Die Grenzwacht - Burgleben

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Shephard
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Shephard » Do 7. Feb 2019, 14:38

Àrynà hat geschrieben:Es war fast Mitternacht als es anfing in der halben Burg nach Gebäck zu duften. Und nach Äpfeln. Und Zimt.
Der Duft zog sich von der Küche bis hoch zu den Zinnen und am Morgen dann musste ein gewisser Baron aufpassen um nicht morgens in einen Teller zu treten der vor seiner Tür stand.
Die Reste der Duftbombe fanden sich aber zum Frühstück erreichbar für alle am großen Tisch im Saal. Apfelstrudel. Vermutlich waren nicht alle Geschwister schnell genug um sich ein Stück zu ergattern aber wer wusste schon so genau ob es nicht bald wieder etwas zu ergattern gab? Etwas in dem weniger Rosinen steckten.
Arianne hat geschrieben:Es ist wieder soweit, das Küken schwebt mit seligem Lächeln durch die Hallen. Man sieht sie Bücher wälzen, lesen, ein wenig schreiben, aber auch sehr viel meditieren.
Kleine Schalen mit süßlichem Räucherwerk stellt sie auf, Tee brüht sie auf. Ein wenig in Gedanken wirkt sie schon, aber diesmal nicht verschlossen - jeder wird überschwänglich begrüßt und muss sich ihrer guten Laune aussetzen.

Obwohl ständig beschäftigt oder in Planung versunken ist, scheint sie keinen Stress dabei zu empfinden, sondern sich auf jede weitere Aufgabe zu freuen und die Anspannung von vorher ist wie fortgewischt.
Àrynà hat geschrieben:Kurz vor Mitternacht klirrte es vernehmlich in der Küche. Ein saftiger Fluch folgte. Minuten später stiefelte Aryna mit einem Becher Tee in den Händen und ihrem ergatterten Wollmantel um die Schultern wieder nach draussen. Button sah sie schief an, Knopf hatte keine Zeit dafür denn er zupfte gerade seinen Wappenrock zurecht. Ary war es egal. Sie wanderte erst gen Weststrom, starrte dort eine Weile ins Wasser, zählte bis Zwanzig und wandte sich dann ab als kein Fisch in der vorgegebenen Zeit Kunststückchen gezeigt hatte. Schlecht erzogene Fische hatten sie hier.

Nächster Halt war die Brücke zu Westfall. Drüben sah´s genauso düster aus wie auf der eigenen Seite also zog sie weiter. Etwas in den Wald hinein. Doch nur so weit dass sie mit einem lauten Ruf noch in der Motte gehört werden konnte. An einen Baum gelehnt leerte sie den Becher, steckte ihn in einen Beutel und holte eine Birne hervor. Diese Beutel waren wahre Fundgruben. Vermutlich würde sich auch niemand drüber wundern sollte sie jemals einen Grubenlord samt Gefolge heraus ziehen. Wegen dem Gedanken musste sie lachen.

Während sie noch die Birne verspeiste erreichte sie die kleine Brücke an der Straße in Richtung Goldhain. Hier schickte sie einen Kieselstein in die gar nicht unendlichen Tiefen des Baches ehe sie etwas bachaufwärts wanderte. Natürlich passte sie auf damit Tuuli keinen Grund zu Gemecker hatte. Aus diesem Grund warf sie die Überreste der Birne auch in den Bach.

Die Wanderung schloss sie mit einer Runde um die Burg. Eine erfolglose Nacht. Der Gedanke dass dies sicher nicht die letzte wanderungsreiche Nacht gewesen war lies sie wieder seufzen. Im Schlafsaal angekommen entkleidete sie sich, drapierte die Rüstung ordentlich und hängte den Waffengurt neben sich ans Bett. Der Dolch aus dem Stiefel durfte heute unterm Kissen schlafen.
Katherina Rodenwald hat geschrieben:Wer an diesem Morgen der Messe gefolgt war, hatte sich sicherliche gewundert, denn die vorstehende Priesteradeptin hatte eine in allen Farben schillernde Nase, die dazu noch merklich geschwollen war und ihrem Gesicht eine interessante Form gab. Doch tapfer, trotz der erkennbaren Schmerzen, hielt sie die Messe und lud am Ende auch noch alle zur Abendpredigt auf dem Kathedralenplatz ein.
Danach sah man Katherina, die sich nach Weststorm begeben hatte, mit einem Eisbeutel auf der Nase durch die Ordensburg wandern. Dabei ging sich trotz allem ihren Aufgaben nach und übersah auch geflissendlich die Gesichter der Geschwister. Auf die Frage, woher dieses "Verunstaltung" stammte, kam meist nur ein "Vom Training". Doch einige Wenige erhielten wohl die Aussage, dass Vergilian Blake daran schuld sei, doch die Adeptin dieser keine Schuld gab, da sie selbst nicht aufgepasst hatte.

Gegen Nachmittag sah man Katherina dann plötzlich gen ihrer Kammer verschwinden und sie ward lange Zeit an diesem Tag nicht mehr gesehen.
Salida hat geschrieben:Verdammt!
Das war kein guiter Tag. Zuviel neues auf einmal zuviel schlechte Neuigkeiten noch dazu. Da kam nichtsahnend nach Sturmwind und wird auch gleich mitsamt allen anwesenden Ordensmitgliedern in den Palast zitiert.
Sogar einen persönlichen Pasierschein hatte sie bekommen. VERDAMMT! Es war kein gutes Zeichen. Und warum VERDAMMT nochmal kannte ein general ihren Namen? Sowas sollte es nciht geben. Kein General sollteein so kleines
Rädchen im Getriebe kennen. Es reicht doch wenn sie Offiziere und Paladine kennt. Ja Paladine gehen ncoh in Ordnung, egal in welchem Rang. Aber doch keine Ordensbewahrerin.
Und VERDAMMT noch eins wie kam es auf einmal das die Kleine adlig ist? Nix mitbekommen. Naja, nicht ganz so schlimm im Orden ist es eh gleich, aber trotzdem VERDAMMT!

Und wo VERDAMMT noch eins war ihr Tornister? Packen mußte sie ja nun mal wieder. Nur sagen durfte sie ncihts. Und warum? Wegen der VERDAMMTEN Geheimhaltung. Button und Knopf von der Ersten haben
schon komisch geschaut. Nur eine frage der Zeit bis sie Fragen stellen auf die Salida keine Antwort geben darf. Na soll sich der Chevalier mit außeinandersetzen.

Und VERDAMMT noch eins warum ist in letzter Zeit alles so klein geschrieben? Ja klar. Salida wußte schon woran das lag. Ein altes leiden ihrer Familie das tüchtig weiter vererbt wurde. Ihr Großmutter hatte das

VERDAMMTE Leiden ja auch. Mit 40 war sie praktisch Blind. Bei ihrem Vater hat es ein wenig länger gedauert. Zumindest bis zum Abschied als sich Salida dem Kreuzzug anschloß konnte er fast ncoh ohne Probleme sehen.
Nun fing es bei ihr an. Nur eine Frage der ZEit bis ich so blind wie Bateran bin. Dann ists vorbei mit dem VERDAMMTEN guten Leben. Zur Last würde sie allen fallen. Nur eine Frage der VERDAMMTEN Zeit bis es den ersten
auffallen wird. Na, vielleicht ist es ja auf diesem Kriegszug zu Ende. Wäre vielleicht das bessere Ende als Blind durch Weststrom tappen zumüssen und allen zur Last zu fallen.

VERDAMMT! Andere hatten es eher hinter sich gebracht. Soviele Gelegenheiten waren da gewesen es anständig zu Ende zu bringen. In Lordaeron, im Kloster, auf Draenor unter Lightshield, auf Argus. Und beliebig
viele kleine Scharmützel hier und dort aber sie hatte ja immer so VERDAMMT viel Glück bei den Schlachten und Verwundungen gehabt.
Krachend fliegt der voll gepackte und mit allem möglichem nützlichen Zeug
angezurrten in die Ecke. Salida wirft sich aufs Bett, Kopf ins Kissen gedrückt. Vielleicht wird es ja nciht so schlimm. Vielleicht bleibt es ja so. Seufzend richtet sie sich auf und macht sich daran die Rüstung auszubessern
und zu polieren. VERDAMMTES trübes Licht. Man sieht kaum die Löcher wo die NIeten rein müssen. Denkt sie sich noch, bleibt aber vberbissen bei der Arbeit.
Katherina Rodenwald hat geschrieben:Seit zwei Tagen schlich Katherina durch die Ordensburg. Mal blieb sie bei einem Gespräch stehen und hörte einge Momente zu, doch zumeist ging sie an den Gesprächsgruppen vorbei. Sie hing offensichtlich ihren eigenen Gedanken nach.

Heute morgen stand sie oben auf den Zinnen und blickte gen des Gebirges, das Sturmwind vor den Blicken Weststorms verbarg. Dieser Ort hatte für sie eine besondere Bedeutung.
Vor vier Jahren hatte sie hier ein Versprechen bekommen und nun, da sie wieder hier, genau am selben Ort stand, kam ihr das so ewig lange her vor. VIel war in der Zeit passiert, doch das Versprechen, es war vergessen. So zumindest kam es ihr vor. Ebenso war vergessen, was sie auf Argus erlebt hatte. Nicht wirklich natürlich vergessen, doch die Adeptin merkte, dass sie immer stiller wurde. Sie fand seit einigen Wochen keinen Weg Platz mehr hier.

Langsam ging sie die Stufen hinunter und führe ihre Schritte in die Burgkapelle. Vor dem Altar dort kniete sie und betete leise. Dabei nahm sie die eiseren Kette hervor, die sie vor kaum ein Jahr nach ihrer Aufnahme in den Orden bekommen hatte.
Sie konnte sich sehr genau an den Tag erinnern, auch an die Begebenheit, wie sie sie gefunden hatten. Doch auch das war lange her, in weiter Ferne. Ebenso rückten ihre Ziele in weite ferne, nicht deshalb, weil sie ihr unwichtig wurden, sondern weil sie selbst langsam den Glauben an diese verlor.
Die junge Adeptin stand auf und legte die Kette auf den Altar. Sie legte sie so, dass man sie nicht gleich sehen kommte, und sie lächelte ein wenig. Sie wusste, sie tat das nicht, weil ihr diese Gabe nichts bedeutete, sondern genau, weil sie das tat. Sie hatte nicht den Glauben verloren, oder der Vertrauen in den Orden. Sondern sie hatte einfach keine Blick mehr, auf das, wofür diese Kette stand, in ihren Augen...für ein Versprechen.
Sie würde nicht den Orden verlassen oder ihre Geschwister im Stich. Doch sie wusste, sie musste wieder einen Weg zu sich finden und zu ihrer Familie.

Die Stimme in ihrem Kopf meldete sich wieder, sah wohl ihre Möglichkeit, doch Katherina verbannte sie.
"Ich werde den Weg finden, und dann hol ich dich wieder!*, meinte sie leise und strich mit den Fingerspitzen darüber. Dann wendet sie sich ab und begab sich in die Kräuterküche, um dort noch einige Tränke zu vollenden, die sie am Tag vorher begonnen hatte.
Àrynà hat geschrieben:Seit einigen Tagen hörte man hinter der Burg wieder leise Klopf- und Schleifgeräusche. Irgendwas war da wieder im Gange. Seit gestern Abend fand man in der halben Burg verteilt auch wieder kleine Holzspäne und in einem abgelegenen Winkel der Aussenanlage eine Lederplane die etwas verdeckte. Nichts allzu großes aber doch nicht klein. Was das wohl wieder werden würde?
Sonita hat geschrieben:Sonita sieht die Spur von Holzspähnen welche sich durch die Burg zieht und schaut mal rechts und links ob wer schaut. Da sie niemanden sieht, verzaubert sie einen Besen und läßt diesen durch die Burg wedeln.
Da sie gleichzeitig aber einen großen Vorrat von Erdbeeren geholt hat, hat sie nur ab und zu ein Auge auf den Besen. Na wird schon nichts passieren denkt sie sich und beginnt Sahne zu Schlagen. So bekommt jedes Ordensmitglied
Welches sich momentan in der Burg aufhält ein Schälchen mit frischen Erdbeeren und frischer Sahne aufgetischt bei den nächsten Mahlzeiten.
Shephard hat geschrieben:ER stand an seinem Schreibtisch, riss einen Zettel in kleine Schnipsel und warf diese in die Feuerstelle des Zimmers.

DER ANDERE lehnte mit verschränkten Armen im Türrahmen und schaute ihm regungslos zu.

