Zwischen Bandagen und Heilkräutern

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Irenà
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:24

Hâna hat geschrieben:Hana schwang sich aus dem Hospitalbett und tapste schnell ins Bad.
Wie üblich ließ sie sich etwas kaltes Wasser ins Gesicht prasseln und blickte in den Spiegeln, als sie plötzlich merkte,wie ihr etwas entgegen leuchtete.
Ihre Augen weiteten sich und etwas Angst durchfuhr sie.
War es wirklich schon so weit ?
Musste es wirklich jetzt passieren?

Sie schüttelte etwas den Kopf und rieb sich die Augen in der Hoffnung diesen Grauenvollen anblick abschütteln zu können.Vergebens.
Noch immer, war es dort, als sie in den Spiegel blickte.
Ein leises schnauben entfuhr ihr.
In ihren Haaren war tatsächlich ein graues Haar.
Und umso länger sie es anguckte umso mehr viel es ihr auf.
Vorsichtig griff sie mit beiden Fingern an das Haar und versuchte es raus zu ziehen. Doch es saß fest.
„Svogthos?“,sie ging nach draußen und setzte sich auf das Bett wo sie ihn mit einen schmollmund anschaute.
„Ich bin alt.“
Svogthos zog eine Augenbraue hoch.
„Wenn du alt bist, wäre ich schon lange Tod...wieso solltest du denn bitte Alt sein ?“
„Ich hab ein graues Haar..guck,da irgendwo!“,Hana zupfte etwas in ihren Haaren rum,wo sie zuvor das graue Haar entdeckt hat.
Svogthos betrachtete das Haar eine Zeit lang und schmunzelte etwas, ehe er es mit eine ruck raus zog.
„Ja klar..du wirst alt...“,brummte Svogthos und betrachtete das Haar einen Moment, ehe er leise lachte.
Es war ein langes,graues Haar, was mit einem Schwarzen,vergleichsweise kurzen Haar verknotet war.
„Du wirst alt und plötzlich wachsen deine Haare in einer Mordsgeschwindigkeit.“,Svogthos grinste Hana etwas an.
„Das ist mein Haar...nicht deins...“

Hana blinzelte einmal.
„Oh....“
Hana spürte,wie ihr durch die Haare gewuschelt wurde und Svogthos sich leise lachender weise umziehen ging.
Sie selbst tapste währenddessen mal zu Lillyans Bett,um nach ihr zu sehen.
14/6/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:24

Lillyan hat geschrieben:Langsam blinzelnd öffnete Lillyan die Augen und gähnte leicht. Die ersten Sonnenstrahlen fielen bereits durch die Fenster des Hospitals
und die meisten Schwestern waren auch schon mit Ihrer täglichen Arbeit beschäftigt. Vorsichtig hob Sie etwas den Kopf an und blickte über die Bettkante um das treiben zu beobachten.
Sie seufzte leicht und wollte gerade zur Tür blicken als Sie ein stechender Schmerz im Genick das Gesicht verziehen lies.
"Du hast dich heute ja wirklich blöd hingelegt ... Warum habe Ich überhaupt so geschlafen?", murmelte Sie leise, während Sie mit einer Hand über Ihr Genick rieb.
Lillyan legte sich wieder ins Bett und holte das Buch unter dem Kissen hervor um darin zu lesen. Nach einiger Zeit bemerkte Sie allerdings, das irgendetwas neben Ihr leise atmete.
Sie runzelte etwas die Stirn und wollte sich gerade auf den Rücken drehen, um auf die andere Seite des Bettes zu sehen, als etwas aufatmete und sich kurz darauf halb auf Ihren Rücken legte und ein Arm Ihr fast in das Gesicht schlug.
Lillyan verzog schmerzverzerrt das Gesicht und unterdrückte einen Schrei, dann blickte Sie vorsichtig über die Schulter, irgendwem musste der Arm ja gehören.
Sie schmunzelte leicht, als da neben Ihr ... Naja, viel mehr halb auf Ihr, Safina lag und friedlich vor sich hin dößte.
"Ach ... da war was, deshalb habe Ich mich so komisch hingelegt.", murmelte Sie schmunzelnd.
Eine kurze Zeit lang betrachtete Sie Safina, ehe Sie das Buch wieder unter das Kissen schob und sich ebenfalls wieder zum schlafen hinlegte.
"Angenehm ist das zwar nicht ... aber solange Sie dadurch gut schlafen kann, halte Ich das durch. Aufwecken will Ich Sie jetzt nicht...", murmelte Sie, während Sie die Augen schloß und versuchte erneut einzuschlafen.
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:24

Hâna hat geschrieben:„Ich geh mir nur schnell etwas von oben holen, ja ?“
Hana nickte und mit diesen Worten verschwand Svogthos nach oben.
Besorgt blickte sie die drei Wolfswelpen an, die Svogthos heute aufgelesen hatte. Zwei von ihnen waren stark vergiftet und es grenzte schon fast an ein Wunder, dass sie noch lebten.

Etwas Müde lehnte Hana also ihre Arme auf den Tisch und legte ihren Kopf darauf ab, während sie die drei Welpen beobachtete.
Einer von ihnen, der Gesunde blickte sie an und ein Blickduell entwickelte sich zwischen den beiden.
Da Hana mal gelesen hatte, dass Blickkontakt unter Tieren ein Zeichen der stärker ausdrückt starrte sie einfach zurück, ohne auch nur einen Blick zur Seite zu verschwenden.
Irgendwann blickte der Welpe schließlich zur Seite und Hana atmete einmal tief durch , als sie endlich wieder ihre Augen bewegen durfte.

Immer wieder ging der Welpe auf dem Tisch auf und ab, mal blickte er skeptisch über die Kante, ein anderes mal leckte er vorsichtig über die Pfoten der anderen in der Hoffnung sie würden aufstehen und mit ihm spielen.

„Erst haben wir eine Mörderische Katze die unser Haus verwüstet und jetzt auch noch drei Wolfbabys..“, ein leises seufzen entfuhr ihr und vorsichtig kraulte sie den Welpen hinter dem Ohr, den das mehr als nur zu gefallen schien.

„Jaaa...das ist schön, mh ?“, Hana grinste etwas und hob eine der Vorderpfoten hoch, auf der sie leicht rum drückte.
„Woah...die sind ja noch so weich und süß und klein und...“, Hana strahlte den Welpen an und musste leise lachen.

„Wenn Svogthos sieht, dass ich wieder mit Tieren rede wird er mich bestimmt für bekloppt halten. Aber er redet ja auch immer mit Fellknäuel,mh?“
Der Welpe blickte Hana nur irritiert an und drehte sich zu Tür, wo der Blick lange verweilte.

„Willst du etwa raus ? Mhh...mal schauen, gleich müsste ja eigentlich die Sonne aufgehen.“
So klemmte sich Hana vorsichtig den Welpen unter den Arm und ging nach draußen.
Sie war sich sicher Treppen knarzen hinter ihr gehört zu haben so, dass Svogthos in den Moment zumindest wieder mit den Welten in einen Raum war.

Als Hana also endlich nach draußen gehumpelt war blickte sie in den Himmel und tatsächlich war es grade dabei die Sonne aufzugehen.
Der ganze Himmel strahlte Orange-Gelb und die ersten paar Lichtstrahlen fielen in Hana´s Gesicht, während sie zu dem kleinen Welpen, der sich als weibchen herrausstellte, in ihrem Arm blickte.

Leise begann sie eine oft gesungene, leise Melodie zu summen und tanzte vorsichtig mit dem Welpen auf dem Arm, alleine, draußen in den Sonnenschein.

„Mhm...dich können wir gerne behalten“,grinste Hana, als sie irgendwann wegen ihrem schmerzenden Beim mitsammt ihres Tanzpatners wieder ins Haus ging.
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:25

Hâna hat geschrieben:Die Tür zum Haus öffnete sich und wie üblich war es Svogthos, der in das kleine Haus eintrat.
„Lichtes Segen mit dir, Schatz“,sprach Hana, als sie grade auf Svogthos zu gehen wollte, um ihm zur Begrüßung einen Kuss zu geben.
Es folgte keine Reaktion.
Weder ein Wort, noch ein Blick wurde ihr gewürdigt.

„Svogthos?“ , fragte Hana vorsichtig und ging zu ihm, als sie plötzlich schnelle Schritte hinter ihr hörte, die scheinbar die Treppe runter gerannt kamen.

„Willkommen zurück !“,schmetterte eine Junge, fröhliche Stimme und eine andere Frau, schmiss sich in Svogthos Arme.
Ein lächeln zog sich über Svogthos noch etwas älter wirkendes Gesicht und strich der Jungen Frau sachte über die Haare.
„Wo warst du denn so lange ? Ich hatte mir schon sorgen gemacht...“
Sichtlich irritiert betrachtete Hana die Situation, in der sie einfach nur Tatenlos zu sehen konnte.
„Ich hab dir doch gesagt, dass es später wird. Du weisst doch, dass ich immer einen unglaublichen Stapel Papierkram zu machen hab.“

Die Frau hatte lange, schwarze Haare, die zu einem Ordentlich geflochtenen Zopf über ihrer Schulter lagen.

„Du, Papa ?“, fragte das Mädchen und Hana konnte merken, wie sich ihre Augen weiteten und sie förmlich die beiden anstarrte.
Hatte sie ihn grade wirklich Papa genannt ?
War sie wirklich naiv genug um geglaubt zu haben, zu sehen, dass Svogthos sie betrügt?
Sie seufzte leise, legte eine Hand auf die Stirn, doch zog sich ein lächeln über ihr Gesicht.

„Ja, Indira?“

Indira.... Hana wusste nicht, wieso das Mädchen unbedingt den Namen Indira hatte. Doch musste sie sich selbst gestehen, dass er recht gut passte.

„Können wir es nochmal ausprobieren, solange Mama nicht zuhause ist ? Also du weißt schon....“
Einen Moment lang blickte Svogthos leicht verwirrt zu Indira runter, als diese ein zwei Umdrehungen mit ihrer Hand andeutete lachte er leise und nickte schließlich.

„Na von mir aus. Dann lass mich mich aber erst einmal aus der Rüstung pellen.“
Svogthos stiefelte die Treppe rauf und einige Zeit verging, in dem die Rund 16 Jährige Indira im Raum her rum spazierte und eine viel zu oft gehört Melodie summte.
Einige Zeit später kam Svogthos wieder die Treppe runter und trug wie oft, ein weißes Hemd, mit einer Dunkelbraunen Lederweste darüber.

Die beiden suchten sich eine recht freie Stelle im Raum, Svogthos legte seine eine Hand an Indira´s Hüfte, die andere streckte er ihr entgegen, woraufhin sie seine Hand nahm, und ihre andere auf seiner Schulter platzierte.

Ein leichtes nicken von Svogthos folgte und er stimmte einen einfachen Takt an, woraufhin die beiden langsam aber sicher einen ruhigen Walzer anfingen.
Immer wieder schaute Indira leicht verzweifelt auf ihre Füße, oder traf Svogthos beim Tanzen.
Dieser lächelte nur ruhig, auch wenn Hana deutlich erkannte, dass er die Schritte noch sehr oft geübt hatte.

Einige Zeit verging und die beiden standen dort, leicht tanzend, während durch das Fenster die Sonne ihre letzten Strahlen schickte.

„Hach.. ich werd nie so gut wie Mama“
„Naja...diesesmal bist du mir nur 15 mal auf den Fuß getreten... letztesmal waren es 19 mal“, Svogthos grinste Indira etwas an und beugte sich etwas zu ihr runter, um ihr einen Kuss auf die Stirn zu geben.
„Das wird schon....versprochen“

Währenddessen lag Hana selbst friedlich schlummernd Zuhause, halb auf dem Boden, halb auf einem Stuhl.
20/6/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:25

Hâna hat geschrieben:Am Abend lag Hana noch lange Wach im Bett und warf sich von der einen, auf die andere Seite.
Wieso hatte sie Svogthos so Misstraut ? Wieso konnte sie ihn nicht einfach sein Geheimniss bewahren lassen ?
Nein, sie musste ja so neugierig sein und unbedingt diese verdammte Kiste öffnen.
Ein leises seufzen entfuhr ihr und sie fuhr sich mit der Hand durch die Haare.
Doch stellte sie sich natürlich auch die frage wieso Svogthos ihr nichts von dem Inhalt hatte erzählen wollen ? Oder wohl eher, wieso er es nicht benutzt ?

