Rückeroberung der Heimat

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Avalora
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Rückeroberung der Heimat

Beitrag von Avalora » So 27. Jan 2019, 19:06

Avalora schrieb am 19.12.2018:

Erst war das Schiff in den Hafen von Sturmwind eingelaufen, und nur einen Tag später traf der gefiederte Bote ein mit dem Marschbefehl.

Avalora nahm die Nachricht entgegen und las sie. Einen Moment lang schloss sie die Augen. Auf der einen Seite hatte sie auf diesen Befehl gewartet, auf der anderen Seite bedeutete dies, dass sie Abschied nehmen musste.

Sie dachte an die Berichte, die sie erhalten hatte. Sie verhießen nichts Gutes. Dieser Einsatz würde gefährlicher werden als der Krieg der Dornen. Doch es war das, wonach sich alle Kaldorei sehnten: Die Möglichkeit, Rache an der Horde und vor allem den Verlassenen zu nehmen. Die Möglichkeit, Dunkelküste zurückzuerobern.

Sofort hatte Avalora den Befehl gegeben, alles auf die "Avianas Schwinge" zu verladen, was verladen werden musste. Die Dalanari kamen diesem Befehl nur zu gerne nach. Nach und nach wurden Ausrüstung, Waffen und Vorräte nach Sturmwind zum Hafen transportiert und dort auf das Schiff geladen.

Nun galt es nur noch eins zu tun: Abschied nehmen von den Freunden.
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Avalora
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Re: Rückeroberung der Heimat

Beitrag von Avalora » Do 31. Jan 2019, 20:02

Ni'ell schrieb am 20.12.2018:

Für Ni'ell war es ein Gefühl alles stehen und liegen zu lassen. Klar war es, dass sie noch etwas Zeit hatten, aber konnte nicht nach allem erst einmal etwas mehr Ruhe einkehren? Aber so war er wohl. Der Krieg. Unberechenbar. Unkalkulierbar. Und einfach da, wenn man ihn am wenigsten gebrauchen konnte. So tat sie was sie zu tun hatte und sorgte dafür, das alles an Ort und Stelle kommt, da wo es hingehörte und nichts ewig gesucht werden müsste. Sie wusste aber auch das jemand noch einmal alles kontrollieren wollen würde, umso mehr achtete sie darauf. Wenn irgendwas unklar war, dann nahm sie sich einen Notizblock hervor, schrieb etwas auf und klemmte diesen Zettel irgendwo passend fest und machte sich hierzu auch noch einmal weitere Notizen. Doppelt hält einfach besser.

Schweigend und so kannte man sie kaum, zog sie ihre Runde über das Schiff, warf einen Blick hinauf vom Hafen zur Kathedrale die einfach gut sichtbar war. Ja sie hatte sich an Sturmwind gewöhnt und sie hatte ja keine Probleme Kontakte zu knüpfen. Ganz bestimmt nicht, kurz huschte ein Schmunzeln über ihr Gesicht, als sie daran dachte ein sehr seltsames Buch dem Baron of Dunmouth geschenkt zu haben. Naiv wie sie natürlich zu der Zeit damals war, aber all das hat sich glücklicherweise geändert und sie ist voran geschritten. Nicht nur von ihrer Persönlichkeit her, auch was ihre Position im Orden anging. Sie war jung. Aber dennoch schaffte sie es wohl aufzusteigen. Denn wenn sie eines gelernt hat, dann war es der Ehrgeiz.

"Vielleicht werde ich nie mehr hier her zurück kehren.", murmelte sie leise, als sie weiter ihre Runden über das Schiff zog. Diesen Gedanken schob sie allerdings schnell wieder davon. Sie hatte schon einiges erlebt in dieser Zeit, also war sie sich sicher hierher nach Sturmwind zurück zu kehren. Sie hatte nicht vor sich zu verabschieden. Denn sie war sicher wieder hier her zu kommen und dann könnte man mit allen reden die sie so gerne hatte.
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Re: Rückeroberung der Heimat

Beitrag von Avalora » Do 31. Jan 2019, 20:04

Avalora schrieb am 24.12.2018:

Die "Avianas Schwinge" überquerte das Meer in Richtung Kalimdor. Der Wind stand günstig, und so kamen sie gut voran.