"Sicher, dass du das tun willst?" DER ANDERE tippte mit dem Zeigefinger gegen den Oberarm.

ER nahm eine würfelförmige Holzkiste von seinem Schreibtisch und klemmte sie unter den Arm.

"Ja", entgegnete ER ohne zum ANDEREN zu schauen.

DER ANDERE zuckte kurz mit den Schultern als Zeichen der Registrierung dieser Entscheidung. "Ich geb dir zwölf Stunden. Dann übernehme ich."

ER hielt in seinem Tun inne und blickte mit gerunzelter Stirn zum ANDEREN. "Ernsthaft?"

Das Gesicht DES ANDEREN zuckte kurz, offenbar ein Versuch eines Lächelns. "Vierundzwanzig Stunden gäbe es für hervorragende Kondition und Kampfvermögen. Dafür bist du zu alt und zu träge. Lässt dich von Ordensdienern vom Balken stoßen. Also zwölf. Höchstens."

ER schnaubte protestierend, doch statt in eine Diskussion zu verfallen schob er sich mit der Kiste unterm Arm am ANDEREN vorbei. "Sechzehn. Danach ist das Zimmer dein."

DER ANDERE nickte knapp, stieß sich vom Türrahmen und ging zu seinem eigenen Quartier.

--

DER ANDERE stand zwischen den Zinnen des obersten Wehrgangs der Burg Weststrom und blickte in Richtung Westfall. Es waren inzwischen mehrere Stunden vergangen, seit DER ANDERE schweigend zugsehen hatte, wie ER zu den Ställen gegangen und auf seinem Schlachtross gen Westen geritten war, in einigem Abstand von einem Schatten im Unterholz begleitet. Die Sonne war inzwischen längst untergegangen und die großen Fackeln, die die Straße beleuchteten, flackerten zwischen den Bäumen. Kein Anzeichen für eine Rückkehr, keine Nachricht, nichts. Unbewegt verharrte DER ANDERE, als die Glocken der Burg zum Schichtwechsel der Wachen riefen.

Irgendwann, als sich gerade ein erster dunkelblauer Streifen am Horizont bemerkbar machte, bewegten sich mehrere Schatten die Straße entlang auf die Burg zu. DER ANDERE verengte die Augen und wartete, bis der Fackelschein klare Umrisse erkennen ließ. Mit einem registrierenden Nicken wandte DER ANDERE sich um und verließ den Wehrgang um den Rückkehrern jede Verzögerung durch übereifrige Gardisten am Tor zu ersparen. Schweigend und mit dumpfen Schritten eilten kurz darauf zwei ausnahmsweise schweigende Gardisten der 1. Lanze mit einer Trage in Richtung Krankenquartiere, auf der eine weitere Person lag. DER ANDERE verblieb am Tor und unterhielt sich kurz leise mit einer blonden hochgewachsenen Ordensschwester, deren Wappenrock und Rüstung mit Schmutz und dunklen Flecken übersäht war. Sie gestikulierte kurz und deutete nach oben. DER ANDERE nickte kurz, dann huschte die Ordensschwester davon ins dunkle Treppenhaus. Schweigend verließ DER ANDERE die Burg um ein gerüstetes weißes Pferd in die richtige Box der Ställe zu bringen und zu versorgen.
Salida hat geschrieben:Nach dem Treffen des Klingenwalls welches für ihre Begriffe ein wenig Frostig verlief, machte sich Salida wieder auf den Weg zur Garnision. Eskrine hatte da
so Andeutungen gemacht die sie zum einen besorgt zum anderen äußerst neugierig gemacht haben. Also ging sie wie zufällig durch die Garnision und kam
am Quartier vom Marschall vorbei. Keine Wachen und nichts, aber stimmengemurmel im innern. Sie presste den Kopf an die Tür und lauschte
angestrengt. So konnte sie einiges hören und scih noch mehr zusammen reimen von den Geschichten welche Angus schon erzählte. Nach einiger Zeit
dann löst sie sich von der Tür. Genug gelauscht. Und wer weiß wann die Wachen wieder kommen. Besser ein wenig Wissen und nicht erwischt werden
als zuviel in Erfahrung bringen und ertappt werden. Dem alten sturen Kerl würde sie aber shcn nochmal die Meinung sagen wenn sie unter sich waren.
Anscheinend war es ja ein Alleingang, der wirklcih unnötig gewesen ist. Auf Blumen schicken um ihn zu ärgern verzichtet sie aber. Das würde wohl nur
ungewollte Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Àrynà hat geschrieben:Der Morgen begann relativ ruhig, nur die üblichen Dinge wie müde Zeloten, verursachten den täglichen, kurzweiligen Trubel. Lange sollte es aber nicht so ruhig bleiben.
Am späteren Vormittag vernahmen aufmerksame Öhrchen ein Hämmern und Sägen von hinter der Burg. Irgendwas war da schon wieder im Gange.
Gegen Mittag verstummten die Geräusche und setzten nach dem Mittagessen wieder ein. Der altbekannte Trott eben. Vermutlich wird sich schon niemand mehr darüber wundern.
Kurz vorm dritten Glockenschlag nach Mittag aber verstummt der Lärm abermals, begleitet von einer saftigen Schimpftirade die man vermutlich noch bis nach Goldhain hören sollte. Danach herrschte wieder Stille.
Salida hat geschrieben:Tagelang sah man Salida mit Papier und Griffeln am schreiben. Ein echt ungewohntes
Bild und sie strengte sich gar an mit krackeliger Schrift einen
Bericht zu schreiben der wohl länger war als das gewohnte "nichts passiert
auf der Wache". Sie brach immer wieder die Spitze des Griffels ab weil sie zu
fest drauf drückte und manch ein Griffel zerbrach auch gänzlich. aber mit der
Hilfe von Aryna schaffte sie es nach und nach und das Schriftbild verbesserte
sich gegen Ende auch ein wenig. Übung macht den meister könnte man sagen.
So konnte sie nach einigen Tagen nach dem Treffen des Klingenwalls einen
Bericht auf den Schreibtisch des Marschalls legen und ein paar übriggebliebene Griffel.
Shephard hat geschrieben:Noch am späten Abend kam einer der Zeloten der 1. Lanze zu Salida. Er wirkte trotz seiner Größe erstaunlich dürr und nervös (vermutlich weil er einfach erstaunlich dürr und nervös war) und überreichte ihr mit einem gestammelten "V-v-von Che-Che-Chev-Chevalier Ba-Ba-Bartlett" ein kleines Päckchen, das in feinem Pergament eingewickelt und mit einer scharlachroten Schnur umwickelt worden war, verschlossen mit einem Kleks Siegelwachs ohne Siegel.

Der Inhalt des Päckchens besteht aus zwei Dingen. Ding 1: einem Griffelhalter aus massivem polierten Eisen, der an einem Ende offen war, damit man einen Griffel einsetzen konnte und diesen mittels eines Rings festklemmen konnte.
Ding 2 war ein Kärtchen, mit einer liebevollen Grußbotschaft: "Hör auf Eigentum des Ordens zu zerstören. Nutz Hilfsmittel."
Tuuli hat geschrieben:Tuuli stand vor einem Handkarren. Die Finger nachdenklich am Kinn und die Stirn in Falten gelegt, schlich sie um das Ding herum, guckte darunter, hinein, nahm mit einem Auge Maß und schüttelte den Kopf. Die Deichsel war für normale, mittelmäßige Südmenschen bemessen und definitiv zu kurz für ordentlich gewachsene Exemplare. An zwei Seiten das Wappen Cathalans.

Mit boshaftem Grinsen hatte man ihr das Ding vor die Füße gestellt und ein empörtes "das geht doch nur auf der Straße" hatte es nicht verschwinden lassen.
"Damit wird es gemacht", hatte man gesagt.
"Damit und mit nichts anderem. Genau das, das war schon immer so, so muß es sein und du wirst nichts anderes nehmen", so war es erklärt worden.
Na, mit ein wenig Geschick, ließ sich "genau das" sicher in etwas Brauchbares umschustern.

Nach einigen Momenten verwirrt herumliegender Einzelteile, paßte der Handkarren auf den Rücken. Er hatte einen Deckel bekommen und seine Räder verloren. Diese lehnten als lustiges Hockerset an der Mauer und wurden nicht mehr beachtet.
Zufrieden mit sich und der Tatsache die Tradition nur ein klein wenig gebrochen zu haben, stapfte Tuuli los nach Sturmwind und die Protokollkröte kehrte zurück in die Burg, wobei sie an den Hockern vorbei kam und beschloß diese als neue Heimat zu requirieren.
Cathalan hat geschrieben:Man hat seitens der Obrigkeit, insbesondere des Lord Chevalíers schon seit einiger Zeit gehört das die Reperatur des Schiffs ein teurer Spaß für die Ordenskasse wird. Auch hört man das der Lord versucht an anderen Stellen Geld aufzutreiben um die Ausrüstung des Schiffes zu finanzieren.

Eines Tages findet man dann eine Schließkassette mit Münzeinwurf im großen Saal der Burg....
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Shephard » Do 7. Feb 2019, 14:40

Tuuli hat geschrieben:Mit einer klappernden Holzkiste - Marke: Ex-Handkarren - auf dem Rücken, kam Tuuli zur Burg zurück. Sie stolperte über die Spendenbox, als sie zielstrebig den Weg nach oben antreten wollte und stutzte.

Schließlich setzte sie ihre Last grinsend ab und begann den Inhalt Stück um Stück durch den Münzschlitz zu werfen.

1...2...3..................273..274........................... 500
Shephard hat geschrieben:Es war schon weit nach dem Frühstück. Während sich alles dem alltäglichen Ablauf widmete saß ER an seinem Arbeitstisch und grübelte. Auf dem Tisch lag eine aufgeklappte Umhängetasche, daneben eine kleine Geldbörse. Ordentlich, wie es sich gehörte, zählte ER den Inhalt der Börse und nickte, aber ER hätte auch nichts anderes von Sir Steinschlag erwartet.

Mit einem Rumms flog die Tür auf, ein großer schwarzer Schatten betrat den Raum und die Tür flog mit einem Rumms wieder zu.

"Immer noch am Ausmisten?", fragte DER ANDERE.

ER nickte und fuhr mit der Hand kurz über die Oberfläche des Dolchs, den ER am Abend noch mit einer Gravur für die neue Besitzerin versehen würde.

"Rächt sich, dass du nie sonderlich vielen Tand hattest, hm?" DER ANDERE stand ungerührt da. Vielleicht vibrierte die Tür hinter ihm noch im Rahmen, aber das war nicht genau zu sehen.

Langsam hob ER den Kopf und musterte DEN ANDEREN.

"Was willst du damit sagen?"

DER ANDERE verzog noch immer keine Miene sondern starrte ihn ungerührt weiter an. "Nichts. Ihr hatte ja nichts da oben. Und selbst das musstet ihr teilen." Die Schultern zuckten kurz. Offenbar meinte er das genauso wie er es sagte, ohne humoristischem Unterton welcher Art auch immer.

ER legte den Kopf schief und faltete die Hände auf dem Tisch. "Und dennoch ist es mehr als du beisteuerst."

Als wäre dies sein Stichwort gewesen löste sich DER ANDERE aus seiner Starre und war mit 2 Schritten am Schreibtisch, auf den er ein Glas stellte, in dem in einer Flüssigkeit ein halber Finger schwamm, der seinem Zustand nach noch nicht zu lange darin war, denn die Flüssigkeit färbte sich noch rot. Die Frage hing zum Greifen im Raum, aber ER sah sich dennoch gezwungen sie zu stellen.

"Was beim Licht."

Es war eine Frage, definitiv. Auch wenn der Tonfall klar machte, dass ER eigentlich gar nicht die Antwort wissen wollte und eigentlich auch gar nicht von der Existenz dieses Glases wissen wollte. Die Mimik DES ANDEREN machte klar, dass die Antwort total offensichtlich war.

"Relikt eines Heiligen."

Für einen Moment herrschte Totenstille im Raum. Nur die Bäume rauschten vor dem offenen Fenster und eine Grille zirpte auf dem Fensterbrett. Die Stille wurde jedoch jäh unterbrochen als laute Rufe vom Übungsplatz herdrangen, die deutlich auf der Suche nach etwas Verlorenem waren und die Aufmerksamkeit von Apothecari verlangten.

ER runzelte zweifelnd die Stirn. "Wer?"

DER ANDERE blieb weiter ungerührt. "Bowell."

"Der Bewahrer aus deiner Lanze, der Paladin werden will? Der ist noch nicht mal Novize bei der Roten Flamme."

