem befanden sich zwei Schlüssel wieder in seinem Besitz, der zu genau dem Haus und der zu genau dem dazugehörigen Briefkasten. Alles zusammen mit einem Zettel den man kaum als Brief bezeichnen konnte.
Ist deins, bleibt deins, bis du sie vom Gegenteil überzeugst.

Nicht das unter der Zeile ein Namen gestanden hätte, aber Rotfux's Sauklaue würde er immer wieder erkennen, egal wie sehr sich der Mann darin versuchte sauber zu schreiben. Vom Gegenteil überzeugen hieß aber mit ihr reden und gab es gut und gern an die tausend Gründe warum er das vor sich her schob. Einer davon, dass der letzte Brief an sie ihm anschließend blutende, Blasen überzogene Hände und schmerzende Schultern und Rücken beschert hatte. Waren liebende Väter doch was tolles, nicht? Gut, dafür hatte ein gewisser, neugegründeter Orden anschließend mehr als genug Feuerholz für die Kamine für mehre Wochen gehabt. Was würde das nächste mal passieren? Kopf kürzer? Konnte er drauf verzichten, immerhin durfte er den ja offiziell als Lebender wieder tragen. Vor allem aber, wer bitte wollte schon nach all dem was passiert war ein "Ich hab es dir doch gesagt" zu hören bekommen? Richtig, er sicher nicht!
Also versuchte er weiterhin schön brav die Tatsachen weg zu ignorieren, die irgendwie mit den beiden Schlüssel und den damit verbundenen Themen zutun hatte.

Irgendwann ein mal hatte er zu wem gesagt: »Wisst ihr, es gibt im Leben immer wieder mal einen Punkt bei Dingen, wo man einfach den Absprung machen sollte. Ein mal hab ich es gerade noch rechtzeitig gemacht, ein mal musste ich erst merken das man mich verarscht und ein mal hat es jetzt jemand für mich übernommen. Zugegeben, ich muss noch etwas an meinem Timing arbeiten, aber man lernt jedes mal dazu.«
Timing war eben nur im Kampf etwas, was er konnte, aber darüber hinaus? In irgendwas muss man ja eben abgrundtief schlecht sein.
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Re: Ritter vs Knappe vs Ritter vs Ritter... oder: sie werden ja so schnell erwachsen.

Beitrag von Oderike » Do 14. Feb 2019, 11:34

Ein Lehen, in dem ein kleines Haus so lange leer stand, war ein oft angesprochener Umstand von denen die sich trauten dem Oderike am liebsten aus dem Weg ging und das knurrige: „Ich weiß!“ mit dem passenden Blick sorgte dann zum Glück für den Rest.

Sie war als stur und brummig bekannt, die Gerüchte um ihre Kraft waren noch längst nicht verstummt und hielten sich ebenso hartnäckig wie manch anderes das man am liebsten nur sehr leise von sich gab, um ihren Zorn nicht zu wecken. Selbst die Fragen ihrer Mamsell ob sie denn nicht bald für den Erben sorgen wollte wiederholten sich mit schöner Regelmäßigkeit mit dem „zarten“ Hinweis auf ihr Patenkind und das eine Frau wie sie nun mal Kinder haben sollte.
Ein solcher Augenblick war stets gekommen, wenn Oderike ein Kleid brauchte und nicht flüchten konnte, diesen Umstand nutzte jene treue Seele des Hauses Rakor dann aus mit ihrer Predigt über die Pflichten, die eine Frau eben hätte und das Haus wäre wahrlich groß genug.

„Licht.“,

der Rest war nur in Gedanken vorhanden, sie brauchte Geduld und noch mehr davon, um nicht das benötigte Kleid und die beiden Damen, welche um sie herumtanzten durch das nächste Fenster zu werfen.
Manchmal vermisste sie diesen ebenso sturen Menschen beinah den sie hatte anbrüllen können und der ihr in Sachen Sturheit so ähnlich war, Der junge Mann hatte gehen müssen, um nicht sich selbst zu verlieren daran war nichts falsch gewesen aus ihrer Sicht zumindest zum Teil. Das er noch lebte war inzwischen ihr bekannt, doch nein sie würde ihm nicht schreiben. Das fehlte gerade noch, ihrem Exknappen auch nur ein Wort zu schreiben, wenn er es nicht tat.

Warum konnten die beiden Frauen nicht ihren Mund halten oder sie dem Zimmer entweichen, in dem sie stand?
Holz hacken, ein Wildschwein jagen ...all diese Dinge lockten vor dem Fenster so verführerisch und machten das stillstehen so schwer.

Brummend warf Oderike einen Blick auf das Ordenswams, das ordentlich gefaltet über einem Stuhl hing. Ein Teil der Trennung und doch auch Rettung für beide dachte sie kurz und ein grollen entwich Ihr unwillkürlich als eine Nadel sie piekte.
Nein sie schrieb ihm nicht und das Haus blieb wie es war. Lieber würde sie allerdings ihm ihre Meinung sagen so von Angesicht zu Angesicht und wissen was aus ihm geworden war. Diese leise Stimme in ihrem Kopf wurde ebenso energisch verdrängt nun wie das leerstehende Haus, es gab schließlich wichtigeres.

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