Avalora stand die meiste Zeit an Deck und blickte hinaus auf das Wasser. Ihre Gedanken waren bei dem bevorstehenden Kampfeinsatz. Was würde sie erwarten? Wie viele Opfer würde dieser neuerliche Kampf kosten? Was hatte die Horde in der Zwischenzeit der Heimat angetan?

Es waren düstere Gedanken, und sie spürte, wie sie ihr inneres Gleichgewicht mehr und mehr ins Wanken brachten. Der Wunsch nach Rache wurde immer stärker, je mehr sie an den Krieg der Dornen und vor allem an Teldrassil und Darnassus dachte.

Um sich abzulenken, half sie auf dem Schiff mit oder kümmerte sich zusammen mit den Druiden und Bogenschützen um die Tiere des Ordens. Sie musste einen klaren Kopf und somit ihr inneres Gleichgewicht bewahren. Ihre Leute brauchten sie, ihre Heimat brauchte sie.

Doch die Berichte, die sie von einer Schildwache auf dem Schiff erhalten hatte, verhießen zum Großteil nichts Gutes und schürten die Wut nur noch mehr. Deshalb hatte sie ihren Leuten noch nichts davon erzählt. Sie würde es tun, wenn sie in Feralas angekommen und beide Truppenteile vereint waren.
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Re: Rückeroberung der Heimat

Beitrag von Avalora » Fr 22. Feb 2019, 14:15

Sie verließ leise ihr Lager und ging ein Stück abseits. Schlafen konnte sie nicht. Das ließen ihre Gedanken und die Eindrücke der letzten Wochen nicht zu.

Avalora dachte an die Abreise aus Sturmwind zurück. Damals hatte niemand von ihnen gewusst, was sie in der Heimat erwarten würde. Die Späherberichte, die sie erreicht hatten, waren nur sehr vage gewesen. Es hatte viele Ungereimtheiten gegeben, denn nicht ein Späherbericht hatte dem anderen geglichen.

Die Überfahrt per Schiff nach Feralas war ruhig verlaufen. Weder Stürme noch feindliche Schiffe noch Piraten hatten sie aufgehalten. Dadurch und durch die Umbauarbeiten an der „Avianas Schwinge“ waren sie schneller an ihrem Etappenziel angekommen, als sie gedacht hatte.

In Feralas hatten schon die restlichen Streitkräfte der Dalanari und die Freiwilligen gewartet. Avalora hatte weitere Berichte erhalten, ebenso die Befehle. Sie gab sie ihren Leuten weiter, doch einiges aus den so unterschiedlichen Späherberichten verschwieg sie. Gerüchte und Ungereimtheiten würden niemandem helfen. Sie würden sich selbst ein Bild der Lage machen müssen.

Ohne weitere Verzögerung waren sie nach Norden aufgebrochen. Vom Eschental aus wollten sie nach Dunkelküste vordringen und dabei jeden Feind töten, der ihnen zu nahe kam. Der Wunsch nach Rache war groß, und es erforderte wache Sinne und eine gute Beobachtungsgabe, damit sich niemand darin verlor. Das schloss Avalora mit ein.

Sie nutzten den Schutz der Nacht und nahmen die Schleichwege, die nur den Kaldorei bekannt waren. Vorsichtig, lautlos und darauf bedacht, keine Spuren zu hinterlassen, drangen sie nach Dunkelküste vor.
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Re: Rückeroberung der Heimat

Beitrag von Avalora » Sa 23. Feb 2019, 08:35

Die Dalanari spürten sofort, dass das Gebiet nicht mehr dasselbe war, das sie kannten. Die Natur war in Aufruhr. Gerade die Druiden spürten dies.