DER ANDERE nickte. "Korrekt. Wird er aber. Und in zwanzig, dreißig, vierzig Jahren, wer weiß, ist das viel wert. Man muss bei sowas vorausschauend handeln und Gelegenheiten nutzen, wenn sie sich bieten."

Mit einem Laut aus Unglauben und Empörung packte ER das Glas, ging zum Fenster und rief nur eine kurze Warnung nach unten, ehe sich Glas samt Inhalt auf den Weg machten.

"Hm", kommentierte DER ANDERE die Reaktion, dann wandte er sich um gen Tür. "Also keine vergoldete Gallionsfigur mit dauerhaft brennenden Fackeln auf den Schultern. Schade."
Cathalan hat geschrieben:Im Saal der Burg liegt nun ein Prospekt eines Zulieferers für Schiffsausrüstung, es läd quasi zum Stöbern und Diskutieren darüber ein, was nötig ist und was nicht...

Segel
Segel mit Ordenswappen 100
Segel mit Wappen der Lanze 100
Segel mit Ordenswappen und Lanzenwappen 200

Bewaffnung
1xKarronade Je 30 Münzen
1xKanonen Je 90 Münzen
1xMörser (max.1) 120 Münzen

Unterkünfte
Kojen 30 Münzen
Betten 60 Münzen


Küche
Ofen 80 Münzen

Pumpsystem
Handpumpe 150 Münzen


Medizinstation
Praxis 200 Münzen
Krankenstation (Hospital Niveau) 400 Münzen


Rumpfstärke
Mit Elwynn Eiche verstärkt 250 Münzen
Mithrilpanzer 350 Münzen

Munition
Standartkugeln 40
gnomische Brandgeschosse 80 Münzen
Kettengeschosse 45 Münzen
zwergische Kartätschen 35 Münzen
Geweihte Geschosse 30 Münzen

Pulver
raues Sprengpulver 20 Münzen
schweres Sprengpulver 30 Münzen
dichtes Sprengpulver 40 Münzen

Lebensmittellager
Konserven 40 Münzen
Verstärkt gegen Ungeziefer 50 Münzen
Süßwassertank 80 Münzen

Bug
Rammsporn 130 Münzen
Mithrilsporn 200 Münzen


Galionsfigur
Krullgalion 80 Münzen
Sturmwinder Löwe 90 Münzen
Ordenswappen 100 Münzen
Personifikation des Ordens 120 Münzen
Oberste Klerikerin 140 Münzen


Reling
Sturmbrücken 60 Münzen
zwergische Puckle Gewehre 120 Münzen

Glaube
Schrein 60 Münzen
Reliquiar 120 Münzen
Kapelle 180 Münzen
Inneke hat geschrieben:Inneke hing kopfüber in einer Schublade des Aktenschrankes und wühlte darin herum. Sie griff nach einer Laterne, ohne den Kopf aus dem Papierkram zu ziehen und zog diese mit in die Schublade hinein. Ein Fuß tippte nachdenklich, wie der Schwanz einer Katze an die Nachbarschublade, während es im Schrank ruhig wurde und leise raschelte.

Nach einer Weile tauchten Laterne und Ordensschwester wieder auf.
"Du hattest vollkommen Recht, 327. Und sie haben nichts gesagt. Das macht mich verdammt stolz."
- "Ribbit!"


Derweil vor der Burg....

Tuuli warf den letzten abgesägten Baumstamm auf einen Stapel. Es war ein recht großer Stapel alter, abgelagerter, auf eine Länge gesägter Stämme und auf Augenhöhe war ein Zettel mit Arynas Namen angepinnt.
"Wir brauchen eine Galionsfigur. Es ist ein langer Weg, wetz deine Messer."
Àrynà hat geschrieben:Der Stapel Holz wurde wohl entdeckt. Daneben, auf einem Tuch, liegen jetzt nämlich verschiedene Messer und andere kleinerer Werkzeuge.
Auf dem Zettel dafür wurde eine "Antwort" hinzugefügt:

"Bei der aktuellen Entscheidungsfreudigkeit wird es ein eher ein sehr kurzer Weg."


Offenbar ist alles bereit und es wird nur noch die Entscheidung erwartet welche Figur die Brigg nun zieren soll.
Àrynà hat geschrieben:Seit der letzten Nacht dringen immer wieder schabende Geräusche in empfindliche Ohren. Sie stammen von draussen, vom Holzstapel. Die Arbeit an der Gallionsfigur wurde wohl aufgenommen. Mit Tagesanbruch verändern sich die Geräusche und nun durchdringt auch manchmal sägen und hämmern die morgendliche Ruhe. So geht das den ganzen Tag, ohne Unterbrechung. Nur zu den Messen herrscht Stille, der Verursacher besucht nämlich die Messen, wenn schon nicht die gemeinsamen Mahlzeiten.


Unterdessen hat sich ein weiteres Säckchen in der Spendenkasette breit gemacht. Gefüllt ist es mir wahrhaftigen 15 Goldmünzen.
Shephard hat geschrieben:Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck ging Angus zur großen Spendebox und warf einen Geldbeutel ein. Dem Gewicht und Klang nach waren das mal eben 10 Goldstücke. Und weitere 40 Münzen folgten mit einem weiteren Beutelchen.
Katherina Rodenwald hat geschrieben:Katherina ritt von Sturmwind aus nach Weststorm. Zwei
Wachen des Ordens begleiten sie. Nicht dass die junge
Adeptin den Weg nicht allein fand, aber es gab immer mal
welche, die dem Orden oder dem Klerus allgemein nicht
wohlgesonnen waren.
Unweit von Goldhain sah sie in der frühen Abendsonne
ein Aufblitzen. Nicht nur das allein, sondern auch der
Schrei eines verletzten Tieres ließ sie ihr Pferd anhalten.
Die Wachen verstanden ihren Wink sofort, als sie eine
Bewegung im Wald wahrnahmen und der Person nachjagten.

Die Person war flink und es dauerte einen Moment, bis
die junge Frau ihr Ziel fixiert hatte. Ein Lichtblitz stopte
dessen Flucht. Die Wachen griffen sich den Mann, seine
Waffen - Ein Bogen mit Pfeilen und ein Messer - wurde
ihm abgenommen und er gefesselt.
Als er wieder zu sich kam, lag er an einen Baum gelehnt.

Das Licht mit euch, mein Herr. Sagt, ist es euch erlaubt
in diesen Wäldern zu jagen? Ich denke nicht! Ihr wisst
was auf Wilderei als Strafe steht oder?


Der Mann mittleren Alters sah sie entsetzt an, als eine der
Wachen der Priesterin etwas zuflüsterte.

So, was höre ich da, ihr seid bekannt? Also Widerholungs-
täter. Das ist nicht gut. Ich denke, dann bleibt uns nichts
als....


Der Wilderer fiel ihr ins Wort

Wartet, ich...In meinem Lager sind viele Felle, die ihr teuer
verkaufen könnt. Der Orden kann es sicher brauchen. Lasst
mir mein Leben. Ich schwöre euch, ich wildere nie wieder.


Katherina sah die Todesangst in den Augen des Mannes, aber sie
sah auch, dass er nicht wirklich gänzlich ernst meinte, was er
sagte. Den Wachen war er bekannt.

Führt uns zu eurem Lager, ich sehe mir die Felle an und
entscheide dann


Die Wache hob den Mann auf die Beine und zu zweit folgten sie
dem Mann, die andere Wache blieb bei den Pferden.
Einige Minuten mussten sie gehen und kamen an eine kleine
Höhle in der ein Berg mit etwa 15 Fellen lag und eine kleine
Kiste, dazu eine Feuerstelle und ein Schlafplatz.
Die Wache nahm die dortigen Waffen an sich, während Kath
die Fele begutachtete.
Dann betrachtete sie sich noch den Inhalt der kleine Kiste. In
dieser fand sie, neben einigen Kleidern und Speck und Zwiebeln,
einen Beutel mit Münzen, den sie an sich nahm.


Gut, du kannst gehen, du wirst gehen und zwar aus dem Lehen
Weststorm. Wenn ich dich nochmal hier finde, dann trifft dich
die Strafe für Wilderer. Die Felle und die Münzen behalte ich


Die Adeptin gab der Wache ein Zeichen woraufhin diese die Fesseln
löste und den Wilderer laufen lies. Man sah der Wache an, dass sie
damit nicht gözlich einverstanden war.

Die Felle und die Münzen helfen dem Orden erstmal und sollte er
wieder hier auftauchen, so wird er seine Strafe bekommen. Und ich
denke, er lässt sein Spiel nicht sein


Die Wache nickte leicht und folgte zu den Pferden zurück. Der Weg führte
sie dann, samt der Felle und des Geldbeutels in die Ordensburg.

Auf dem Tisch des Chevaliers, der Ehrwürdigem Mutter und dem Marschall
fand sich am späten Abend ein Bericht des Vorfalls, vor dem Lager
der Burg ein Haufen Felle mit entsprechendem Hinweis, sie zu verkaufen
und in der Kiste für das Schiff im Saal ein Beute mit den Münzen und
dem Vermerkt, woher sie stammen und wer sie hinterlegt hat.
Cathalan hat geschrieben:Am frühen Morgen bringt der Bote ein neues Schreiben des Schiffs-Ausstatters, dem Schreiben beigefügt ist ein aktualisierter Katalog der angebotenen Waren mit neuen Preisen. In dem Schreiben wird auf die Preiserhöhung eingegangen, als Grund dafür wird die Kurzfristigkeit der Umsetzung angeführt.



Segel
Segel mit Ordenswappen 150
Segel mit Wappen der Lanze 200
Segel mit Ordenswappen und Lanzenwappen 300

Bewaffnung
1xKarronade Je 100 Münzen
1xKanonen Je 150 Münzen
1xMörser (max.1) 240 Münzen

Unterkünfte
Kojen 90 Münzen
Betten 120 Münzen


Küche
Ofen 160 Münzen

Pumpsystem
Handpumpe 200 Münzen


Medizinstation
Praxis 300 Münzen
Krankenstation (Hospital Niveau) 500 Münzen


Rumpfstärke
Mit Elwynn Eiche verstärkt 350 Münzen
Mithrilpanzer 450 Münzen

Munition
Standartkugeln 80
gnomische Brandgeschosse 100 Münzen
Kettengeschosse 85 Münzen
zwergische Kartätschen 65 Münzen
Geweihte Geschosse 60 Münzen

Pulver
raues Sprengpulver 40 Münzen
schweres Sprengpulver 60 Münzen
dichtes Sprengpulver 80 Münzen

Lebensmittellager
Konserven 80 Münzen
Verstärkt gegen Ungeziefer 100 Münzen
Süßwassertank 160 Münzen

Bug
Rammsporn 190 Münzen
Mithrilsporn 250 Münzen


Galionsfigur
Krullgalion 110 Münzen
Sturmwinder Löwe 150 Münzen
Ordenswappen 180 Münzen
Personifikation des Ordens 220 Münzen
Oberste Klerikerin 300 Münzen


Reling
Sturmbrücken 90 Münzen
zwergische Puckle Gewehre 190 Münzen

Glaube
Schrein 90 Münzen
Reliquiar 180 Münzen
Kapelle 210 Münzen
Àrynà hat geschrieben:Spät Abends verlässt Aryna samt beladenem Wagen Weststrom in Richtung Sturmwind. Die Ladung ist mit Planen bedeckt doch während der Fahrt klonkt es immer wieder hölzern und auch etwas metallisch.

Einige Zeit später in Sturmwind:

Im Hafen wird fleißig gearbeitet. Vier Personen arbeiten am Schiff des Ordens, besser an dessen Bug, und bringen dort etwas an. Wenn das erledigt ist verschwinden drei Personen nach kurzer Unterhaltung und nur eine Person bleibt zurück. Die jedoch arbeitet fleißig weiter und bearbeitet das eben Angebrachte.
Die ersten Sonnenstrahlen werden die Neuigkeiten am Schiff enthüllen. Der Bug schimmert nun in Rot, Orange, Gelb und sogar Weiß. Flammengleich winden sich die Farben von der Wasseroberfläche nach oben gen Deck. Unterstützt wird dies noch durch die Holzbalken die bearbeitet wurden damit sie aussehen wie Flammen. Das ist also die Galionsfigur...
Àrynà hat geschrieben:Ein Tag wie so ziemlich jeder andere. Nur eine gewisse Person macht sich ziemlich rar. Die gemeinsamen Mahlzeiten werden sehr sehr kurz gehalten, sofort nach den Messen wird das Weite gesucht. Und dazwischen: WEG! Offenbar fressen die Wände Weststroms Ordensdiener.
Besonders einem gewissen Marschall wird aus dem Weg gegangen.
Lawgrim hat geschrieben:Zu später Stunde kommt Landryn auf Flocke heran getrappt. Zu einem nächtlichen Galopp ließ sich die alte Scheckenstute nicht überreden. Landryn führt sie in ihre Box - entlässt sie in ihren wohlverdienten Feierabend.
Für Landryn fängt der Spaß dafür gerade erst an. Eiligen Schrittes verschwindet er zunächst im Männerschlafsaal. Mit Feder, Tinte, Papier, Bürste und einem Eimer Wasser verlässt er das schnarchende Oratorium und eilt weiter Richtung Zinnen.