Nach einigen Stunden schlaflosen rumwälzen tapste Hana die Treppe runter und trank ein Glas kühles Wasser, wobei sie nachdenklich in den Sternenhimmel blickte.

Dem Licht treu ergeben, dienen wir bis in den Tod....

Hana schüttelte etwas den Kopf.
„Hör auf... du denkst wieder zu viel...“, mit diesen Worten brachte sie noch rasch ihr Glas weg, und ging Barfuß wieder nach Oben, ehe sie sich neben Svogthos ins Bett fallen ließ und doch noch etwas einschlief.




Hana öffnete die Augen und die Sonne stand schon hell am Himmel.
Ihre Augen weiteten sich schlagartig.
Hatte sie etwa verschlafen ?
Sowas passierte ihr doch sonst auch nicht.
Mit Schwung versuchte sie aufzustehen, was sie fast zeitgleich wieder bereute.
Ein unangenehmes Kribbeln breitete sich in ihren Beinen aus, es fühlte sich an, als würden 1000 kleine Käfer über ihre Beine auf und ab rennen.
Sie griff sich an die Stirn und atmete einmal tief durch, bei dem versuch sich der Situation bewusst zu werden. Zu gut kannte sie dieses Gefühl.

„Svogthos?!“, sie schrie so laut sie konnte, doch wusste sie nicht einmal, ob er überhaupt zuhause war.
Mit schwankenden Beinen versuchte sie Richtung Tür zu gehen, doch spürte sie, wie ihre Beine immer Schwächer wurden und komischerweise alles von einen grellen Licht geflutete wurde.
Ein Rums war zu hören und sie kippte nach vorne auf die Knie, dann auf den Oberkörper, wobei ihr Arm an der Seite ein Buch mit auf den Boden riss.

Für Hana selbst spielte sich in den Moment alles in Zeitlupe ab.
Mit mittlerweile zuckenden Armen versuchte sie sich irgendwie Hochzudrücken und an die Türklinke zu kommen, irgendwie musste sie ja Svogthos auf sich aufmerksam machen.
Schon dort Konnte sie nicht mehr dazwischen unterscheiden was echt und was unecht war, doch wusste sie, dass das irgendwann schon wieder vergehen würde.

Grade so mit den Fingerspitzen schaffte sie es dir Türklinke runter zu drücken und die Tür schwang auf.
Svogthos stand ihr gewappnet in Rüstung gegenüber, mit einem Hell leuchtenden Schwert in seiner Hand.
Lange blieb sein Böser Blick auf Hana ruhen, die mittlerweile wieder zuckender weise am Boden lag und irgendwie versuchte gegen die Bewusstlosigkeit anzukämpfen.
„Hil-......fe“, entfuhr es ihr leise keuchend.
Svogthos hob sein für Hana´s Augen grelles Schwert und hielt es hoch.
Erneut riss Hana die Augen auf und ihr gesamter Körper verkrampfte sich für einen Moment, wobei ihre Fingernägel unschön über das Holz scharbten.
„Hilfe!“, schrie sie so laut sie noch konnte, damit es im ganzen Haus zu hören war.
Einen Moment lang war alles von einen hellen Licht von Svogthos Waffe gefüllt, ehe Hana von einer tiefen Dunkelheit aufgenommen wurde und sowohl ihr Bewusstsein, als auch das letzte bisschen Kontrolle über ihren Körper verlor.
23/6/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:25

Hâna hat geschrieben:„Wow, der ist wirklich bezaubernd ! Vielen dank, Lilly!“, Hana fiel Lillyan um den Hals und drückte sie einmal feste an sich.
„Hach, doch nicht dafür.“, Lilly lächelte sie etwas an, „das mach ich doch gerne.“
„Ja, schon. Trotzdem sollte ich mich bedanken. Immerhin war es irgendwie auf den letzten drücker. Tut mir leid, deswegen.“
Lillyan winkte etwas ab.
„Das geht schon. Dann bleib ich halt Abends etwas länger auf und nähe in die Nacht hinein. Ich hätte eh nicht schlafen können.“, grinste sie, auch wenn sich Hana sicher war, dass das nicht so stimmte.

Hana drückte das Plüschige-etwas in ihren Händen feste an sich, während sie nach draußen ging, um auf ihrem Pferd zum Hof zu reiten.
Was für andere vermutlich befremdlich aussah, war das breite grinsen auf ihrem Gesicht, dass nicht einmal ansatzweise wirkte, als würde es so schnell verschwinden.
Schnell ritt sie zum Hof und blickte dabei immer wieder in den Strahlend blauen Himmel, der nur vereinzelt von Wolken belagert wurde.

War es nun wirklich schon ein Jahr her ?

Die Zeit schien wie im Fluge zu vergehen.... Gestern noch stand sie neben der Hochschwangeren Irena im Klerusrat, nervös, weil sie vor fremden Menschen reden musste und heute, wurde ihr Matti tatsächlich schon ein Jahr alt und sie selbst hatte die Liebe ihres Lebens gefunden.

Ein lächeln zog sich über ihr Gesicht und sie wurde etwas langsamer, als der Hof in Sichtweite kam.
Im Stall angekommen schwang sie sich von Tony runter und streichelte ihn einmal sachte über die Schnauze.
„Braver Junge... Hast du toll gemacht.“, sie klopfte ihm leicht auf die Seite und ging leise Summend zum Haus.

Ein kleiner Sprössling stieß ihr ins Auge, und erneut musste sie etwas lächeln.
So ging Hana zu dem heranwachsenden Baum, kniete sich hin und sprach leise ein Gebet.
Für die Vergangenheit, für die Gegenwart und natürlich auch für die Zukunft.

Leise schnaubend drückte sie sich hoch und ging schließlich ins Haus.
„Sitz! Ich hab gesagt du sollst Sitz machen...He, Hey! Hörst du wohl auf mich abzuschlecken!“
Hana lachte leise, als sie Svogthos im Schneidersitz auf dem Boden sitzen sah, der verzweifelt versuchte einen viel zu verspielten Welpen ein Kommando beizubringen.

Aus einer Ecke des Raumes ertönte lautes gebelle, als Hana in das Haus eintrat.
„Ist doch gut, ist doch gut... ich bin es doch nur.“
Sie strahlte Svogthos entgegen, während sie einen, der angerannten Welpen leicht über den Kopf strich.
„Ich hab es!“
„Ähm... was hast du?“
„Na das Geschenk“
„Oh! Darf ich mal sehen ?“
Hana hielt Svogthos Strahlender weise das Plüschzeichen entgegen.
Es bildete das Zeichen des Argentum, so, dass 8 Schwarze, jedoch weiche, spitzen von einer Goldenen Kugel hinwegführten. Diese, unterschied sich jedoch von dem üblichen Zeichen des Argentumkreuzzuges.
Statt der üblichen Faust, war in dem Goldenen Plüsch bereich, ein Blatt eingestickt, welches kein geringeres als das, der Schwesternschaft war.
„Wow, dass hat sie echt gut hingekriegt...“
„ha ha“, Hana lachte etwas und strich sich durch die Haare, „ Sie ist ja auch meine Schülerin“
Svogthos, der noch immer auf dem Boden saß grinste zu ihr hoch.
„Stimmt.. und das hat sie definitiv nicht von dir gelernt.“

Hana rümpfte etwas das Näschen.
„Naja... stimmt wohl auch wieder. Hast du die Kiste und die Farben besorgt?“

Svogthos nickte leicht und deutete auf den Tisch.
„Hab alles dahin gelegt, können direkt anfangen.“

So saßen Hana und Svogthos lange an den Tisch und bemalten eine zuvor schlichte, normale Holzkiste.
Auf den Deckel wurde ein großer Silbervogel, mit starken Flügeln gemalt, in dessen Schnabel sich eine blühende, Orange farbende Blume befand.
Zu zweit ging das ganze sogar recht ordentlich, was den Zeitaufwand, jedoch nur geringfügig veränderte.
Einige Zeit saßen die beiden also gebeugt über dem Tisch und zeichneten voller Elan auf der Kiste rum.

Am Ende war auf dem Deckel der Kiste der Silbervogel mit der Blume, doch waren die Wände alle anders gestaltet.

Die erste wurde mit einen Stab und einem Geweht verziert, die unter einen Wolkenklarem Himmel gekreuzt wurden. Daneben stand in geschwungenen Buchstaben ein einfaches Wort: „ Saggitraius“

Auf der Zweiten Seite fanden sich ein Schlagring und eine Pistole wieder, die sich ebenfalls kreuzten. Sie waren vor einem Sonnenaufgang abgebildet, so, dass der Hintergrund in einen Orange-gelb erstrahlte. Auch hier war in geschwungenen Buchstaben etwas neben geschrieben worden :“ Morris“

Auf der dritten Seite fand sich ein einzelner Stab, einer Priesterin wieder.
Auch wenn das Bild auf den ersten Blick dunkler als die anderen wirkte, strahlte der Stab selbst ein ziemliches Licht aus, als würde er versuchen die ganze Welt in seinen schein zu hauchen.
„Irga“, stand daneben.

Auf der vierten und damit letzten Seite der Kiste waren ein Speer und ein Schwert zu sehen, die gekreuzt in den Boden gerammt worden sind. Der Himmel im Hintergrund wirkt recht trüb, doch ein dafür umso helleres Licht scheint auf die beiden Waffen hinab.
„Dragaran“,steht in ebenso geschwungenen Buchstaben daneben.

Zuletzt wurde um die Kiste noch eine Blaue Schleife gewickelt und die beiden schlenderten gemeinsam zu John und Irena.

Vor der Tür der beiden angekommen grinste Hana etwas und stellte die Kiste auf den Boden, woraufhin sie einen recht Skeptischen Blick von Svogthos kassierte.

„Was machst du da?“
„Wirst du gleich sehen...mach einfach mit.“
Hana atmete einmal durch und klopfte einige male feste gegen die Tür.
Einen Moment lang herrschte Stille, ehe Hana sich in rekordgeschwindigkeit umdrehte, Svogthos an der Hand packte und weg rannte.
Die bemalte Kiste, mit samt des Plüschzeichens dadrin blieb vor der Tür liegen, während Hana Svogthos wie ein Kind, das einen Streich gespielt hatte hinter sich her zog.
26/6/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:26

Hâna hat geschrieben:Es war schon recht spät, als Hana leise durchatmend die Tür aufschob und in das Haus blickte.
„Ich bin wieder da!“,rief sie und drei strahlende, mit dem Schwanz wedelnde Welpen kamen auf sie zu gestürmt und kläfften sie eifrig an.
„Ist ja gut... Wo habt ihr denn euer Herrchen gelassen, mh?“, fragte sie, während sie den Welpen leicht den Kopf streichelte.
Ihre Tasche landete in der Ecke und sie ging die Treppe hoch.
„Svogthos?“, fragte sie vorsichtig und schob die Tür zum Schlafzimmer auf, welches durch den Schein der letzten Sonnenstrahlen etwas erhellt wurde, jedoch leer blieb.
Sie rümpfte ihr Näschen und schloss die Tür wieder, als ihr auffiel, dass die sonst dauerhaft verschlossene Tür ein Stück weit offen stand.
Neugierig blickte sie durch den Spalt, als sie nun auch noch Fluchen daraus vernahm.
Sie sah Svogthos, der auf dem Boden hockte und grade dabei wahr einen maroden Holztisch auseinander zu nehmen.
„Ich bin wieder da.“, sagte Hana und lächelte Svogthos an, als sie die Tür ganz öffnete.
Dieser lächelte sie etwas an und betrachtete sie einen Moment lang.
„Du bist heute aber spät dran... ist alles in Ordnung ?“
Hana nickte etwas und strich sich durch die Haare, während sie näher zu Svogthos ging.
„Ja, gab nur einen kleinen Zwischenfall im Hospital. Du hast also die Tür geöffnet, mh?“, ihr Blick wanderte zu der Tür, die mitsamt Angel auf dem Boden lag,“Obwohl es wohl rausgerissen eher trifft.“ , grinste sie etwas und Svogthos seufzte leise.
„Das war aber keine Absicht.“
„Wäre auch schlimm wenn doch. Was ist das hier eigentlich für ein Raum?“, sie blickte sich etwas um und blieb einen Moment an etwas kleinem, grauen in der Ecke hängen, was sich jedoch nur als Staub geschwüllst rausstellte.
„Ich weiß es nicht. Scheint ein altes Arbeitszimmer gewesen zu sein. Wir sollten mal schauen, was wir mit den Raum machen wollen. Ich hatte vielleicht an ein Büro oder eine Lesestube gedacht.“