Hinzu kam, dass der Mond sein Antlitz verdunkelt hatte. Avalora hatte in den Berichten davon gelesen, aber nun sah sie, dass die Späher nicht übertrieben hatten. Es wirkte, als würde Elune selbst ihren Kindern in ihrer Gestalt als Nachtkriegerin beistehen. Zudem erleichterte das verdunkelte Antlitz das Vorankommen der Dalanari.

Schließlich war der Zeitpunkt gekommen, an dem sie ein Lager aufschlagen mussten. Ein Weiterziehen bei Tageslicht war zu riskant. Außerdem brauchten sie alle eine Rast.


Avalora atmete kurz tief durch, als ihre Gedanken zu dem schrecklichen Fund gingen, den sie gemacht hatten.
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Re: Rückeroberung der Heimat

Beitrag von Avalora » Di 26. Feb 2019, 13:43

Die Späher hatten ein kleines Feldlager von Verbündeten gefunden. Doch aus der anfänglichen Erleichterung wurden schnell Wut und Fassungslosigkeit.

Avalora hatte sich von den Spähern dorthin führen lassen. Es war ein Lager voller Leichen. Die toten Wachen waren von Pfeilen durchbohrt. Hier und da fanden sich auch Spuren von Schwerthieben. Schlafende waren mit einem Kehlenschnitt getötet worden, ohne vorher aufzuwachen.

Avalora war zu einem Zelt gegangen, das sich etwas von den anderen unterschied. Den Blick hinein bereute sie gleich wieder. Sie erkannte das Opfer, welches ebenfalls durch einen Kehlenschnitt getötet worden war. Es handelte sich um Richard LeClaire.

Sie schloss einen Moment die Augen, als sie an diesen Moment zurückdachte. Sie hatte das Opfer gekannt, nicht gut, aber sie hatte sich mit ihm unterhalten. Es waren belanglose Dinge gewesen, aber dennoch erinnerte sie sich an ihn. Ihre Gedanken gingen zu seiner Tochter, und ihre Hand umschloss den Siegelring, den sie dem Toten abgenommen hatte. Sie würde ihn seiner Tochter geben, wenn sie ihr die tragische Nachricht überbrachte.

„Sucht nach Spuren, Hinweisen, irgendwas!“, hatte sie befohlen, als sie mit versteinerter Miene aus dem Zelt getreten war.
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Re: Rückeroberung der Heimat

Beitrag von Keira » Do 7. Mär 2019, 11:11

- falscher Char -

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Re: Rückeroberung der Heimat

Beitrag von Avalora » Do 7. Mär 2019, 11:12

Unter den Spähern waren auch Druiden. Avalora nicke ihnen zu. Sie wussten, was zu tun war. Einer von ihnen nahm Verbindung mit der Natur auf, um herauszufinden, was hier geschehen war. Sobald der Druide die Informationen hatte, trat er auf Avalora zu.
„Kommandantin, viel an Informationen habe ich nicht. Die Natur ist in Aufruhr. Jedoch zeigte sie mir eine Gruppe Vermummter, die in einer Nacht- und Nebelaktion durch den Wald kam und zielstrebig dieses Lager überfiel. Es wurde nichts gestohlen. Die Gruppe floh danach wohl in Richtung Küste“, berichtete er.
Avalora nickte verstehend und atmete tief durch. Kurz darauf erstatteten auch die anderen Späher Bericht. Es waren menschliche und kaldoreische Fußspuren gewesen. Spuren von der Horde waren nicht gefunden worden. Die Wunden waren mit Waffen von guter Qualität geschlagen worden. Die Pfeile waren Handarbeit. Sie bestanden aus Zedernholz und hatten eine Mithrilspitze.
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