Er nimmt Position ein, legt sich alles zurecht und entdeckt zwei bekannte Gesichter. Ordensbrüder, welche heute mit ihm die Nachtschicht übernehmen.
Er weiht sie ein und setzt sich an die Innenseite. Die erste Runde würden sie ohne ihn auskommen. Er hat einen Bericht zu schreiben.

Eine Weile lang hört man hastiges Federgekratze. Ein paar Brummer und Tintenklekse später ist der Bericht fertig. Landryn rennt los.

Als er wenig später zurückkehrt ist Wachwechsel. Nun ist er an der Reihe in die Dunkelheit zu starren und Laternen zu schwenken. So nimmt die Nacht ihren Lauf. Die Stunden vergehen bei leisem Geplauder der Waffenbrüder - nur hin und wieder von eifrigem Bürstengeschrubbe unterbrochen. Der Schild muss glänzen!

Als die Morgensonne über der Westküste aufgeht und sich ein erster Lichtstrahl durch Elwynns Baumkronen bahnt, sitzt Landryn gerade an der Innenseite. Sein rechter Arm ruckt mechanisch vor und zurück, zieht seine Hand samt steif gepackter Bürste mit. Sein Blick ist apathisch auf die Dielen des Wehrgangs gerichtet. Bis zu dem Moment als ihn ein Licht blendet. Landryn blinzelt irritiert zur Seite und verlagert seinen Schild. Das Blenden hört auf. Landryn schaut zum Schild. Er sieht sich darin müde lächeln.
Àrynà hat geschrieben:In der selben Nacht, an einer anderen Zinne:

Aryna hat sich ein gutes Plätzchen ergattert. Dort liegen auch Notizblock und Stift. Abwechselnd wird in die Dunkelheit gestarrt und ein paar Worte notiert. Dank der Gewissenhaftigkeit wird aber länger und intensiver gestarrt als notiert.
Unterbrochen wird diese Endlosschleife nur wenn sie, ob eines Rufes, die Ohren spitzt. War das ihr...? Ne, sicher nicht.

---------------------------------------------------

In der selben Nacht, über Weststrom:

Die warme Nachtluft ist voller toller Gerüche und manchmal verirrt sich sogar ein Insekt hier hoch. Grad erst wars eine Libelle gewesen. Die sind immer besonders knusprig und lecker. Das Beste sind aber die Flügel. Hauchzart und zergehen einem richtig auf der Zunge. Mittlerweile war er geschickt genug die Leckerei auch im Flug zu verspeisen. Darauf war er stolz. Bei einer kleinen Runde über den Zinnen glitt der kleine Fledermauskörper etwas tiefer. Da! Da war ja der Zweibeiner in dessen Tasche er mitreisen durfte. Die Windel allerdings... die würde er ihm nie verzeihen. Heute noch wachte er mitten am Tag auf und musste nachsehen ob das Ding des Grauens nicht an seinem Hintern klebte. Sofort drehte er ab und flog wieder in Richtung Fluss. Dort gabs sicher noch Libellen die ihn auf andere Gedanken bringen würden. Und er würde sie alle im Flug vernaschen! Schließlich konnte er das! Er war Klaus!
Klaus
Button hat geschrieben:Und spät am Abend standen wieder zwei bekannte Gestalten vor der Ordensburg in Weststrom Wache. Der eine links, der andere rechts. Zugegeben, es gab Zwillinge, die sich weniger ähnlich sahen, aber Jim Button und Benjamin Knopf waren nicht verwandt im Blute. Jedenfalls nicht dass sie wüssten.

Als der Mond über den Bergen Weststroms aufging und irgendwo dort oben ein einsamer riesiger Wolf sein Mitleid mit der Einsamkeit des Mondes bekundete, seufzte der Linke zu Tode betrübt.

"Und du hast wirklich alles in die Kiste gepackt?"

""Ja."

"Auch das alte Zeug?"

""Ja, auch das."

"Auch die Strickwolleflusen?"

""Ja."

"Und auch das weiße Pulverzeug vom Labor?"

""Ja."

"Und die kaputten Schreibgriffel?"

"Auch die. Sogar die alte Badeschlappe."

Ein betroffenes Seufzen.

"Sogar die Badeschlappe..... Mann, die hat uns echt bei den Eiern."

"Mhm."

""Mhm."

Der Linke seufzte. Der Rechte fiel in das Seufzen mit ein, das mit unerwarteter Harmonie aus der Ferne heulend unterstützt wurde.

"Ah, sogar der findet es Mist."

""Mhm, und das wo er in den Bergen weit weg von van de Flierdt ist."Button grinste plötzlich breit und schaute zu Knopf. "Du ahnst ja gar nicht, was angeblich in den Bergen ist. Das muss ich dir erzählen.... "
Tuuli hat geschrieben:Während ein paar letzte Gestalten im Adamskostüm durch den Garten des Anwesens turnten, zu ihrem Mißfallen Blüten in die Luft warfen und das Leben mit einem tagesabschließenden Tanz feierten, schob Tuuli Zweige beiseite, kletterte den nahen Hang hinan und machte es sich oben bequem. Das bunte Treiben der Gäste wurde an ein Feuer verlagert und man sang naive kleine Lieder, von einer Gitarre begleitet, schunkelnd und scheinbar glücklich berauscht.

Ein Vogel landete in der Baumkrone, etwa auf Höhe der Hangkuppe. Mensch und Tier legten die Köpfe schief, beobachteten das Geschehen unter sich und plusterten sich auf. Der eine schob den Schnabel unter sein Gefieder, der andere legte den Kopf auf die angezogenen Knie. Und während der eine schlummerte, behielt das Haus des Anwesens im Auge.
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Shephard
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Shephard » Do 7. Feb 2019, 14:42

Tuuli hat geschrieben:"Ihr müßt wirklich damit aufhören diese Blumhmm...", Tuuli spuckte Rosenblüten aus, die Sommerfee nach ihr geworfen hatte. Sie starrte das Blumenmädchen an, das noch immer herum hüpfte und voller Lebensfreude die zerstückelten Überreste einst schöner Blumen in die Luft warf.

Nach einigen Minuten Bedenkzeit, marschierte Tuuli auf das blutjunge, geistig verwirrte Ding zu und nahm es in die Arme. Das Werfen hatte ein Ende.
"So", raunte sie dem Mädchen ins Ohr, "und nun lernen wir Pflanzen zu setzen, daß Garten und Haus ein Blumenmeer werden. Und wir rupfen keine Pflanzen mehr aus, reissen ihnen die Köpfe ab oder werden ihre Leichen nach unschuldigen Menschen, hm?"
Das Mädchen nickte, sichtlich eingeschüchtert, aber noch immer mehr Sonnenschein, als der gewöhnliche Durchschnittsmensch.

Der unschuldige Frieden kehrte rasch zurück, als die Anhänger der Freikörperkultur und ehemalige Blütenschmeißer mit den Knien im Gas hockten, um Rankhilfen zu befestigen und Pflanzen zu setzen.
Tuuli hat geschrieben:Als Tuuli an diesem Morgen die Augen aufschlug, brüllten bereits die Vögel und der erste Naturfreund hüpfte durch den Garten der Kinder des Friedens. Sie rieb sich die Augen und stellte fest: Der Himmel war weg - stattdessen eine Wand aus Rosen, sehr schöne noch dazu.

Die Erde, in der sie steckten, war locker und die dornigen Pflanzen in einem weichen Bogen zu einem Dach über ihrem Kopf zusammengeführt.

"Verdammt, lernen die schnell...."
Salida hat geschrieben:Auf dem Weg zur wache schaute Salida gestern nochmal im Gemeinschaftssaal vorbei und siehe da, es hat sich gelohnt. Der Marschall mit zwei neuen Anwärterinnen. Das versprach doch leichte unterhaltung, also mußte Button noch ein wenig warten und wie üblich zittern ob Salida denn auch pünktlich kam. Als wäre sie jemals unpünktlich auf Wache erschienen.

Leider mußte der Marschall dann aer gleich los und so saß Salida den beiden gegenüber. Auch Ary verschwand schon alsbald. Seltsamerweise kam ihr die eine der beiden von Anfang an irgendwie bekannt vor. Die andere Anwärterin verabschiedete sich dann auch alsbald so das Salida mit der unbekannten bekannten alleine blieb und mit ihr ins Gespräch kam.

Sehr unerwartet kam für Salida das sie wohl ebenfalls im Kloster stationiert war... oder eher die Eltern. Die Mutter hatte Salida öfter gesehen bei ihren Aufgaben. Keine Frage. Tarja hieß sie und mit der Geschichte erinnerte sich Salida an das blasse Adelmädchen welche meißtens bei den Hunden von Locksey rumhing. Ja sogar beim Ausfall als man das Kloster aufgab war sie dabei. Dann wurde Salida ja leider von den anderen getrennt, aber obwohl ihr Rückweg nicht so leicht war, so hatte sie ja ncoh Glück im Gegensatz zu anderen Kreuzzüglern.

Auf jedenfall war sie erfreut jemanden aus den alten Tirisfaller Tagen gefunden zu haben und sie war sich schon jetzt sicher das sie für die nun nicht mehr ganz so junge Frau bürgen würde. Da müßte sie schon ganz viel Mist bauen in der Anwärterschaft damit sie das ncht tun würde.
Tuuli hat geschrieben:Kaum vor das Tor getreten, pfiff Tuuli zweimal und störte den nächtlichen Frieden. Sie warf sich auf den Rücken des heran eilenden, großen Wolfes und ehe dieser unerlaubterweise zu lange in der Nähe der Burg verweilen konnte, machte er sich mit der Last auf seinem Rücken auf den Weg nach Süden. Erst am Mittag des darauffolgenden Tages kamen beide zurück, ließen Weststrom links liegen und folgten der Straße nach Sturmwind.

"Du mußt darauf achten, daß Schokolade drin ist. Ich habe dir alles mit gebracht, was du brauchst und es ist wichtig, daß du nichts davon naschst. Du bist zu jung für den Scheiß", mit erhobenem Finger stand Tuuli vor dem blonden Mädchen, das nach jedem Satz versuchte an den Korb zu kommen, in dem all das Zeug war, von dem die Frau vor ihr sprach. Doch sie zog den Korb immer wieder weg und legte weitere Bedingungen und Anweisungen nach.

"Wenn das fertig ist", wieder zog sie den Korb nach oben, "Hör mir zu. Also, wenn die Kekse fertig sind, dann pack sie in ein Päckchen, wickel sie ein, oder was ihr sonst so mit Sendungen macht und bring es zu dem Anwesen, von dem ich dir erzählt habe. Laß dich nicht ablenken, die Leute da sind komisch."
Geraldine sprang hoch und schnappte sich den Korb, "ich weiß, ich soll nicht mit fremden Leuten reden."
"Richtig, nein... doch, man! Rede mit den Richtigen. Laß dir eine Unterschrift geben, als Bestätigung, daß das Ganze angekommen ist. Das ist wichtig. Die Unterschrift ist wichtig und nur von dem Baron, hörst du? Keine Wache, kein komischer Kauz, der sich für Briefpapier hält oder den Sonnenuntergang, nur der Baron."
Geraldine nickte.
"Du bringst die Unterschrift Schwester Arianne, nach Weststrom."
Erneutes Nicken.
"Wenn das bis morgen nicht geschehen ist, suchen wir nach dir. Hast du das auch verstanden?"
Ungeduldiges Nicken.
"Dann lauf und back die Kekse. Und wehe du naschst!"
Nicolá hat geschrieben:Berta und Bertram sahen verwirrt aus, als Geraldine die Zutaten vor ihnen ausbreitete. Mit spitzem Finger schob Berta das Trollkraut beiseite.

"Das kommt da nicht rein. Ich backe seit 50 Jahren und das gehört da nicht rein", murmelte sie mißgestimmt. "Du hast dich schon wieder mit komischen Leuten unterhalten. Wir haben deiner Schwester damals schon gesagt, daß das nicht gut für junge Mädchen ist."
Geraldine schob das Kraut zurück in den Reigen der Zutaten, "Es gehört da rein, nur heute. Das ist wichtig."