Hana lachte leise, als Svogthos die Lesestube vorschlug. Natürlich war sie von der Idee nicht abgeneigt. Aber meisten las ja nur sie die vielen Bücher, so, dass er kaum davon Profitieren würde.
„Ich finde das klingt nach einer guten Idee.“, sie nickte leicht auch wenn ein ganz anderes Zimmer durch ihren Kopf schoss, auch wenn sie sich nicht traute es auszusprechen.“wir können ja hier erst mal aufräumen und dann weiter schauen. Kann ich dir irgendwie helfen?“

Svogthos brummte leise und schaute sich um.
„Du könntest auf die Katze aufpassen. Man kann es ihr ja einfach nicht recht machen, Stimmts?“, er blickte zu Fellknäuel, die mittlerweile wieder in den Raum geschlichen war und freudig maunzte.
„Obwohl...wenn sie dir nicht zu schwer sind könntest du hier vielleicht schonmal die Holzbretter in die Scheune tragen, da stehen sie nicht im weg rum. Aber auch nur wenn sie dir nicht zu schwer sind...“
Hana nickte etwas und beugte sich zu den Brettern runter um sich diese unter den Arm zu klemmen.
Grade als sich Hana wieder mit samt der Bretter hoch drücken wollte glaubte sie ein leises piepsen neben sich zu vernehmen.
Geschockt, mit der Angst, dass es eine Maus sein konnte, drehte sich Hana zur Seite.
Leider hatte sie dabei vergessen, dass der arme Svogthos noch da saß.
So drehte sich Hana mit Schwung und samt den Brettern unterm Arm.
Ein rumms war zu hören, dann ein dumpfer Aufprall und Svogthos lag leise fluchend neben Hana auf dem Boden, hielt sich dabei die Stirn.

„Wuaaahh...Svogthos?“ sie schmiss die Bretter förmlich zur Seite und drehte sich zu Svogthos,“ Hey, Schatz... hörst du mich? Jetzt verliere ja nicht dein Bewusstsein...“

Svogthos blinzelte sie leicht benommen an, die Hand noch immer an der Stirn.

„Tut mir leid, dass wollte ich nicht. Wirklich nicht, dass war ein versehen.“
„Wäre auch schlimm wenn doch." ,schmunzelte er leicht und blickte sie ruhig an, während Hana sich seiner Stirn widmete.
„Wow...sogar jetzt siehst du noch Wunderschön aus.“,sagte er und betrachtete Hana einen Moment, die Skeptisch eine Augenbraue hoch zog.
„Jetzt sag mir bitte nicht, dass du eine Gehirnerschütterung hast..“
„Nur weil ich dir sage, dass du Hübsch aussiehst ? Und nein...mir geht es bestens..“
Wie üblich versuchte sich Svogthos viel zu schnell hoch zu drücken und hielt sich einen Moment den Kopf.

„Bleib sitzen , ich hol dir Eis.“
Mit diesen Worten sprintete Hana die Treppe runter um etwas zum kühlen zu holen.
Später, als die beiden schlafen gegangen wären, hätte sie noch etwas Salbe auf seine Beule getan, in der Hoffnung, dass zumindest diese etwas die Spuren ihrer Schusseligkeit eindämmen würde.
30/6/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:27

Hâna hat geschrieben:Hana schlug die Augen auf und blickte sich um.
Der Himmel war finster und kein einziger Sonnenstrahl schien durch die dichte Wolkendecke.
„Wir...haben es geschafft“, ertönte es neben ihr leise vom Marshall und Hana blickte sich einmal um.
Sie stand in Draenor, in einen dicht bewachsenen Gebiet, das in Blut getränkt und mit Leichen überzogen wurde.
Einmal schwer schluckend stieg sie über eine Orcleiche vor ihr und blickte sich nach Svogthos um.
Ein paar Meter weiter sah sie Safina, die mit starren Blick an Matriax Schulter rüttelte, der leblos auf dem Boden lag.
„Hey, Matriax komm schon steh auf. Wir haben doch gewonnen, wir können wieder nach Hause, wir können in unser neues Haus ziehen“

Es folgte Keine Reaktion von Matriax. Weder ein schnauben, noch ein Murren und erst recht kein Wort, oder eine Bewegung.

„Komm schon Matriax, schlag die Augen auf. Wir wollen aufbrechen, du musst jetzt aufstehen!“
Safina schmiss sich über Matriax blutigen Körper und schluchzte laut, ihre Faust schlug dabei auf den Boden.
„Lass mich nicht alleine! Bitte ! Wir haben doch jetzt unser Haus und...“, Safina konnte nicht mehr reden. Lediglich ihr Bitterliches Schluchzen brachte sie herraus, während sie über der Leiche ihres Verlobten hing.

Lange verharrte Hana mit den Blick auf Safina und Matriax, doch so sehr sie auch Safina helfen wollte musste sie erst Svogthos finden.
Mit schlechtem Gewissen ging sie weiter über das blutige Schlachtfeld auf der Suche nach einem Hinweis...
einem Zeichen....
einen Hoffnungsschimmer....


Mit schleifenden Schritten zog sie weiter, blickte sich ängstlich um, als ihr der schimmernde Griff einer Klinge ins Auge fiel.
Auch wenn Hana Svogthos selbst noch nie mit dem Schwert gesehen hatte, und die Klinge nur ein einziges mal, mehr unerlaubter weise gesehen hatte, wusste sie sofort, was das für eine Klinge war.
Sie atmete einmal tief durch und ging schnellen Schrittes vor, packte nach dem Griff der geweihten Klinge und brauchte nicht lange, bis sie den träger dessen gefunden hatte.

Regungslos lag Svogthos mit dem Bauch auf den Boden, getränkt in seinen eigenen Blut.
Es war ein grauenhafter Anblick. Am liebsten hätte Hana geschrien, doch in den Moment war ein leises Keuchen das einzige, was sie hervorbrachte.

„Hana....“, ertönte es leise und ihr stellten sich die Nackenhaare auf.
Svogthos lebte.
...Noch...

„Ich bin da, alles wird gut.“, rasch ging sie zu ihm hin und drehte ihn möglichst vorsichtig auf den Rücken, setzte sich dann zu ihm und hob seinen Oberkörper weitesgehend auf ihren Schoß.
Tränen schossen in ihre Augen und sie fing an in ihrer Tasche nach Sachen zum nähen zu suchen.
„Hör auf...Das...bringt nichts“, Svogthos atmete schwer und blickte zu Hana hoch, die vor lauter Tränen kaum noch die Tasche sehen konnte.
„Ich...ich gebe dich nicht auf... Ich kann einfach nicht, verstehst du?!“, immer hektischer wühlte Hana in ihrer Tasche rum, aber konnte weder Nadel noch Faden finden.
„E-es tut mir leid...ich...hab versagt“, Eine träne rollte an ihrer Wange runter und tropfte unbeirrt auf den Boden.
Es herrschte ein Moment der Stille, der nur von Hana´s leisen schluchzen erfüllt wurde.
Immer wieder hob sich Svogthos Brust schwer um irgendwie an Luft zu gelangen.
„Hey....weisst du noch wie es auf unseren Hof aussieht ? Da werden unsere Sprossen nun bestimmt in voller Blüte stehen.....unsere Bäume werden Früchte tragen. Fellknäuel wird sich in ihren Dornenbusch verhäddern....Und Ich...werd unsere Hängematte sauber machen müssen, weil die voller Laub ist.“
Hana lächelte einen Moment lang und sie bildete sich fast ein, dass Svogthos der Atemzug dabei leichter fiel.
„Ich...kann nichts mehr für dich tun...“, sagte Hana leise und ein paar ihrer Haarsträhnen fielen ihr ins Gesicht und hinterließen einen Dunklen Schatten, die mit mühen von Svogthos zurück hinter ihr Ohr geschoben worden.
„Du bist gekommen...Das reicht vollkommen“, Svogthos kämpfte sich ein lächeln ab und drückte Hana´s Hand leicht.
Tränen rannten an ihren Gesicht runter und sie gab Svogthos einen Kuss.
„Du musst mir etwas versprechen, ja?“
Hana blickte ihn einen Moment an.
„Bleib am Leben...“

Sie sagte nichts.
„Versprichst du mir das, Hana?“
Noch ehe sie Antworten konnte schloss Svogthos die Augen und selbst seine letzte Körperspannung ging verloren.

Langsam legte sie den Leblosen Svogthos auf dem Boden ab und blickte einen Moment auf ihre Hände, die mit seinen Blut besiedelt waren.
Ihr wurde das Wichtigste in ihrem Leben genommen. Ihr Mann, ihre Zukunft, ihr Licht.....
Das einzige was sie noch spürte war Dunkelheit und die Einsamkeit gepaart mit der Angst, die Sich in ihren Herzen ausbreitete.
Ihre Hand glitt zu Svogthos Schwert, dass sie vor laute Schreck ein paar Meter weiter hatte fallen lassen.
„Tut mir leid, Svogthos...“
Sie zog die geweihte Klinge aus der Scheide und wollte das Schwert sich wie üblich in dem Licht des Himmels spiegeln lassen. Doch selbst dieser war finster.
Die Schwertspitze auf sich selbst gerichtete Atmete sie einmal durch.
„Aber das kann ich dir nicht versprechen...“
Ohne jegliche Angst presste sie die Spitze in ihren Bauch und sie merkte, wie das Blut an ihr runter Floss.
Gemeinsam mit dem Schwert in ihren Bauch knallte sie auf die Seite, nahe bei Svogthos.
Eine Träne rannte an ihrer Wange runter, doch zierte ein lächeln ihren Mund und ihr Arm reckte sich nach Svogthos.
„Ich ...werde bei dir...sein...“
Ihr Arm fiel auf den Boden und auch Hana Schloss die Augen.


Doch selbst der schlimmste Traum, endete mit dem erwachen....
7/7/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:27

Hâna hat geschrieben:Mühsam kletterte Hana auf das Obere Geschoss der Scheune und blickte sich einmal nach dem am gestrigen Tag entdeckten Vogelnest um.
Zu ihren eigenen erstaunen hörte sie leises krächzen, aus der Ecke. Als sie den Rufen folgte, fand sie schließlich in einer kleinen Luke einer Kiste das Nest wieder.
4 Hungrige Küken saßen da drin und krächzten nach ihren Eltern.
Hana legte etwas den Kopf schief, während sie die Küken so unter Augenschein nahm.
Im Gegensatz zu dem, was sie in Büchern gelesen hatte, hatten die Küken schon ausgebildete Federn, geöffnete Augen und ja...eines versuchte Sogar zu fliegen.
Sie hob eines der Küken vorsichtig hoch und strich vorsichtig mit einem Finger über den Kopf von diesen, während das Küken immer wieder mit dem Schnabel nach Hana´s Fingern schnappte.


„Hey, lässt du das wohl ? Das tut weh...“

Das Schwarze, fedrige etwas in ihrer Hand blickte sie einen Moment an, als habe sie sie verstanden, pickte dann jedoch unbeirrt weiter auf ihrer Hand rum.
Die anderen Küken krächzten weiter nach Futter, doch konnte Hana auch in der Zeit davor nirgendwo eines der Elternteile sichten, die möglicherweise in die Scheune geflogen wären.
Sie seufzte einen Moment und legte das Küken wieder vorsichtig in das Nest, wobei seine Geschwister auf fleißig auf Hana´s Hand rum hämmerten.
Ein leises brummen entfuhr ihr.