Das eingerollte Päckchen wurde mit einer Schleife zugebunden. Gaul und Reiter machten sich auf den Weg nach Elwynn zu besagtem Anwesen.
Sie hatte sich auf dem Weg etliche Ausflüchte, Argumente und andere Hilfsmittel einfallen lassen, um bis zu einem so hohen Herren wie den Baron zu gelangen, doch als es so weit war, ließ man sie einfach durch. Es machte sie ein klein wenig unzufrieden, aber sie begnügte sich damit, daß sie nun einen Haufen Ausreden, Argumente und andere Hilfsmittel für den nächsten Kunden hätte, der vielleicht auch ein hoher Herr war.

"Oh ja für Euch, Euer Gnaden. Und es ist mir ein wenig peinlich, aber ich brauche eine Unterschrift, daß Ihr das Päckchen auch erhalten habt. Das klingt seltsam, wir hatten allerdings vor einiger Zeit Probleme mit der Wache, die so etwas sehen wol... un...."
Der Baron hob die Hand und unterbrach das Gefasel. Er musterte den vorgefertigten Schrieb, auf dem nur noch eine Unterschrift auf der gestrichelten Linie unter dem ganzen Bürokratensermon fehlte.
Schwungvoll und als würde er den ganzen Tag nichts anderes tun, gab er seinen Namen unter das Geschreibsel und nahm das Päckchen entgegen.

"Ach ja und solltet Ihr mit dem Sturmwinder Kurier zufrieden sein, dann empfehlt uns doch bitte weiter oder nutzt unsere Dienste", floß es wie ein Wort aus dem kleinen Kopf heraus. Sie knickste und hüpfte vom Hof, wo das Pferd gelangweilt und unter Entsetzen der Gäste Blumen fraß.
Sonita hat geschrieben:Tief in den Gemäuern der Burg Weststrom. 19.10. Nachts.

Sonita hatte sich einfach zuviel vorgenommen bei ihren Studien und dann auch ncoh gleich alles ausprobieren zu wollen. Natürlich klappte es nicht so wie
sie sich das vorstellte. Also ging sie zwischen durch in die Küche und stellte sich eine Pfanne mit reichlich Öl auf das Feuer um es zu erhitzen und einige
Skorpidscheren, welche sie mal auf dem Markt hatte besorgen lassen, zu frittieren. Doch auf dem Weg zum Regal mit den Köstlichkeiten kam ihr DIE IDEE!

Rasch machte sie sich alles andere vergessend auf und ging wieder in den Keller. Das kurz darauf Feueralarm gerufen wurde, bekam sie da unten schon
nicht mehr mit, denn sie hatte einen Zauber gewirkt der Schall draußen ließ um nicht unnötig gestört zu werden. Sie kam bei ihrem neuen Zauber
erheblich weiter und schlief irgendwann über ihren Notizen ein.
Àrynà hat geschrieben:Direkt nach der Morgenmesse gings wieder los. Schleifen, sägen und schaben. Diesmal aber nicht wie sonst unter freiem Himmel sondern unter einer aufgespannten Plane. Einfach über zwei "Pfähle" gespannt und schon wars ein zeltartiges Gebilde. Wegen dem Regen? Wegen dem Wind?
Salida hat geschrieben:Salida bekam von KAtherina den Auftrag zwei einladungen zu überbringen. Eine zur Bruderschaft und die zweite zu Sir Vanth nach Osten. Es war ihr anzusehen,
das sie so kurz vor der Bestrafung Bruder Cavans darüber nicht sehr begeistert war. Dennoch war es keine Frage das sie den Auftrag ausführen würde.
Da es nun auf Ausdauer ankam, nahm sie nicht ihr gewohntes Schlachtroß sondern eines der Kurierpferde des Ordens. So kam sie mit anhaltender Geschwindigkeit
schneller voran. Die Kurierpferde waren einfach ausdauernder, wenn auch im Sprint auf kurze Distanz etwas langsamer. Salida kam gut voran. Als sie den zweiten
Brief übergab war ncoh genug Zeit. Sie hätte einfach die Straße lang reiten können und wäre sicherlich ncoh rechtzeitig angekommen. Aber sie hätte dann verschwitzt
und mit unordentlichem Wappenrock dort erschienen. Untragbar. Also nahm sie eine Abkürzung......

Sie kam nciht zur Bestrafung und auch später am Abend waertete man umsonst auf sie. Was war gescheehen? Hat sie sich verlaufen? Hat sie noch eine
Gnollsiedlung hops genommen? Ein Dorf angezündet? Alles merh oder weniger denkbar...

Gegen Mittag des nächsten Tages kam ein Bote aus Goldhain in Weststrom an. er berichtete das in den späten Morgenstunden ein Pferd des Ordens humpelnd
im Ort angekommen sei. In der näheren Umgebung hätten die Leute aber ncihts gefunden was auf einen Reiter schließen würde. Also hatte man sich entschlossen
einen Boten nach Weststrom zu schicken.
Salida hat geschrieben:Mit einer schweren Kopfwunde und einem offenischtlichem Gedächnissverlust kam Salida begleitet von Cavan wieder nach Weststrom. Die Wunde wurde versorgt
und Salida ließ sich ins Gästquartier nieder in das Cavan sie brachte. Soweit so gut. Aber sie wollte ja wieder zurück nach Lohenscheit und das möglichst bald. So saß
sie am nächsten Abend in einem ungewöhnlich zivilen Kleid im großen Saal. Genauer gesagt stand sie auf einer der Bänke auf den Zehenspitzen und wischte mit
einem Finger über einen staubigen Bilderrahmen als Cavan und Katherina hinzukamen. Es ging reihclich hin und her und Salida war nicht so wirklich davon
abzubringen das ja König Terenas die Truppen anch Andorhal geschickt habe und die Miliz sie ja wohl nicht mehr brauchen würde. Erst mit Hilfe eines Spiegels
und vielen guten Worten bekamen die beiden Salida dazu zu glauben das sie 40 war und nun gerade in der Nähe von Sturmwind lebte. Der Schock für Salida
war recht offensichtlich. Sie stellte noch ein zwei Fragen ehe sie sich ins Gästezimmer zurückzog und noch lange wach lag und über verlorene Zeit nachdachte.
Würde sie ihre Erinnerungen je wieder zurückbekommen?
Irena hat geschrieben:Ungewöhnlicherweise war Irena am Morgen einfach nicht so fit, wie sie es sonst immer ist. Pünktlich zu einer Morgenmesse zu erscheinen, war für sie nie das Problem gewesen. Aber diese Nacht war deutlich anders und vor allem der Morgen. Es war wohl für alle Anwesenden zu erkennen, dass sich sich mehr als Unwohl fühlte und sollte noch ein gewissser Ordensbruder der Scharlachroten Faust in der Nähe sein, wurde das Gefühl nicht gerade besser. Nein sogar noch schlimmer. Die sowieso schon kleine Frau, wurde nur noch kleiner. Ganz gleich das sie sich unwohl fühlte, merkte man ihr auch an, das die übliche Lebensfreude irgendwie verflogen ist und sie sich stark mit etwas zu beschäftigen scheint.

Die Morgenmesse war selbst für sie, nur ein netter Nebeneffekt um das irgendwie ausblenden zu können, was in der Nacht geschehen ist und sie konnte sich selbst noch nicht einmal die Frage beantworten, wie das denn geschehen sein könnte. So etwas ist ihr noch nie passiert. Gehört hatte sie davon schon einmal, aber das ihr so etwas passiert, daran hätte sie wohl nie geglaubt. Wie, beim Licht, ist sie nur dahin gekommen? Es würde wohl eine ganze Weile dauern, bis sie diese Nacht verarbeitet hat und aus diesen Gründen zog sie sich gegen die Mittagsstunde in ihr Gästezimmer zurück und versuchte wieder sie selbst zu werden.
Gwyngad hat geschrieben:Ein Traum...was sonst. Vergangene Schrecken die sein Kopf zu neuen spann. Vielleicht hätte er doch auf den angebotenen Alkohol zurück greifen sollen...
Er zieht sein Nachtgewand enger um den Körper und kriecht zurück ins Bett, die Decke bis zur Nasenspitze hoch gezogen.
Nicht mehr als ein Windspiel...oder ein Tier...und ein Trugbild in den Schatten...nicht mehr...sicher...

Cavan hatte am nächsten Morgen entgegen der Erwartungen keine großen Probleme Gwyngad zu wecken. Er war wach. Übernächtigt sah er aus, auch wenn er beteuerte geschlafen zu haben. Unruhig. War immer wieder aufgewacht. Er war so froh gewesen die Alpträume endlich hinter sich gelassen zu haben...In dieser Nacht waren sie zurück gekehrt. Hätte er doch bloß nicht wieder an diesen Keller gedacht. An das Rappeln, der verzweifelten Gefangenen, an ihren Gitterstäben. An das Stöhnen und ächzen der Untoten. An das klappern der Holztür, die den Keller vom Rest der Welt trennte. Sie so unerreichbar schienen ließ....Die Lieder.... Es war doch nur der Wind gewesen. Nur der Wind...und der Regen...nicht mehr.
Den Morgen über wirkte er schlapp. Er versuchte sich nicht viel anmerken zu lassen, doch sein typisches, freundliches Lächeln, es fehlte ihm an diesem Morgen an Wärme...und Zuversicht. Wie in den ersten Tagen nach dem er aus den Fängen Schuberts befreit wurde. Doch versuchte er so gut es ging dagegen anzukämpfen. Suchte jemanden der sich die Zeit mit ihm, bis zum weiteren Treffen, mit Würfeln und Karten vertrieb. Jemanden für belanglose Gespräche. Er wollte nicht allein sein. Und wenn er es doch war und sich unbeobachtet wähnte, zog er aus seiner Hosentasche ein kleines Holzkästchen. Nicht größer als eine Streichholzschachtel. Schloss es fest in seine Hand und schloss die Augen. Dann wurde sein Lächeln für diesen Moment wieder tiefer und am Abend hatte er die Schrecken der Nacht schon fast wieder vergessen...aber eben nur fast.
Inneke hat geschrieben:Am ersten Tag der Woche, knapp nach einigen gleichsam interessanten, wie auch beunruhigenden Geschehnissen zogen Amlodi und Imogene also noch in der Nacht durch die Burg. Sie öffneten jedes Zimmer, schoben die Betten ein Stück zur Seite und dann wurde penibel mit Lineal und Zirkel das Symbol des Lichts unter einen jeden Schlafplatz gezeichnet. Die Kreide sei etwas Besonderes, behauptete Imogene, während sie vor Amlodi auf dem Boden kniete und gewissenhaft einen Strich nach dem anderen zog, ohne daß sich nur einer davon unbeabsichtigt unterbrach - sei es nun durch eine Unwegsamkeit im Boden oder eine schlampig geführte Hand. Sie hätten in den besonders schlimmen Nächten in den Pestländern ebenso gehandelt. Vielleicht hatten sie es sich eingebildet, doch hätte es immer geholfen - und wenn es nur eine ruhige Nacht bescherte.

Dann stand sie wieder auf, wischte sich über die Knie und schob zusammen mit dem brummigen Paladin das Bett zurecht.

"Sie kann hier nicht rein...", proklamierte Knopf vor dem Männer Schlafsaal, als Imogene die Klinke in die Hand nahm.
"Bitte sei doch so nett und sage deinem Chevalier, daß ich begeistert von der Effizienz und Genauigkeit bin, mit der er die Bibliothek führt."
"Jawohl, Miss!"
"Schwester"
"Schwester, Miss!", dann stiefelte er von dannen.

Imogene schob die Klinke runter.
Shephard hat geschrieben:Es war perfekt. Einfach perfekt. Die frische kalte Morgenluft wehte ihm um die Nase, der eisige böige Wind fegte von den schneebedeckten Bergen herab und zerrte an Haaren und Umhang. Weit und breit kein Geschnatter, Geplärre, Gezeter, Getrappel oder was auch immer Ge. Nur der Anblick von schweigend und eilig essenden Männern und Frauen, die definitiv besseres zu tun hatten, als beim Frühstück zu reden. Das Frühstück musste in Rekordzeit bewältigt werden ehe der Porridge dem Frost unterlag und hier und da hörte man das verzweifelte Murren und Seufzen von denjenigen, die den Rekord nicht gepackt hatten.

In Anbetracht der Umstände in und um Lordaeron war das jährliche Chevalierstreffen in Weststrom abgesagt worden. Es gab zuviel zu tun als dass man sich ein paar Tage Müßiggang hätte erlauben können.