„Klar... man kümmert sich um euch und als Dank wird man gepiekst.“

So kletterte Hana wieder runter, und ging aus der Scheune raus, wobei sie sich ihre seltsam stark schmerzenden Hände rieb.
Komisch, dass grade die kleinen Sachen so sehr weh tun.
17/7/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:27

Hâna hat geschrieben:Am Abend des 19ten Tags.

Immer wieder vergruben sich sachte 8 Pferde Hufe in der lockeren Erde und trabten langsam Richtung Hof.
Während Hana etwas in Tony´s Mähne rumspielte ritt Svogthos auf Loki vorran.
„Wenn meine Füße morgen auch so weh tun, werde ich keinen schritt raus wagen. Die Pulsieren total.“, murrte Hana leise, woraufhin Svogthos ein Seufzer entfuhr.
„Du musstest ja auch unbedingt die hohen Schuhe anziehen, mh ?“
„Ja...sonst hätte ich ja nach Hause laufen müssen...“
Svogthos brummte und brachte sein Pferd in die übliche Box.
„Na komm, ich helfe dir runter.“
Schwupp.
Schon wurde Hana vom Pferd gehoben, auch wenn eigentlich sie diejenige war, die besser auf und absteigen konnte.
Während Hana also so in Svogthos armen hing, blickte er sie etwas nachdenklich an, ehe ihm erneut ein leises brummen entfuhr und er los stiefelte.
„Hey, lässt du mich wohl runter ?“
„Nein... du bist meine Braut, ich lass dich nicht mehr gehen.“
„Aber wir haben heute doch gar nicht geheiratet!“
Ein grinsen zog sich über sein Gesicht und er gab Hana einen etwas längeren Kuss.
„Das ist mit doch egal. Aber eine braut muss man über die Türschwelle tragen...“
So trat Svogthos gegen die Tür, die mit Schwung und einen bezaubernden Fußabdruck an der Außenseite aufging.
Svogthos setzte sie vor das prasselnde Kaminfeuer und ging ersteinmal nach oben, sich umziehen.
Noch einige Zeit lang saßen die beiden vor dem Feuer, tranken noch etwas Wein und quatschen über die Hochzeit, das Licht und das Leben
20/7/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:28

Hâna hat geschrieben:Hana saß auf dem Bett und war grade, leise summend dabei sich die Haare zu machen.
Immer wieder versuchte möglichst schmerzlos die Knoten rauszukriegen.

Ein lauter knall, gepaart von einen Klirren ertönte durch das Haus.
Für einen Augenblick lang herrschte Stille und Hana blickte zur Tür, wartete auf ein Fluchen von Svogthos, das immer folgte, wenn er etwas kaputt gemacht hatte.
Doch es kam...nichts...
Gewappnet mit ihrer Bürste und der Angst, dass etwas schlimmeres passiert ist, sprintete sie die Treppe runter.
„Svogthos?“
Ihre Nackenhaare stellten sich auf, als sie unten angekommen war und Svogthos recht regungslos auf dem Boden lag.
„Svogthos, bitte sag etwas...Irgendwas...“
Sie ging zu ihn, ihre Bürste fiel auf den Boden und schnell zog sie Svogthos auf die Seite, wie üblich fühlte sie erst einmal nach seinen Puls und sie fühlte sich wie die Glücklichste Frau der Welt....
Zumindest für 2 Sekunden.
Erst jetzt viel ihr auf, dass Svogthos Augen noch geöffnet waren, doch scheinbar irgendwie ins Leere blickten.
Ihr viel ihr auf, dass etwas Blut aus seinem Ohr lief und auch auf seinen Fingern verteilt war.
Irritiert steckte sie ein Finger in sein Ohr.
„Was zum...?!“, sie musterte ihre blutigen Finger. Während sie Svogthos mal in die Stabileseitenlage zog, holte sie einen Tupfer und eine schmale Zange.
Schnell, und nicht ganz so gründlich wie sie sonst alles machte, reinigte sie Svogthos Ohr.
„Hey, Schatz... Wenn du mich hören kannst, kannst du gerne einmal versuchen dich zu bewegen. Oder zu Reagieren.“ Sie blickte zu Svogthos.
Keine Reaktion.
„Grandios.“

Rasch holte sie etwas Wasser und ein paar Tücher, ehe sie ein nasses, kühles Tuch in Svogthos Nacken legte, das andere auf die Stirn.
Einen Moment lang atmete sie etwas durch, entfernte dann erst die Splitter des Kaffeebechers und hob den umgekippten Stuhl um.
Sie lies sich neben Svogthos auf den Boden fallen.
Nur zu gerne hätte sie ihn genommen und ins Bett getragen,so wie er es immer bei ihr tat.
Doch allein der Blick auf ihre Arme reichte aus um sich diese Idee aus dem Kopf zu schlagen.
Erneut reinigte Hana Svogthos Ohr von Blut, diesesmal auch gründlich.

Leicht strich sie Svogthos durchs Haar und blickte sich ruhig im Haus um, forschend nach einem Grund für sein Zusammenbrechen.
Dabei überprüfte sie die Festigkeit des Stuhls bis hin zum Geschmack vom Kaffee, damit dort ja nichts drin war.
Doch sie fand....Nichts.

Nicht eine Kleinigkeit, die ihr einen Hinweis auf Svogthos zustand gab.
Es war zum verzweifeln...
Ihr blickt wanderte zu ihm runter und mal wieder fühlte sie sich absolut nutzlos.
Nichts konnte sie tun.
Selbst jetzt nicht, obwohl sie Ärztin war...

„Das ergibt alles keinen Sinn, Svogthos...“,murmelte sie leise und wischte sich mit dem Ärmel über die Wange.
„Schon wieder kann ich nur hier sitzen... Nutzlos... Ich kann ja nichtmal erkennen, was passiert ist.. Manchmal frag ich mich, wieso du mich überhaupt lieben kannst. Im Endeffekt bringe ich nur Nachteile und Einschränkungen mit.“

Einen moment lang blickte Hana Svogthos an, legte leicht den Kopf schief, strich ihn dann weiter sachte durchs Haar.
„Auch egal... Keine Angst, ich bleib bei dir. Du bist nicht alleine...“
20/7/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:28

Hâna hat geschrieben:Hana tapste etwas gelangweilt mit den Fuß auf dem Holz rum und blickte zur Tür, die noch immer verschlossen blieb.
Ein seufzen entfuhr ihr und sie schaute sich um. Die Katze lag auf dem Regal, die Welpen versuchten sich selbst zu fressen... alles so wie immer.

Grade als sie Richtung Küche gehen wollte, trat sie auf ein scheinbar loses Holzbrett am Boden, so, dass es am anderen Ende etwas nach oben stand.
„Jetzt nicht auch das noch...“, so ging sie zu der hochstehenden Seite und trat da einmal drauf, in der Hoffnung das Brett würde einfach wieder einrasten. Doch im Gegenteil...
Es stand einfach wieder die andere Seite oben.
Sie rümpfte etwas das Näschen und holte einfach mal Hammer und Nagel und versuchte das Brett irgendwie wieder zu reparieren.
Wurde ein Brett überhaupt mit Nägeln befestigt ?
Unwissend schlug sie einfach mal die Nägel in das eindeutig krumme Brett.
Erst auf der einen, dann auf der anderen Seite.
Ein zufriedenes nicken entfuhr ihr, als das Brett schließlich irgendwie am Boden haften blieb.
Grade als Hana das Brett auf seine Standfestigkeit prüfen wollte, sprang Fellknäuel von ihrem Regal.
Mit recht viel Wucht trat Hana auf das Brett, die Nägel wurden von ihren letzten bisschen halt gelöst und die gegenüberliegende Bretthälfte schnellte nach oben.

Ein mehr als unzufrieden Klingendes Maunzen ertönte und man konnte eine arme, unschuldige Katze in der Luft mit ihren Pfoten wedeln sehen, die scheinbar Katapult artig von dem Brett in die Höhe befördert wurde.

„FELLKNÄUEL!“, Hana versuchte ein paar schritte nach vorne zu gehen, um die Katze noch irgendwie aufzufangen, was sich bei genaueren Überlegungen als recht sinnlos heraus stellte, da diese doch fast immer auf ihren Pfoten landen.

Sie trat auf das Lose Brett, dass nach hinten weg rutschte und sie fiel nach vorne, während die Katze, mit dem wohl schlimmsten Tag ihres Lebens, auf ihr landete.

„Na super..“brummte sie und rieb sich etwas die Stirn, während Fellknäuel von ihren Rücken flüchtete und sich erst einmal unter dem Schrank versteckte.

Einen Moment herrschte stille, dann war unter dem Schrank entrüstetes Fauchen und Maunzen zu hören.
„Jetzt stell dich nicht so an ! Ich bin auch gefallen! Sei mal ein Mann... oder halt eine Katze!“
Die Welpen fingen mal wieder laut an zu Bellen und Hana runzelte etwas die Stirn, ging dann zur Tür und schlug mit der Flachen Hand energisch dagegen.
„Sitz!“
Mal wieder setzen sich 3 von 4 Welpen hin, nur einer wollte nicht so ganz.

„Licht..wie wird das erstmal, wenn ich Kinder habe ?“, murmelte sie leise und strich sich durch die Haare.
Mit den Gedanken tastete sie unter den Strengen blicken von 10 Tieraugen etwas an ihren Bauch rum.
Erneut war ein leises Maunzen zu vernehmen von Fellknäuel, die wieder aus ihrem Versteck hervor gekrochen kam.

„Ja..ich wüsste auch gerne, wieso es noch nicht funktioniert hat... Dabei ist unsere Hochzeit ja nun auch schon fast 5 Monate her...“
Mh...5 Monate schon...
Die Zeit schien für sie wie im Flug zu vergehen und sie lächelte einen Moment lang, ehe sie die Treppe hoch ging und in die Lesestube verschwand und ein kleines Schild wurde an die Tür gehangen wo drauf stand:

„Diese Tür ist ABGESCHLOSSEN!
Liebste Mitmenschen, aufgrund gesundheitlicher Gründe ist es mir untersagt mein Zimmer abzuschließen und Somit meine Privatsphäre zu haben. Doch wird dieses Schild hier sicherlich nicht ohne Grund hängen ! Ich bitte herzlichst um ein Anklopfen, oder noch besser ein einfaches herraus rufen vor das „Abgeschlossene“ Zimmer.
Gez. Hana McLarren“
13/8/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:29

Hâna hat geschrieben:Bumm...
Bumm...
Bumm...

In Regelmäßigen Abständen hörte Hana, wie unten ein scheinbar loses Holzbrett wieder an den Boden befestigt wurde.
Sie mhte leise und strich sich mit der Hand über die Stirn, während sie weiterarbeitete.
Vor ihr lag ein bunt bemaltes Mobile, welches scheinbar selbst gearbeitet, gebaut und bemalt wurde.
Das Mobile hatte einen großen, Hauptbalken, von dem 2 kleine abgingen, die ebenfalls kleine Balken an sich trugen, wo ein paar genähte Figuren dran hingen

Das eine bildete ein kleines Rehkitz ab, was scheinbar grade eben so auf seinen Beinen stehen konnte. Eine weitere Figur bildete einen flauschigen, gepolsterten Silbervogel, der weite Flügel hatte. Direkt neben ihn hing ein kleines Vogelnest, was scheinbar sehr mühsam mit der Hilfe von einer Runden, flachen Holzscheibe und braunem Stoff und polsterung gemacht worden ist.
Da drin befand sich ein aufgebrochenes Ei.

Noch an einem anderen Balken baumelte eine kleine Stoffblume, die ein verlockendes Grinsen eingestickt bekommen hatte.
Die Stoffblume hatte orangene Blütenblätter, die sie in alle Richtungen von sich streckte.
Neben dieser kleinen Blumen, und damit das letzte Stoffpüppchen des Mobiles, hing Ein Löwenpärchen, diesesmal aus einer dünnen Holplatte gemacht und angemalt, dass ihre Schnauzen aneinander rieb.