DER ANDERE stand vor dem Eingang eines Zeltes und war... zufrieden? Entspannt? Glücklich? Vielleicht war es auch nur ein Krampf in den Gesichtsmuskeln aber tatsächlich schienen die Mundwinkel an diesem Morgen nach oben zu zeigen.

Mit einem gemütlichen Brummen trat JENE aus einem benachbarten Zelt, dass sich optisch lediglich dadurch von den dutzenden Zelten um sie herum unterschied, dass auf der Eingangsplane der schon stark abgenutzte rote Schriftzug "Chevalíer" prangte.

"Guten Morgen, Erskine", grüßte JENE, "wie ich sehe sagt dir das Wetter zu?"

"Hätte nichts besseres zu Winterhauch erwarten können", antwortete DER ANDERE knapp.

JENE lächelte und legte DEM ANDEREN für einen kurzen Moment die Hand auf den Arm, ehe ein großmütterliches Lächeln die Lippen umspielte.

"Wir werden sehen wie gut du deine Leute noch in Form hast. Diana hat übrigens Ashford gestochen und hält den Rekord."

DER ANDERE blickte missmutig zur Seite. "Wieviele?"

"3 Reiter, 2 Schützen und 5 Fußsoldaten."

"Kleinigkeit."

JENE schmunzelte. "In drei Stunden."

DER ANDERE verzog die Oberlippe zu einem leichten Zähnefletschen. "Herausforderung angenommen."

Das laute Krachen eines geschulterten Morgensterns wirkte auf die versammelten Frühstücker besser als jeder Essensgong. Als wäre ein Hai in einen Schwarm Makrelen gestoßen stoben die Versammelten blitzschnell auseinander, so dass binnen weniger Augenblicke nur noch leere Tische und Bänke im Versorgungszelt stand. Dies war Ordnung. Dies war Disziplin. Dies war das Feld und die stete Bereitschaft für die nächste Schlacht.

Nur wenige Minuten später marschierten die Zornbringer mit ihrem Chevalíer aus dem Lager der 4. um sich ihr Winterhauchgeschenk noch zu verfeinern. JENE stand zufrieden am Lagereingang und nahm die morgentliche Post entgegen, die seit einiger Zeit wieder regulär ankam. Arathi war so wundervoll um diese Jahreszeit.
Katherina Rodenwald hat geschrieben:Die halbe Nacht versorgte die werdende Priesterin ihre beiden Schwestern. Langsam bekamen
Aveline und Danee wieder Farbe ins Gesicht und zeigten Leben. Katherina konnte nur den
Kopf schlütteln über die beiden, doch sie wusste, dass sie nicht ganz unschluldige an
dem war, was in der kleinen Gasse passiert war. Dieses Duell war ausgeartet, und beinahe hätte
sie sich den Schädel gegenseitig eingeschlagen.

Anfangs war es ja spassig gewesen. Gut die Laterne und die Scheibe waren Colateralschaden,
aber sie hatten, trotz ihrer verbalen Schläge, noch ein gewisses Maß an Respekt und Ehre.
Dann unmerklich änderte sich das. Wie Furien gingen sie auf einander los. Ohne Sinn und
Verstand.

Als beide dann versorgt waren und schliefen, so sie dazu wirklich in der Lage waren, setzte
sich Katherina in die Ecke und nahm ihr Büchlein hervor. Sie hatte schon eine Vorsatz
gefasst und machte sich daran, diesen zumindest vorzubreiten. Dieses Duell hatte ihr etwas
gezeigt und das wollte sie aufhalten, nicht allein, nicht nur für wenige, sondern für alle....
für den gesamten Orden, denn etwas war dabei aufzuhören und das dürfte
nicht passieren.
So verbrachte sie, wachend, die andere Hälfte der Nacht.
Sonita hat geschrieben:Mit großen, ja Schreckensgeweiteten Augen liest Sonita den letzten Aushang. Keine Rosinen mehr? Sparmaßnahmen welche sich auf DIE, IHRE,
Rosinen ausiwrken sollen? Der Entschluß war schnell, ja im Affekt gefasst. Sie drehte sofort um und machte isch auf in Richtung Küche und schnappte
sich eines der beiden kleinen Gefäße mit Rosinen und versteckte sie unter ihrer Matratze.
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Tuuli » Mo 11. Feb 2019, 17:17

Es war einer dieser Tage...

Begonnen hatte er damit, daß sie von dem Krach zweier im Krieg befindlichen Welten geweckt wurde. Der räudige Kater der Chevalier hatte es in eine noch unerkundete Gegend verschlagen, wo er auf einen lauernden Wolf getroffen war und nun herrschte territoriale Uneinigkeit in der Höhle des ehrwürdigen, uralten und recht imposanten Gebirges. Am Ende saß der Wolf draußen und Schrödinger richtete sich häuslich ein.

"Ja, was soll ich denn da machen? Das ist deine Hütte", teilte sie den hängenden Ohren neben sich mit, während beide den Einzug des Katers beobachteten.
"Komm, wir zeigen einem Kaninchen, wie stark wir sind."

Der Nachmittag brachte einen wütenden Bartlett, also Erskine bei bester Stimmung.

Der Abend hatte Kinder dabei.

Am Morgen lag ein Zettel auf Bodkins Schreibtisch: Bin bald zurück, muß Dinge töten, die niemand vermißt.
+++ Wäre auch an der Zeit gewesen: Gesellschaft zur Rettung des Konjunktiv II hätte heute gegründet werden können +++ (Der Postillon)

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Inneke
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Inneke » Di 12. Feb 2019, 16:04

Mit zwei Fingern am Objekt, die anderen Drei abgespreizt, manövrierte Inneke eine Socke in einen Umschlag. Sie hatte am Fuß rot-weiße Ringel und eine Flamme am Sockenschaft. Als das Strickstück im Couvert verschwunden war, schaute sie noch einmal hinein - man munkelt, daß Socken gelegentlich abhanden kommen.

Faralda hatte ihr auf ihre einfältig ehrliche Weise berichtet, daß sie einmal eine Socke - ein besonders häßliches und kratziges Exemplar - vom Fenstersims des ersten Stocks der Klarblick Motte hatte retten müssen. Es soll windstill gewesen sein und sie konnte sich nicht erklären wie sie da hin gekommen war. Zugegeben, Faralda konnte sich eine Menge Dinge nicht erklären, aber die Gegenwart von Weiland schien sie immerhin etwas weniger dumm gemacht zu haben, zudem hatte Inneke auch nach genauer Untersuchung des Falls nicht heraus finden können, wie dieses Schaustück handwerklichen Ungeschicks dort hoch gekommen sein sollte, wenn nicht aus eigener Entschlossenheit.

Sie notierte auf einen Zettel - "Ist das Deiner?" - und schob diesen in den Umschlag. Dann adressierte sie das Ganze in der Vierten an Aryna Lightblade.
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Inneke » Mi 13. Feb 2019, 10:31

Als der Brief wieder in Weststrom ankam, hatte er neue Flecken, Pflanzlenabdrücke am Rand, etwas Erde auf dem Rücken und ein Loch - vermutlich von einem Pfeil. Der Inhalt war unbeschadet.

Inneke tippte sich nachdenklich gegen die Nasenspitze, während die Socke, forensisch von Kerzenlicht beschienen, vor ihr lag und sich nicht rührte.
"Landryn also..."
Sie drehte den Strumpf um, musterte ihn erneut, dann hielt sie ein Maßband an den Fuß.
"Selbst der Marschall hat nicht so große Füße."

Am Morgen hing über Landryns Bett, an einer Schnur, mit einer Wäscheklemme befestigt, die Socke. Mit ihr ein Zettel.
Ist das Deine?
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Landryn » Mi 13. Feb 2019, 21:23

Ein lautes Scheppern im Burgflur. Landryn wird schlagartig wach. "Lichtnocheins..." murrt er sein angesabbertes Kissen an. Seine Augenlider springen auf, suchen im Dämmerlicht der fast ausgebrannten Öllampen nach dem Übeltäter, doch entdecken nichts. Eine besonders widerspenstige Schnarchnase schnarcht unbeeindruckt weiter. Ansonsten Stille. PLÖTZLICH WIEDER KRACH! EINDEUTIG AUS DEM BURGFLUR! Hört sich an als würden die Jungs von der Ersten Lanze Kochtöpfe durch die Gegend treten! Landryn's Oberkörper schießt augenblicklich hoch. Ehe er sich versieht hat er einen muffigen Sockenzipfel zwischen den Lippen.

Er schielt nach vorn. Pflückt sich den wolligen Weltenbummler von Wäscheleine und Lippen. Umgehend pult er sich ein gutes Dutzend Flusen von der Zunge. Oh, dieses Aroma von eingestaubter Müffel-Socke. Er betrachtet das Ding irritiert, grübelt und wendet es in der Hand. Dabei bemerkt er im Augenwinkel den Zettel, welcher unscheinbar auf seine Decke hinabgesegelt war. "Ist das deine?" liest er leise hörbar mit.

Hä? Nochmal wird das Ding gewendet und eingehend begutachtet. Er zieht die Decke zur Seite weg, schaut auf seine beiden besockten Füße. Alles dran. Dann zieht er sich die Socke über. Zu groß. Naja... nicht, dass die übrigen Klamotten maßgeschneidert wären, aber dieser Ogerwärmer? Nein, das kann nicht sein. Und diese Ringel erst. Landryn schüttelt den Kopf und schnaubt.

Er steht auf, schlüpft in die gute Lederhose und geht zur Küche. Ein weiterer Fall für das Fundbüro.
(Also die eigens eingerichtete Sammelstätte für verwaiste Groschenromane, Rückenkratzer und Ringelsocken aller Art)

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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Rahira » Do 14. Feb 2019, 11:49

Früh am Morgen zur Morgenmesse wird auffallen das der Lordchevalier und Rahira fehlen. Genauso werden sie zum Frühstück ebenso nicht erscheinen. Aber mitten zwischen den Frühstückssachen findet sich ein Brief vom gestrigen Tag.

Mylord Lightblade und Schwester Bateran sind am 13ten Tage des zweiten Monats aufgebrochen zu einer Exkursion auf einen Berg im südlichen Rotkamm Grenze brennende Steppe. Werden morgen Abend zurück kommen.
gez. Rahira Bateran

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Shephard
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Shephard » Do 14. Feb 2019, 12:13

Noch vor Sonnenaufgang begibt sich ein Marschall in die Küche um noch vor der bald einfallenden Hektik des Ordensfrühstücks einen Tee zu gönnen. Eine Tasse mit dem wohlduftenden Getränk in der Hand lehnt am Türrahmen, entspannt und mit sich im Reinen. Er kann nicht sagen, wieso, aber irgendwie wird sein Blick vom "Fundbüro" angezogen, als ziele ein rot leuchtender auf und ab wobbelnder Pfeil darauf. Momentan war dieses Sammelsurium sowieso größer als sonst, sammelte sich hier doch neben vergangenen Feiertagskarten und Geschenkpapieren auch all das, was die Geschwister sonst im Freien liegen ließen, und das konnte erfahrungsgemäß alles sein von Wäsche über Rüstung bis hin zu Zaumzeug und Zahnputzzeug der Guten-Morgen-Weststrom-Gruppenwäsche-Truppe. Bei manchen der Fundstücke fragte man sich, wieso die Besitzer nicht nach wenigen Momenten schon merkten, dass diese Gegenstände fehlten, bei wieder anderen fragte man sicher, wieso sie diese hatten.

Nun jedoch lag darauf ... eine Socke. Eine sehr große Socke. Angus hob skeptisch eine Augenbraue und schaute auf seine Füße, dann wieder zur Socke. Das Monstrum war groß genug damit er knapp mit beiden Füßen gleichzeitig reinpassen würde. Gut, ein paar Maschen würden weichen müssen, aber theoretisch war das möglich.

Er überlegte. Wer um alles in der Welt hatte solche Füße? Oder war das überhaupt eine Socke? War es womö..ah. Aha! Natürlich, das ergab Sinn!

Angus schnappte sich das wollene Ungetüm, schnappte sich etwas vom Stapel "gebrauchtes Geschenkpapier" mit "unbenutzte Grußkarte", verpackte das alles und ging dann die Stufen hinauf, zu Innekes Raum.
Vor ihrem Zimmer legte er das Päckchen ab, auf dessen Karte stand. "Euer Majestät, Eure glitschigen Untertanen vergaßen ihre Unterkunft. Reichet es weiter."