Man konnte nicht behaupten, dass das Mobile grade war...
Man konnte auch nicht behaupten, dass die Puppen wirklich gut genäht waren, oder das die Holzfigur wirklich von außergewöhnlicher künstlerischer Begabung zeugten.
Doch ebenso wenig konnte man behaupten, dass das selbst gebastelte Mobile zu hässlich oder zu erschreckend war, um es nicht über ein Kinderbett zu hängen.

„Hana ? Ich bin wieder da!“, es klopfte an der Tür und sie riss die Augen auf, während sie vom Stuhl sprang, zum Regal hechtete und nach einen Tuch griff, dass schnell über ihre Arbeit geschmissen wurde.

Etwas irritiert blickte Svogthos sie an und sie rannte einfach auf ihn zu und sprang ihn um den Hals, um ihn irgendwie abzulenken.
„Was machst du denn da?“, fragte er neugierig und versuchte an ihr vorbei zu schauen, während er von einen langen Kuss unterbrochen wurde.

„Willkommen zuhause, Schatz...“
14/8/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:29

Irena hat geschrieben:Schon recht früh am morgen bereitet Irena alles für das Frühstück bei der Schwesternschaft vor. Der Tisch wurde hübsch bestückt und mit diversen frischen Blumen dekoriert, welche einen angenehmen Duft verbreiteten. Gerade als sie alles fertig angerichtet hat, betrat John den Raum mit einem großen Paket in seinen Händen und strahlte seine Frau an.

"Ich hab das Paket was du haben wolltest. Wo soll ich es hinstellen?"

"Stell es hier direkt an die Wand beim Tisch, ich muss eben noch einen Brief schreiben und dann sollten wir uns schleunigst auf den Weg machen."

Ein kurzes nicken folgte und John stellte das Paket dorthin. In dieser Zeit nahm Irena Platz und schrieb eine Notiz. Vorne auf dem Zettel steht in schöner und großer Schrift: Für Schwester Lillyan

Falls Lilly dem Paket, sowie der Notiz Beachtung schenken würde, würde sie folgendes auf der Notiz lesen:

Liebe Lillyan,

da wir noch nicht dazu gekommen sind und nicht weiter darüber gesprochen habe, dachte ich, ich überrasche dich einmal. Ich weiß das Hana noch etwas dazu passendes hat, also darfst du dich auch noch darauf freuen. Ebenfalls hoffe ich das du dich über die Stoffe und die Farben freuen wirst, wenn nicht gebe mir Bescheid und wir gehen einmal zusammen los, damit du dir etwas nach deinen Wünschen holen darfst.

Nehme dir den Tag heute frei und unternehme etwas unterhaltsames. Wir sind stolz auf dich.

gez:
Irena


Mit noch einem kurzen Blick in den Raum hinein, nickte Irena für sich selbst und ging wieder hinaus um ihren Tag anzugehen.
21/8/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:29

Lillyan hat geschrieben:Mit zerknautschtem Gesicht, wilder Wuschelfrisur und zerknitterter Schlafrobe, tapste Lillyan am morgen die Treppe in die Küche hinab. Als sie eine Tür hörte die geschlossen wurde, blieb Sie kurz stehen. Die Augenbrauen wanderten kurz nach oben, ohne dabei die Augen wirklich weiter zu öffnen und lies den schläfrigen Blick einmal durch den Raum schweifen. Mit einem kurzen Schulterzucken und einem leisen schmatzen setzte Sie Ihren schleichenden Gang fort.

Sie gähnte kurz und rieb sich mit der Hand über die Wange, als Sie das Esszimmer betrat und sich umblickte. Ein kurzes und leises "Guten Morgen.", entfuhr Ihr, auch wenn eigentlich niemand in dem Raum war. Ihr Blick blieb am Tisch haften und Sie runzelte erneut die Stirn. "Hä? Es wird doch sonst nicht so viel angerichtet...", murmelte Sie schläfrig. Ein weiteres Schulterzucken folgte und Sie setzte sich an den Tisch.

Kaffee wurde eingeschenkt und ein Stück Brot wurde mit Wurst belegt.
Während Sie da noch im Halbschlaf saß, Ihr Brot aß und den Kaffee trank, fiel Ihr Blick auf das Paket. Sie öffnete die Augen ein Stück weiter um die Schrift auf dem Zettel lesen zu können. "Für... Mich? ... Ist bestimmt etwas das Ich ins Hospital tragen soll."
Gerade als Sie weiteressen wollte, bemerkte Sie noch den Brief. Sie runzelte etwas die Stirn und begann den Brief zu lesen.

Die Augen weiteten sich und ein strahlen war über Ihr ganzes Gesicht zu sehen, als Sie wieder zum Paket blickte. "Für mich!"
Von der kleinen Überraschung nun hellwach, verschlang Lillyan so schnell Sie konnte das Brot und trank den Kaffee aus. Dann wurde das Paket gepackt und man konnte nur noch eine Lillyan durch das Haus der Schwesternschaft poltern hören, ehe Sie wieder in Ihrem Zimmer verschwand und das Paket sofort öffnete.
21/8/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:30

Hâna hat geschrieben:Fünf Tage noch....

Es war schon Dunkel und nur noch zwei Personen wurden vom Mondlicht und dessen Reflektion auf dem Wasser erhellt.
Vorsichtig löste Hana den Kuss und blickte Svogthos einen Moment lang an.
„mhhh“,murrte sie leise und legte leicht den Kopf schief, während sie zu Svogthos hoch schaute.
„Mhh? Alles in Ordnung ?“, er betrachtete sie etwas Skeptisch, während seine Hand zu ihrem Ohr wanderte und er ihr grade eine Strähne hinter das Ohr Streichen wollte.
„Du weisst, dass du vor Draenor keine Angst haben musst. Ich werde dich mit meinem Leben beschützen, und das weisst du.“
Hana nickte etwas und während Svogthos sich wieder etwas zu ihr runter beugte, um sie erneut zu küssen drückte sie sich leicht weg und grinste ihn an.
2 Irritierte Augen blickten sie an, während Hana sich um drehte und ihre Haare etwas nach hinten warf.
„Wenn du mich küssen willst...musst du mich schon fangen!“, sie lachte etwas und rannte los, während ihr Mann noch eher etwas perplex da stand, ehe ein leichtes Schmunzeln auf seinem Gesicht zu sehen war.
„Na warte, wenn ich dich kriege!“, rannte los und....war deutlich Schneller als Hana, was sicherlich auf das gewohnte rennen mit Rüstung zurück zu führen war, doch so leicht sollte sie sich nicht unterkriegen lassen.
Sie wollte grade in das Gebüsch springen, um sich vor Svogthos zu verstecken, denn in der Dunkelheit lässt sich so etwas ja nunmal leichter übersehen.

Hana drückte sich also mit Schwung vom Boden ab, flog ein Stückchen durch die Luft und in das Gebüsch.
Tatsächlich war Svogthos kurz davor weiterzulaufen, hätte ihn da nicht eine kleine Person im Gebüsch am Fuß gepackt und ihn so zu Fall gebracht.

„Hey...das war unfair.“

„Vielleicht...“
„Vielleicht ? Ich konnte dich doch gar nicht...“, er wurde einfach von einem Kuss unterbrochen, während Hana sich neben ihn setze.

„Na...wenigstens habe ich jetzt noch meinen Kuss gekriegt.“

Fünf Tage noch...
27/8/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:30

Hâna hat geschrieben:Vier Tage noch...

Hana lag in der Hängematte, gemeinsam mit Svogthos, während das Wasser die letzten Sonnenstrahlen reflektierte, aber ein paar kleine Regentropfen vielen immer wieder auf die beiden.
„Mhh“, Svogthos hob die Hand, die Handinnenfläche nach oben gerichtet um den Regen und seine Stärke abzuschätzen.
„Vielleicht sollten wir lieber rein, bevor es noch stärker anfängt zu Regnen?“, Hana schaute Svogthos fragend an, während dieser die Augen etwas verengte und auf den Fluss blickte.
„Oder...Wir bleiben noch ein bisschen.“, meinte Svogthos und nickte leicht, während er Hana etwas näher an sich zog und sie mit der Decke zudeckte, die mittlerweile fast immer in der Hängematte lag.
Zwar konnte sie nicht ganz nachvollziehen, wieso sie noch im Regen liegen bleiben sollten, aber wenn Svogthos es vorschlug, wird er sich bestimmt etwas dabei gedacht haben.
Ein paar Minuten verstrichen noch und Hana lag bei Svogthos, der etwas mit der Hand über ihren Kopf fuhr.
Immer wieder suchte sein Blick den Himmel ab, ehe er sich leicht aus der Hängematte hochdrückte und mit Hana zum Fluss ging, dort, wo die Hohen Steine standen, wo sie früher ihren Ohrring verloren hatte, wo Svogthos fast ertrunken wäre...

Er half ihr auf den Stein zu klettern und erneut blickte er sich am Himmel um.
„Hmm...Eigentlich sollte hier ein Regenbogen zu sehen sein.“, brummte er und nun begann auch Hana den Himmel abzusuchen.
Leider fanden beide das selbe.... Nichts.

Svogthos seufzte leise und schaute zu Hana.
„Wäre auch zu schön gewesen,mh?“

Hana legte den Kopf etwas schief und ging ein Stück zurück.
„Hana ? Was hast du vor?“, Sogthos blickte sie an, den Rücken zum Fluss gerichtet. Als ihm das einfiel war es aber leider schon zu spät.
„Wowowowow sag nicht du willst...Wuaah !“, Zwei Hände knallten gegen seine Brust und sein Graues Haar flatterte etwas im Wind, während eine laut lachende Frau mit ihm ins Wasser flog.

Platsch.

Hana lachte und als auch Svogthos endlich mal wieder aufgetaucht war, musste auch er etwas grinsen, während es immer noch leicht regnete.
„Du bist doch echt verrückt.“, sagte er grinsend, während er etwas zu ihr schwamm und ihr einen Kuss gab.
„Ich weiss... und desshalb liebst du mich auch so, stimmt´s?“
„Stimmt“

Vier Tage noch...
28/8/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:30

Hâna hat geschrieben:Zwei Tage noch...

„Hana ?“, die Tür des Hospitals wurde aufgeschoben und ein großer, Grauhaariger Mann trat ein.
Das Holz unter seinen Füßen knarzte ein wenig und der übliche, erfrischende Geruch von Kräutern jeglicher Form, Farbe und Herkunft erfüllte den Raum.
Es herrschte der übliche Trubel.
Drüben Weinte ein Kind, weil das Schienbein ja so Höllisch weh tat, an der anderen Ecke des Hospitals weinte grade eine Frau um ihren schwer verletzten Gatte.

Im Hinterzimmer wuselte Olga rum, nummerierte hier und da ein paar Schachteln, wo anders saß Lilly, gebeugt über ein paar Krankenakten, während die Hand nachdenklich durch die Haare fuhr.

Und in all dem Trudel, mitten im Hospital saß niemand geringeres als: Hana...
Mit dem Oberkörper auf dem Tisch, und dem Po auf der Bank schlief sie tief und fest, während Svogthos etwas schmunzeln musste und zu ihr kam.

„Ich hoffe ja mal sie hat Dienstende, oder?“ , fragte er, während Lillyan panisch von ihren Papieren aufschaute und eifrig nickte.
„Ja, hat sie... komisch, ich hatte gedacht sie wäre noch wach... grade hat sie noch an den Akten geschrieben.“, erwiedert Lillyan und Svogthos nickte leicht, ehe er Hana vorsichtig unter den Knien und hinter dem Rücken packte und sie wie eine Braut hochhob.

„Licht mit euch, Sir Dragaran.“, rief Lillyan noch hinterher, während die Tür hinter den beiden zu fiel.

Svogthos schaute zu Hana runter, die ihre Augen fest geschlossen hatte, den Kopf leicht gegen seine brust gelehnt.
Er Lächelte etwas.
„Und mir sagst du ich überarbeite mich, mh?“, er ging vorsichtig die Rampe mit ihr runter, und da es sich schlafend nunmal schlecht reitet, holte Svogthos einfach Tony und Loki, nahm die Zügel so gut es geht an sich und trug Hana nach Hause.

Und man muss sagen...
es gab wirklich kein besseres Training für Draenor als für diese Sitaution zu proben....

Zwei Tage noch....
30/8/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:30

Hâna hat geschrieben:Ein Tag noch....



„Svogthos! Ich hab einen Kuchen gebacken“

„Aha...und wieso?“

„Na weil es doch morgen so weit ist !“

„Und dafür backst du einen Kuchen?“

„Na, irgendwie muss man das doch Feiern!“

Svogthos zog eine Augenbraue hoch.
„Du willst Feiern, dass wir ins den Krieg ziehen?“

Hana nickte eifrig.
„So ungefähr“

Svogthos verschränkte die Arme vor der Brust und betrachtete Hana einen Moment lang.
„Ich Sehe da irgendwie so keinen richtigen Grund zum Feiern...“

Hana nickte erneut.
„Doch, ich schon... Wir gehen nach Draenor zurück, lassen unser Zuhause alleine...“

Svogthos schaute irritiert.
„Ähm...Hana? Bei dir ist sicher alles in Ordnung, ja ?“

Hana grinste.
„Klar!“

„Na dann. Ich geh mich mal umziehen und dann...feiern wir?“

Hana nickte.
„Mach das.“

Svogthos ging scheppernd nach oben.
„Komisch...man macht sich sorgen, dass sie Angst hat und sie backt einen Kuchen dafür, dass wir weg gehen“

Hana platzierte den Kuchen und auch die Katze fand ihren Platz.

„Hana ?“

„Ja ?“

„Wieso hat der Kuchen eine Katzenform?“

„Na, weil Fellknäuel doch endlich mal alleine zuhause sein darf.“

Fellknäuel miaute.
Svogthos brummte.
Hana lachte.

„Du Bist doch echt verrückt, Hana“

Beide setzten sich so also an den Tisch und aßen gemeinsam den Kuchen, der doch eigentlich für die Katze bestimmt war, aber im endeffekt normaler Schokoladen Kuchen war, der einfach mit viel Mühe zurecht geschnitten und mit Zuckerguss verziert wurde.

Am Ende hatten die beiden also einen ganzen Kuchen zu zweit verspeißt und mussten die Wütenden Augen der Katze ertragen, da ja immerhin ihr Artgenosse grade von ihnen gegessen wurde.
„Na Madame, ich kann nichts dafür. Der Kuchen war einfach zu lecker um ihn nicht zu essen.“, sagte Svogthos und Hana schmunzelte etwas.

„Du Sag mal Hana... hast du Angst vor morgen?“

„Nein... ich habe keine Angst, solange du bei mir bist...“

„Oh...und bevor ich es vergesse, wo wir grade beim Kuchen waren... Safina kommt morgen gegen 7 zum Frühstück.“

„WAAAS ?! Und dir fällt nicht ein, dass früher zu sagen ?!“

Svogthos Schmunzelte.
„Tut mir leid...Ein katzenkuchen hatte meine Aufmerksamkeit verlangt.“

Ein Tag noch...
31/8/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:31

Hâna hat geschrieben:Ein Leeres Haus...
Im Wald von Elwynn stand es, kaum weit entfernt von einem kleinen Sproßling im Boden. Der mit aller kraft und vorallem viel Zuneigung wuchs.
Drinnen war es ruhig und noch alle Tiere schliefen, jederzeit bereit, lärm zu machen, sollte die Klinke bewegt werden oder gar die Tür aufgehen.
Das kleine Haus war ordentlich hergerichtet und sah fast danach aus, als würde gleich ein verliebtes paar zur Tür rein kommen und ihre traute zweisamkeit genießen.
Doch der Schein trügte...
Umso länger man blieb, umso mehr wurde einem bewusst, dass dieses Haus eigentlich nur darauf wartete seine Ursprünglichen Besitzer nach einer lange, vielleicht auch sehr langen Zeit wieder zu erlangen.
Und das konnte lange dauern...sehr lange...
Oben im Schlafzimmer stand ein großes Bett, bedeckt mit einer Himmelsblauen Tagesdecke, die nur dazu einlud, sich auf das Bett zu schmeißen und sich darauf rum zu wälzen.
Die Kissen waren auf geschüttelt, die Decke gefaltet, doch niemand konnte unter den einem Kissen einen Kleinen Brief entdecken, der ein paar Tage zuvor von einer Frau, kaum älter als 29 dahin geschmuggelt wurde.
Ein kleines Blümchen war auf den Verschluss gezeichnet, der Empfänger stand natürlich auf darauf.
„Svogthos“ , stand dort in verschlängelten Buchstaben drauf.
Wenn man ihn öffnete wirkte der Brief aber wenig besonders...

„Liebster Svogthos,
wenn du das liest, kannst du dir sicher sein, dass wir beide wieder lebend zuhause sind.
Woher ich das weiß ?
Ganz einfach: Weil wir ohne den anderen nun mal nicht gehen würden.
Weder du, noch ich.
Bevor ich jetzt anfange zu schreiben muss ich etwas ganz dringend los werden:
„Schön, dass du wieder zuhause bist !“
So, weiter im Text.
Wir waren also wieder in Draenor und selbst wenn ich jetzt nicht mal ansatzweise weiß, was passieren wird, schreibe ich schon diesen Brief.
Aber Naja...
Wusstest du, dass ich vor Draenor schon unglaublich nervös war ? Ich weiss zwar, dass ich mittlerweile Kämpfen kann und damit mich und meine Kamaraden verteidigen kann.
Aber glaubst du, das wird reichen ?
Wohl kaum...
Aber dafür habe ich ja dich, stimmt´s ?
Wie letztes mal wirst du mir sicherlich immer und immer wieder helfen müssen.
Das tut mir wirklich leid...
Ich will mir nicht vorstellen, wie anstrengend das sein kann.
Als hätte man ein tollpatschiges Kind an seiner Seite, dass selbst mit einem Bonbon noch die ganze Zeit rum weint.

Aber seid dem letzten Draenor hat sich trotzdem einiges verändert. Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich nun Kämpfen kann.
Wir sind nun verheiratet, haben ein Haus, eine Katze, drei welpen´.
Oh ! Und du bist jetzt natürlich Hauptmann !
Aber noch etwas hat sich verändert...
richtig....
Mein Name...“Hana Dragaran“ ich bin damit also „offiziell“ ein Teil deiner Familie.
Auch wenn ich weiß, dass du nie so eine Leibliche Familie hattest.
Aber dafür bin ich ja jetzt da.
Und ich bin mir auch sicher, dass wir auch dieses Abenteuer gemeinesam schaffen werden und zusammen Lebend zurück kommen.
Svogthos, ich liebe dich und bin froh mit dir, als meinem Mann wieder zuhause zu sein.


In Ewiger Liebe,
Hana


Ob der Brief seinen besitzer wohl je finden würde ?
4/9/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:31

Hâna hat geschrieben:Lange, sehr lange blickte Hana auf den kleinen Brief in ihrer Hand und ein leises Seufzen entfuhr ihr.
Was hatte sie nun schon wieder angestellt ?
Aber vorallem...
Wesshalb durfte sie die Stadt nicht verlassen?
Sie schüttelte leicht den Kopf, während der Brief gefaltet wurde und sie erneut seufzte.

"Alles in Ordnung, Hana?", schallte es hinter ihr und sie drehte sich wie üblich lächelnd zu Svogthos zu und nickte.
"Ja...alles in Ordnung."

Sie selbst hoffte ebenso, dass sie sich mit ihrer Aussage nicht allzu sehr irrte.
31/10/15
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:31

Hâna hat geschrieben:Es war noch dunkel, wärend sich Hana von ihrem Schlafplatz erhob, wieder ihre Rüstung anlegte um schließlich ihre Wache anzutreten.

Sie hatte nicht viel geschlafen... Wie hätte sie denn auch ?
Keine sekunde mehr hatte sie den gefundenen Weißen Pelz mehr aus der Hand gelegt. Ebenso wenig, wie den an sie adressierten Brief.

Gewissensbisse nagten an ihr, während sie mit noch recht müden Augen in die Leere, verdorbende Gegend blickte.
Wieso war sie zurück geblieben ? Wieso ist sie nicht einfach direkt mitgegangen ?
"Ich hoffe ich kann euch bald wieder sehen...", murmelte Hana leise vor sich hin, während sie mal wieder Svogthos Brief las.

Ein leichtes Zittern durchzog ihre Hände, während sie noch immer den Brief in der Hand hielt.
Mit ihren Dünnen Fingern strich sie sachte über die nicht allzu filligrane Schrift, als wäre es ein erbärmlicher versuch näher bei Svogthos sein zu können.

Den einzigen Vorteil, den Hana aus der Situation sehen konnte war, dass sie diesesmal wenigstens nicht zuhause sitzen und abwarten musste, bis man Svogthos wieder gefunden hatte.
Nein...Diesesmal konnte sie selbst eingreifen.

Immer wieder tat sich in ihrem Kopf ein und die selbe frage auf.
"Was wäre wenn....?"
Jedes mal auf´s neue versuchte sie diese Sinnlose, quälende Frage durch ein leichtes Kopfschütteln los zu werden.
Vergebens....

Sie wusste nicht, was sie machen würde, wenn Svogthos tatsächlich tot wäre.
Im Endeffekt jedoch hatte sie ihm versprochen weiter zu leben... nicht für ihn... nicht für sich..
Aber für Coras...

Und Safina war ja auch noch da...

Kurz blickte Hana über die Schulter, wo sie Safina´s Schlafplatz vermutete. Wenn sie denn überhaupt schlafen konnte.
Sie machte ihre Aufgabe als Anführerin eigentlich ganz gut, dachte Hana bei sich, wobei sich kurz ein schon fast stolzes lächeln über ihre Lippen zog.

Der Brief in ihrer Hand wurde Ordentlich wieder zusammengefaltet und unter ihre Brustplatte gesteckt, zu einem Brief, den sie bis heute kein einziges mal geöffnet hatte.
Vorsichtig zog sie mit ihren Fingern den gefalteten, versiegelten Brief unter ihrer Brustplatte hervor.
Einige male ließ sie ihn durch die Finger kreisen, während sie ihn kritisch musterte.

Ob es der richtige Zeitpunkt war ihn zu öffnen ?

Ihre verzweiflung stand ihr bis zum Hals...
Ihr Mann ist vielleicht tot...und das einzige, was sie von ihm behalten hätte, wäre ein weißes, blutbeflecktes Fell, was eigentlich auf seiner Schulterplatte ruhen sollte.

Langsam rollte eine Träne an Hana´s Wange hinunter, während sie den verschlossenen Brief in ihrer Hand anblickte.
So lange hatte sie ihn jetzt bei sich getragen...
Einmal atmete sie tief ein, während sie sich mit dem Handrücken über die Wange strich, und ihre Brustplatte anhob um beide Briefe wieder zu verstauen.

Einen Tag würde sie noch warten....
14/6/16
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:32

Hâna hat geschrieben:Es war bereits recht Spät im Hause der Schwesternschaft.
Ein harter Arbeitstag lag hinter den meisten.
Doch nur in der Küche war noch ein leichtes Licht erhellt.
Eine große, warme, dampfende Kanne fand sich in dem Raum wieder, neben der Zahlreiche Tassen drapiert wurden, die schon fast wirkten, als würde man dazu gewzungen werden, sich etwas einzuschütten.
Kräuterdämpfe stiegen in die Luft hinauf und füllten den Raum mit einem angenehmen Geruch.
Lediglich ein kleines Schild stand neben der Kanne.
Die Schrift war feinsäuberlich, und mit leichten Schnörkeln verziehrt.

"Für die Gesundheit unserer Patienten dürfen wir unsere eigene nicht vergessen.
Gebt auf euch acht.
Möge das Licht euch leiten."




Später, nachdem die Nacht bereits verschwunden war und die Sonne am Himmel stand war erneut etwas radau in der Küche der Schwesternschaft zu höhren.
Nur kurz danach waren leise Schritte zu vernehmen, die in Richtung Hospital gingen.

In der Küche wurde ein Schaale platziert, mit einigem Frischen Obst, ob es nun Bananen, Kirschen, oder diverse dunkle Beeren waren.
Sicherlich wäre für jeden etwas dabei gewesen.
Und noch immer ruhte das Kleine Schild auf seinem Platz.