Ohne zu klopfen ging er zu seinem Zimmer. Van de Flierdt würde es schon finden. Oder einer ihrer Untertanen.
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Inneke
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Inneke » Do 14. Feb 2019, 13:22

Mit einem Stapel Unterlagen, einer Laterne im Mund und der Frühstücksschale auf oben auf dem schwankenden Stapel - die Füße erledigten die Sache mit der Tür - kam Inneke aus dem Zimmer. Sie trat blindlings auf das Paket, rutschte aus, schlidderte den Flur entlang, gefolgt von einem Regen fliehender Blätter und Akten, landete auf dem Hintern und bremste mittig an einer Latte des Treppengeländers. Hinter ihr tänzelte die Schale und kam schließlich zum Stehen, ohne eine Beere verloren zu haben. Eine Kröte nahm sich des ungeliebten Frühstücks an.
Das Päckchen landete in ihren Armen.

Sie seufzte.

"Bartholomäus, würde es dir etwas ausmachen?"
Der Zelot blinzelte und dem bisher um die Ecke starrenden Gesicht, folgte eine mehr als mannshohe Gestalt. Sein Blick folgte der Papierspur bis zu ihrem Ursprung.
"Geht es.. Euch... gut?", brachte er ton- und atemlos hervor.
"Kann ich noch nicht sagen", mit zwei Fingern, zog sie die Socke aus der Verpackung. "Was zum....", sie las die Karte, während die andere Hand noch immer den Fußwärmer wie einen Chemieunfall in die Höhe hielt.
"Bei Tyrandes Strumpfband... von wem ist dieses Monster?"
"Oh das? Ja das ist kann ich Euch sagen", teilte der Bruder munter mit, als wäre es die einfachste Sache der Welt.

Kurz darauf, nachdem das Chaos im Flur beseitigt worden war, wurde ein Umschlag bei den Kurieren abgegeben und an Chevalier Bartlett in Arathi adressiert, auf dem stand:
"IST.DAS.DEINE?!"
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Shephard
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Shephard » Sa 16. Feb 2019, 20:25

Ob es seine wäre. In Großbuchstaben! Das allein schon war ein Affront, den er van de Flierdt gebührend zurück zahlen würde, wenn sie es am wenigsten erwartete. Dann aber ernsthaft dass wollene Ungetüm, dass offenbar schon länger auf Reisen und ein wahres Potpourri an fraglichen Düften und zweifelhaften Gerüchen verinnerlicht hatte, auch noch mitzuschicken.... Es bedurfte eine Menge der raren Bartlettschen Geduld, in der Socke keinen Fehdehandschuh zu sehen.

Zugegeben, es lag nicht an seiner Geduld (die war bereits aufgebraucht als er aufgestanden war), dass er es tatsächlich über sich gebracht hatte, seine Lanze zu versammeln und knapp "Wessen?" zu fragen, was von allen mit einem ebemso knappen Kopfschütteln beantwortet wurde, womit der Fall für die erste Lanze erledigt war. Nein, tatsächlich lag es eher daran, dass zwischen Erhalt und Lanzenkopfschütteln keine 90 Minutenschläge von Lightshields Metronom lagen, ehe er sich Aryna schnappte, ihr die Socke mit freundlichen Nachdruck gegen die Brustplatte drückte und sie zu Großherz schickte.
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Àrynà
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Àrynà » Di 19. Feb 2019, 20:15

Tief im tiefsten Arathi wuselte ein kleiner Mensch zwischen großen Menschen herum, bekam eine Socke an die Brust gedrückt und wurde weiter geschickt. Der halbe Weg wurde noch durch das Andrücken der schon bekannten Socke zurück gelegt. Was hatte das Ding nur wieder hier zu suchen? Kein Gemurmel, kein unpassender Kommentar, nicht mal ein Brummen gab der kleine Mensch von sich als er durch andere kleine Menschen zu Chevalier Großherz trabte. Ungewöhnlich! Am Ziel angelangt wurde die Socke feierlich überreicht, begleitet durch ein keuchendes "Von Chevalier Bartlett."

Auftrag ausgeführt!

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O'Neeson
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von O'Neeson » Do 28. Feb 2019, 11:21

Die Aufgabenverteilung war klar! Die Durchführung war auch klar!
Marschall beschatten!
Elfen von Bäumen schütteln!
Dosenfisch im Wasser öffnen!

Nigal hatte bis zur Rückkehr nach Rabenflucht nicht wirklich verstanden, warum Bruder Tuuli ihn ermahnt hatte, die ausgebeulte Dose Fisch im Freien und noch dazu unter Wasser zu öffnen.
Als er der Anweisung jedoch an einem verschlammten Seitenarm des Weststroms in der Nähe von Rabenflucht nachgegangen war, brachte er statt einer Dose Fisch einen ganzen Schwarm Fische, die plötzlich bäuchlings an die Oberfläche stiegen, nach Rabenflucht zurück. Bis dato hatte er nicht mal gewusst, dass in dem brackigen Wasser überhaupt noch Fische gelebt hatten. Auf der einen Seite hatte die 2. Lanze damit auf einen Schlag mehr Fische als in den letzten fünf Jahren zusammen auf dem Essenstisch, auf der anderen Seite verging jedem das Essen oder der Wunsch nach einer sonstigen Zubereitung durch den bestialischen Gestank, der vom Fluss in Richtung Rabenflucht getragen worden war.

Im Morgengrauen hatte Chevalier Weißkamm ihn nach Weststrom geschickt, im Gepäck einen Brief an Bruder Tuuli.
"Bedauerlicherweise ist Euer Versuch, die 2. Lanze zu vergiften, gescheitert. Bedauerlicherweise daher, da Ihr auf diesen Weg mitbeteilt bekommt, dass Revanche erfolgen wird.
Aufmerksamen Gruß
Y. Weißkamm
Chevalíer 2. Lanze "Ewige Flamme"
Den Brief auf Tuulis Platz im großen Saal ablegend machte er sich dann an die Arbeit. Marschall beschatten! Die Aufgabe war einfach. Der Mann war groß und auffällig genug, dass er nicht einfach so verschwinden konnte. Er zeigte allerdings schon nach kurzem Dienstbeginn sichtliches Missfallen an der dringlichen Aufgabe der Stillen Wacht. Und während Nigal während der Morgentoilette des Marschalls auf dem Nachbarlokus saß überlegte er, woran es nur liegen könnte.

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Tuuli
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Tuuli » Do 28. Feb 2019, 16:40

Tuuli las den Brief, drehte ihn um, runzelte die Stirn, dann musterte sie argwöhnisch ihr Umfeld.
"Herausforderung akzeptiert."

Die Sonne kroch langsam über die Hügel, als sie auf einem Balken über den chevalieschen Tischen saß und den Schreibgeräuschen lauschte. Irgendwo in der Nähe mußte Nigal lauern, aber von hier oben, konnte sie ihn nicht ausmachen. Ohne diese ganze hinderliche Kleidung wäre es deutlich einfacher gewesen da hoch zu kommen. Aber das war hier vermutlich nicht gern gesehen. Während sie ihren Gedanken nachging und zuhörte, wie der Marschall seufzte, fluchte und seinen Unmut auf dem Papier ausließ, starrte sie gelangweilt an die Decke.
Die Haare in ihrem Nacken stellten sich auf und ihre Ohren zuckten nervös.
Sie löste den Blick von der Decke und sah in ein Gesicht, umrahmt von wuscheligem, rotem Haar, das sich über einem der benachbarten Deckenbalken befand und sie wie eine Kröte anstarrte. Es waren lediglich zwei Finger nötig, um klare Verhältnisse zu schaffen: Du, ich, vor die Tür, aber flott.
+++ Wäre auch an der Zeit gewesen: Gesellschaft zur Rettung des Konjunktiv II hätte heute gegründet werden können +++ (Der Postillon)

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Salida
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Salida » Mi 3. Apr 2019, 12:09

Am nächsten Morgen wachte Salida von Schmerzen geplagt auf. Sicher, das war nichts neues. Auch der gebrochene Oberschenkel nicht. Aber im Laufe der Jahre merkt man es wohl deutlicher. Der Bruch an sich würde dauern, aber er schmerzte kaum wenn sie das Bein icht belastete. Schlimmer waren die Schulter, der Arm und der Brustkorb der bei den verschiedenen Lanzengängen doch einiges abbekommen hatte. Nicht nur Eve hatte ihr da schwer zugesetzt. Auch Badean hat zwei sehr gute Treffer gelandet. Die Sculter würde sicher noch mehrere Tage die verschiedensten Farben annehmen.

Später am Tag wurde sie mit einem Pferdefuhrwerk, beladen mit Stroh von Leuenschein nach Weststrom gefahren. In Begleitung von Schwester Katherina welche sich um sie kümmerte und mit Schmerzmitteln versorgte, sowie einen Blick auf die Straße hatte, damit der Fuhrmann auhc ab und zu mal ein Schlagloch ausläßt.

In weststrom angekommen, nahm sie ihre bieden Krücken und humpelte doch überraschend selbstständig in den Gemeinschaftsraum. Keine Frage, ein Blick in ihr Gesicht reichte aus um zu sehen das die Schmerzmittel ihren weitreichenden Auftrag angenommen und ausgeführt hatten. Zumindest im Moment war sie doch recht schmerzfrei.

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Arianne
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Arianne » Fr 19. Apr 2019, 02:24

"FEIN!" hallte es um zwei Uhr nachts durch die Burg. Was zum Nether? Konnten sie nicht einfach schlafen?
"FEIN." hallte es zurück. Das war doch das Küken gewesen, oder? Ein paar Sekunden Stille, in denen man dachte, wieder einschlafen zu können.
"ICH TRAGS HOCH, SIR!" schallte es schon wieder und machte die Hoffnung zunichte.
"MACH DOCH!" Der Marschall... Nein wirklich: Der Marschall?
"UND WIE!" Und während die Gedanken der halbschlafenden Ordensgeschwister noch kreisten, was das gewesen war und doch langsam wieder wegdämmerten, kam schon wieder Unruhe hinzu. Es rumpelte ein wenig. Zumindest kein schreien mehr. Aber dennoch war es um diese ekelhafte Nachtstunde zu laut für diese Burg. Eine Weile. Dann wurde es still.
Und während all der Sparmaßnahmen sogar wieder einmal wärmer. Der Geruch von Kaminfeuer erfüllte Weststrom.

Das Küken hingegen war bald darauf für die Nachtwache - der sie nach Plan gar nicht zugeteilt wäre - auf den Zinnen. Still verbrachte sie die dunklen Stunden des Tages damit, in den Wald hinauszusehen. Erst nach Messe und Frühstück fiel sie auf ihr Bett.

In der Ordenskasse fanden sich am nächsten Morgen ein paar Münzen und ein Zettelchen. "Für das Feuerholz" stand da nur.

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Salida
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Salida » Sa 20. Apr 2019, 22:28

Am nächsten Morgen wird von Salida ein Zettel an das schwarze Brett angebracht. Folgendes kann man darauf lesen

An die Betreffenden,

wenn ihr wieder einmal meint die Nachtruhe aller, insbesonderer auch meine, zu stören und rumschreien zu müssen sowie irgendwas
schweres über den Boden ziehen zu müssen, dann werdet ihr mich mal richtig kennen lernen. Macht den Scheiß gefälligst zu Zeiten
wo es niemanden sonderlich stört.

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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Tilon » Do 25. Apr 2019, 15:00

"VOLLSTRECKUNG!"

Tilon spurtete und reichte Cathalan die Schwertscheide samt Vollstreckung, die gesegnete Waffe seiner Mentors, mit dem Griff voran. Die Gänsehaut auf seinem gesamtem Körper ließ ihn kurz erstarren, in dem Moment, als Cathalan seine Hand um den Griff legte und die Klinge geräuschvoll aus der Scheide zog. Die Scharen an Untoten preschten auf die Scharlachrote Schlachtformation zu und kamen Sekunde um Sekunde näher, ehe sie nur noch einen Augenblick entfernt waren. Der Blick des Paladins, versteckt unter der Maske seines Ornates, richtete sich nun direkt auf den Knappen.

"Die Pferde werden nicht satt, wenn du sie nur dumm anguckst."

Was? Was hat er da gerade gesagt?

"Sie bekommen jetzt Kraftfutter, das Heu kannst du später nachfüllen."

Tilon zuckte in dem Moment zusammen, als sich ihm der erste Ghul an den Hals warf. Die Szene um ihn herum wechselte plötzlich. Die Stallungen. Weststrom. Keine Ghule, keine Formation, keine Schlacht. Stattdessen starrten ihn blaue Augen an, engelsgleich, aber mahnend. Arianne flitschte dem Träumer sachte mit dem Finger gegen die Stirn.