"Für die Gesundheit unserer Patienten dürfen wir unsere eigene nicht vergessen.
Gebt auf euch acht.
Möge das Licht euch leiten."
20/6/16
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:32

Hâna hat geschrieben:Draußen wurde, es kühler, die Straßen wurden immer leerer, und eifrig gingen Leute von Geschäft zu Geschäft um ein passendes Geschenk für ihre Liebsten zu finden.
Alles wies darauf hin, und keiner konnte es übersehen: Winterhauch stand vor der Tür und von Minute zu Minute wurde die Vorfreude, auf Winterhauch, die Geschenke unter dem Baum, Altvater Winter und auf die leckeren, frisch gebackene Plätzchen immer größer.

Doch leider hatte nicht jeder die Chance zu dieser wundervollen Zeit zuhause mit seiner Familie, oder seinen Liebsten vor einem Kinsternden Feuer zu sitzen und die Zeit zu genießen.
Nein, auch wenn es nur wenige waren, so waren doch Leute dazu gewzingen aus diversen Gründen ihre Tage vor Winterhauch, oder sogar Winterhauch selbst im Hospital zu verbringen.

Doch um eine dadurch entstehende Enttäuschung zu vermeiden, konnte man an einem kühlen, aber sonnigen Nachmittag zahlreiche helfende Hände vom Orden des Triumvirats sich drauf und dran machten das Hospital, was die meisten lediglich mit quälenden Stunden im Bett und dem intensiven Geruch von Kräutern verbindeten, in ein kleines Winterhauch paradies zu verwandeln.

Lichterketten, Girlanden, und Tannenzweige wurden zurecht gezupft und sowohl innen, als auch an den Mauern des Hospitals angebracht.
Ja, sogar wurde ein kleiner Tannenbaum im Hospital aufgestellt und zusammen mit den Patienten, vorallem mit den jüngeren geschmückt. So breitete sich der winterhauchliche Geruch nach Tanne im Hospital aus, der sich nur eine kurze Zeit später mit dem Geruch frisch gebackener Plätzchen vermischte.
Für fast jeden Geschmack war etwas dabei. Von Zuckersüßen Plätzchen, über Fruchtplätzchen, bis hin zu Lebkuchenmännern war alles vorhanden, um das Herz für die Feiertage höher schlagen zu lassen.

Und auch wenn das Hospital nur eines der vielen, leuchtenden Häuser Sturmwinds war, so konnte man spüren, das jeder einzelne des Triumvirats alles gab, um ein möglichst schönes Winterhauchfest zu ermöglichen.

Kekse wurden verteilt...Geschichten wurden vorgelesen...
Und wer weiss ?
Vielleicht lief ja sogar die ein oder andere Schwester mit einer Weihnachtsmütze herrum.
15/12/17
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:33

Irena hat geschrieben:Früh am Morgen, gerade dieser Moment als die Sonne beginnt sich zu zeigen, traten zwei Lehrlinge des Hospitals vor die Tür und blieben wie versteinert stehen. Ein kleines Paket wurde aufmerksam betrachtet, als die eine zur anderen Sprach:

"Meinst du...jemand von uns hat das da abgestellt?"

"Ich habe keine Ahnung, woher soll ich das denn wissen? Das ist bestimmt ganz harmlos."

"Meinst du...da ist was gefährliches drin?"

Seufzen..."Ob du vielleicht mal nicht so viele Fragen stellen kannst und es einfach mit rein nimmst?"

"Nee...ich fass das nicht an, nimm du es...du scheinst ja hier mutiger zu sein."

"Du hast es zu erst gesehen...da wird schon nichts passieren."

"Woher willst du das wissen und ich glaube ich habe es gerade Ticken gehört."

"Du übertreibst, bist du bei den Patienten auch immer so?"

"Das geht dich vielleicht gar nichts an."

"Na geh schon...wir lassen es einfach hier stehen, irgendjemand wird es schon mit reinnehmen."

Die beiden zogen einen großen Bogen um das Paket und betraten nun schließlich, fast pünktlich zum Beginn ihrer Schicht das Hospital.
26/2/18
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:33

Svogthos hat geschrieben:Langsam verließ Svogthos die kleine Schmiede. In der Hand trug er ein Messer, während die andere ein großes, zurechtgeschnittenes Stück Holz hielt.
Mit einem kurzen, prüfenden Blick, betrachtete er das Haus, ehe er zu sich selbst nickte und in Richtung des Baumes am Ufer des Weststroms ging.
Dort angekommen ließ er sich mit einem leisen ächzen nieder und lehnte sich an den Baum um für einen Augenblick die Ruhe zu genießen und einfach nur das fließende Wasser zu betrachten.
Es dauerte jedoch nicht lange, da kam bereits eine junge Wölfin um den Baum geschlichen und machte es sich neben Ihm gemütlich.
"Na ... da will wohl auch jemand lieber etwas den Schatten genießen, hm?"
Die Wölfin quittierte das lediglich mit einem gähnen.
"Dachte ich mir schon ... Ich werde dich nicht davon abhalten. Aber beschwer dich nicht, wenn ich dir hier zu viel lärm mache."
Erneut wurde das Stück Holz begutachtet, bevor er zielsicher den ersten Schnitt ansetzte.
"Manchmal vergisst man, wie ruhig die Welt hier doch sein kann ...", murmelte er leise.
"Hoffen wir das es nun endlich so bleibt ... Hoffen wir das wir unser leben endlich in frieden hier weiterleben können."
Unentwegt flogen einzelne Holzspäne davon, doch dann stockte er kurz.
"Ich hatte zu Safina gesagt das es ein Kind gäbe für das es sich zu kämpfen lohnt ... Mir fällt jetzt erst auf wie falsch dieser Ausdruck eigentlich war ..."
Langsam begann er wieder das Holz zurecht zu schnitzen.
Die Wölfin hob unterdessen den Kopf leicht an und beobachtete interessiert die fliegenden Späne.
Svogthos beobachtete Sie eine weile, mit einem leichten schmunzeln.
"Verstehe ... Du willst nicht die ruhe ... Dir ist langweilig, hm?
Suchend blickte er sich nach einem kleinen Stock um und legte das Messer zur Seite.
Unter einem Baum war ein abgebrochener Ast zum Glück schnell gefunden und mit ein paar kleinen verfeinerungsarbeiten, war ein kleiner Wurfstock geschaffen.
Schmunzelnd wedelte er damit etwas vor Aikas Nase herum, welche den Stock interessiert anblickte und zugleich mit dem Schwanz zu wedeln begann.
"Na Ich denke du weist was zu tun ist, ja?"
Mit einem kräftigen Wurf, wurde der Stock kurz darauf entlang des Ufers geschleudert, und mindestens genauso flott war die Wölfin hinter dem Stock her.
Lächelnd machte er sich wieder an die Arbeit.
"Es ist nicht ein einzelnes Kind für das es sich zu kämpfen lohnt ... Es ist eine Familie ... Coras, Safina, Hana ... Baeden ... Es lohnt sich für Sie alle ...
Und auch wenn ich weis das es ihnen schmerzen bringen wird ... Ich bin dennoch bereit für Sie zu sterben ... Wenn Ich Sie dafür retten kann."

Der Tag verstrich langsam und am Abend würde man unter dem Baum wohl einen schlafenden Paladin vorfinden. In der einen Hand ein Messer, in der anderen ein fertiges Kinder-Holzschwert.
Und daneben eine schlafende Wölfin mit einem Stock der vor Ihrer Schnauze liegt
26/6/18
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:34

Svogthos hat geschrieben:Seit nunmehr 3 Tagen herrschte hochbetrieb im kleinen Büro des Triumvirats. Kisten wurden hin und her geschleppt. Bestände immer wieder geprüft. Listen an benötigten Reagenzien angefertigt und ausgehändigt.
Nur in einem kleinen Nebenzimmer war es relativ ruhig. Dort, über einen Schreibtisch gebeugt, saß Svogthos und blickte grübelnd auf einige Berichte.
"So viel Zerstörung ... So viele Unschuldige... Das Sie zu sowas fähig waren... Es entzieht sich mir...", murmelte er.
"Wir werden definitiv noch mehr Vorräte brauchen... Aber die werden überall im moment gebraucht, was das ganze etwas schwierig machen könnte..."
Ein kurzes Klopfen an der Tür riss Ihn aus seinen Gedanken.
"Herein."
Vorsichtig wurde die Tür aufgeschoben und ein junger Gardist betrat den Raum, der sogleich zackig salutierte.
"Sir, ein Brief wurde eben für euch abgegeben."
Ohne weitere Worte hielt der Gardist Ihm den Brief entgegen.
"Ein Brief? ... Ich hoffe mal das die bitten um Heilkräuter und Verbände nicht jetzt auch noch bei mir aufschlagen... Danke."
Mit einem kurzen nicken nahm er den Brief entgegen, der Gardist entgegnete mit einem knappen salutieren und huschte sogleich wieder aus dem Raum.
Als es in dem kleinen Büro wieder ruhig geworden war, betrachtete Svogthos den Brief und runzelte sogleich die Stirn.
Der Brief war schlicht, doch war er gesiegelt mit der silbernen Hand. Murmelnd, brach er das Siegel und öffnete den Brief um den Inhalt dessen zu lesen.
Die Gesichtszüge wechselten beim lesen von interessiert, zu stirnrunzelnd bis hin zur gehobenen Augenbraue. Am Ende jedoch blieb ein ernster Gesichtsausdruck bestehen.
"Das sowas genau jetzt passiert ... Es wird sicherlich einen Zusammenhang geben. Aber das werde Ich wohl erst in der Kapelle herausfinden... Auch wenn man hier bestimmt erfreut darüber
sein wird, das ich jetzt abreisen muss...

Ein kurzes Seufzen entfloh Ihm.
"Naja ... Ich habe sowieso keine andere Wahl... Ich sollte mich auf die Suche nach Veena machen und Irena und Hana ebenso bescheidgeben... Das kann was werden."
Mit diesen Worten erhob sich Svogthos aus seinem Stuhl und machte sich auf den Weg aus dem kleinen Zimmer.
5/8/18
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:34

Svogthos hat geschrieben:Ruhigen Schrittes verlies er das Schiff der kleinen Kapelle um an die frische Luft zu gelangen. Dort angekommen schloß er kurz die Augen und atmete einmal tief durch.
Die Informationen die herausgegeben wurden, waren mehr als beunruhigend und die neuen Informationen aus Sturmwind machten die Lage nicht wirklich besser.
"Ob Ich es noch einmal erleben werde das wir in Frieden leben können...", murmelte er leise.
Er schüttelte leicht den Kopf. "Falscher Gedanke... Es gibt im moment wichtigeres zu tun..."
Etwas zügiger machte er sich auf den Weg, den kleinen Hang hinunter und an der Statue Tirions vorbei in Richtung der Zelte.


"Na, was glaubst du was die da oben bereden?"
"Was weis den ich. Schlimmstenfalls zerfleischen die sich da oben vermutlich gerade gegenseitig. Würde mich jetzt auch nicht wundern."
"Glaubst du die reden über den Krieg?"
"Schwester, ganz im ernst... Über was sollten die sonst reden?"
"Weis ich ja nicht... Deswegen frag ich ja."
"Ich kann es mir aber auch nicht aus der Nase ziehen. Der Tribun wird uns sicherlich schon davon berichten wenn es wichtig für uns..."
"Wenn was wichtig ist?"
, warf Svogthos ein, der gerade zum Gespräch der Gardisten dazugestoßen war.
Etwas überrascht davon zuckten die beiden Gardisten kurz zusammen und salutierten daraufhin sofort.
"Verzeihung Sir. Nichts besonderes"
Er runzelte kurz die Stirn. "Auch gut... Schwester Saudrin? Ihr hattet eure medizinische Ausbildung bereits bestanden, oder?"
"Das ist korrekt, Sir." Sie nickte knapp.
"Bruder Quasimir... Wie steht es um eure?"
Der Gardist blickte etwas verdutzt drein, während die Gardistin neben Ihm mit größter Anstrengung versuchte nicht in schallendes Gelächter auszubrechen.
"Kastavir... Sir... Und Ich bin noch in Ausbildung. Grundsätzliches beherrsche ich aber."
Svogthos runzelte leicht die Stirn.
"Sag ich doch... Auch gut... Es gibt eine kleine Änderung in unserem Plan."
Die beiden Gardisten blickten etwas überrascht aber interessiert drein.
"Wie Ich eben erfahren habe, marschiert die Allianz gen Lordaeron... Ihr Ziel ist es Undercity anzugreifen und zu erobern... Wir werden Sie unterstützen."
"Unterstützen?... Sir?"
Ja, unterstützen ... Ich weis... Dafür sind wir hier nicht hergekommen und uns fehlt auch Ausrüstung dafür... Wir können aber das nötigste von hier mitnehmen.
Solltet Ihr euch das allerdings nicht zutrauen... Steht es euch frei nach Sturmwind zurückzureiten."

Die beiden Gardisten blickten sich kurz an. Etwas getuschel folgte, woraufhin beide einen leicht entnerften Blick von Svogthos kassierten.
"Ich werde mit euch kommen, Sir."
"Ich ebenso, Sir."
Svogthos nickte zufrieden.

"Gut... packt die Sachen, sattelt die Pferde... Kastavir, Ihr setzt einen Brief an die Vikarin auf und sorgt dafür das er im Eiltempo nach Sturmwind gelangt."
"Aye, Sir."

Ein kurzes salutieren der drei folgte und daraufhin machten sich die beiden Gardisten sofort an die Arbeit.
Svogthos lies seinen Blick kurz empor zur Statue und dann schließlich aus dem Tor hinaus in die Pestländer schweifen.
"Ich hoffe du verzeihst mir das Ich die Tage doch nicht einhalten kann... Aber Ich glaube du wirst verstehen das wir hier gebraucht werden."
Ein kurzer Kuss auf die Halskette folgte, ehe Er sich ebenso daran machte sein Pferd zu satteln.
12/8/18
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:35

Svogthos hat geschrieben:Die Schlacht war geschlagen. Die Feuer, nach einer langen Nacht, endlich abgebrannt. Doch nach einem Sieg fühlte sich das ganze nicht wirklich an.
Langsam bewegte sich die Gruppe vorwärts in Richtung der Schiffe. Geschäftiges treiben war dort noch zu erkennen.
Es war klar das sich die Schiffe zum ablegen vorbereiteten, aber dem treiben zu urteilen blieben wohl noch ein paar Stunden.
Etwas abgeschlagen hinter der Gruppe an Überlebenden schritt Svogthos langsam hinterher. Mit wachsamen Blick suchte er die Umgebung nach möglichen Angreifern ab, doch nicht nur den Angreifern galt sein Blick.
Die Skelette und Leichen die den Pfad zierten wurden genauestens begutachtet, vor allem aber die Pferde. "Wo bist du nur...", murmelte er leise.
"Licht... Ich bete das du es zu den anderen geschafft hast..."
Unentwegt wurde die Umgebung abgesucht, während die Schiffe immer näher rückten.
Schließlich schienen Sie auch von den Soldaten der Allianz bemerkt worden zu sein und eine kleine Gruppe marschierte Ihnen entgegen. Während in der Gruppe vorne geredet wurde, lösten sich schon bald zwei Personen
aus der Gruppe um im Eilschritt in Svogthos Richtung zu gelangen.
"Sir! Dem Licht sei dank, Ihr seid am Leben!"
"Wir hatten uns schon sorgen gemacht!"

Ein kurzes lächeln huschte über seine Lippen. "Es beruhigt mich zu sehen das Ihr zwei wohlauf seid. Wie ist es euch ergangen?"
"Wir haben uns hart durchgeschlagen, Sir!... Die Horde konnte nichts gegen unsere vereinten Kräfte ausrichten, jawohl ja!"
"Was Kastavir damit sagen will ist, wir haben nicht viel vom Kampf gesehen und haben uns hauptsächlich um die Verwundeten gekümmert, Sir."
"Ähm... Ja... das auch..."

"Ob Ihr nun gekämpft habt oder nicht... Ihr habt euren Beitrag geleistet, das ist alles was zählt. Ich bin stolz auf euch.", sprach er schmunzelnd.
Die beiden Gardisten blickten sich kurz etwas überrascht an, salutierten dann jedoch rasch und sprachen fast zeitgleich.
"Danke, Sir."
"Danke, Sir."

"Aber mal davon ab... Wie geht es euch? Seid Ihr schwer verletzt?"

Svogthos winkte kurz ab.
"Nichts was die Heilenden Hände meiner Frau und ein paar ruhige Tage nicht wieder hinbiegen könnten."
"Das ist beruhigend zu wissen, Sir."

An Ort und stelle blieb er stehen, den Blick auf etwas fixiert, das leicht abseits lag.
"Ähm... Sir? Alles in Ordnung?"
"Ja... Alles in Ordnung. Geht vor und helft den Verwundeten... Ich komme schon zurecht."
"Seid Ihr euch sicher? Wir können auch..."

"Das war keine bitte, Saudrin...", unterbrach Er Sie.
Die Gardistin stockte kurz.
"Äh... Jawohl, Sir."
Mit einem raschen nicken, packte Sie Kastavir am Arm und zog diesen mit sich weg in Richtung der anderen.

Svogthos hatte sich unterdessen dem Leichnam zugewandt den Er entdeckt hatte und kniete vor diesem nieder.
"Ich hatte gehofft das du es doch geschafft hättest... Es tut mir leid, alter Freund."
Langsam strich seine Hand über die Kopfplatte des Pferdeleichnams. Das Rüstzeug des Pferdes war in schlichtem Grau gehalten, jedoch leicht verziert.
Nur die Kopfplatte wies eine markantere Verzierung in Form des Argentumkreuzes auf der Stirn auf. Das Pferd unter dem Rüstzeug selbst war kaum mehr zu erkennen. Bis auf die Knochen war fast das gesamte Fleisch weggeätzt.
"Verzeih mir das du dein Ende so gefunden hast... Ich hoffe das du nun deinen verdienten Frieden hast."
Vorsichtig löste er die Kopfplatte vom Leichnam und klemmte sich diese unter den Arm.
"Du warst mir stehts ein treuer Begleiter. Ich werde dich nicht vergessen... Und ich werde nicht zulassen das dich der Untot ebenso holt. Das Verspreche Ich dir."
Noch während er sprach, hob er mit der freien Hand die Hellebarde an um damit dann schließlich den Schädel des Skeletts vollständig zu zertrümmern.
"Möge dich das Licht leiten und dir den ewigen Frieden schenken, alter Freund."
Langsam erhob er sich wieder und schlug das Zeichen des Lichts vor die Brust. ehe er sich wieder gen der Schiffe wandte.
"Es ist zeit das wir nach Hause zurückkehren."
17/8/18
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Re: Zwischen Bandagen und Heilkräutern

Beitrag von Irenà » Di 29. Jan 2019, 23:35

Hâna hat geschrieben:Nervös trommelte Hana mit ihren Fingern über die Tischplatte. Erst mit dem kleinen Finger, dann einzeln bis hin zum Daumen. Immer und immer wieder wurde dieses Spielchen wiederholt, als ob noch immer die Hoffnung bestünde, dass dadurch die Zeit schneller verginge oder etwas Licht in die Unwissenheit käme.
Draußen war es bereits dunkel geworden und Hanas Schreibtisch in dem Ordenshaus wurde nur von 2 flackernden Kerzen beleuchtet.
„Wo bist du nur...?“, hauchte sie sich leise selbst zu und erneut trommelten ihre Finger über das Holz, wodurch sie das leise knarzen der Tür überschallte.
Coras, auf Zehenspitzen gestreckt und die Tür am Handgriff schob die Tür weiter auf.
„Mein Licht.“, sprach Hana etwas überrascht und blickte zu Coras, während sie nahezu instinktiv aufstand, „Es ist doch schon so spät wieso bist du wach ? Musst du ?“, fragte sie leiser und streichelte sachte über Coras kurze, wuscheligen schwarzen Haare.
Doch erst als sie sich zu ihm runter kniete und er seinen Stoffbären noch fester an sich drückte konnte Hana die kleinen Kindertränen erkennen, die an seinen Wangen hinunter liefen.
„Hey, Mein Licht... was ist los ?“, sprach Hana leise und umarmte Coras.
„Ich...ich...“, er schluchzte einige male und zog hektisch Luft ein, „Ich hatte einen Albtraum. Da war Papa und und...“, erneut konnte er vor lauter schluchzen nicht weiter reden und weinte ziemlich laut los.
„Pssst, Coras es ist alles in Ordnung, beruhig dich. Was ist passiert ? Was war mit Papa ?“
Coras hob seinen Kopf und blickte Hana mit seinen tränenden, braunen Augen an. „Da war ein riesiger Frosch der Papa gefressen hatte !“, sprach er energisch und erneut fing er laut an zu weinen, „Ich will zu Papa.“

Ein Frosch. Es war nicht genau das was Hana erwartet hatte, was Coras sagen würde, doch sie verstand woher seine Angst kam.
Er hatte angst seinen Papa zu verlieren und allein zu sein.
Wäre Svogthos da gewesen wäre das ganze gar kein Problem gewesen, sie hätte Coras zu Svogthos gebracht, gezeigt das alles in Ordnung ist und Coras hätte sich sicherlich wieder beruhigt. Doch so konnte nichtmal sie selbst sagen wie es Svogthos wirklich ging. Geschweige denn ob er noch lebte.

Feste drückte Hana Coras an sich und rieb ihm sachte mit der Hand über den Rücken, während er sein Gesicht gegen ihre Brust drückte.
„Es ist alles in Ordnung, Papa geht es gut.“, wiederholte sie immer wieder möglichst ruhig.
„Mein Licht, soll ich dir was zeigen ?“, lächelte Hana Coras sachte an und auch wenn er skeptisch schien nickte er ganz langsam.
So nahm Hana Coras auf den Arm und deckte ihn provisorisch mit einen ihrer Mäntel zu ehe sie mit ihm nach draußen in die Dunkle Nacht auf den Kathedralenplatz ging.
Ein leichter Windzug zog über den Platz und erneut richtete Hana den Umhang ehe sie mit dem noch leise wimmernden Coras auf dem Arm in den Himmel blickte.

„Da, mein Licht. Siehst du den Hellen Stern dort oben ?“, Hana deutete mit der freien Hand in den Himmel auf den hellsten der leuchtenden Sterne im Nachthimmel und Coras nickte einige male schweigend.
„Und du siehst ihn auch wirklich ganz genau ?“, fragte Hana leicht spaßend nach und erneut nickte Coras eifrig. „Zeig ihn mir !“, sprach Hana dann und Coras zeigte motiviert zumindest annähernd in die Richtung des Sterns.
„Weisst du. Wo auch immer Papa grade ist. Er sieht genau den selben Stern.“, flüsterte Hana leicht und Coras blickte leicht ungläubig zu Hana. „Wirklich, Mama ?“, fragte er nach und blickte noch immer Hana an.
„Natürlich. Genau jetzt grade guckt er sich den selben Stern an, denkt an uns und wird hierhin zurück kommen. Wenn du Papa also mal vermisst, dann such nur nach dem Stern und du wirst ihn da fühlen.“, lächelte Hana leicht und tippte mit dem Zeigefinger auf die Linke Brusthälfte von Coras.
Ihr war klar, dass Coras sicherlich nicht alles verstand was sie dort erzählte, doch immerhin beruhigte er sich und konnte nach ihrem kleinen Ausflug wieder einschlafen.
Und sie selbst konnte sich schließlich auch mit ihren eigenen Worten helfen.

„Du wirst zurück kommen. Du hast es mir versprochen.“
Mit einem leichten Knacken schloss sie das Medaillon in ihrer Hand und legte es auf den Nachttisch, ehe auch sie schließlich ins Bett ging.
20/8/18
Faulheitsregeln #2: Wenn etwas unter dein Bett fällt, ist es weg. Für IMMER!

Nuff wirsh wirsh meine Freunde!

Wenn Dummheit leuchten würde, wäre die Glühbirnenindustrie schon längst pleite gegangen.

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