"Hallo? Jemand zuhause? Oder nur vergessen die Kerzen zu löschen?"

"Äh... Tut mir leid, Arianne... Ich hatte da gerade einen... Wichtigen Gedanken..."

Arianne winkte ab und ging wieder ihren Aufgaben nach, während sich Tilon eine Ladung Kraftfutter schnappte und einem jungen Hengst in die Box brachte. Das Tier war wohl neu, da noch kein Namensschild an der Box angebracht wurde. Außerdem war er im Gegensatz zu den schlachterfahrenen Pferden noch nicht vom Kampf gezeichnet. Und hatte im Gegensatz zu den anderen auch keinen Appetit auf ein Stück Tilon.

"Hmm... Wer du wohl bist?", ging Tilon durch den Kopf, als sich der Hengst über das Kraftfutter hermachte und den Knappen eingehend musterte. Sanft legte er eine Hand auf den Hals des Tieres und streichelte einmal über das gut gepflegte Fell, ehe er anfing mit ihm zu sprechen:

"Ich nenn dich...Sleipnir...Jawohl... Sleipnir... Und dich werde ich irgendwann reiten. Als mein persönliches Schlachtross. Du wirst also mal einen Paladin tragen, Sleipnir."

Sleipnir blieb von Tilons Worten gänzlich unbeeindruckt und kaute in aller Seelenruhe sein Kraftfutter. Unwillkürlich zuckte Tilon zusammen, als vom Ende der Stallungen ein ohrenbetäubendes Wiehern, direkt aus dem Nether und von Yogg'saron höchstpersönlich zum kommen schien. Sleipnir hörte abrupft auf zu kauen starrte Tilon an. Aber der spurtete schon. Buffalo hatte Hunger.

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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Inneke » So 5. Mai 2019, 09:52

Eines morgens stand die Tür zum Gewächshaus offen. Darin sah es aus wie auf einem Schlachtfeld. Die Pflanztöpfe waren kahl gefressen, als wäre eine Horde Wühlmäuse darüber her gefallen, das Zepter lag zerbrochen auf dem Boden und von der Krötenarmada keine Spur.

Die Nacht vor diesem Morgen war von Unken erfüllt gewesen, nun war Ruhe. Auf dem gesamten Lehen keine Spur von Innekes Kröten, selbst Cavan war abgerückt. Ein Haufen plattfüßiger Abdrücke führte die Straße nach Goldhain entlang, verlor sich jedoch bald im Dickicht nahe des Weges.
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Aveline » So 5. Mai 2019, 14:47

Sie hatte sich ohnehin darum gebeten nicht wieder in "diesen" Sumpf zu müssen. Es war ihr ein innerliches Graus wieder dort hin zurück zu müssen, zurück zu den Fröschen. Man hat ihrer Bitte statt gegeben, doch um die Frösche sollte sie nicht rum kommen.

Jemand hat das Gewächshaus der Ordensburg gestürmt und es fachmännisch zerlegt, es musste ein Verantwortlichen dafür geben und Lord Lightblade trug ihr auf diesen zu finden. In leichter Ordensgewandtung, aber in Begleitung von Prüfung machte sie sich auf den Spuren zu Folgen. Sie war keine sonderlich gute Spurensucherin aber mit Hilfe einer einer Lupe konnte dann sogar sie nicht Krötenabdrücke nicht übersehen. Sie folgte ihnen bis Goldhain, ab da wurde es jedoch verzwickt...

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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von Shephard » So 12. Mai 2019, 23:22

Vor einigen Tagen:

Die Glocke der Messhalle von Weststrom rief, wie jeden Tag, zum Morgengebet. Doch statt wie gewohnt kurz darauf die eiligen Schritte dutzender Ordensmitglieder zu hören, blieben die Gänge der Burg stumm. Die Küche war kalt bis auf einen kleinen Seitenherd, auf dem in einem einzelnen Topf das Frühstück der wenigen verbliebenen Bewohner der Burg gekocht worden war, daneben eine einzelne Kanne mit Tee. Die Tafeln in der Haupthalle waren sauber aber ungedeckt, lediglich der Bereich, an dem Ranghöheren für gewöhnlich saßen, war wie gewohnt für das Frühstück vorbereitet.

Angus ging gemächlichen Schrittes zum Morgengebet. Er hatte sich zwar inzwischen an die Stille, die immer wieder in der Burg herrschte, gewöhnt, doch er mochte sie nicht. Sie hatte etwas ungemütliches, unheilvolles, doch er konnte nicht sagen, warum. Schon seit einigen Monaten waren Chevalíer Bartlett und seine Erste Lanze, die „Zornbringer“, in Arathi stationiert um dort der Vierten Lanze, „Hammer und Speer“ von Chevalíer Großherz mit zur Hand zu gehen und die Grenzen des Landes vor den neu erstarkenden Verbänden der Horde zu verteidigen. Vo einigen Tagen war nun auch die Dritte Lanze, die „Eisenbrecher“, nicht mehr in der Burg stationiert sondern auf Mission unterwegs. Zurück geblieben waren keinen zwanzig Mann. So wenige... zu wenige.

Nach der Schlacht in Lordaeron hatte der Orden herbe Verluste in vier verschiedenen Lanzen hinnehmen müssen und es gab nur spärlichen Nachwuchs, der die Lücken der Veteranen hätte stopfen können. Sicher, es waren in den letzten Wochen einige neue Seelen zu den Pforten des Ordens gekommen, doch reichten sie beileibe nicht aus, weder zahlenmäßig noch von ihrer Kampftauglichkeit her. Es würde Jahre dauern bis diese neuen Zeloten ein vollwertiger Ersatz der Gefallenen sein würden. Jahre, die sie nicht hatten. Angus wusste, was er zu tun hatte, auch wenn es ihm nicht gefiel. Was bislang jedes Jahr zu Winterhauch ein Spaß unter den Chevalíers war, musste bitterer Ernst werden. Er als Marschall würde eine Bestandsaufnahme aller Lanzen und ihrer jeweiligen Mitglieder erstellen und dann die Truppen entsprechend umverteilen müssen um die Lanzen wieder zu effizienter Stärke zu bringen. Und in Anbetracht der Tatsache, dass die Fünfte unter Chevalíer Hope in der Lichtwacht noch immer nicht erreichbar war, kam ihm durchaus die schmerzhafte Erkenntnis, dass dies das Ende einer der Lanzen in Lordaeron bedeuten könnte. Ein Ende, das er um jeden Preis zu verhindern versuchen wollte. Sein erster Weg würde ihn direkt an die forderste Front führen – nach Arathi, zu Bartlett und Großherz, die tagtäglich jeden Zentimeter Boden aufs Neue verteidigten.

Doch bis dahin galt es noch eine andere Problematik zu lösen, die ihm bitter aufstieß. Auf seinem Schreibtisch lag seit mehreren Tagen schon ein Schreiben mit dem Siegel der königlichen Armee. Bislang hatte er es ignoriert, da er sich denken konnte, was darin stand. Aber als erneut ein Schreiben ankam und auf eine Antwort drängte, hatte er keine andere Wahl mehr. Wie nicht anders zu erwarten betraf das Schreiben den Front der Allianzstreitkräfte. Zu seiner Überraschung beinhaltete das Schreiben jedoch keinen Marschbefehl für den Orden, sondern vielmehr eine Bitte, die auch nur mit viel gutem Willen als Bitte zu lesen war und nicht als unumstößlicher Befehl der Krone. Er knurrte, als er die Zeilen las, aber er wusste auch, dass er nichts dagegen tun konnte. So war das eben, als Diener des Lichts und der Krone und vor allem im Krieg. Man ging, wohin man befohlen wurde, man sandte, wer gefordert wurde. Es blieb ihm nichts anderes übrig als zwei Schreiben zu verfassen. Eine Antwort an den Absender des erhaltenen Schreibens, und eines an ein Mitglied des Ordens. Um letzteren zuzustellen bedurfte es aber einer angepassten Zustellung, denn der Empfänger war auf Mission.

Angus kontaktierte die Zweite Lanze in Rabenflucht und forderte einen der Späher an, der auch der Stillen Wacht angehörte. O'Neeson, so sein Name, brauchte nicht lange um bei ihm vorstellig zu werden. Seine Mission war kurz und knapp – das Ordensmitglied finden, Schreiben zustellen, zurückkehren.

Als der Späher aufgebrochen war befasste sich Angus mit den weiteren Reisevorbereitungen. Es würde länger dauern, soviel war ihm klar, denn Portale kamen für ihn nicht in Frage. Ein Schiff von Sturmwind nach Menethil, von da aus auf dem Landweg weiter nach Norden. Er packte genug Proviant ein um entsprechend rationiert für gut zehn Tage versorgt zu sein. Die Schreiben, die sich für gewöhnlich auf seinem Schreibtisch türmten waren nahezu verschwunden. Die letzten Tage und Nächte hatte er genutzt, um die offenen Aufträge freizugeben, gestellte Anträge zu bestätigen oder auch abzulehnen und vorausschauend genug Material für Reparaturen und Ersatz zu bestellen, damit die Heimkehrer der „Eisenbrecher“ nicht in Schrott herumlaufen mussten. Kurzum hatte er alles ihm mögliche getan, damit seine Abwesenheit nicht den Ablauf des Ordensgeschehens zum Stillstand brachte.
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O'Neeson
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Re: Die Grenzwacht - Burgleben

Beitrag von O'Neeson » So 12. Mai 2019, 23:33

Nigal O'Neeson tat auch wie geheißen, aber nicht ohne zu bemerken, dass etwas ganz anderes noch in Weststrom im Gange war. Keine Spur von Chevalíer van de Flierdt und der Krötenarmee. Ein Mysterium, dem er auf den Grund zu gehen gedachte, denn immerhin war sie eines der Gründungsmitglieder der Stillen Wacht. Da verschwand man nicht einfach spurlos! Mit dem Schreiben und noch einem zusätzlich Paket vom Marschall im Gepäck hatte er sich auf den Weg gemacht, den die Dritte Lanze genommen hatte – mitten ins Trollgebiet der Sümpfe. Warum auch nicht. Was sollte schon schief gehen? Klar, vor einiger Zeit hatte es mal Probleme mit Zaubern und in Frösche verwandelte Leute gegeben, aber was solls. So war das Leben eben – fressen und gefressen werden.

Das Paket hatte Nigal im Lager der Dritten hinterlassen, danach machte er sich an die eigentliche Arbeit. Er hatte nicht wirklich Probleme der ausgeprägten Spur der Dritten Lanze zu folgen. Er fragte sich eher, ob sie überhaupt vorgehabt hatten, vorsichtig und heimlich in das immer noch besetzte Heiligtum der Trolle einzudringen oder dass die Tatsache, dass er keine Spuren eines mitgeschleppten Mörsers fand, nur den Umständen zu verdanken war, dass das beschissene Ding vermutlich auf dem Grund des Sees lag.

Sein Verdacht dahingehend hatte sich auch bestätigt, als er die Elite der „Eisenbrecher“ in Lianen von der Decke hängend fand, ohne Waffen, ohne Rüstungen, ohne Würde und definitiv ohne Plan oder Orientierung. Eigentlich hatte er nur einen Brief zustellen wollen, aber er konnte es einfach nicht über sich bringen, sie da einfach sitzen zu lassen. Also half er, ohne dass er den Befehl dazu hatte. Etwas, was er zwei Tage später teuer bezahlen würde, aber das war zum Zeitpunkt der Entscheidung das Problem von Zukunfts-Nigal gewesen.

Den Empfänger hatte er problemlos gefunden und in einem ruhigen Moment hatte er Danee ein Schreiben zugesteckt, welches das Siegel des Marschalls trug.

Und dann, zwei Tage später, versuchte sich ein Troll durch seinen Hals zu beißen und war dabei leider erfolgreicher als gesund war. Nigals Bogen war im Kampf zu Bruch gegangen, was ein fast noch herberer Verlust war als sein Blut. Als er sicher war, dass der Trupp sein Ziel, die Entführten zu retten, erreicht hatte, hatte er sich einmal umgesehen. Da lagen zwar noch einige andere halbtot am Boden, aber er war Späher, kein Heiler. Und er hatte noch etwas zu tun und eh schon mehr Zeit verloren, als er gedacht hätte. Verdammtes Helfersyndrom.

Also hatte er sich auf gemacht, die Eisenbrecher sich selbst überlassen um keine noch zusätzliche Last zu sein, und sich um sich selbst gekümmert. Und seine sich selbst übertragene Mission wieder aufgenommen. Folge den Kröten, O'Neeson, nicht den Schmetterlingen.

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